Premiere Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt +++ Privatparty@Trust
fp | 22.10.2013   
Premiere Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt, Philipp Rösler, Rainer Meifert, Daniel Brühl, Tom Schilling, Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Rolf Scheider, Trust, Bar, Berlin, wagg.de, Foto
So wie immer ging die Woche am Montag gleich wieder mit Vollgas los: Am frühen Abend ging es zunächst zur „WikiLeaks“ Premiere in die Kulturbrauerei, wo es sogar richtig staatstragend wurde, denn auch unser (leider ;)) scheidender Minister Philipp Rösler (FDP) wollte sich den Film über die Enthüllungsplattform nicht entgehen lassen. Auf der Kinoleinwand gab es dann einen recht langatmigen Film über die eigentlich gar nicht mal so uninteressante Geschichte von WikiLeaks, „Whistleblowern“ , „Leaks“ und natürlich Julian Assange zu sehen, wobei zahlreiche kontroverse Themen wie der freie Zugang und die Authentizität von Informationen oder die Anonymität und die fehlende Kontrolle von WikiLeaks angerissen wurden.



Premiere Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt, Philipp Rösler, Rainer Meifert, Daniel Brühl, Tom Schilling, Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Rolf Scheider, Trust, Bar, Berlin, wagg.de, Foto
Premiere Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt, Philipp Rösler, Rainer Meifert, Daniel Brühl, Tom Schilling, Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Rolf Scheider, Trust, Bar, Berlin, wagg.de, Foto
Premiere Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt, Philipp Rösler, Rainer Meifert, Daniel Brühl, Tom Schilling, Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Rolf Scheider, Trust, Bar, Berlin, wagg.de, Foto
Premiere Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt, Philipp Rösler, Rainer Meifert, Daniel Brühl, Tom Schilling, Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Rolf Scheider, Trust, Bar, Berlin, wagg.de, Foto
Dabei wirkt „Inside WikiLeaks“ ein wenig wie eine bessere Doku, unfreiwillig Lustig ist lediglich, dass mehr oder weniger alle Hacker Film-Klischees bedient werden, vom kauzigen und in einem dunklen Raum mit lauter Bildschirmen vor sich hinvegetierenden Geek, der auch noch den ganzen Tag im IRC chattet und sich durch seine Hacks ständig in Schwierigkeiten bringt ist wirklich alles dabei. So plätschert der Streifen von „Leak“ zu „Leak“ dahin und die Figuren (u.a. Daniel Brühl, Benedict Cumberbatch) bleiben trotz theatralischen Schauspiel irgendwie blass und plakativ und man erfährt auch nur wenig über Beweggründe oder Motivation der Aktivisten. „Inside WikiLeaks“ kann man sich sicher gut zum Einstieg in die Thematik anschauen, wer aber die Ereignisse und Kontroverse um WikiLeaks mitverfolgt hat, wird in der Verfilmung wohl nur wenige neue Denkanstöße oder Sichtweisen erfahren. Kinostart ist am 31.10. und in den Trailer reinschauen kann man hier



Im Anschluss stand dann Party-„Leak“ auf dem Programm und es wurde noch im Trust bei einem privaten Geburtstag vorbeigeschaut. In dem Club mit der angeblich härtesten Tür Berlins war dann jut Abriss angesagt und wer muss am nächsten morgen auch schon früh aufstehen?…

Premiere Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt, Philipp Rösler, Rainer Meifert, Daniel Brühl, Tom Schilling, Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Rolf Scheider, Trust, Bar, Berlin, wagg.de, Foto
Premiere Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt, Philipp Rösler, Rainer Meifert, Daniel Brühl, Tom Schilling, Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Rolf Scheider, Trust, Bar, Berlin, wagg.de, Foto
Premiere Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt, Philipp Rösler, Rainer Meifert, Daniel Brühl, Tom Schilling, Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Rolf Scheider, Trust, Bar, Berlin, wagg.de, Foto
Premiere Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt, Philipp Rösler, Rainer Meifert, Daniel Brühl, Tom Schilling, Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Rolf Scheider, Trust, Bar, Berlin, wagg.de, Foto
hier gehts zur Fotogalerie


Kategorie: Film, Lifestyle

Premiere Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt, Philipp Rösler, Rainer Meifert, Daniel Brühl, Tom Schilling, Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Rolf Scheider, Trust, Bar, Berlin, wagg.de, Foto
Ordentlich minderjähriger Kreischalarm war im UCI in Neukölle letzten Freitag angesagt, als Elyas M’Barek und Josefine Preuß dem Berliner Publikum ihre neue Komödie Türkisch für Anfänger präsentierten. Die Kino-Adaptionen der erfolgreichen TV-Serie ist Regisseur Bora Dagtekin erstaunlich gut gelungen, denn die Integrations-Komödie ist schön politisch unkorrekt geworden: türkische pseudo Gangsta-Rapper a la Bushido, debile 68er/Esoterik Eltern und Öko-Emanzen in der Pubertät bekommen im Minutentakt so ihr Fett ab, dass die Lachmuskeln der Zuschauer schön strapaziert werden. Neben dem amüsanten Krieg der Geschlechter und Kulturen, der Deutsch-Türkische Klischees und Vorurteile sicherlich gewaltig durcheinander würfeln dürfte, werden dem Zuschauer zwar kurzweilige aber auch gut unterhaltende 110 Film-Minuten geboten. Türkisch für Anfänger lauft bereits seit letzten Donnerstag in den Kinos und konnte gleich einen Start nach Maß hinlegen, denn über 420.000 Besucher ließen sich das am ersten Wochenende nicht entgehen und lösten bereits eine Kinokarte. So konnte der Streifen gleich die Spitze der deutschen sowie österreichischen Kinocharts erobern. Altersfreigabe ist 12 Jahre was bei dem Soundtrack zum Streifen „Nutten am Pool“ und dem Ghetto-Slang ("bitch", "uhrensohn", "Schlampe" usw.) im Film doch etwas verwundert
Premiere Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt, Philipp Rösler, Rainer Meifert, Daniel Brühl, Tom Schilling, Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Rolf Scheider, Trust, Bar, Berlin, wagg.de, Foto
Donnerstag hat es nicht nur Hunde und Katzen geregnet, sondern es wurde auch noch direkt arty: Im Kraftwerk Rummelsburg feierte die Art-Initiative no commission Premiere , wo es darum geht, dass Künstler ihre Werke ohne Kommission verkaufen können. Finden wir definitiv ein spitzen Projekt, wo Galeristen und Kuratoren immer mehr die Wohnungsmakler des Kunst-Business werden, die, wie Pickel im Gesicht, eigentlich kein Mensch braucht.
Premiere Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt, Philipp Rösler, Rainer Meifert, Daniel Brühl, Tom Schilling, Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Rolf Scheider, Trust, Bar, Berlin, wagg.de, Foto
Nach dem Party-Marathon am Vortag wollte ich nicht wieder alle Schauen schwänzen, zumal ich diesmal nur aus dem Haus rauslaufen brauchte um zum circa 5 Minuten von mir entfernten Kaufhaus Jahndorf zu gelangen. So ging es am Dienstag ganz unverkatert, without hangover und natürlich top fit zur Holyghost Show. Die neue Fashion-Week-Location gefällt mir übrigens super, ich mag den morbiden und vom Verfall gezeichneten Charme des Kaufhaus Jahndorf, wo man an der Vorderfront sogar noch zahlreiche Einschusslöcher aus der Schlacht um Berlin von anno 1945 bewundern kann. Ich hoffte nur insgeheim, dass das extrem baufällig wirkende Gebäude nicht bei der Schau urplötzlich zusammenkrachen würde, aber wie du an diesen Zeilen erkennen wirst, bin ich dem Tot noch einmal von der Schippe gesprungen.
Premiere Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt, Philipp Rösler, Rainer Meifert, Daniel Brühl, Tom Schilling, Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Rolf Scheider, Trust, Bar, Berlin, wagg.de, Foto
Letzten Donnerstag stellte ja Jim Jarmusch seinen neunen Kinofilm im Kino International vor und auch wenn das Feuilleton, debile Filmkritiker oder 21 jährige Kunststudenten was anderes erzählen werden, „Only Lovers left Alive“ ist ein eher schwächerer Film des renommierten Independentfilmers geworden. Nach zahlreichen wirklich kuulen Filmen wie „Night on Earth“, „Coffee and Cigarettes“, „Dead Man“ usw. gibt es bei „Only Lovers left Alive“ eine pseudointellektuell dahinplätschernde Vampirgeschichte mit bedeutungsschwangeren Dialogen zu sehen, die weder berührt noch unterhält und bei der ich genauso wie bei „2001: Odyssee im Weltraum“ circa 10 mal eingenickt bin. Only Lovers left Alive ist für einen Kinofilm einfach viel zu „Arty“ und kopflastig geworden und so ziemlich frei von allem was bei Vampir Filmen irgendwie Spaß macht, so gibt es weder schönen Jump-Scare-Horror, noch Action oder gar Splatter und wahrscheinlich ist leider Zielgruppenschrott wie „Twilight“ noch unfreiwillig lustiger anzuschauen als der neue Streifen des Kult-Regisseurs. Trotzdem kam das Publikum nach der Filmvorstellung doch noch auf seine Horrorshock-Kosten, denn die 4 Film-Bands, inklusive des Maestro, spielten noch live im Tresor auf und es bestätigte sich wieder einmal das alte Vorurteil, dass Filmmenschen doch bitte die Finger von Musikinstrumenten und Mikrofonen lassen sollten, denn Jim Jarmusch kann überhaupt nicht singen und seine Band „Sqürl“ klingt wie eine Mischung aus Sonic Youth für arme und einer Schülerband.
Premiere Inside WikiLeaks - Die fünfte Gewalt, Philipp Rösler, Rainer Meifert, Daniel Brühl, Tom Schilling, Wilson Gonzalez Ochsenknecht, Rolf Scheider, Trust, Bar, Berlin, wagg.de, Foto
Es ist schon atemberaubend anzuschauen wie sich Berlins Mitte fast täglich verändert und nebenbei unaufhörlich gentrifiziert wird. Auf der einen Seite verschwinden die ganzen originellen Orte für die der sogenannte Mitte-Mythos einstmals Pate stand und geht einher mit kultureller Verödung, Touristenmassen und Pub-Crawls. Doch die Hauptstadt kann ja nicht ewig arm aber sexy bleiben und dort wo altes verschwindet und neues entsteht gibt es in der Regel auch immer viel zu feiern. So wurde die Mitte Berlins gestern Abend gleich von 2 Welt-Konzernen bespaßt, so dass die üblichen local-Berliner nicht in einer gentrifizierten Touri-Bar abhängen mussten ;). Einmal öffnete in der Münzstraße ein neuer Porsche-Design Store seine Pforten und circa 200 Meter weiter stellte Microsoft sein neues Windows Phone 8 vor.
follow us on instafame :)