Opening Bar 111
fp | 02.04.2013   
Opening Bar 111, Julian F.M. Stoeckel, Schönhauser Allee 10, Berlin, Foto, wagg.de
Während der Auferstehung Jesu Christi-Gedächtnisfeier wurde sich natürlich streng an das geltende Tanzverbot gehalten und die Tage besinnlich verbracht. So ging es lediglich letzten Donnerstag zum feucht fröhlichen Opening der Bar 111 in der Schönhauser Allee 10, wo zu free Drinks und minimalistischen Beats bis in die frühen Morgenstunden gegen das Tanzverbot verstoßen wurde. Die Bar 111 liegt gleich neben dem White Trash und Platoon und von Sonntag bis Donnerstag ist dort normal Bar und am Wochenende wird mit DJs gefeiert.



Opening Bar 111, Julian F.M. Stoeckel, Schönhauser Allee 10, Berlin, Foto, wagg.de
Opening Bar 111, Julian F.M. Stoeckel, Schönhauser Allee 10, Berlin, Foto, wagg.de
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Opening Bar 111, Julian F.M. Stoeckel, Schönhauser Allee 10, Berlin, Foto, wagg.de
Könnte auch für den „Berliner“ was werden, vorausgesetzt dass nicht nur auf das Pub-Crawl-Touri-Pferd gesetzt wird…

Opening Bar 111, Julian F.M. Stoeckel, Schönhauser Allee 10, Berlin, Foto, wagg.de
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Kategorie: Lifestyle, Musik

Opening Bar 111, Julian F.M. Stoeckel, Schönhauser Allee 10, Berlin, Foto, wagg.de
Die Mode kommt ja nie aus der Mode und so ging es gestern noch ganz blingbling in den „Haubentaucher“ zur Fashion-Week-Pool-Sause von „Coca Cola“, die im Gegensatz zu diversen Flashmob-Partys während der Modewoche immer recht entspannt ist und wo, wie schon beim letzten Mal, immer ein jutes DJ-Line-Up aufgefahren wird.
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Letzten Mittwoch ging es mal wieder ins Kino zur Premiere von 3096 Tage und es gab wirklich harte Kost zu sehen. In dem krassen Psychodrama wird die bekannte Entführungsgeschichte von Natascha Kampusch nachkonstruiert und dabei reiht sich eine kaum erträgliche Szene an die nächste. Erzählt wird das auf wahren Begebenheiten beruhende Martyrium der jungen Österreicherin, die mit 10 Jahren entführt und in einem Kellerverlies achteinhalb Jahre wie ein Tier gefangen gehalten und missbrauchst wurde. Basieren tut der Film auf der Autobiografie von Natascha Kampusch selbst, die in ihrem Buch die Gefangenschaft verarbeitet und den Film auch abgesegnet hat. Zu der heftigen Handlung kommt hinzu, dass 3096 Tage auch noch das letzte Film-Projekt von Bernd Eichinger war, der bis zu seinem Tot an dem Drehbuch geschrieben hatte. Die Täter-Opfer-Beziehung steht im Mittelpunkt des Dramas, die durch die guten Hauptdarsteller Amelia Pidgeon, Antonia Campbell-Hughes und Thure Lindhardt sowie Kamera-Legende Michael Ballhaus beklemmend authentisch in Szene gesetzt wird. Für einen entspannten Popkorn-Kinobesuch ist 3096 Tage sicherlich wenig geeignet, aber durch die bewegende Handlung und dargestellten menschlichen Abgründe ist der Film absolut sehenswert und leider auch noch interessant.
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Weil man während der Berlinale ja als Normalsterblicher nie zum Filmeanschauen kommt ;), ging es dann letzten Freitag endlich mal wieder ins Kino zur Premiere des türkischen Arthaus-Films The Butterflys Dream - Kelebegin Rüyasi!. Wie immer zu spät wurde der rote Teppich verpasst, wo urig viele türkische Teenie-Mädchen kreischten, da in der Hauptrolle des Streifens der türkische Soap-Superstar Kıvanç Tatlıtuğ zu sehen ist.
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Letzten Donnerstag stellte ja Jim Jarmusch seinen neunen Kinofilm im Kino International vor und auch wenn das Feuilleton, debile Filmkritiker oder 21 jährige Kunststudenten was anderes erzählen werden, „Only Lovers left Alive“ ist ein eher schwächerer Film des renommierten Independentfilmers geworden. Nach zahlreichen wirklich kuulen Filmen wie „Night on Earth“, „Coffee and Cigarettes“, „Dead Man“ usw. gibt es bei „Only Lovers left Alive“ eine pseudointellektuell dahinplätschernde Vampirgeschichte mit bedeutungsschwangeren Dialogen zu sehen, die weder berührt noch unterhält und bei der ich genauso wie bei „2001: Odyssee im Weltraum“ circa 10 mal eingenickt bin. Only Lovers left Alive ist für einen Kinofilm einfach viel zu „Arty“ und kopflastig geworden und so ziemlich frei von allem was bei Vampir Filmen irgendwie Spaß macht, so gibt es weder schönen Jump-Scare-Horror, noch Action oder gar Splatter und wahrscheinlich ist leider Zielgruppenschrott wie „Twilight“ noch unfreiwillig lustiger anzuschauen als der neue Streifen des Kult-Regisseurs. Trotzdem kam das Publikum nach der Filmvorstellung doch noch auf seine Horrorshock-Kosten, denn die 4 Film-Bands, inklusive des Maestro, spielten noch live im Tresor auf und es bestätigte sich wieder einmal das alte Vorurteil, dass Filmmenschen doch bitte die Finger von Musikinstrumenten und Mikrofonen lassen sollten, denn Jim Jarmusch kann überhaupt nicht singen und seine Band „Sqürl“ klingt wie eine Mischung aus Sonic Youth für arme und einer Schülerband.
Opening Bar 111, Julian F.M. Stoeckel, Schönhauser Allee 10, Berlin, Foto, wagg.de
Kurz vor dem Jesus Christus Wiegenfest raven die einen im Suicide Circus, die andern glotzen Circus Halligalli im TV und wieder andere besinnen sich auf ihre infantilen Wurzeln und schauen mal beim Roncalli Weihnachtscircus im Tempodrom vorbei. Dort war natürlich, so wie Weihnachten sein muss, heile Familienwelt angesagt und neben toller Akrobatik, Clownerie und Tierdressur mit Ponys und Hühnern übte der Zirkus natürlich eine magische Anziehungskraft auf die ganzen Kids im Publikum aus, die frenetisch die Clowns anfeuerten oder gebannt den atemberaubenden Kunststücken der Artisten zusahen. Gefallen beim Roncalli Weihnachtscircus hatte mir besonders, dass keine Wildtiere in der Manege auftraten, was ja in vielen Ländern zum Glück auch verboten ist, es aber trotzdem ein ganz klassisches Show-Programm wie zu Ur-Großmutters Zeiten gab.
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