Premiere Turn me on +++ Jans Crappy B-Day@Therapie- und Partyzentrum Bründel +++ The Grove Party
fp | 04.05.2014   
Premiere Turn me on, Helene Bergsholm, Jans Crappy B-Day: Leila Lowfire, Rainer Meifert, The Grove Party, Black Salvation, Berlin, Foto, wagg.de
Statt pseudointellektuellem Meta-Talk und Mit-Sekt-in-der-Hand-Herumstehen-und-wichtig-Sein-gepose beim langweiligen Gallery Weekend ging es gestern Abend lieber erst mal entspannt ins Kino zur Premiere der launigen Pubertäts-Komödie Turn me on. „Turn me on“ ist ein schön feuchter Arthouse-Film irgendwo zwischen „Feuchtgebiete“ und „American Pie“ geworden und dreht sich um die ewigen Abgründe der weiblichen Adoleszenz. Inhaltlich geht es in dem norwegischen Coming-Of-Age-Streifen um so ziemlich alles wo Teenager-Hormone verrückt spielen: die Irrungen der ersten große Liebe, horrorende Telefonsex-Rechnungen, reichlich Mutter-Tochter-Drama und Schul–Mobbing wegen des anstubsens mit primären Geschlechtsmerkmalen - also sicherlich alles was eine glückliche Pubertät ausmacht. Erzählt wird die authentisch wirkende Geschichte aus der „Liebes Tagebuch“-Ich-Perspektive der super aufspielenden Hauptdarstellerin Helene Bergsholm und Debüt-Regisseurin Jannicke Systad Jacobsenist sorgt mit einer atmosphärischen Bildsprache im stylischen Mode-Blogger-Style und einem kuulen Sountrack (u.a. Kings of Convenience) für weitere Akzente.


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Summa summarum ist „Turn me on“ ein toller und sehenswerter skandinavischer Indie-Film mit vielen Lachern und Wendungen und auch interessanten Einblicken in das norwegische Dorfleben geworden. Zum exklusiven Trailer geht’s wie immer hier und anschauen im



Lichtspielhaus kann man sich die Komödie ab dem 8. Mai. +++ Nach dem Kino-Spass war sinnloser Kunst-Hype immer noch gestern und so ging es noch ganz adoleszent weiter zu „Jans Crappy B-Day“ Homeparty ins „Therapie- und Partyzentrum Bründel“. Nach der juten Sause letztes Jahr (siehe hier und hier) wurde im Prinzip „gegen den sinnlosen Wertezerfall unserer Gesellschaft“ da weitergemacht, wo vor 365 Tagen aufgehört wurde. +++ Bereits am Mittwoch wurden bei der neuen Party-Reihe „The Grove“ im Mikz jut die Haare ausgeschüttelt und „Black Salvation“ aus Leipzig und „These Hands Conspire“ sorgten für ordentlich headbanging und satt Pommesgabel. Bei der neuen Veranstaltungsreihe wird endlich vereint, was eigentlich schon immer zusammengehört hat: jute Stoner-, Doom, Punk- und HC-Live Bands zum bangen, diven und lecker bierduschen und nachdem 2-3 Stunden ein paar Leutz auf der Bühne rumgesprungen sind geht’s aber nicht boring nach Hause, wie sonst immer bei den ganzen 08-15 Konzerten, sondern man kann sich noch zu minimalistischen Beats weiter die Kante geben. Wieder rund geht’s übrigens am 14. Mai...
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Kategorie: Film, Musik

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Im Sommer gibt es ja nix besseres als ins Kino gehen, wer braucht schon Sonne, Strand und nen Sonnenbrand, und so ging es gestern noch zu Toni Erdmann ins gute alte Kino International. Auf den Streifen war ich ziemlich gespannt, weil die Komödie vom kompletten Feuilleton dermaßen abgefeiert wird (IMDb Wertung: 9,2/10) und es beim Festival in Cannes minutenlanges Standing Cvation gab, dass es einen direkt Angst und Bange machte. Tatsächlich ist „Toni Erdmann“ eine schön subversive und melancholische Komödie geworden, die von der Art des subtilen Humors streckenweise an Helge Schneider erinnert und in der es um Entwurzelung in unserer globalisierten Welt, Menschen, die sich eigentlich sehr nah sind, die aber nicht wissen, wie sie sich gegenseitig erreichen können und über die Abgründe der Consulting Branche geht. Das geniale an dem Film ist, dass man oft nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll, die fast drei Stunden vergehen fast wie im Flug und schauspielerisch ist der Streifen bis in die letzte Nebenrolle perfekt besetzt (u.a. mit Sandra Hüller, Peter Simonischek) und einige der streckenweise surrealen Szenen werden sich mir wohl für immer in mein Gehirn einbrennen.
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Daumen hoch für die Meinungsfreiheit und den bestimmt mutigsten Film des Jahres, denn in dem Komödien-Drama Four Lions geht es ziemlich politisch unkorrekt um das was Muslime tun, wenn sie das wörtlich nehmen was im Koran geschrieben steht, nämlich „Ungläubige kuffar“ zu massakrieren. In Four Lions gibt es sicherlich die eine oder andere Länge und der Film erinnert stilistisch stark an Monty Pythons Das Leben Des Brian, trotzdem ist der Film für jeden der für uneingeschränkte Meinungsfreiheit eintritt ein Muss. Zwar wird islamistischer Terrorismus im Film weder übermäßig dämonisiert und natürlich auch nicht glorifiziert, dafür aber ziemlich verharmlost, denkt man etwa an die circa 17.000 Opfer von extremistischen Muslimen, die seit dem 11. September 2001 weltweit umgebracht wurden, oder macht man sich einmal die Mühe und schaut sich im Internet echte Dschihadisten Videos an, wo Menschen enthauptet oder per Kopfschuss hingerichtet werden. Trotz allem hat der Film aber immer noch das Potenzial für einen neuen Karikaturen-Streit, daher wollte der DhimmiC*SU-Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer den Streifen wegen einer angeblichen Terrorgefahr auch kurzerhand indizieren ( http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,738524,00.html ) und aus diesem Grund hatte der Film auch Schwierigkeiten in Deutschland einen Verleih zu finden. Falls es doch noch zu einer Neuauflage eines KarikaturenFilm-Streit kommen sollte, so ist Regisseur Chris Morris und den anderen Machern des Films natürlich ein langes und uneingeschränktes Leben zu wünschen und dass hoffentlich niemand das Schicksal von Theo van Gogh ( http://de.wikipedia.org/wiki/Theo_van_Gogh_(Regisseur) ) teilen muss, oder das Schicksal von Kurt Westergaard oder Salman Rushdie, die nun für den Rest ihres Lebens auf Personenschutz angewiesen sind und sich in ihren eigenen Ländern verstecken müssen. Four Lions läuft ab dem 21.04. im Kino…
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Gerade gibt es ja in Berlin Club Openings ohne Ende, es scheint als ob in der Hauptstadt gerade das halbe Nachtleben umgekrempelt und die Karten neu gemischt werden. Nach dem Mio, Cafe Moskau, Gretchen, Flamingo nun das Department, welches eigentlich das alte Rodeo 2.0 ist. Zwar gibt es im Kuppelsaal des Postfuhramts neue Betreiber und einen neuen Namen, ansonsten hat sich aber nicht viel geändert, denn die Lokation, Besucher und Atmosphäre wirken identisch wie im alten Rodeo: junge schicke Charlottenburger die BWL oder Jura studieren und denen das Felix wohl zu russen-prollschick ist. Dementsprechend ist natürlich auch die Mukke, es lieff RnB, sehr hitlastiger House und obligatorisch Michael Jackson, so dass man sich auch in diesem Punkt an das Rodeo erinnert fühlte. Leute die eher wegen der Musik ausgehen, sollten um das Department also wohl eher einen Bogen machen, dafür aber wird das Department mit Sicherheit kein Touri-Schuppen werden, wie so manch anderer „Szene“ Club in Berlin und wenn einen Louis Vuitton Handtaschchen - in Haufen auf dem Dancefloor rumliegend -nicht stören, ist man im Kuppelsaal des Postfuhramt wohl goldrichtig. Das Department wird es nur für etwa ein Jahr geben, danach wird das denkmalgeschützte Gebäude wohl endgültig saniert. Geöffnet ist in der Auguststrasse 5 a nur einmal die Woche und zwar am Samstag. Bis 23 Uhr nur als Restaurant und im Anschluss dann als Club. Auch hier hat sich nix geändert…
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Dit is Hauptstadt – nicht nur irgendwo jeden Tag irgend eine Filmpremiere, sondern auch immer öfters kleine Geheim-Gigs international nicht gerade unbekannter Bands. So gab es gestern im nhow Hotel einen „nicht in die Steckdose eingesteckten“ Gig von Skunk Anansie zu erleben, die dort ihr heute neu erscheinendes Album Black Traffic vor vielleicht 150 Gästen vorstellte. Die in den 90ern immer kahlköpfige Frontfrau Deborah Anne Dyer („Skin“), die immer auch ein wenig wie Grace Jones wirkt(e), sorgte zu dieser Zeit mit politisch expliziten Song-Texten über Feminismus und Antirassismus sowie mit Hits wie etwa Selling Jesus
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Skurril dass ausgerechnet die Telefongesellschaften bei ihren Parties immer die ungewöhnlichsten Gäste einladen: Im März bei E-Plus konnte man zum Beispiel zusammen mit Hans-Dietrich Genscher und Haddaway feiern ( siehe http://www.wagg.de/blog.php?id=187&action=detail&action1=neu&pos=16 ) und zum Launch des Online-Kiosk Page Place, wo in der Hauptsache digitale Bücher für Tablets und Smartphones mit Android Betriebssystem downgeloadet werden können, lud die Telekom ins E-Werk, wo Markus Kavka und Oliver Korittke aus Jerry Cotton von einem Tablet-PC vorlasen und die völlig zutätowierten Haudegen live spielten. Bei letzteren konnte man auf den ersten Blick - optisch gesehen - an Bandmitglieder von Landser denken, die schon ziemlich konträr zu den eher apart gekleideten Telekom-Managern wirkten, aber mit ihrer juten Mischung irgendwo zwischen Hans Albers, 90er Jahre Böhse Onkelz-Balladen und Social Distortion konnten die Jungs aus Marzahn-Hellersdorf mit äußerst authentischer Musik und Lyrics begeistern. Textlich geht es bei Haudegen, denen eine steile Karriere vorausgesagt wird, um zeitlose Themen wie Liebe, Schmerz und Heimat…
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