Premiere Taxi +++ Preview Boy 7
fp | 21.08.2015   
Premiere Taxi, Tobias Schenke, Rosalie Thomass, Kerstin Ahlrichs, Karen Duve, Premiere Boy7, David Kross, zgr Yıldırım, Film, Berlin, Foto, wagg.de
Zu viel Fernsehen beeintrchtigt ja nicht nur die geistige Fitness, sondern man mutiert auch zu einem apathischen Couch-Kartoffel-Monster. Zeit also mal wieder ins Kino zu gehen. Am Mittwoch ging es zunchst zu der Premiere von Taxi, was sich als glckliche Fgung des Schicksals erwies, denn der Film ist mal eine von zwei, drei deutschen Produktionen im Jahr, die sich zu gucken lohnt.

Taxi entfhrt den Zuschauer in die frhen 80er Jahre Hamburgs und erzhlt pointiert aus dem bewegten Leben einer jungen Taxifahrerin. Der Streifen ist aber nicht nur eine sentimentale Zeitreise in die Vergangenheit, sondern es wird sich auch noch ordentlich selbstgefunden und reichlich Frhlingsgefhle werden auch erweckt, wobei sympathisch ist, dass mal nicht die blichen Hollywood RomCom Frauenbild-Klischees bedient werden, sondern die Hauptprotagonistin ist eine schn unnahbare Autisten-Frau, einfhlsam gefhlskalt und introvertiert von Rosalie Thomass gespielt.



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Zudem macht die Drama-Komdie auch atmosphrisch, visuell und vom Soundtrack super Laune, so dass es nach der Vorfhrung minutenlanges Standing Ovations von den geladenen Gsten gab und ich mir gerade den gleichnamigen Bestseller geordert habe, auf den ich schon mega gespannt bin.

Ach ja und sogar ein Hauch Hollywood weht durch die Taxe, denn Peter Dinklage, den ganzen Serien-Junkies sicherlich aus Game of Thrones bekannt, wollte wohl auch mal was serises machen und bei einem deutschen Arthaus Film partizipieren und spielt eine der Hauptrollen. Zum Trailer flimmern geht es hier



und nun genug der Lobhudelei, einfach anschauen, lohnt, oder hier noch zwei Kinokarten fr eine Vorfhrung deiner Wahl abstauben, es werden noch 1 x 2 verlost. Wie immer eine vertrauensvolle E-Mail an

ferdinand[at]wagg.de

getippt und feste die Daumen gedrckt.

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Am nchsten Tag war dann Zeit fr die dystopischen Momente im Leben und es ging zur Kinotour-Preview von Boy 7. Der deutsche Antiutopie-Thriller ging dann von der Machart Richtung den Hunger Games oder Divergent und war mit Emilia Schle und David Kross auch relativ hochkartig besetzt, konnte aber nicht an die Originale heranreichen und wirkte stattdessen eher wie ein besserer Pro7 20:15 Streifen.

Dystopien sind ja mittlerweile total das Teenagergenre und so war Boy 7 auch extrem auf pubertr getrimmt, den halben Film kam man sich vor wie in einem 3-D Shooter und besonders nervig war das 14-15 jhrigen Jugendsprech, das mega gewollt und zielgruppengerecht wirkte. Einen Eindruck des Streifen gibt es hier



und die you only live once/kp-Generation im Kino widersprach aber meiner fundierten Film-Kritik vehement und hatte ihre pure Freude bei dem Thriller, respektive hielt sich die ganze Zeit, zart besaitet, die Hnde vor die Augen vor grusel Grauen.

Zum bespaen oder shocken der adoleszenten Schwestern, Neffen, Cousinen oder sonstigen juvenilen Anhang kann man aber schon mal ein Kino-Ticket lsen

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Kategorie: Film, Gewinnspiele

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Der gestrige Abend stand ganz im Zeichen von Fraktus - der neuen obskuren Hype-Band aus den frhen 80ern, die es eigentlich gar nicht gibt und die trotzdem ihren Debt-Gig im ausverkauften Festsaal Kreuzberg spielten. Zunchst ging es jedoch ins Kino Moviemento, wo erst einmal die gleichnamige Pseudo-Doku ber die Fake-Band Premiere feierte. Die erste halbe Stunde des Streifen war dann auch wirklich furios, ein genialer Lacher folgte auf den nchsten und man whnte sich im Film des Jahres. Pointiert wurde die vermeintliche Vergangenheit der Kult-Band als avantgardistische Techno-Pioniere nachgezeichnet, wobei O-Tne von fiktiven Zeitzeugen wie etwa Westbam, Jan Delay, Scooter oder Daft Punk mit Einspielsequenzen von frhen Fraktus Gigs, -Fotos und -Platten-Covern zusammengeschnitten wurden. Nach circa 30 Minuten dann wird die wirklich Laune machende Mockumentary pltzlich zu einer Art Doku-Soap, wo das fiktive Comeback von Fraktus mit der Kamera begleitet wird und dabei schmiert der Streifen schlielich total ab. Zwar gibt es noch ein paar kuule Aufnahmen vom Melt-Festival zu sehen, wo fiktives und reales genial miteinander vermengt wird, insgesamt werden zum Ende jedoch nur langweilige Plattenindustrie- und Popstar Klischees bedient. Zudem mangelt es den Darstellern an Glaubwrdigkeit und man merkt berdeutlich das einfach keine Profi-Schauspieler vor der Kamera stehen. Hinter Fraktus stehen brigens Heinz Strunk, Rocko Schamoni und Jacques Palminger aka dem Knstlerkollektiv Studio Braun, dass ja vornehmlich fr seine absurden Telefonstreiche bekannt ist.
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Am Mittwoch feierte das 2.Weltkriegsdrama Laconia Premiere in Berlin. In dem auf wahren Begebenheiten beruhenden TV 2teiler geht es um die Bewahrung von Menschlichkeit gegenber dem Kriegs-Feind. 1942 trug sich eine bisher wenig bekannte Episode des 2. Weltkrieges zu: Ein deutsches U-Boot versenkt vor der Kste Afrikas einen Britischen Truppentransporter mit 2700 Menschen an Bord und rettet im Anschluss etwa 400 um ihr Leben kmpfende Menschen aus dem Atlantik und wird zum Dank von alliierten Flugzeugen bombardiert. Der Vorfall wurde seinerzeit von allen Kriegsparteien verschwiegen, der deutschen Kriegsfhrung passte der humanitre Akt nicht ins Konzept und die Alliierten schmten sich wohl fr die Bombardierung eines U-Bootes mit Schiffbrchigen an Bord. Zudem passte der Vorfall sehr wahrscheinlich nicht in die gngige britische Feinbild-Propaganda von den mordlustigen deutschen huns. Und die deutsche Admiralitt erlie im Gegenzug sogar den berchtigten Laconia-Befehl, der es von da an U-Booten prinzipiell verbot Besatzungen versenkter Schiffe zur Hilfe zu eilen. Zur Deutschland-Premiere reiste eine berlebende der Laconia-Tragdie sogar eigens aus England an. Die heute 83 Jhrige Josephine Pratchett berlebte als 14 Jhrige die Torpedierung und Versenkung der Laconia und im Anschluss die Bombardierung des deutschen U-Bootes das sie aus dem Meer fischte. bermiger Pathos und stereotype Figuren dominieren zwar in dem TV-Movie, in dem vom 2. Weltkrieg besessenen England wurde Laconia aber bereits mit groen Erfolg ausgestrahlt. ber die Besprechung im hiesigen Feuilleton kann man jedoch gespannt sein, kommen die Deutschen See-Landser genreuntypisch fast schon sympathisch rber und sogar Hitler-Nachfolger und Kriegsverbrecher Karl Dnitz (Thomas Kretschmann) wirkt in Laconia ein wenig wie Mutter Theresa. Die bekannteren Darsteller in dem TV-Drama sind Franka Potente, Thomas Kretschmann, Frederick Lau, Nikolai Kinski und Ken Duken. Sendetermin fr den historisch interessierten Zuschauer ist der 2. und 3. November jeweils um 20:15 Uhr im Ersten und fr den des Englisch mchtigen bereits auf youtube hier ;)
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Am Sonntag feierte in der Komdie am Kurfrstendamm der Bhnen-Klassiker Wer hat Angst vor Virginia Woolf? wieder Premiere in Berlin. Nach dem groen Erfolg am Deutschen Theater mit Corinna Harfouch und Ulrich Matthes in den Hauptrollen ist diesmal die publikumswirksame Katja Riemann zu bewundern. So war der Publikums-Andrang im Berliner Traditions-Theater natrlich gro, denn viele Besucher kamen sicherlich nur um hautnah die Star-Schauspielerin zu erleben. Das tuschte aber nicht darber hinweg, dass Katja Riemann an der Seite von Peter Ren Ldicke auch den serisen Theater-Besucher schauspielerisch berzeugen konnte. Im brigen wirkte die Aufhrung mit lediglich 4 Charakteren auch berhaupt nicht so boulevardesk wie ansonsten die Stcke in der Komdie, denn Wer hat Angst vor Virginia Woolf? hat auch seine zivilisations- und gesellschaftskritischen Seiten. Inhaltlich geht es um ein durch Alkohol angeheiztes Psychoduell eines alternden Akademikerpaares und handelt von den Lebenslgen, Zynismen und Frustrationen der brgerlichen Welt des 20. Jahrhunderts. Mit der Darstellung von der Zerbrechlichkeit von gesellschaftlichen und zivilisatorischen Konventionen ist der Bhnen-Klassiker trotzdem ein recht zeitloses Theaterstck, welches gerade durch die heutigen weltweiten Umbrche und Revolutionen mit Sicherheit nichts an Aktualitt eingebt hat. Die teils bse und teils witzige Inszenierung wurde 1966 sogar mit Elizabeth Taylor und Richard Burton in den Hauptrollen verfilmt und 2011 produzierte Roman Polanski unter dem Titel Der Gott des Gemetzels sogar noch ein Remake. In die mit 5 Oskars prmierte Adaption von 1966 kann man sogar bei youtube reinschauen
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Nach dem Bestseller und dem gleichnamigen Club im Cafe Burger gibt es die Russendisko von Wladimir Kaminer nun auch auf Zelluloid gebannt und wurde gestern erstmalig dem Publikum vorgestellt. Der Film erzhlt zur Wendezeit die Geschichte von der Migration von drei russisch-jdischen Auswanderern ins damalige Ost-Berlin. Zu den wenigen Pluspunkten des Feelgood-Streifen zhlt der dezente Humor und die authentische Darstellung Berlins whrend des Umbruchs, als aus 2 Stdten eine wurde und das Auffangen dieser optimistischen Aufbruchsstimmung, von der die Hauptstadt heute noch zehrt. Leider ist Russendisko mit Hauptdarsteller Matthias Schweighfer vllig fehlbesetzt, wirkt der Schauspielstar in dem Film einfach so unrussisch, wie in etwa ein sibirischer Winter in der Sahara. Zudem entspricht der dauergrinsende Matthias Schweighfer kaum dem subtilen Tiefgang von Wladimir Kaminers Kurzgeschichten. Irgendwie wirkt das Leben von Wladimir Kaminer und die Russendisko nur wie eine Kulisse fr den omniprsenten Schweighfer, der sich zum x-ten Male nur wieder sich selber spielt. Das Drehbuch scheint ihm auch direkt auf den Leib geschrieben worden zu sein und Konflikte oder so etwas wie Spannung ist Null vorhanden, der Film pltschert die ganze Zeit sinnlos vor sich hin und um die namensgebende Tanzveranstaltung im Cafe Burger geht es in den letzten 5 Minuten auch nur am Rande.
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Gestern Abend ging es mal wieder ins Kino zur Premiere von Lost Place 3D. Glcklicherweise war die Urauffhrung im Sony Center recht intim gehalten und anstatt schreiender Fans und Fotografen konnte man sich einfach ganz entspannt den deutschen Mystery-Thriller anschauen. Wie der Filmtitel richtig suggeriert ist Lost Place 3D natrlich dreidimensional gedreht und zudem kommt auch noch die neue Surround-Sound-Technik Dolby Atmos zum Einsatz, was beides zusammen kombiniert so authentisch wirkt, als wrde man nicht in einem Kinosessel sitzen und sich den Film auf der Leinwand anschauen, sondern irgendwie so, als wrde dass alles real neben einen rum passieren. Will man sich nicht einen hirnlosen Action-Streifen antun ist ja bei zu vielen technischen Spielereien in Spielfilmen immer ein wenig Skepsis angebracht, in Lost Place 3D harmoniert der Spagat zwischen Special Effects und der Handlung aber gut. So werden die technischen Mglichkeiten auch nur subtil eingesetzt und mit reichlich Jump-Scare-Horror wird die Spannung immer schn auf und wieder abgebaut, so dass man sich immer mal wieder schn erschrickt wenn zum Beispiel irgendwelche Insekten auf einen zugeflogen kommen oder die Tr hinter einen krachend ins Schloss fllt. Die Handlung ist ganz genretypisch natrlich schwachsinniger Trash, es geht um Radiowellen die Menschen beeinflussen und Hndys und Autos zu tdlichen Waffen mutieren lassen und genauso ist auch der Aufbau des Mystery-Streifens recht vorhersehbar.
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