Premiere Inanna in den Katakomben
fp | 09.06.2015   
Premiere Inanna in den Katakomben
Statt schnarch Brot und Spiele-Champions League und Befriedigung der niederen Instinkte (wie sonst immer =D) wurde am Wochenende lieber mal wieder gegen den Zeitgeist-Strom geschwommen. So gab es anstelle von sinnlosen rumgebolze-gucken lieber ein wenig Hochkultur auf die intellektuelle Mütze: Im Kühlhaus am Gleisdreieck feierte das Theaterstück „Inanna in den Katakomben“ Premiere und ließ mich zwar am Ende ratlos und verwirrt zurück, aber einfache Antworten helfen ja auch nicht immer weiter. Toll und sehenswert war aber die installationsartige Inszenierung, die wie eine Art-Performance wirkte und mit schnellen Schnitten wurde getanzt, es gab einen Punk-Gig und laufend wurden bedeutungsschwangere Sätze gesagt oder sich im Staub der Bühne gesuhlt und ein kafkaeskes „Alice im Wunderland“-artiges Szenenbild jagte das nächste.



Premiere Inanna in den Katakomben
Premiere Inanna in den Katakomben
Premiere Inanna in den Katakomben
Premiere Inanna in den Katakomben
Alles in allem in etwa so fassbar wie Free Jazz, alles schien Metapher für die großen Schicksalsfragen der Menschheit, Schöpfung, Tot und die existentiellen Fragen des Seins prasselten im Minutentakt auf die Zuschauer herein. "Alles ist Nichts und Unendlich ist auch nüscht" mußte ich die ganze Zeit denken und durch den ganzen irrationalen Nonsens wurden die Aussagen der Inszenierung zwar latent beliebig, aber ein deutlicher Hintersinn oder aufklärerische Absichten sind ja auch immer öde und fad und ein Theaterabend mit Spektakel und Bühnenshow pur und interpretiere die Welt - wie sie mir gefällt, haben ja auch was für sich…
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Kategorie: Lifestyle

Premiere Inanna in den Katakomben
Wo einen die Geschichte immer verfolgt, ging es am Freitag ganz historisch zur Premiere von Mathilde, ein Historien-Liebes-Drama über den letzten Zaren Russlands. Auf den in Russland kontrovers und mit schlagenden Argumenten diskutierte Streifen war ich dann ziemlich gespannt, einerseits weil ich gerne umstrittene Filme gucke und anderseits natürlich, weil man schließlich die Vergangenheit kennen muss, um die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft zu verändern um mal den guten alten Helmut Kohl zu zitieren.
Premiere Inanna in den Katakomben
Nach der unendlich besinnlichen Zeit ging es gestern Abend auch mal wieder im Kino. Durch den Schnee-Blizzard, der die Hauptstadt ganz in weiß hüllte, spazierte ich ganz beseelt ins stylische Kino-International, wo Die Blumen von gestern gescreent wurde. Auf die Holocaust-Komödie war ich ziemlich gespannt, sind Witze bei dem Thema doch ein recht schmaler Grat und german humor auch immer so eine zwiespältige Sache.
Premiere Inanna in den Katakomben
Nach der Dotcom-Blase in den 00-Jahren gründen sich in der Hauptstadt gerade wieder zahlreiche Internet StartUps und sogar glamouröse Partys werden wieder gefeiert. Zumindest dann wenn keine grauen Nerds oder geschäftstüchtige Betriebswirte hinter den Geschäftsideen stecken, sondern so renommierte Filmregisseure wie Roland Emmerich und Marco Kreuzpainter. Diese präsentierten gestern Abend ihr neues Film-Onlineportal flimmer.de und luden viele prominenter Gäste aus der Filmwelt zur großen Launch Party in die Kunztschule. Flimmer.de hat das Potenzial der Filmindustrie aus der Krise zu helfen, denn es könnte die Filmwerbung revolutionieren und der angeschlagenen Filmwirtschaft so zu neuen Umsätzen verhelfen. Geschäftsmodell des Onlineportal ist es die User für Werbung-Anschauen zu bezahlen, was bei flimmer.de konkret bezahltes Trailer-Kucken von Kinofilmen bedeutet. Für das Anschauen eines Trailers erhält der User circa 10 Cent Guthaben gutgeschrieben und nachdem der Nutzer dann circa 80 Kinovorschauen durchgesehen hat kann das angesammelte Geld zum Beispiel gegen eine Kinokarte eingetauscht werden. So wird der Filmfan ausführlich über alle aktuellen Kinoproduktionen informiert und bekommt ab und an sogar ein Kinogutschein geschenkt und die Filmwirtschaft erfreut sich gezielter WerbungProduktkommunikation.
Premiere Inanna in den Katakomben
Dieses Wochenende wurde ja blau gemacht und nur zuhause geschimmeltrumgehangen und da der Montag mittlerweile eh der neue Samstag ist, ging es nach hundert Jahren mal wieder in die gute alte Lining-Bar in der Auguststraße. Dort feierte der Fotografen Alexander Mechow entspannt in seinen Wiegentag rein und wie früher im Lining lümmelten sich die Geburtstagsgäste schön auf den Liegeflächen, schwangen das Tanzbein oder ließen sich von der Qualitätsbar „spirituel“ verwöhnen. Alexander Mechow kann nicht nur fundiert fotografieren sondern steht auch hinter einem engagierten T-Shirt-Label mit positiven Vibe-Faktor.
Premiere Inanna in den Katakomben
Bei der Kiezboxgala in Kreuzberg flogen nicht nur die Fäuste, denn vor den Kämpfen gab es noch einen Bonsai Kitten Gig, die mit juten Rockabilly-Punk das Publikum überzeugen konnten.
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