Electrified! Festival: Parov Stelar Band live
fp | 11.03.2014   
Electrified!, Parov Stelar Band, live, Foto, Konzert, Lilja Bloom, wagg.de, Berlin
Nach dem musikalisch schöngetrunkenen Opening-Abend am Samstag ging es dann gestern dezent zur Parov Stelar Band, dem sicherlich interessantesten Act des Electrified! Festivals. Der Gig der Godfahter of Electroswing war dann auch das einzige Konzert des kontrovers diskutierten VW-Festivals, welches (bisher) restlos ausverkauft war, was eigentlich auch wenig verwunderlich ist, da Parov Stelar sicherlich der einzige Act sind, die vom Hauptstadt-Techno-Einheitsbrei der anderen Artists abweichen und die man nicht gefühlt jedes Wochenende irgendwo in Berlin live sehen kann. Live ging dann bei Parov Stelar auch jut die Post ab und die KidsFans pogten und schrien jede Textzeile textsicher mit und man kam sich schon halb wie aufn Punk Konzert vor, was bei der 20er und 30er Jahre inspirierten und elektronisch unterlegten Jazzmusik doch recht skurril wirkte.



Electrified!, Parov Stelar Band, live, Foto, Konzert, Lilja Bloom, wagg.de, Berlin
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Kuul dabei auch, dass Parov Stelar Null Playback spielen und alles noch schön handmade gesungen und instrumentiert wird, was ja bei den meisten JusticeKnöpfchenndreher-„Bands“ nicht unbedingt gang und gebe ist, aber noch viel kuuler sind eigentlich die ganzen YouTube-Fan-Videos



die bereits millionenfach im Mitmachnetz angeklickt wurden. Fazit des Abends: Wo war eigentlich Henri de Winter =D
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Kategorie: Musik

Electrified!, Parov Stelar Band, live, Foto, Konzert, Lilja Bloom, wagg.de, Berlin
Der Lack bei der Fashion Week ist ja schon länger ab, jedes Mal die gleichen Labels, immer mehr „Berlin Tag und Nacht“ Publikum bei den Schauen und seit alle großen Modemarken der Hauptstadt den Rücken gekehrt haben, gibt es auch kaum noch gute glam-Partys. Seit einiger Zeit gibt es noch die Berlin Alternative Fashion Week, die Alternative zum Alkoholismus ist schließlich auch die Trunksucht. Bei der BAFW setzt der schrille Design-Nachwuchs die Akzente und die Leidenschaft und Liebe für Fashion soll bei der alternativen Modewoche wieder mehr im Fokus stehen.
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Bei dem Jahrhundert-Sommer dieses Jahr gibt es heute natürlich noch einen kühlen Festival-Tip, schließlich ist es an der Zeit sich auf der Isomatte die Bandscheiben zu ruinieren, lauwarmes Hansa Pilz zu schlürfen und "Helga ist tot" zu schreien: Hoch im Norden bei „Pütnitz an der See“ gastiert immer das kleine aber feine Pangea Festival, dass mich letztes Jahr, obwohl ich eigentlich total der Festival-Muffel bin, ziemlich faszinieren konnte. Einmal ist es kein 6666666666 Besucher-Flashmob Festival, sondern mit 5000 Besuchern recht gechillt und auf der anderen Seite konnte mich das engagierte Booking ziemlich begeistern, dass im Gegensatz zu den meisten anderen Festivals (hallo Lollapalooza =D), auch ohne die übliche Konsens-Mukke mit immer den gleichen Big-Names, Akzente setzen konnte und schließlich feiern die Ohren ja auch mit. Dieses Jahr freue ich mich besonders auf „Moop Mama“, wo das Album vom letzten Jahr bestimmt 2 Monate bei mir zuhause durchlief , ach ja und ich hab gehört, es gibt wohl auch noch ein paar letzte Restkarten abzustauben, also lieber heute zugreifen, als morgen zu spät das Leben bestrafen. Be there or be square und wir sehen uns beim Pangea im Mosh-Pit oder in der Halfpipe...
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Kunst ist ja die neue Religion unserer Gesellschaft und so ging es am Mittwoch ganz arty zu dem Performance-Spektakel von Michael Sailstorfer. Im tiefsten Weissensee wurde ein tonnenschwerer Metalbrocken, der wohl eine silberne Wolke symbolisieren sollte, von einem Kran in die Höhe gezogen und dann aus vielleicht 10 Meter Höhe wieder auf Mutter Erde geschleudert. Der freie Fall wurde ganz redundant vielleicht 20 Mal wiederholt und ich hatte irgendwie ein 9te Klasse Physikunterricht-Déjà-vu, wo man voll spannend Aufprallgeschwindigkeiten und Energieberechnungen anstellen musste. Man lernt halt immer für das Leben ;) und nach 30 Minuten Dekonstruktion und sinnloser Dekadenz war dann zum Glück
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Das Tango-Meisterwerk Tanguera begeisterte bereits weltweit das Publikum und nach 5 Jahren Abstinenz kommt es für kurze Zeit endlich wieder zurück in die Hauptstadt. Zeit, die Show voller Emotionen, heißer Tanzeinlagen und einer tragischen Geschichte auf den Brettern die die Welt bedeuten, anzuschauen: Die aufwändig inszenierte Tangoproduktion erzählt das traurige Drama der Immigrantin Giselle, die Anfang des 20. Jahrhunderts nach Buenos Aires – ins ferne Argentinien auswandert. Hoffnungsvoll und naiv betritt sie das Land der Gauchos und muss schnell Bekanntschaft mit der dunklen Realität in dem Land machen machen. In den Fängen des Mafiosi Gaudencio ist die Auswanderin gezwungen als Prostituierte in einem seiner Bordelle Dienste zu leisten. Natürlich ist auch für die nötige Portion
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Nach dem Bestseller und dem gleichnamigen Club im Cafe Burger gibt es die Russendisko von Wladimir Kaminer nun auch auf Zelluloid gebannt und wurde gestern erstmalig dem Publikum vorgestellt. Der Film erzählt zur Wendezeit die Geschichte von der Migration von drei russisch-jüdischen Auswanderern ins damalige Ost-Berlin. Zu den wenigen Pluspunkten des Feelgood-Streifen zählt der dezente Humor und die authentische Darstellung Berlins während des Umbruchs, als aus 2 Städten eine wurde und das Auffangen dieser optimistischen Aufbruchsstimmung, von der die Hauptstadt heute noch zehrt. Leider ist Russendisko mit Hauptdarsteller Matthias Schweighöfer völlig fehlbesetzt, wirkt der Schauspielstar in dem Film einfach so unrussisch, wie in etwa ein sibirischer Winter in der Sahara. Zudem entspricht der dauergrinsende Matthias Schweighöfer kaum dem subtilen Tiefgang von Wladimir Kaminers Kurzgeschichten. Irgendwie wirkt das Leben von Wladimir Kaminer und die Russendisko nur wie eine Kulisse für den omnipräsenten Schweighöfer, der sich zum x-ten Male nur wieder sich selber spielt. Das Drehbuch scheint ihm auch direkt auf den Leib geschrieben worden zu sein und Konflikte oder so etwas wie Spannung ist Null vorhanden, der Film plätschert die ganze Zeit sinnlos vor sich hin und um die namensgebende Tanzveranstaltung im Cafe Burger geht es in den letzten 5 Minuten auch nur am Rande.
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