Antilopen Gang live
fp | 04.09.2015   
Antilopen Gang live
Ein- bis zweimal im Jahr ist ja Sprechgesang lustig anzuhören und so wurde gestern ganz tight bei der Antilopen Gang vorbeigekiekt, die im Gleisdreieck einen Radio-Gig spielten. Als alter Kulturpessimist war ich auf die pc-Rapper aus Düsseldorf ziemlich gespannt und auch wenn es mal nicht den üblichen „ich bin der kuulste im Ghetto“ / Materialisten Schwachsinns-Rap gab, wurde bei der Antilopengang trotzdem jut ausgeteilt – Konsens blabla braucht ja schließlich kein Mensch.

So bekamen zum Beispiel KenFM und Günther GraSS, die alten „Israel-Kritiker“ ey, eine rübergezogen, die überbewertete Uni wurde schön gedisst, bei gefühlt 100% Studi-Quote im Publikum und Deutschrap muss eh sterben - damit wir leben können =D.



So muss das auch sein, immer feste druff mit den Knüppel auf die ganzen Opferz und eigentlich hatte nur noch eine Chipstüte gefehlt, dafür gab es aber einen juten Pogo-Mob vor der Bühne und von den Leuten und von der Atmosphäre kam man sich eigentlich auch eher wie auf einem Punk Konzi, als wie bei einem Hip Hop Gig vor.

Die Jungs scheinen ja eh die guten alten „Slime“ zu lieben, wo diese andauernd in ihren Lyriks zitiert werden und wer diesen ganzen „Audiolith“-Kram mag, sollte den nächsten Gig unbedingt nicht verpassen - Peace ööhh „den Feind gegenüber ist ein Trennungsstrich zu ziehen – Mao“ =D


hier gehts zur Fotogalerie


Kategorie: Musik

Antilopen Gang live
Das Berlin das Kingston von elektronischer Musik ist, ist ja nun nicht so das mega Geheimnis, man kann eigentlich zu jeder Uhrzeit, sieben Tage die Woche, irgendwo raven und abfeiern gehen. Das diesen Samstag aber der Release von zwei Alben parallel gefeiert wird, auf die ich beide ziemlich gespannt bin, hat man aber, denk ich, auch nicht alle Tage. Einmal wird der neue Release von Florian Meindl in der Arena begossen und bei der Record Release Party vom guten alten Phonique werden auf jeden Fall auch jut die Bässe knallen und das Konfetti durch das House of Weekend fliegen. Wer schon länger als ein halbes Jahr feiern geht, wird „Phonique“ sicherlich von 10.000 Partys von früher kennen, oder sich vielleicht an seinen zeitlosen Hit-Klassiker The Red Dress von anno 2004 erinnern und darüber sinnieren, wie doch die Zeit vergeht, Kinners. Aber die magische Kombination aus altem und neuen ist doch immer die beste Inspiration und so wird die neue Platte schön old-school im guten alten Weekend gefeiert, der ja, back in the days, auch mal bessere Tage gesehen hatte. Wenn du am Samstag nun die ganze Nacht auf der exklusiven Gästeliste erscheinen möchtest, direkt über Los ziehen und dich natürlich zu gepflegten House-Tunes ausschütteln willst, tippe schnell eine elektronische Nachricht an ferdinand[at]wagg.de und drücke janz feste die Daumen. Der oder Die glückliche Gewinner/innen werden natürlich, wie immer, rechtzeitig benachrichtigt und wem Fortuna diesmal leider nicht hold ist, trotzdem hin da, be there or be square...
Antilopen Gang live
Die FC Magnet Bar stand gestern Abend ganz im Zeichen des guten Zwecks und es wurden reichlich Spenden für Togo in Afrika gesammelt. Bei der Benefiz-Veranstaltung gab es eine launige Jogging-Hosen-Stand-up-Comedy-Show vom Oliver Polak, der genau so wie es sein muss schön politisch-unkorrekt („Ich darf das, ich bin Jude“) keine Gefangen machte und alle Minderheiten (sowie die Mehrheitsgesellschaft) herrlich durch den Fleischwolfkakao zog. Die debilen „HoHoHo“ Lacher die einen auch mal im Halse stecken blieben gibt es übrigens auch im
Antilopen Gang live
Mañana war Gestern gestern und so wurde der Sombrero aus dem Schrank gepackt und bei der "Red Carpet Mexico Night" nach dem rechten geguckt. Anlass der mexikanischen Nacht war die Eröffnung einer interaktiven Ausstellung über Mexiko, wo es ganz viel virtuellen 3D Schnick-Schnack über Land, Leute und Kultur zu bestaunen gab. Wer, wie ich Streber, schön aufpasste, erfuhr zum Beispiel, dass die erste Tortilla-Maschine der Welt anno 1844 in Mexiko patentiert wurde. Caramba, wirklich gut zu wisssen und nachdem diese Bildungslücke geschlossen war,
Antilopen Gang live
Das Leben ist ja schon Tragödie genug und so ging es gestern Abend mit Mama in die gute alte Komödie am Kurfürstendamm. Uraufgeführt wurde Wir sind die Neuen und auf den Brettern die die Welt bedeuten gab es ein recht launiges Stück über den Clash der Generationen, die Abgründe des WG-Lebens und gruselige Spießer-Studenten zu gucken. Ein paar in die Jahre gekommene Alt-68er gründen eine Wohngemeinschaft und treffen auf die Generation-Lebenslauf gleich nebenan.

Antilopen Gang live
Kurz vor dem Jahreswechsel ging es dann noch einmal ins Kino, denn die norwegische Kokowääh Version Ich reise allein feierte Deutschland-Premiere in der Kulturbrauerei. Im Gegensatz zu Till Schweigers kurzweiligen Klamauk-Film ist Regisseur Stian Kristiansen eine recht unterhaltsame Hommage an die Familie gelungen, ohne dabei in Klischees oder unnötigen Pathos zu verfallen. Zwar wirkt Ich reise allein streckenweise wie ein Werbefilm von Pro Familia und hat zudem die eine oder andere Länge, trotzdem kann die Komödie durch überzeugende Darsteller (u.a. Rolf Kristian Larsen, Amina Eleonora Bergrem) und eine gelungene Story überzeugen die so geht: Ein Dauerstudent genießt das ausschweifende Studentenleben bis er erfährt, dass er vor 8 Jahren bei einem längst vergessenen One-Night-Stand eine Tochter gezeugt hat. Nun müssen unverhoffte Vaterpflichten erfüllt und das wilde Partyleben gegen ein gesittetes Familienleben ausgetauscht werden. Dabei sind tragisch-lustige Konflikte natürlich vorprogrammiert, die fernab eines Hollywood-typischen Happy Ends in eine wilde Kindergeburtstags-Party mündet. Neben den menschelnden Aspekten des Films, die den Prenzlauer Berger Kindertrend sicherlich noch weiter forcieren wird, besticht Ich reise allein auch mit einem guten Grunge/Indie-Soundtrack aus den 80ern und frühen 90ern (als Indie noch Independent hieß ;), wo sogar where is my mind von den Pixies aus der Versenkung geholt wird.
follow us on instafame :)