Metal Hammer Awards +++ Premiere Schönefeld Boulevard
fp | 16.09.2014   
Metal Hammer Awards: Doro Pesch, Matrin Kesici, In Extremo, Cronos, KIZ, Böhse Onkelz, Julia Jendroßek, Daniel Sträßer, Sylke Enders, Premiere Schönefeld Boulevard, Foto, Berlin, wagg.de
Im Metal ist es ja wie bei den Zeugen Jehovas. Jedes Jahr wird das Ende aller Dinge verkündet und jedes Jahr dreht sich die Welt dann einfach weiter und das gute alte Metalhammer feierte nun sogar sein 30 jähriges Jubiläum. Bahnbrechende Innovationen wie bei „Slipknot“ oder „Metallica“ damals stehen zwar wohl gerade nicht an, trotzdem ist eins, zweimal im Jahr gepflegt die Mähne zu Pommesgabel-Schranke ausschütteln immer lustig und eine jute Abwechslung. So wurde am Freitagmal mal dezent bei der härtesten Preisverleihung des Jahres vorbeigekieckt – den „Metal Hammer Awards“ – wo es Preise in so kultigen Kategorien wie „God Of Riffs“, „Legende“ oder „Maximum Metal“ abzuräumen gibt. Das sinnlose Award-Gelaber hielt sich dann zum Glück ziemlich Grenzen und dafür gab es etwa „Paradise Lost“ oder „Blind Guardian“ auf die Headbanger-Mützen. Während die Briten von „Paradise Lost“ einen brauchbaren Gig ablieferten entpuppte sich „Blind Guardian“ als typische Umlandspakko-Poser-Metaler inklusive peinlicher Ansagen a la Grönemeyer und seitens der Fans mit noch peinlicherem Geklatsche und Feuerzeuge rumgeschunkel. Naja, jeder hat halt das Publikum das er verdient, aber abgesehen davon immer wieder schön anzusehen, dass es immer so weiter geht und es wohl auch in 30 Jahren noch Bands geben wird, die mit der gleichen Leidenschaft das Metal-Feuer weitertragen werden, so wie bereits unzählige Generationen vor ihnen. So wird die Headbanger-Flamme sicherlich nie erlöschen, ganz egal ob die Mukke nun innovativ oder nur Retro ist, denn Metal bzw. RocknRoll braucht ja in erster Linie lediglich Emotion und Authentizität!

Lustige Anekdote noch am Rande: die „Böhsen Onkelz“ waren ja auch zugegen um als beste doitsche Band ausgezeichnet zu werden und der Sänger von „In Extremo“ sieht ja krass zum Verwechseln ähnlich wie der von „Slime“ aus, so dass man sich einige Zeit doch recht verwundert und verwirrt die Augen rieb bis der Irrtum irgendwann aufgeklärt wurde. Schade eigentlich, beide Bands auf dem selben Event oder noch krasser auf dem gleichen Foto wäre ja sicherlich mal richtig historisch gewesen, ähnlich wie etwa Bin Laden und George W. Bush vereint an einem Tisch sitzend =D



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We like Berlin Films :) und so wurde letzten Mittwoch natürlich auch nicht die knorke Premiere von Schönefeld Boulevard verpasst, die ganz urig mit Team, Oma und Kegel in der völlig überfüllten Kulturbrauerei Premiere feierten. Auf der Leinwand gab es dann einen schönen und interessanten Berlin-Vorstadt/Coming of Age Streifen zu sehen, in dem es um die Diskriminierung geht, wenn man nicht dem gängigen Magerwahn-Schönheitsideal entspricht und stattdessen ein paar mehr Pfunde auf die Waage stemmt. So wird die 18 Jährige Hauptprotagonistin (toll und sehr authentisch von Julia Jendroßek gespielt) von ihren Mitschülern, Freund und Eltern verlacht und respektlos behandelt und muss schließlich lernen sich durchzusetzen um ihren Weg zu gehen. Der Regisseurin Sylke Enders ist das Kunststück einer Art sentimentalen Komödie geglückt, einerseits darf reichlich gelacht werden und anderseits ist „Schönefeld Boulevard“ stilistisch auch recht karg und minimalistisch, es gibt lange Kameraeinstellungen, wenige Schnitte und reduzierte Dialoge sowie ausgedehntes Schweigen lässt die Geschehnisse buchstäblich wie in Echtzeit anfühlen. Abgesehen von eins, zwei Vorschlaghammer-Metaphern und Längen ist der Streifen aber sehr sehenswert und regt natürlich zur kontroversen Debatte über Übergewichts-Diskriminierung an. Kinostart - nicht nur in der Hauptstadt - ist am 18.09….

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Kategorie: Musik, Film

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Wer braucht da noch einen langweiligen Club besuchen, wenn Absolut alle Galerien auf der Torstrasse mit Vodka bis zum abwinken sponsert? So lag es natürlich auf der Hand, dass bei den gezählten 4 Vernissagen auch überall gute Stimmung in die Bude bzw. in der Galerie aufkam – fernab überflüssigem Kunst-Diskurs-Ambiente langweiliger Kunsthistoriker oder Kultur-Manager, so wie man es ansonsten leider viel zu selten in der Kunstwelt erlebt. Anschließend ging es gut gestärkt weiter zur Feierabendathleten-Party vom Vice Magazin, wo man dann u.a. gegen die Tisch-Fussball Weltmeisterin Lilly Anders bolzen, oder China-Punkte beim Tischtennis holen konnte…
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Da steckt die Hauptstadt wochenlang im tiefsten Sommerloch und es ist nix, nada, niente los und dann sind (wie immer =D) 2 Filmpremieren gleichzeitig am selben Tag. Neben Hercules im Sony Center feierte auch noch die Bestatter-Komödie Besser als nix Uraufführung in der Kulturbrauerei. Da der Tot uns alle stets anlächelt und möchtegernphilosophische Indie-Filme immer ganz weit oben auf der Anschau-Agenda stehen, wurde dann dem Todes-Streifen ein Besuch abgestattet. Als die Darsteller am roten Teppich abgelichtet und die Leinwand freigegeben war, gab es eine recht skurrile Coming-of-Age Tragikomödie über einen Bestatter-Azubi anzuschauen, die einen natürlich an die Kultserie „Six Feet Under“ erinnerte. "Besser als Nix" begann zunächst auch recht klamaukig und lustig, aber als dann in der Mitte des Films der beste Freund zu Grabe getragen wird, wechselt plötzlich das Genre und der Streifen mutiert zum sentimentalen Drama. In der Musik gibt es ja unzählige Beispiele, wo das wunderbar funktioniert und kuul ist (z.B. Parov Stelar, Orishas, Babymetal) aber bei einem "Crossover-Film", auch wenn so für gewisse Überraschungsmomente gesorgt wird, ist die Stimmung dann futsch und der Tragödien-Part wirkt nicht mehr besonders glaubhaft und irgendwie
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Für Mode-Labels aus Österreich entwickelt sich Berlin immer mehr zur Spielwiese, nach Mangelware, Michèl Meyer und Lena Hoschek wagt jetzt auch das Label Y/O/U den Sprung über die Alpen und setzte letzten Freitag mit einer großen Label Release Party Akzente in der Hauptstadt. Neben guten Partys ;) setzt das Label aus der Alpenrepublik auf Nachhaltigkeit, Unisex-Mode und moderate Preise. Einen Blick auf die aktuelle Kollektion kann man auf der Website werfen http://www.makesyoureal.com
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Gestern Abend ging es dann mal ganz kosmopolitisch auf Reise in die Kindheit. Im Velodrom wurde die Deutschland-Premiere von Disney on Ice gefeiert und als das Eis-Parkour freigegeben wurde und Goofy, Donald und Micky auf dem Eis rumkurvten (wo waren eigentlich die Panzerknacker =D), wurde es eine recht surreale Mischung aus Disney-Kitsch, Prinzessinnen-Herzschmerz und Teletubbie-Emotionen. Hunderte von Kids im Publikum starrten wie gebannt auf die Eis-Artisten und waren natürlich außer Rand und Band und feuerten die Künstler frenetisch an, so dass ein Lärmpegel wie im Kinderzirkus oder beim Schulschwimmen im Freibad entstand. Auf der Eisbahn gab es aber nicht nur Enten und Mäuse beim Rittbergern zu sehen, sondern auch Themen aus mehreren Disney-Movies sorgten für kurzweilige Unterhaltung, wie etwa die Eiskönigin, Arielle die Meerjungfrau, Rapunzel, die Schöne und das Biest, so dass man sich streckenweise auch wie bei einem Musical vorkam, wenn man sich das steril klingende Playback schöngetrunkenweggedacht hatte, aber wir sind ja alle auch irgendwo nur mono-tasking veranlagt.
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Am letzten Tag der Modewoche wird es immer etwas relaxter, der „Glam-Faktor“ der Besucher nimmt ab und die ganzen Berufspromis und Schmuckdesignerinnen hängen entweder alle beim Michalsky ab oder sind „Fashion-Weak“ und es geht bei der Fashion-Week wieder um das worum es bei der Modewoche eigentlich geht - um Mode. Murphys Fashion-Week Gesetz sagt ja zudem, dass die letzte schau immer die lustigste ist und so ging es trotz Kater kurz vor Toreschluss noch mal hin in den roten Wedding. Die Selbstüberwindung hatte sich dann auch direkt gelohnt, denn die Johny Dar FreakshowModenschau war wirklich super und sehr sehenswert. Es gab auf dem Laufsteg nämlich keine boring Alltagsmode, sondern abseits von zeitgeistigen "in"- und "out"-Klischees eine jute Mischung aus zeitlosen RocknRoll-Alien-Outfits und avantgardistischen Roben mit einem arty Touch Heroin-Glam.
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