Premiere Becks letzter Sommer +++ Tag am Meer Festival
fp | 23.07.2015   
Premiere Becks letzter Sommer, Tag am Meer Festival, Christian Ulmen, Nahuel Peréz Biscayart, Frieder Wittich, Bonaparte, Rügen, Binz, Prora, Foto, Berlin, wagg.de
Nach dem exaltierten Modezirkus war es auch mal wieder an der Zeit für etwas Abwechslung und so wurde bei der Uraufführung von Becks letzter Sommer vorbei geschaut. Nach dem walk of Fame am roten Teppich ging es in dem Streifen dann nicht um Bier aus grünen Flasche, wie man bei dem Titel vielleicht vermuten könnte, sondern der neue Film von Frieder Wittich (u.a. „13 Semester“) dreht sich um die Liebe zur Musik, geplatzte Lebensträume, Selbstfindung, bedingungslose Freundschaft und böse Major Platten-Labels. Neben der sinnverwirrenden Themenvielfalt gibt es in der Literaturverfilmung auch noch einen Genre-Wechsel, wo die Tragikomödie plötzlich zu einem Road-Movie mutiert, was zunächst etwas gewöhnungsbedürftig ist und arg konstruiert wirkt, trotzdem ist „Becks letzter Sommer“ mal ein



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besserer deutscher Indie-Film geworden, der besonders durch einen überzeugenden Cast (u.a.Christian Ulmen, Nahuel Peréz Biscayart) und einen kuulen Soundtrack von „Bonaparte“ überzeugen kann. Offizieller Kinostart ist am 23.07. und zum Trailer flimmern geht es hier



und am Wochenende wurde dann Badehose, Handtuch und Sonnenbrille eingepackt und der Hauptstadt auf Wiedersehen gesagt. Ganz nordish by nature und natürlich voll kosmopolitisch ging es nach Rügen zum Tag am Meer, ein uriges DIY-Festival, wo alle am Strand oder auf einer Sandbank im Ozean feiern und in den Sonnenuntergang reintanzen.

Sympathisch bei dem Mini-Festival, dass es nicht so Hype und Flashmob wie etwa die Fusion und nicht so seelenlos Kommerz wie das Melt ist und es ohne peinliche Sponsoren und Big Name Djs auskommt, die eh alle immer das gleiche auflegen. Und noch viel goiler die 6-Bett-Zimmer in der 200 Meter von der Waterkant entfernten Jugendherberge, wo man nicht nur die Bandscheiben schonen konnte, sondern auch gleich ganz infantil Klassenfahrt / Flaschendrehen 2.0 Stimmung aufkam und es immer Frühstück von Punkt 8 bis 9:30 gab...
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Kategorie: Film, Lifestyle

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Im Metal ist es ja wie bei den Zeugen Jehovas. Jedes Jahr wird das Ende aller Dinge verkündet und jedes Jahr dreht sich die Welt dann einfach weiter und das gute alte Metalhammer feierte nun sogar sein 30 jähriges Jubiläum. Bahnbrechende Innovationen wie bei „Slipknot“ oder „Metallica“ damals stehen zwar wohl gerade nicht an, trotzdem ist eins, zweimal im Jahr gepflegt die Mähne zu Pommesgabel-Schranke ausschütteln immer lustig und eine jute Abwechslung. So wurde am Freitagmal mal dezent bei der härtesten Preisverleihung des Jahres vorbeigekieckt – den „Metal Hammer Awards“ – wo es Preise in so kultigen Kategorien wie „God Of Riffs“, „Legende“ oder „Maximum Metal“ abzuräumen gibt. Das sinnlose Award-Gelaber hielt sich dann zum Glück ziemlich Grenzen und dafür gab es etwa „Paradise Lost“ oder „Blind Guardian“ auf die Headbanger-Mützen. Während die Briten von „Paradise Lost“ einen brauchbaren Gig ablieferten entpuppte sich „Blind Guardian“ als typische Umlandspakko-Poser-Metaler inklusive peinlicher Ansagen a la Grönemeyer und seitens der Fans mit noch peinlicherem Geklatsche und Feuerzeuge rumgeschunkel. Naja, jeder hat halt das Publikum das er verdient, aber abgesehen davon immer wieder schön anzusehen, dass es immer so weiter geht und es wohl auch in 30 Jahren noch Bands geben wird, die mit der gleichen Leidenschaft das Metal-Feuer weitertragen werden, so wie bereits unzählige Generationen vor ihnen. So wird die Headbanger-Flamme sicherlich nie erlöschen, ganz egal ob die Mukke nun innovativ oder nur Retro ist, denn Metal bzw. RocknRoll braucht ja in erster Linie lediglich Emotion und Authentizität! Lustige Anekdote noch am Rande: die „Böhsen Onkelz“ waren ja auch zugegen um als beste doitsche Band ausgezeichnet zu werden und der Sänger von „In Extremo“ sieht ja krass zum Verwechseln ähnlich wie der von „Slime“ aus, so dass man sich einige Zeit doch recht verwundert und verwirrt die Augen rieb bis der Irrtum irgendwann aufgeklärt wurde. Schade eigentlich, beide Bands auf dem selben Event oder noch krasser auf dem gleichen Foto wäre ja sicherlich mal richtig historisch gewesen, ähnlich wie etwa Bin Laden und George W. Bush vereint an einem Tisch sitzend =D
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Besser zu spät als zu früh und so jibts jetzt auch noch ne Review von Mängelexemplar, wo ich letzten Montag, bei gefühlt 30 Grad, noch bei der Uraufführung vorbeigeschaut hatte. Auf die Verfilmung von Sarah Kuttners Depri-Roman war ich ziemlich gespannt, weil ich die Romanvorlage seinerzeit ziemlich lala fand und mit dem pseudo-kuulen Charlotte Roche 2.0 -Schreibstil nicht so klar kam. Die Filmadaption kommt aber zum Glück viel besser als die ambivalente Buchvorlage, was ja ein seltenes Kunststück ist, die vor allem durch die mega aufspielende Hauptdarstellerin Claudia Eisinger besticht, die so beängstigend authentisch spielt, dass, wenn man vor dem Film keine Depression hat, auf jeden Fall danach eine vor Berührung bekommt, was jetzt übrigens als Kompliment und positiv gemeint ist.
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Der nullte Fashion-Week Tag war dann erstmal like Freitag der dreizehnte, mein Provider hat erstmal ohne Vorwarnung die beste Website der Welt ausgeknipst (vielen Dank nochmal!) und trotz Margen-Darm Grippe und Urlaubssperre ließen wir uns nicht unterkriegen und leiteten die Modewoche ganz entspannt beim Amorelie Burlesque BBQ ein. Es ging wieder hoch hinauf in den staatstragenden Taxi-Fahrer Club und nachdem den leckeren Burgern ordentlich Tribut gezollt wurde ging es auch schon mit der burlesquen Online-Sexshop Modenschau weiter - Amorelie ist nämlich gar kein Fashion-Label, sondern ein nicht jugendfreier Versandhandel. Bei den Outfits war dann natürlich ganz minimal weniger ist mehr angesagt und es wurde einmal querbeet das Dessous-Warensortiment präsentiert und man kam sich vor wie bei einer „Agent Provokateur“ Show: Lasziv lümmelten sich die Mädels in Straps
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Seit gestern Abend ist der Audio-Streaming-Markt um den Anbieter Ampya (Aussprache: Empire) reicher und anlässlich des Launches gibt es nun für vier Tage einen analogen „Plattenladen“ in der Torstraße 66 zu besichtigen, wo man den Musikabo-Dienst auf Herz und Niere testen kann. Beim gestrigen Opening konnte der Dienst bei gefühlten 30 Grad dann auch schon mal unter die Lupe genommen werden und in Bezug auf Preismodell, Funktionalität und Song-Repertoire wirkte Ampya wie ein Spotify/Deezer/usw. Klon. „30 Grad“ gab es aber nicht nur auf der salzigen Haut, sondern mit einem Mr. Product PlacementMc Fitti-Gig auch auf die Ohren (inklusive natürlich Konfetti, #YOLO! und Flamingo-Mädels).
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Das Leben ist ja nicht nur Dolce Vita und unerträgliche Leichtigkeit des Seins und so ging es letzten Freitag zur Premiere von Unser letzter Sommer, einem Weltkriegsdrama, dass sich als relativ schwere Kost entpuppte. Angesiedelt ist der Film kurz vor Kriegsende in Polen und erzählt die Geschichte der ersten Liebe in den Wirren des Krieges und Holocaust. Dabei wird die ganze Entmenschlichung und der Wahnsinn eines solchen Krieges gezeigt und es kam schon eine gewisse Beklemmung auf, als ich ein paar Gedanken darüber verlor, dass wir in Berlin gerade mal 100 Kilometer (von der polnischen Grenze) und lediglich 70 Jahre von diesen ganzen menschlichen Abgründen entfernt sind und wie glücklich wir uns trotz aller Widrigkeiten des Alltags schätzen können, im hier und jetzt leben zu dürfen.
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