Fashion-Week 2014 / Tag 2: Esther Perbandt "Grotesque" – 10th Anniversary Runwayshow
ag | 20.01.2014   
Fashion-Week 2014 / Tag 2: Esther Perbandt, Veruschka Gräfin von Lehndorff, Alexander Scheer, Rolf Zacher, Esther Perbandt, wagg.de, Foto, Berlin
Zum 10. Jubiläum der Avantgarde-Designerin Esther Perbandt fand am Mittwoch Abend eine ganz besondere Modenschau in der Berliner Volksbühne statt. Wer die Erwartung hegte, eine "normale" Runwayshow (Spotlights an, Musik vom Band, dürre, junge Models laufen in Reih und Glied den Laufsteg entlang) zu besuchen, wurde definitiv überrascht.

Schon zu Beginn der Show wurde das Publikum von einer ungewöhnlichen Geräuschkulisse irritiert. Eine Art Chor gab auf der Bühne alle möglichen Töne von sich - aber es war definitiv kein Gesang. Plötzlich tauchte eine unheimlich tanzende "Gestalt" auf und bewegte sich zu dem Zischen, Ahhheen und Ooooohhhen des Chors und den dazu gemischten Beats eines DJs, welcher sich ebenfalls auf der Bühne befand. Etwas Gänsehaut kam bei dieser Vorführung schon auf und man fragte sich: What the fu**?



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Doch ich denke, genau das war die Intention hinter der seltsamen Inszenierung, inspiriert von der Performance-Künstlerin Valeska Gert (die Gestalt). Angeregt von der androgyn wirkenden Valeska, kreierte Esther Perbandt ihre Jubiläumskollektion unter dem Thema "Grotesque". Mit der neuen Herbst-Winterkollektion gelingt es der Designerin zu überraschen und vor allem die Stärke und Individualität des Trägers zu betonen.
Als die eigentliche Runwayshow anfing, fiel schnell auf, dass sich Esther Perbandt ihre Models gezielt unter dem Gesichtspunkt "Persönlichkeit und Wiedererkennung" ausgesucht hatte. Es liefen Männer sowie Frauen über den Laufsteg; jung und alt, glatt und markant - darunter auch der Freund der Designerin, Alexander Scheer. Die Show war regelrecht erfrischend anzusehen, mit Humor und Bewegung, im Vergleich zu den etlichen "Standard-"Shows der Fashionweek. Das Publikum applaudierte bei den "Auftritten" der Models und die Designerin wurde mit Blumenstrauß, Konfetti und Jubel gefeiert für ihr 10 jähriges Mitwirken in der Modewelt. Alles in allem ein gelungener Abend.
Dazu ist eigentlich nur noch eins zu sagen: Gratulation zum 10 Jährigen liebe Esther! Auf viele spannende Kollektionen in den kommenden Jahren!
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Kategorie: Lifestyle

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Kunst ist ja die neue Religion unserer Gesellschaft und so ging es am Mittwoch ganz arty zu dem Performance-Spektakel von Michael Sailstorfer. Im tiefsten Weissensee wurde ein tonnenschwerer Metalbrocken, der wohl eine silberne Wolke symbolisieren sollte, von einem Kran in die Höhe gezogen und dann aus vielleicht 10 Meter Höhe wieder auf Mutter Erde geschleudert. Der freie Fall wurde ganz redundant vielleicht 20 Mal wiederholt und ich hatte irgendwie ein 9te Klasse Physikunterricht-Déjà-vu, wo man voll spannend Aufprallgeschwindigkeiten und Energieberechnungen anstellen musste. Man lernt halt immer für das Leben ;) und nach 30 Minuten Dekonstruktion und sinnloser Dekadenz war dann zum Glück
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In circa 3 Wochen steht die Hauptstadt ja wieder ganz im Bann der Mode und zahlreicher Fashion Partys und einen schönen Vorgeschmack darauf gab es bereits gestern Abend am Tauenzien, wo bei dem Opening der Forever 21 und Pull & Bear Stores schon die ganzen ModemädchenModeopfer wieder los waren. Ganz girl-like wurden die ganzen Looks dann auch gleich durchprobiert, zu Sekt und Mojitos die neusten Trends diskutiert und sogar die Kaufhausmusik war mal richtig geschmackvoll, denn die geladen Gäste wurden mit „Schwartz dont Crack“, „Lary“ und „French Horn Rebellion“ schön bespasst, so dass man gar nicht mehr zu Rock am Ring oder gar in einen langweiligen Club düsen musste.
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Während der Fashion-Week werden die Shows von Guido Maria Kretschmer mittlerweile ja buchstäblich überrannt und so war es gestern Abend mal ein schönes Erlebnis, eine Modenschau des Stardesigners in vergleichsweise entspannten Rahmen erleben zu dürfen. Vor rund 400 geladenen Gästen präsentierte der Modeschöpfer im Labels2 seine neue Kollektion Guido Maria Kretschmer für eBay, die wie der Name richtig suggeriert, in Kooperation mit dem Online-Marktplatz entstand. So gab es diesmal auf dem Laufsteg auch keine unerschwinglichen Gala-Roben zu bewundern, sondern sommerliche und recht alltagstauglich aber elegant gehaltene Entwürfe im 70er und 80er Tommy Hilfiger- „All- American Style“ zu sehen. Der Clou der Sommerkollektion: Ebay-Nutzer können für ihre Lieblingsteile Online voten und die 11 beliebtesten Entwürfe werden dann produziert und exklusiv über eBay zu H&M Preisen verkauft, so dass sich auch weniger betuchten „Guido“-Fans ein echtes „GMK“ Teil in den Kleiderschrank hängen können.
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Gestern Abend war mal wieder Kino angesagt und es ging zur Premiere von “Ummah - Unter Freunden“. Der arabische Begriff „Umma“ bezeichnet die religiöse Gemeinschaft der Muslime und in dem Debütfilm von Cüneyt Kaya geht es dann auch um islamische Lebensweisen in Deutschland und spielt in Neukölln. Kontroverse Themen wie Islamismus, Migrantenkriminalität, Islamkritik, ein sich quer durchs Land mordender Verfassungsschutz sowie eine Portion Rechtsradikalismus werden dabei in einem Topf verrührt und alles wird wild miteinander vermischt. Bei der Themenvielfalt nimmt der Streifen dann wenig Rücksicht auf politisch korrekte Befindlichkeiten, zum Beispiel wird die Kopftuchproblematik oder die religiöse Intoleranz im Islam angerissen, wirklich neue Erkenntnisse in Bezug zur aktuellen Islamdebatte werden aber nicht aufgezeigt. So wirkt der Streifen dann ein wenig wie eine Spielfilm-Talkshow, wo die Pro- und Contra Argumente nur so hin und herfliegen, wobei aber auf eine klare Position oder eine wertende Aussage verzichtet wird. Interessant und authentisch dabei die Skizzierung des muslimischen Milieus, die zahlreichen Culture-Clash-Szenen, weniger die verschwörungstheoriedurchzogene Darstellung des Verfassungsschutzes, welche den Film dann auch völlig unnötig in die Länge zieht. Der Cast agiert in dem Streifen weites gehend souverän, wobei aber Hauptdarsteller Frederik Lau auch mal eine andere Rolle als den lakonisch-verpeilten Bauchmenschen spielen könnte.
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Der Start der Modewoche stand erstmal ganz im Zeichen der Reduktion, weniger ist ja bekanntlich auch mehr und im Umkehrschluss kann ein Hauch von „Nichts“ auch alles sein. So ging es statt zur Hype-DandyDiary-Flashmob-Party (laaaangweilig =D) lieber lasziv zur SexToy-Startup-Sause von Amorelie, die schon letztes Jahr im weekend 666 prozentig überzeugen konnte. Vor Ort im ansonsten furchtbaren „Tube Station“ wurde sich erstmal für die Fashion-Week in Form gebracht und leckere Burger auf dem Catwalk gefuttert (auch mal ein Novum =D) und noch viel leckere Drinks geschlürft und dann schwelte auch schon der Puls in die Hemisphäre, als die Agent Provocateur-Style Fashion Show begann, wo sich die weiblichen Gäste kurioserweise mehr begeistert von dem Luxus-Lingerie zeigten als das schüchterne starke Geschlecht.
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