Premiere Stomp – Das weltbekannte Rhythmusspektakel goes Germany
ag, fp | 01.01.2015   
Premiere Stomp – Das weltbekannte Rhythmusspektakel goes Germany
Nach 3 unendlichen Tagen Familienidylle, Besinnlichkeit und Foodporn musste auch mal wieder der Braindrain gestoppt und etwas gegen das Kultur-Defizit unternommen werden und so wurde bei sibirischen Temperaturen dezent im Admiralspalast vorbeigeschaut, wo das Rhythmus-Musical Stomp am 27.12. Uraufgeführt wurde. Stomp ist eine Art Perkussion-Band aus England, die mit Alltagsgegenständen wie Besenstielen, Gummireifen, Streichholzschachteln, Mülleimern et cetera pp im MacGyver-Style Geräusche erzeugt und dabei eine wilde Performance-Show aufführt. Ich war dann ziemlich gespannt und zugegeben etwas skeptisch auf die Combo ohne Gesang und traditionelle Instrumente und kaum zu glauben, es machte direkt Spass dem launigen Noise-Ensemble zuzuschauen und wie bei der guten alten Rocky Horror Picture Show (kommt übrigens im März wieder in den Admiralspalast :)) war dann das Publikum auch Teil der Show und klatschte die ganze Zeit ordentlich im Rhythmus mit. Neben den interessanten Beats gibt es auf den Brettern die die Welt bedeuten auch noch eine sehr sehenswerte Bühnenshow, die zeigte, dass auch ohne Worte eine Geschichte durch Trommeln, Stampfen oder Schnipsen unterhaltsam erzählt werden kann. Die Trommler stellten dabei von kühl, creepy bis tollpatschig unterschiedliche Charaktere dar, so dass nicht nur der Boden, sondern auch die Lachmuskeln ordentlich mitvibrierten. Bei Stomp gibt es nun nicht unbedingt staatstragende und subventionierte Hochkultur a la Bayreuther Festspiele oder so anzuschauen, dafür aber ein originelles und irgendwie archaisches Spektakel, wovon man sich zum Beispiel hier sehr schön überzeugen kann



und aus der Hauptstadt sind die Rhythmus-Experten auch schon wieder ausgeflogen, aber für die treuen wagg.de-Leser in Bremen, Chemnitz, Braunschweig und Duisburg jibt es noch exklusiv Tickets hier...


Fotocredit: Steve McNicholas
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Kategorie: Lifestyle

Premiere Stomp – Das weltbekannte Rhythmusspektakel goes Germany
Und weiter geht es mit der nächsten Filmpremiere 2012. Gleich einen Tag nach dem „Artist“ ging es weiter mit „Jonas“, den neuen Film von Christian Ulmen. „Die Hefte raus -Klassenarbeit!“ So in etwa kann man sich Christian Ulmens neue Reality-Komödie vorstellen, worin der Schauspieler in die Haut eines Achtzehnjährigen schlüpft und für seinen neuen Film noch einmal die Schulbank drückt. Dabei ist nur bedingt an eine Neuauflage der berühmten Feuerzangenbowle zu denken, denn Schüler, Schule und Lehrer sind im Gegensatz zu dem Schauspieler Jonas aka Christian Ulmen real, der sich (angeblich unerkannt) für eine Doku von einem Kamerateam begleiten lässt. In wieweit dabei Reelles mit Fiktivem vermischt wird, bleibt der GutgläubigkeitFantasie des einzelnen Zuschauers überlassen, aber dass kein Schüler oder Lehrer Christian Ulmen erkannt haben will sei hier einmal dahingestellt. Ob nun alles Inszeniert ist oder nicht, ist letztendlich aber gar nicht so wichtig, denn ähnlich wie bei Borat oder Brüno kitzelt auch Christian Ulmen sehr authentische Reaktionen seiner Mitschüler und Lehrer heraus, wie etwa des tumben Mathelehrers, der allen Ernstes sauer wird, als er den Schauspieler-Schüler bei einer Klassenarbeit abschreiben sieht. So kann man schon behaupten, dass Christian Ulmens Film-Experiment weites gehend geglückt ist und ihm sehr authentische und unterhaltsame Szenen gelingen. Erschreckend dabei, wie wenig sich in der Penne seit anno Dazumal geändert hat, es immer noch die selben Machtstrukturen, Zukunftsängste und Selektionen gibt. Den Titelsong steuerten Die Sterne bezeichnenderweise mit ihren 90er Hit Was hat dich bloß so ruiniert
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Besser wenig als gar nicht und so wurde gestern auch schon bei der Berlinale vorbeigeguckt. Seit circa 4 Tagen jagt ja eine Film-Sause die nächste, wo aber ganz redundant das gleiche passiert, überall die gleichen Nasen, der selbe Small-Talk und allerorten dudelt die gleiche, langweilige Charts-Mukke. Ein Tag auf dem Party-Parkett reichen da vollkommen aus, schließlich muss die Leber auch mal regeneriert werden und die guten Vorsätze von Silvester sind ja auch nicht so fern.
Premiere Stomp – Das weltbekannte Rhythmusspektakel goes Germany
Wirklich krass wie die Zeit vergeht und letzten Donnerstag war es dann soweit: 20 Jahre Atari Teenage Riot (1992-2012!). Die CyberpunkGabba-Punk Band um Alec Empire, die sich jetzt theoretisch auch in Atari Twen Riot umbenennen könnte, sind jedoch Null alt und langweilig geworden, sondern haben diverse Umbesetzungen, Auflösungen und den Tot eines Band-Members locker weggesteckt und spielten einen frischen Gig als wäre die Zeit stehengeblieben. Stimmungsmäßig war es wie früher bei den ganzen Punk/HC Konzerten wie Bad Religion oder Sick of it all und zu den ganzen alten Hits wie Start The Riot!, Riot 1995, Destroy 2000 Years Of Culture usw. war dann auch jut Pogo-Dancing angesagt und ständig kam irgendwelches Volk von irgendwoher angeflogen. Atari Teenage Riot sind ja einer der wenigen Berliner Bands die international viel Renommee erfahren haben und zum Beispiel mit den Beastie Boys, Slayer oder Rage Against the Machine getourt oder Mukke gemacht haben, aber in ihrer eigenen Heimatstadt kurioserweise nie wirklich Anerkennung gefunden haben, was wohl dem dogmatischen Berliner-Schubladendenken geschuldet ist, was entweder nur „handgemachte“ oder nur elektronische Mukke kennt.
Premiere Stomp – Das weltbekannte Rhythmusspektakel goes Germany
Wenn der Sommer sich langsam zurückzieht und der Herbst über Berlin hereinbricht, ist es an der Zeit, die bunt gefärbte Jahreszeit in der Hauptstadt auszukosten und eine entspannte Kino-Woche einzulegen. Am Montagabend ging es zunächst zu Dieter „Didi“ Hallervorden neuen Film „Sein letztes Rennen“ wo die Komiker-Legende als greiser „Marathon-Mann“ zu bewundern ist. In dem berührenden Sportler- und Rentner-Drama dreht sich natürlich alles um die berühmten 42,195 Kilometer und darum sich auch im hohen Alter nicht unterkriegen zu lassen. Natürlich kommt Regisseur Kilian Riedhof dabei nicht ohne etwas Kitsch und Pathos aus, trotzdem ist „Sein letztes Rennen“ ein toller und wirklich sehenswerter Film geworden, wo zum Ende nicht nur die Filmfigur glücklich über die Ziellinie läuft, sondern auch Dieter Hallervorden mit rüstigen 78 Jahren ein furioses Kino-Comeback feiern kann.
Premiere Stomp – Das weltbekannte Rhythmusspektakel goes Germany
Studieren ist bekanntlich besser als probieren und so wurde gestern Abend mal wieder etwas Uni-Luft geschnuppert. Im altehrwürdigen Audimax der Charité wurde die gleichnamige Serie gescreent und auf den harten Bänken des Hörsaals hatte man schon ein krasses Déjà-vu an die gute alte Studienzeit, "kopieren ist nicht studieren" =D So schnarchig wie früher in der Vorlesung wurde es aber zum Glück nicht, denn die ARD hat mit unseren GEZ-Gebühren mal was sinnvolles gemacht und einen recht spannenden und interessanten Sechsteiler gedreht. Bei Charité wird der Zuschauer in das historische Berlin von anno 1888 gebeamt und die bewegende Geschichte eines der wohl berühmtesten Krankenhäuser der Welt erzählt.

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