Premiere Romeo&Juliet - A Classic Rock Ballet +++ Sixt Party ITB mit Heino live
fp | 05.03.2014   
Sixt Party ITB, Regine Sixt, Erich Sixt, Heino, Premiere Romeo&Juliet - A Classic Rock Ballet, Foto, Berlin, wagg.de
Nach sage und schreibe vier Tagen Ausgehabstinenz stand gestern Abend mal wieder Kultur auf dem Programm und so ging es „janz“ hochkulturell zur Premiere des Rock Ballet „Romeo and Juliet“ in den Admiralspalast. „Romeo and Juliet“ ist natürlich an den sentimentalen Bühnenklassiker „Romeo und Julia“ angelehnt und auf den Brettern, die die Welt bedeuten, gab es atemberaubende Choreografien und, so wie es sein muss, herzzerreißenden Kitsch bis der Notarzt kommt anzuschauen. Musikalisch gesehen, wäre zwar eine Umbenennung in „Classic Pop Ballet“ angebracht, denn was Popschnulzen von Bruno Mars, Lady Gaga, David Guetta (würg) oder Katy Perry mit klassischem Rock zu tun haben, erschließt sich nicht wirklich – geschenkt! – denn die bewegende Inszenierung relativiert den streckenweise ausbaufähigen Musik-Mix. Was kann unerträglichen Seelen- und Liebesschmerz besser zum Ausdruck bringen als der menschliche Körper – wenn er den sterbenden Schwan tanzt. So gab es nach dem finalen Todes-Massaker auch frenetischen Applaus von Seiten des Publikums und nach der kuulen Rocky Horror Picture Show vor ein paar Jahren ist „Romeo and Juliet“ endlich mal wieder ein sehenswertes Bühnenstück im Admiralspalast geworden. Noch bis zum 09.04. gastiert „Romeo and Juliet“ in der Hauptstadt und Tickets können u.a. hier erworben werden.




Sixt Party ITB, Regine Sixt, Erich Sixt, Heino, Premiere Romeo&Juliet - A Classic Rock Ballet, Foto, Berlin, wagg.de
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Nach der griechischenmelodramatischen Tragödie war es dann an der Zeit wieder auf andere Gedanken (und endlich auf die Rock-Kosten) zu kommen und so ging es im Anschluss nicht zum mittlerweile totgehypten Edeka-Liechtenstein, sondern lieber zum wahren Heino, der bei der jährlichen Sixt-Party aufspielte. Vor Ort, im Goya wurden die geladenen Gäste zunächst persönlich von Regine und Erich Sixt per Handschlag begrüßt und dann spielte sich der urige Schlager-Barde durch sein 50 jähriges Repertoire, wobei natürlich die Ärzte



und Rammstein-Cover



am kuulsten kamen. Jahrzehntelang fungierte der Sänger mit der markanten Sonnenbrille und dem gelben Seitenscheitel ja als musikalisches Hassobjekt Nummer Eins; als Inbegriff deutscher Spießigkeit, bei dessen Songs man spontan an die miefige Kohl-Ära, Wandschränke aus deutscher Eiche oder Polonaise im Altersheim denken musste. Vergessen – vorbei - alles Gestern - denn seit seinem genialen Cover-Album „Mit freundlichen Grüßen" hat der Barde mit dem rollenden Rrrr und dem tiefen Bariton den Spieß einfach umgedreht und einfach mal alle Anti-Spiesser Bands gecovert und ist seitdem nicht nur gesellschaftsfähig, sondern auch direkt Kult geworden und hat sich wohl mit den meisten, die ihn früher verachtet, verlacht oder ignoriert haben, ausgesöhnt. So spielte der 75 jährige Rock-Opa letztes Jahr sogar beim Wacken-Open-Air mit Rammstein zusammen und brachte auch bei der gestrigen Sixt-Party jut Stimmung in die Bude.

Fazit des Abends: einmal Rock Ballet ohne Pommesgabel und einmal Heino mit RocknRoll-Schranke...

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Kategorie: Musik, Lifestyle

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Alles hat ja bekanntlich seine Zeit und so ist es schon einige Jahre her, dass ich das letzte Mal im Weekend war. Ganz früher war das Weekend mal ein stylischer Mitte-Szene Club, wo es auf und ab nur mit dem Fahrstuhl, inklusive Liftboy, ging und man im Rausch der Musik in die Sonnenaufgänge reintanzte. Irgendwann kamen dann Touristen, Abiturienten und Lieschen Müller und ich verlor den Club im "Haus des Reisens" aus den Augen und hatte so auch gar nicht mitbekommen, dass zwischenzeitlich sogar zu war. Nun startet der Club mit neuem Konzept wieder durch und lud zum großen Opening auf die Dachterasse, was sich die üblichen Szene-Verdächtigen natürlich nicht zweimal sagen ließen und so wurde die Neueröffnung zum großen Bussi hier und Bussi da Klassentreffen. Über das neue Club-Konzept kann man jedenfalls ziemlich gespannt sein, denn, ich zitiere mal aus einem Tagesspiegel-Artikel, sind Studenten und Easyjetsetter nun unerwünscht, im Gegensatz zu Ü-40-Touristen die ihre 20 € Taxi-Rechnung begleichen können, denn „Wir sind ein Fünf-Sterne-Club für Berlinbesucher“ so Club-Betreiber Marcus Trojan wörtlich zitiert. Sympathisch hört sich anders an, aber auf jeden Fall mal was anderes, als immer nur bei den ganzen Bretterbuden-Raves abzuhängen. Nach so viel Glam, Luxus und Dekadenz ging es dann aber noch unprätentiös weiter zu nem juten Punk Konzi - ganz standesbewußt aufn Fahrrad.
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Als passionierter Schach Spieler war die Uraufführung des Chess-Dramas Pawn Sacrifice natürlich ein Pflichttermin, das am Freitag im kühlsten Kino Berlins, dem International, groß Premiere feierte. Im Kino kam ich zunächst aus dem Staunen nicht mehr heraus, als nicht nur der aktuelle Schachweltmeister Magnus Carlsen mal eben vorbeischaute, sondern auch Schachlegende Boris Spasski zugegen war, der anno 1972 das in die Schach-History eingegangene, legendäre Match des Jahrhunderts gegen Bobby Fischer spielte. Um dieses spektakuläre Schachmatch geht es auch in dem Biopic-Streifen über Bobby Fischer, dem Schach-Ausnahmespieler des 20. Jahrhunderts, der nicht nur cineastisch gelungen, sondern auch für nicht Schach-Fans äußerst interessant geworden ist.
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Nach dem Party-Marathon während der Berlinale konnte ich nun endlich meinen ersten Film während des Film-Festivals sehen, denn beim 99 Fire Film Award wurden die Finalisten-Filme des Wettbewerbs in voller - 99 Sekunden langer – Länge ausgestrahlt. Bei dem Award geht es darum in 99 Stunden einen 99 Sekunden langen Film zu konzipieren, zu drehen und zu schneiden. Vom Studenten zum Hobbyregisseur bis zum Filmverrückten darf prinzipiell jeder an dem Wettbewerb partizipieren und dem Sieger winken stolze 9999,99 € Sieger-Prämie. Den Gewinner des 99 Fire Film Award Wettbewerbs bestimmte eine illustre Fach-Jury der u.a. die Schauspieler Anna Maria Mühe, Wotan Wilke Möhring, Bettina Zimmermann und Ursula Karven angehörten. Es konnte schließlich nur einen Gewinner des Awards geben, trotzdem schien bei den zahlreichen Nicht-Gewinnern der olympische Gedanke zu dominieren, denn im Anschluss wurde noch ausgiebig gefeiert, wobei es noch einen irgendwie sentimentalen Selig-Gig gab und wo ich überhaupt nicht wusste, dass die noch leben ;) Die sehenswerten Gewinner-Filme kann man sich übrigens hier anschauen http://www.99fire-films.de/reviews.html
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Man kann ja nicht immer nur raven gehen, schließlich besteht das Leben auch nicht nur aus 4/4 Takt und Bass Drum und so gab es gestern Abend stattdessen ein lustiges Adoleszenz-Revival. In der wahrscheinlich besten Stadt der Welt gastierte das Pirate Satellite Festival, wo 7 oder 8 nicht so mega bekannte Ami-Punk Bands zockten. Wie immer viel zu spät wurden die ersten zwei oder drei Combos erstmal verpasst, aber die Masse an Bands Flaterate hintereinander durchzugucken ist ja auch echt hardcore und ich wundere mich wirklich immer wieder, wie Alle diese ganzen Festivals im Sommer durchhalten und tagelang jemand beim rumhüpfen auf der Bühne zuschauen, ohne dabei vor Langweile zu sterben. Ich geh da lieber ins Süssi oder zu den voll legalen Schwerelos Open Airs, aber muss ja schließlich jeder selber wissen, wie er seinen Freizeitstress verbringt. Zum Glück gab es bei dem Pirate Satellite aber 2 Bühnen, so dass es wenigstens kein nervtötendes Soundchecking gab und wenn die eine Band fertig war, ging es beim anderen Stage direkt weiter.
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Nach 10000 Konzerten in der letzten Zeit war es auch mal wieder an der Zeit für einen entspannten Kinoabend und so wurde gestern Abend dezent bei Ich und Kaminski vorbeigeschaut, einer Tragik-Komödie über einen blinden Maler und die wirren des Kunst-Business. Groß Uraufführung wurde im cineastischen Delphi gefeiert und nachdem Schauspieler und Crew glamourös über den roten Teppich flaniert waren und die Leinwand freigegeben wurde, gab einen recht ambivalenten Film zu gucken: Zunächst beginnt der neue Streifen von Wolfgang Becker („Good Bye, Lenin!“) furios, es wird wie bei Fraktus eine unterhaltsame Retrospektive über den fiktiven Maler Manuel Kaminski gezeigt und seine Bedeutung für die Klassischen Moderne und Pop-Art illustriert, um dann, wie bei Fraktus übrigens auch, total abzuschmieren.
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