Becks Mix Open
fp | 25.07.2014   
Becks Mix Open, Conny Opper, Frank Kessler, Foto, wagg.de, Berlin, Minigolf
Wo man ja mittlerweile in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, hat man nun immer seine gesellschaftlichen Verpflichtungen und so ging es am Mittwoch ganz dezent zum golfen beziehungsweise minigolfen (wir wolln mal nich übertreiben =D) auf einem Parkhausdach am Kotti. Dorthin lud der Bierbrauer „Becks“ zum bälleversenken und Frauenbier schlürfen und es war wirklich ein lustiger Gaudi standesgerecht mit dem Golfschläger und einer Bierpulle in der Hand über den Golfplatz zu schreiten. Minigolf, die kleine Schwester des echten Golfs, erlebt ja seit ein paar Jährchen eine Art Retro-Revival und ist der neuste augenzwinker Trend der Generation PraktikumGeneration Minigolf, der aber leider nie an den zeitlosen Mega-Kegel-Rave-Trend der Generation CEO anknüpfen konnte.



Becks Mix Open, Conny Opper, Frank Kessler, Foto, wagg.de, Berlin, Minigolf
Becks Mix Open, Conny Opper, Frank Kessler, Foto, wagg.de, Berlin, Minigolf
Becks Mix Open, Conny Opper, Frank Kessler, Foto, wagg.de, Berlin, Minigolf
Becks Mix Open, Conny Opper, Frank Kessler, Foto, wagg.de, Berlin, Minigolf
Naja unkuulness ist halt der neuste Trendsurf und wenn du auch keinen Sex mehr hast, kannst du noch bis zum Sonntag dein Handicap auf 12 Bahnen ausbauen – mehr Infos dazu jibt es wie immer mega exklusiv hier

Becks Mix Open, Conny Opper, Frank Kessler, Foto, wagg.de, Berlin, Minigolf
Becks Mix Open, Conny Opper, Frank Kessler, Foto, wagg.de, Berlin, Minigolf
Becks Mix Open, Conny Opper, Frank Kessler, Foto, wagg.de, Berlin, Minigolf
Becks Mix Open, Conny Opper, Frank Kessler, Foto, wagg.de, Berlin, Minigolf
hier gehts zur Fotogalerie


Kategorie: Lifestyle

Becks Mix Open, Conny Opper, Frank Kessler, Foto, wagg.de, Berlin, Minigolf
Am Mittwoch war mal wieder Abendunterhaltung 2.0 Trumpf und es ging ganz unglamourös ins Kraftwerk, den Abend mit Grumpy Cat, der reichsten Katze der Welt, Georgia May Jagger und Ellen von Unwerth chillen. Anlass war die Präsentation des neuen Opel-Kalender, den Ellen von Unwerth mit der Tochter von Mick Jagger (ich hasse die Rolling Stones =D) und der berühmtesten Katze der Welt geshootet hatte. Eigentlich gibt es ja nichts spiessigeres als Automobil-Industrie-Events, aber das war wirklich mal ein stylisches und kuules Spektakel und sogar die Fotos der Werbe-Kampagne, die mich von Farben her an David la Chapelle erinnerten, hatten mir super gefallen.
Becks Mix Open, Conny Opper, Frank Kessler, Foto, wagg.de, Berlin, Minigolf
Als passionierter Schach Spieler war die Uraufführung des Chess-Dramas Pawn Sacrifice natürlich ein Pflichttermin, das am Freitag im kühlsten Kino Berlins, dem International, groß Premiere feierte. Im Kino kam ich zunächst aus dem Staunen nicht mehr heraus, als nicht nur der aktuelle Schachweltmeister Magnus Carlsen mal eben vorbeischaute, sondern auch Schachlegende Boris Spasski zugegen war, der anno 1972 das in die Schach-History eingegangene, legendäre Match des Jahrhunderts gegen Bobby Fischer spielte. Um dieses spektakuläre Schachmatch geht es auch in dem Biopic-Streifen über Bobby Fischer, dem Schach-Ausnahmespieler des 20. Jahrhunderts, der nicht nur cineastisch gelungen, sondern auch für nicht Schach-Fans äußerst interessant geworden ist.
Becks Mix Open, Conny Opper, Frank Kessler, Foto, wagg.de, Berlin, Minigolf
Im Metal ist es ja wie bei den Zeugen Jehovas. Jedes Jahr wird das Ende aller Dinge verkündet und jedes Jahr dreht sich die Welt dann einfach weiter und das gute alte Metalhammer feierte nun sogar sein 30 jähriges Jubiläum. Bahnbrechende Innovationen wie bei „Slipknot“ oder „Metallica“ damals stehen zwar wohl gerade nicht an, trotzdem ist eins, zweimal im Jahr gepflegt die Mähne zu Pommesgabel-Schranke ausschütteln immer lustig und eine jute Abwechslung. So wurde am Freitagmal mal dezent bei der härtesten Preisverleihung des Jahres vorbeigekieckt – den „Metal Hammer Awards“ – wo es Preise in so kultigen Kategorien wie „God Of Riffs“, „Legende“ oder „Maximum Metal“ abzuräumen gibt. Das sinnlose Award-Gelaber hielt sich dann zum Glück ziemlich Grenzen und dafür gab es etwa „Paradise Lost“ oder „Blind Guardian“ auf die Headbanger-Mützen. Während die Briten von „Paradise Lost“ einen brauchbaren Gig ablieferten entpuppte sich „Blind Guardian“ als typische Umlandspakko-Poser-Metaler inklusive peinlicher Ansagen a la Grönemeyer und seitens der Fans mit noch peinlicherem Geklatsche und Feuerzeuge rumgeschunkel. Naja, jeder hat halt das Publikum das er verdient, aber abgesehen davon immer wieder schön anzusehen, dass es immer so weiter geht und es wohl auch in 30 Jahren noch Bands geben wird, die mit der gleichen Leidenschaft das Metal-Feuer weitertragen werden, so wie bereits unzählige Generationen vor ihnen. So wird die Headbanger-Flamme sicherlich nie erlöschen, ganz egal ob die Mukke nun innovativ oder nur Retro ist, denn Metal bzw. RocknRoll braucht ja in erster Linie lediglich Emotion und Authentizität! Lustige Anekdote noch am Rande: die „Böhsen Onkelz“ waren ja auch zugegen um als beste doitsche Band ausgezeichnet zu werden und der Sänger von „In Extremo“ sieht ja krass zum Verwechseln ähnlich wie der von „Slime“ aus, so dass man sich einige Zeit doch recht verwundert und verwirrt die Augen rieb bis der Irrtum irgendwann aufgeklärt wurde. Schade eigentlich, beide Bands auf dem selben Event oder noch krasser auf dem gleichen Foto wäre ja sicherlich mal richtig historisch gewesen, ähnlich wie etwa Bin Laden und George W. Bush vereint an einem Tisch sitzend =D
Becks Mix Open, Conny Opper, Frank Kessler, Foto, wagg.de, Berlin, Minigolf
Nachdem am Samstag alle beim Kegeln abgezogen, sowie in Grund und Boden geraved wurden, musste der Dude erstmal die Akkus wieder neu aufladen und sich entspannen und auch mal ein paar Umtrünke in Gesellschaft schwänzen. Am Mittwoch gab es dann aber kein Zurück mehr und es wurde bei der Uraufführung des Low-Budget Streifens Von jetzt an kein zurück vorbeigekiekt und entspannt den Film gesneaked. „Von jetzt an kein zurück“ ist erstmal ein tolles Beispiel, dass man auch mit geringen finanziellen Mitteln und wenigen Drehtagen, aber mit einer bewegenden und interessanten Story, einem filmpreisverdächtig-guten Kameramann und souverän aufspielenden Schauspielern (u.a. Victoria Schulz, Anton Spieker, Ben Becker), einen sehr gelungen Film hinbekommen kann: Wie in einer Zeitmaschine wird der Zuschauer in das graue Wirtschaftswunder-Deutschland gebeamt, einen heutzutage kaum noch vorstellbaren, kafkaesken Obrigkeits- und Untertanenstaat, wo am laufenden Band Jungfräulichkeitstests durchgeführt wurden und man(n) für das tragen langer Haare, das Hören von Beat-Musik oder wegen der ersten Liebe in KZ-ähnlichen Erziehungslagern der katholischen Kirche landete und gebrochen wurde, die Ehefrauen nicht arbeiten durften, sondern ein trostloses Hausfrauen-Dasein fristen mussten und die Väter ihre grausamen Kriegserlebnisse im Alkohol ertränkten.
Becks Mix Open, Conny Opper, Frank Kessler, Foto, wagg.de, Berlin, Minigolf
Es ist schon atemberaubend anzuschauen wie sich Berlins Mitte fast täglich verändert und nebenbei unaufhörlich gentrifiziert wird. Auf der einen Seite verschwinden die ganzen originellen Orte für die der sogenannte Mitte-Mythos einstmals Pate stand und geht einher mit kultureller Verödung, Touristenmassen und Pub-Crawls. Doch die Hauptstadt kann ja nicht ewig arm aber sexy bleiben und dort wo altes verschwindet und neues entsteht gibt es in der Regel auch immer viel zu feiern. So wurde die Mitte Berlins gestern Abend gleich von 2 Welt-Konzernen bespaßt, so dass die üblichen local-Berliner nicht in einer gentrifizierten Touri-Bar abhängen mussten ;). Einmal öffnete in der Münzstraße ein neuer Porsche-Design Store seine Pforten und circa 200 Meter weiter stellte Microsoft sein neues Windows Phone 8 vor.
follow us on instafame :)