Premiere Sharknado 3 +++ Ephemeral Dinner +++ Haudegen Listening-Session “Lichtblick”
fp | 14.08.2015   
Premiere Sharknado 3 +++  Ephemeral Dinner +++ Haudegen Listening-Session “Lichtblick”
Gerade is ja Sommerloch galore in der Hauptstadt und bei den Sahara Temperaturen will man eigentlich nur am See oder bei nem illegalen Open-Air chillen und die Seele baumeln lassen oder verpeilt raven bis die Bull** kommen. Trotzdem sind in den letzten Wochen auch in Berlin wieder ein paar Säcke Reis umgekippt und wenn das Loch am tiefsten ist, kommen auch immer die Must-See Filme in die Kinos, wie etwa „Kartoffelsalat“ oder „Sharknado 3“.

Bei letzteren Streifen habe ich in der Jungsteinzeit beziehungsweise vor circa 3 Wochen bei der Premiere vorbeigeschaut, ich hatte nix besseres zu tun und ich glaube bei Mario Barth hätte ich mich weniger fremdgeschämt. Story, Effekte und Schauspieler waren so Trash und bis dato dachte ich immer, schlimmer geht nimmer, aber so kann man sich irren.



Premiere Sharknado 3 +++  Ephemeral Dinner +++ Haudegen Listening-Session “Lichtblick”
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Premiere Sharknado 3 +++  Ephemeral Dinner +++ Haudegen Listening-Session “Lichtblick”
Das Haie-vom Himmel-fliegen-Spektakel war jedenfalls so schlecht, dass es auf der anderen Seite natürlich wieder gut war, unfreiwillig selbstverständlich, aber das ist ja auch das Wesen des Trash-Genres.

Im Gegensatz zu mir hatte das Dschungel-guck/Klingeltonherunterlader-Publikum aber wesentlich mehr Spass, obwohl ich auch 2 oder 3 Mal über die Absurditäten lachen musste und das sogar ohne Einfluss von Körperstimulierenden Substanzen, die bei „Sharknado 3“ aber unbedingt zu empfehlen sind.

Kurioserweise ist ja um diese Z-Movie B-Movie-Reihe ein richtiger Kult-Hype entstanden und Teil 4 soll bereits in der Mache sein. Einen Eindruck der cineastischen Kulturleistung des Jahrzehnts jibt es hier zu gucken



und wer Streifen wie Iron Sky mag oder Qualitätsfilme von Robert Rodriguez liebt, sollte am 5. September lieber nicht Tele5 einschalten.

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Zeitgenössische Kunst wird ja gerade mega gehypt und so wurde als Kultur-Banause natürlich die Flashmob-Art-Week geschwänzt, aber Kulturpessimismus war gestern und so wurde mal bei den ganzen Kunst-Millionären im NGORONGORO vorbeigekiekt und hinter die Kulissen des Kunst-Business geschielt. In Weissensee wird ja nicht nur Luxus-Kunst im 6 und 7stelligen Bereich kreiert, sondern, um mal eine Neid-Debatte anzufeuern, auch mondäne Pool Partys gefeiert und die Leichtigkeit des Seins zelebriert.

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Agua es vida war dann auch bei den Haudegen-Dudes angesagt, die ihr drittes Album "Lichtblick" in ihrem Studio-Boot auf der Spree vorstellten. Bei den urigen Jungs aus Marzahn-Hellersdorf mag ich ja, dass sie mal keinen Techno, Hip Hop oder Pseudo-Indie machen, wie sonst immer üblich in Berlin.

Ich hab das Duo mit Begleitband mal vor ein paar Jahren bei einer spiessigen Telekom-Party im E-Werk erleben dürfen und neben den ganzen Anzug-Managern dort wirkten die völlig zutattoowierten Band-Member wie von einem anderen Stern und ich dachte zunächst „Landser“ sind auch da =D, weil zu jener Zeit auch noch nicht jede Supermarkt-Kassiererin von Kopf bis Fuss zugahackt war und Tattoos noch sowas wie eine Bedeutung oder subkulturellen Hintergrund hatten.

Der Gig hatte mich dann ziemlich positiv überraschend, Mukke wie Onkelz in den 90ern, wo diese nicht mehr so böse waren, aber mit nicht so prolligen Lyriks und mir hatten besonders die authentischen und intelligenten Texte aus dem alltäglichen Leben gefallen. Das ging wohl nicht nur mir so und so landeten die ersten beiden Alben auch in den Top 10.

Das dritte Album ist ja immer schwierig für eine Band mit Singer-Songwriter Ambitionen, die ersten beiden Platten kommen ja normalerweise aus dem Bauch und dann hat man schließlich alles gesagt und so war ich auch ziemlich gespannt, was es bei "Haudegen" zu hören gab, Murphys Gesetz und so.

Einen live-Gig gab es dann leider nicht an Bord (bbuuhh!), aber man konnte ein paar Tracks von Konserve hören und ich würde jetzt sagen, Haudegen haben sich nicht unbedingt neu erfunden, dafür sind sie sich treu geblieben, was ja auch gut ist. Motorhead machen schließlich auch seit circa 35 Jahren jedes Jahr die gleiche Platte und niemand sagt l-a-n-g-w-e-i-l-i-g und alle rennen stattdess hin zum Konzert, kaufen sich die 100ste Motorhead-Platte und fühlen sich voll RocknRoll.

Mir jedenfalls hatte das gehörte von "Haudegen" super gefallen, die Lyriks drehten sich um Freundschaft, Liebe, Trennung und reichlich Pathos und Seelenschmerz waren natürlich auch wieder dabei, so dass am 25.09. wohl wieder ein Lichtblick ansteht…

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Kategorie: Musik, Film

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Angst essen Seele auf und so ging es am Freitag noch zum Opening der neuen Paule Glotzmann Bar am Rosenthaler, wo ich mich zunächst gar nicht reintraute, weil es vom Gäste-Mix schon krass Gangster-Style aussah. Aber West-Berlin-Maskulin und Ost-Berlin Hellersdorf können auch mal lustig sein und kompromissloser 200 BpM Endzeit- Abriss Techno sowieso. Langweilige Mädchenmusik gibt es schließlich überall nebenan, ich sag nur, das Leben ist zu kurz für die Bravo Bar und wenn man mal Lust auf eine ehrliche Alternative und keinen Bock auf ewig ironische Mitte-Hipster, wuhu Unternehmensberater oder belesene Germanistik-Studenten hat, ist die Paule Glotzmann Bar sicherlich eine authentische Option.
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Wo es im Leben ja nie Happyends und so gibt, ging es gestern Abend mal wieder ganz kitschig ins Kino. Auf großer Leinwand feierte LenaLove Berlin-Premiere, was mal eine gute Gelegenheit war, dem deutschen Filmnachwuchs über die Schulter zu schauen. Ganz zeitgemäß drehte sich in dem ambitionierten Eifersuchts-Drama dann auch alles um das Lebensgefühl der Social Media-Generation, um Cybermobbing, Fakeprofile, virtuellem Lifestyle, das mit klassischen Adoleszenz-Themen wie erste Liebe, Herzschmerz und Identitätsproblemen vermengt wird. Dabei besticht der Film durch eine schön düstere Atmosphäre, einen überzeugend aufspielenden Cast (u.a. Emilia Schüle, Kyra Sophia Kahre, Sina Tkotsch, Jannik Schümann), die Teenager werden zum Glück recht authentisch inszeniert, ohne etwa peinliches Jugendsprech oder klischeehaftes rumgeskate und last not least durch die riesigen Reh-Kulleraugen von Emilia Schüle, die einen gefühlt alle 3 Minuten in Großaufnahme sentimental in die Augen blicken.
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Das Tango-Meisterwerk Tanguera begeisterte bereits weltweit das Publikum und nach 5 Jahren Abstinenz kommt es für kurze Zeit endlich wieder zurück in die Hauptstadt. Zeit, die Show voller Emotionen, heißer Tanzeinlagen und einer tragischen Geschichte auf den Brettern die die Welt bedeuten, anzuschauen: Die aufwändig inszenierte Tangoproduktion erzählt das traurige Drama der Immigrantin Giselle, die Anfang des 20. Jahrhunderts nach Buenos Aires – ins ferne Argentinien auswandert. Hoffnungsvoll und naiv betritt sie das Land der Gauchos und muss schnell Bekanntschaft mit der dunklen Realität in dem Land machen machen. In den Fängen des Mafiosi Gaudencio ist die Auswanderin gezwungen als Prostituierte in einem seiner Bordelle Dienste zu leisten. Natürlich ist auch für die nötige Portion
Premiere Sharknado 3 +++  Ephemeral Dinner +++ Haudegen Listening-Session “Lichtblick”
Mode-, Food- und KatzenSex-Themen gehen beim anderen Geschlecht immer und so haben die Online Frauenportale "goFeminin" und "Edition F" gerade vom amerikanischen Original Refinery29 Konkurrenz bekommen. Gudde Partys gehen natürlich auch immer und so wurde gestern abend direkt noch bei der Launch Sause der Frauenversteher-Website nach dem Rechten geguckt. Die Champuskorken knallten in einem mondänen +Berger Dachloft, wobei ich wie immer nur circa 5 Liter Mineralwasser hatte, irgendjemand muss ja auch auf die ganzen beschwipsten Modemädchen aufpassen =D
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Passend zum Todestag von Jesus Christus kreierten Berlins avantgardistische Modedesigner Ostereier für den guten Zweck – denn die Entwürfe können bei iHeartBerlin.de ersteigert werden und kommen Kindern in Not und Japan zugute. Im Achteinhalb Concept Store dabei waren unter anderem die Modeschöpfer von C.Neeon, Esther Perbandt und Von Bardonitz und nach der offiziellen Präsentation wurde dann auch noch ausgiebig gefeiert…
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