Thundermother live
fp | 10.09.2015   
Thundermother live
Gestern Abend stand die Liebe zur Gitarrenmusik auf dem Programm und die Kutte wurde aus dem Schrank gepackt und es ging zum Gig von Thundermother, einer all female Combo aus Schweden, die sich wie AC/DC anhören würde, wenn die Brüder Young und Bon Scott XX Chromosomen gehabt hätten. Gehabt hätte Fahrradkette, Bon Scott ist auch schon lange tot und das erste Album der Donnermütter war jedenfalls auch schon mal auf Platz 2 der schwedischen Albumcharts und in Berlin wurde die Handvoll Gäste dann per Handschlag von den Mädelz begrüßt.

Zum Glück ließen sich die Schwedinnen davon nicht negativ beeinflussen und spielten einen juten born 2 be wild-asskick Gig exklusiv fast nur für meine Wenigkeit =D und der Schweiss der hartmetal Rockerinnen floss in Strömen durch die Konzert-Bar. Bei den die-Hard Fans war natürlich headbanging und Pommesgabel bis der Notarzt kam angesagt und so ein intimes Wohnzimmer-Konzi ist ja auch 10.000 Mal lustiger, als so ein seelenloses „Helga“-Massenfestival, wo alle Trend-Lemminge immer sinnlos hinrennen.



Thundermother live
Thundermother live
Thundermother live
Thundermother live
An dieser Stelle erwähnt, auch mega sympathisch, das "Cortina Bob", die Konzert-Bar, wo vielleicht 150 Leute reinpassen und wo der gefühlt 10cl Vodka-Mate noch nen 5er kostet und nur zu empfehlen ist, wenn man mal Lust auf Punk, Garage oder Trashmetal und keinen auf hippe und trendige Menschen hat.

Als schlechtester Blogger des World Wide Web haben mir die Wikinger-Mädchen dann noch ihr neues Album Road Fever zum reviewen anvertraut, dass ich heute Morgen auch gleich mal durchgehört habe. Super Pladde, die im moskauroten Vinyl kommt, sehr clean produziert, rockt(!!!) und meinen lieben Nachbarn wie immer jute Musik hören lässt, ob sie wollen oder nicht =D

In den Titeltrack reinhören beziehungsweise gucken kann man hier



und die anderen Songs kommen ähnlich kuul und hören auf so unpathetische Namen wie „Roadkill“, „Thunder Machine“ oder „Deal With The Devil“ =D und für jeden Backyardbabies-, Hellacopters- oder Glucifer-Lauscher ist die Scheibe eigentlich eh ein muss…

Post scriptum
i know - niemand ist mit AC/DC vergleichbar!!!
hier gehts zur Fotogalerie


Kategorie: Musik

Thundermother live
Berlin ist ja zum Glück nicht nur Adresse für Pleiten, Pech und Flughafen, Humor und Selbstironie zum Beispiel, jibt es in der Hauptstadt bis zum abwinken und Hertha BSC wird diese Saison auch nicht absteigen (Berlin ist, wenn man nicht mal einen Flughafen braucht, um rauszufliegen =D) und das aller wichtigste, im Nachtleben sind wir eh Weltmeister. Ach ja und Langweile wird an der Spree auch nicht großgeschrieben und so gibt es demnächst eine Art Musical mit dem Namen Berlin Nights – The Showsensation, in dem sich alles um das Berliner Nachtleben dreht und wo auf den Brettern, die die Welt bedeuten, ich zitiere ...„Piano, Gesang, zeitgenössischer Tanz und Variété, Akrobatik, interaktives Entertainment, Club Feeling, HipHop, Breakdance und DJing, Live-Jazz, Funk und Revue Piano, Gesang, zeitgenössischer Tanz und Variété, Akrobatik, interaktives Entertainment, Club Feeling, HipHop, Breakdance und DJing, Live-Jazz, Funk und Revue miteinander verschmelzen“... Weniger ist schließlich auch nicht immer mehr, ich denke aber, auf die Show kann man ziemlich gespannt sein, der Trailer schaut definitiv schon mal sehr nice berlin-authentisch, urig und unterhaltsam aus und weil wir unsere Mudderstadt krass knorke finden, verlosen wir hier noch 1 mal 2 Tickets für die exklusive Welt-Premiere von „Berlin Nights“. Wie immer eine kabarettistische, akrobatische und funky E-Mail an ferdinand[at]wagg.de getippt, die schlechteste Website des World Wide Web gehated und janz feste die Daumen gedrückt. Der oder Die glückliche Gewinner/in wird natürlich rechtzeitig benachrichtigt und wem Fortuna diesmal leider nicht hold ist, Tickets gibt es auch noch hier zu erwerben (einfach runterscrollen!), be there or be square...
Thundermother live
Wahnsinn wie die Zeit vergeht – denn vor genau 25 Jahren - am 30. April 1986 - hatte die Linie 1 Premiere am Berliner Grips-Theater. Noch niemand konnte damals ahnen, dass die Linie 1 nach der Dreigroschenoper von Bertolt Brecht das weltweit erfolgreichste deutsche Musical überhaupt werden würde. Alleine im Berliner Grips-Theater besuchten seit 1986 über 540.000 Zuschauer das Musical und in Deutschland wurde das Stück überaus erfolgreich an mehr als 150 Theatern nachgespielt. Nach weltweiten Gastspielen wurde das Stück dann auch in zahlreichen Ländern wie den USA, Indien oder Korea landesspezifisch adaptiert und seit dem auch dort extrem erfolgreich weitergespielt. Nach so viel Erfolg durften dann zum Jubiläum natürlich die Sektkorken knallen und zahlreiche ehemalige Linie 1 -Schauspieler standen auf der Bühne, wie etwa die Originalsängerin von Hey du Ilona Schulz, die den Linie 1 Hit auch gleich intonierte…
Thundermother live
Dieses Wochenende wurde ja blau gemacht und nur zuhause geschimmeltrumgehangen und da der Montag mittlerweile eh der neue Samstag ist, ging es nach hundert Jahren mal wieder in die gute alte Lining-Bar in der Auguststraße. Dort feierte der Fotografen Alexander Mechow entspannt in seinen Wiegentag rein und wie früher im Lining lümmelten sich die Geburtstagsgäste schön auf den Liegeflächen, schwangen das Tanzbein oder ließen sich von der Qualitätsbar „spirituel“ verwöhnen. Alexander Mechow kann nicht nur fundiert fotografieren sondern steht auch hinter einem engagierten T-Shirt-Label mit positiven Vibe-Faktor.
Thundermother live
Schwer zu sagen ob die Lena Hoschek Sause die beste Party der Fashion-Week war, aber mit 100 prozentiger Sicherheit war es die kuulste. Häppchen wurden von burlesquen Models gereicht, so dass man beim knipsen direkt in Oliver Raths Fußstapfen treten konnte ;), zahlreiche Gäste in Lena Hoschek look-alike Outfits sorgten für eine lustige 50er Kulisse und die Rockabilly-Punk Rampensäue Kamikaze Queens rockten mit ihrer genialen Live Show das Haus. Einen guten Eindruck der Kamikaze Queens kann man hier
Thundermother live
Bei den ganzen hirnlosen Soap-, Casting- und Talkshows tagtäglich im Fernsehen hat man irgendwann einfach den Kanal gestrichen voll und anstatt schier endloser Werbeblöcke die an den Nerven rütteln, ging es am Mittwoch lieber mal wieder entspannt ins Kino zur Premiere von „Scherbenpark“. „Scherbenpark“ basiert auf den gleichnamigen Bestseller von Alina Bronsky und ist der neue Film von Bettina Blümner, die ja mit der Dokumentation "Prinzessinnenbad" ("Ich komm aus Kreuzberg, du Muschi!") recht bekannt geworden ist und auch bei ihren Kino-Spielfilmdebüt dreht sich wieder alles um die die (Abgründe ;)) der weiblichen Adoleszenz. Inhaltlich geht es in dem Coming-Of-Age-Drama um das schwierige Aufwachsen in einer zerrütteten Familie in einem Vorstadt-Plattenbau-Ghetto und angereichert ist die Story außerdem mit einer Prise Culture-Clash zwischen Ober- und Unterschicht und einen Schicksalsschlag gibt es auch noch. Dabei weiß die Geschichte weites gehend zu überzeugen und wirkt auch authentisch, nerven tun nur die Prekariat-Klischees und dass die Handlung auf Dauer doch etwas kurzweilig dahin plätschert. Sehenswert ist aber auf jeden Fall die toll aufspielende Hauptdarstellerin Jasna Fritzi Bauer, der es beim Schreien, „Rumzicken“ und schlagfertig Sprüche klopfen direkt Spaß macht (über die Schulter) (zu)zuschauen und wer schon „Berliner Schule“-Arthaus Streifen a la „Halbe Treppe“ mochte und sich auch von den dramatischen Pubertäts-Ausbrüchen nicht abschrecken lässt, dem sei das lösen einer Kinokarte hiermit anempfohlen.
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