Tagestip: Vernissage "Germany through the eyes of Russian artists" am 06.05. ab 17:00 im Humboldt Carré, Behrenstraße 42
fp | 05.05.2015   
Tagestip: Vernissage
Dieser Freitag ist ja der 8. Mai, der Tag an dem mit der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands der Zweite Weltkrieg in Europa beendet wurde, für einige ein Tag der Niederlage, für viele ein Tag der Befreiung und für die meisten ein Tag des Sieges. Die größte Last dieses wahnsinnigen Krieges trug damals sicherlich die Sowjetunion mit Millionen Toten und einem verwüsteten Land und ist dort heute der wichtigste öffentliche Feiertag “mit Tränen in den Augen”, wie es treffend in einem alten russischen Lied heißt und heute natürlich Identifikationssymbol des Landes.

In diesem Sinne ist es sicherlich nicht uninteressant, aus welcher Perspektive junge russische Künstler das heutige Deutschland, den Kriegsgegner siebzig Jahre nach Kriegsende, betrachten. Aufschlussreiche Antworten kann man sicherlich in der Ausstellung Germany through the eyes of Russian artists finden, bei der Landschaftsportraits von zehn russischen Künstlern zu sehen sind, die bei einer Deutschlandreise in diesem Frühjahr entstanden sind. So steht die Ausstellung auch im Geiste eines „nie wieder Krieg“ und soll demonstrieren, dass die Kunst auch eine Brücke ist, die Motor für Toleranz, Vielfalt und Frieden sein kann.

Hört sich vielleicht alles etwas eso- und hippiemäßig an, aber wenn man mal drüber nachdenkt, sind es doch die Werte auf die es wirklich ankommt im Leben und wie heißt es so schön „wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart", deswegen kommt da morgen alle mit Blumen im Haar vorbei und neben freien Eintritt und der Kunst gibt es auch noch free Cocktails für den Frieden und die Liebe zu schlürfen…

Abbildung: Alexander Grishin



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Kategorie: Lifestyle

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Die Macher des „Event-Portal der Hauptstadt“ – Am Ende des Tages (AEDT) machten gestern mal nicht irgendeine Filmpremiere, Modenschau oder sonstige Promiparty in Berlin unsicher, sondern drehten den Spieß einfach mal um und luden selbst zu ihrer jährlichen Geburtstagssause. Dies ließen sich viele in das Berliner Nacht-, Kultur- und/oder Gesellschaftsleben involvierte Menschen natürlich nicht zweimal sagen, denn irgendwann ist ja auch mal gut mit dem RegenSommerloch und so wurde exzessiv die Open-Bar leergetrunken, so als gäbe es kein Morgen danach. Gegen 11 stand Schauspieler Tino Mewes mit seiner Band Lado Youngler auf der Bühne und ich muss zugeben, dass ich zum Anfang doch ziemlich skeptisch war, denn Schauspieler die Mukke machen gehen ja meistens gar. Doch nach dem Gig musste ich meine Vorurteile komplett revidieren, denn es rockte – ich würde mal spontan sagen – jut irgendwo zwischen den Red Hot Chilli Peppers und Franz Ferdinand. Mehr Impressionen von der Party gibt es natürlich auch direkt bei AEDT unter http://www.am-ende-des-tages.de/photos/110809-AEDT-sommerparty-ressort/ zu sehen…
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Während der Auferstehung Jesu Christi-Gedächtnisfeier wurde sich natürlich streng an das geltende Tanzverbot gehalten und die Tage besinnlich verbracht. So ging es lediglich letzten Donnerstag zum feucht fröhlichen Opening der Bar 111 in der Schönhauser Allee 10, wo zu free Drinks und minimalistischen Beats bis in die frühen Morgenstunden gegen das Tanzverbot verstoßen wurde. Die Bar 111 liegt gleich neben dem White Trash und Platoon und von Sonntag bis Donnerstag ist dort normal Bar und am Wochenende wird mit DJs gefeiert.
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Die letzten drei Tage standen dann mal ganz im Zeichen starker Frauen aus Übersee: Am Sonntag, bei der Premiere der mutierten minderjährigen Ninja Schildkröten, sorgte zunächst Megan Fox nicht nur für einen erhöhten Pulsschlag bei den Gästen und Fans der Uraufführung, sondern auch mal wieder für eine Priese Hollywood-Glam in der Hauptstadt. Nachdem die sexy Schauspielerin aus allen Perspektiven abgelichtet worden war, ging es im Turtles-Style untertage in die UFO Sound Studios und auf die Augen und Löffel gab es dann einen typischen "Michael Bay"-Streifen. Die total intelligente und null kurzweilige Handlung (New York muss vor einem Giftgasangriff gerettet werden!) diente erwartungsgemäß als Hintergrundkulisse für Action und Cgi-Effekte im Minutentakt, wobei die Riesenschildkröten im Gegensatz zum Comic aber eher wie eine Mischung aus „Shrek“ und „Troll“ wirken und auch "Schredder" irgendwie nichts humanes mehr an sich hat, sondern wie eine Art Cyborg-Terminator oder Transformer aussieht.
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Gestern Abend gab es ja schon wieder einen krassen Overkill an Partys und Premieren, so dass man sich langsam fragt, wer eigentlich noch ins Restaurant oder in einen Club oder solchen Kram geht =D und da man ja auf der Fete und nicht auf der Flucht ist, ging es zunächst nur entspannt zum Opening des Hotel Ultra Concept Store in der Torstraße 155. Das Ultra Hotel ist eigentlich auch gar keine Herberge, sondern ein arty Moebel und Designstore, so wie es auf der Torstraße hunderte gibt, was ja auch nett ist, wenn man nicht zufällig da wohnt und mal zufällig in Baumarkt oder so muss. Die Opening Sause war aber gar nicht von schlechten Eltern und die geladenen Gäste wurden mit einem leckeren „DuDu“ Menu und noch leckeren Drinks verwöhnt und es gab sogar eine Band, die mal nicht von einem Dach runter (l a n g w e i l i g !), sondern voll arty, aus einem Schrank raus spielten.
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Dienstag ging dann die Kinowoche dezent weiter und bei der Premiere von „Journey to Jah“ stand der Abend schließlich ganz im Zeichen der Rastafari-Culture, Dancehall-Reggae und bösen Battyman Tunes. In der superinteressanten Doku wird der deutsche Reggae Künstler „Gentleman“ mit einer Filmkamera nach Jamaika begleitet und der ganze way of life mit sehenswerten Bildern und O-Tönen festgehalten. Es gibt natürlich unzählige Sonne, Strand und Meer Panoramen zu bestaunen (während es vor dem Kino Katzen und Hunde regnete), auf der Straße ist immer jut Soundsystem-Rave und man kann „Gentleman“ beim zusammenschrauben eines neuen Tracks über die Schultern schauen. Die Doku widmet sich zum Glück aber auch ernsten Themen wie Armut, Umweltverschmutzung, Gewalt oder Homophobie und den Widersprüchen der Rastafari-Religion. So ist „Journey to Jah„ auch nicht nur ein belangloser Rasta/Kiffer-Party Streifen mit chilligen Soundtrack geworden, sondern zeigt auch die Schattenseiten der sonnigen Karibik-Insel auf und hat neben viel Komik auch seine philosophischen Momente.
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