Kegel Rave Party 2.0
fp | 12.03.2013   
Kegel Rave Party 2.0, Peter Rommel, Rainer Meifert, Ramin Moshrefi, Foto, Berlin, wagg.de
Nach dem legendären Kegel-Rave 1.0 im Januar ging es am Samstag in die 2te Runde und es wurde wieder bis morgens um 8 die Neun vollgemacht und sich natürlich ausgiebig die Füße vertreten. Vielen Dank an dieser Stelle wieder an das Bacardi Team für den Support und allen die geholfen, aufgelegt oder einfach nur da waren und hoffentlich vvviiiieeeelllll Spaß hatten.



Kegel Rave Party 2.0, Peter Rommel, Rainer Meifert, Ramin Moshrefi, Foto, Berlin, wagg.de
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Der Kegel-Gaudi wird auf jeden Fall im April in die 3te Runde gehen – watch out for Infos bis denne – peace…

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Kategorie: Lifestyle, Musik

Kegel Rave Party 2.0, Peter Rommel, Rainer Meifert, Ramin Moshrefi, Foto, Berlin, wagg.de
Nach dem großen Erfolg des Indie-Films Schwarze Schafe anno 2007 hat der Schweizer Wahlberliner Oliver Rihs nun nachgelegt und feierte gestern Abend die Premiere seines neuen Films Dating Lanzelot in der Kulturbrauerei . In der Low-Budget Internet-Dating-Komödie geht es um die gegenseitige Annäherung der Geschlechter über das World Wide Web, wobei natürlich reichlich Komik und die Sezierung verschiedener Frauentypen nicht zu kurz kommen, so dass man über feminine Psychosen, Neurosen und Fetisch-Fantasien sogar noch etwas dazulernen kann ;). Natürlich werden dabei zahlreiche Frauen-Klischees bis zum abwinken bedient und auch die eine oder andere Länge schleicht sich in den Streifen, trotz allem macht es aber Spaß Dating Lanzelot zuzuschauen, einmal wegen der flotten Inszenierung und dann durch teilweise wirklich surrealen Ideen die bis ins Bollywood-Genre reichen. Neben den überzeugenden Darstellern (u.a. Peter Weiss, Manuel Cortez, Julias Dietze) ist auch das Szenenbild thematisch stimmig, welches schön trashig und comichaft rüberkommt und ästhetisch wie eine "Web-Serie" wirkt.
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Kunst ist ja die neue Religion unserer Gesellschaft und so ging es am Mittwoch ganz arty zu dem Performance-Spektakel von Michael Sailstorfer. Im tiefsten Weissensee wurde ein tonnenschwerer Metalbrocken, der wohl eine silberne Wolke symbolisieren sollte, von einem Kran in die Höhe gezogen und dann aus vielleicht 10 Meter Höhe wieder auf Mutter Erde geschleudert. Der freie Fall wurde ganz redundant vielleicht 20 Mal wiederholt und ich hatte irgendwie ein 9te Klasse Physikunterricht-Déjà-vu, wo man voll spannend Aufprallgeschwindigkeiten und Energieberechnungen anstellen musste. Man lernt halt immer für das Leben ;) und nach 30 Minuten Dekonstruktion und sinnloser Dekadenz war dann zum Glück
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Wo jetzt immer schön die Sonne lacht und alle am See chillen und die letzten Reviews so lange her sind, ist es auch mal wieder an der Zeit für ein paar Vinyl Reviews. Der momentane Platten-Hype und der dumme RSD nerven zwar gerade, weil die Preise im Vergleich zu früher wirklich krass angestiegen sind und nen Zwani für Neuerscheinungen schon Standard geworden sind, so dass man gar nicht mehr lustig und unbeschwert wie früher diggen kann. Da kommt manchmal schon die Frage auf, ob man sich für die ganze Kohle nicht lieber ne Kiste Bier oder Rauschgift zulegt und man da nicht letztlich mehr von hat. Bei der Lollapalooza Prae-Party gab es aber zum Glück das neue Boys Noize Album vom Chef persönlich (danke Dude!), so dass einem amtlichen Bierbauch erstmal nichts im Wege steht. Das Teil heißt Presents Strictly Raw Volume 1 und kommt voll arty mit einem minimalistischen, unifarbenen und blutroten Cover daher. Von der Mukke gibt es recht zeitlosen Techno mit wenig Wiedererkennungseffekt, der weniger Hit- und „Ed Banger“ lastig wie noch das jute alte Oi, Oi, Oi Album kommt und streckenweise musste ich an die guten alten ZombieNation oder eine "Gigolo" Platte aus der Nuller-Zeit denken. So ist die Scheibe auch weniger zum zu Hause hören geeignet, da sie schon recht Club-Style ausgefallen und teilweise ist auch recht düsteres Endzeit-Geknüppel drauf, aber jede Musik hat ja bekanntlich seine Zeit und zur Primetime bei der Warehouse-Party kann man schon gudde Laune bekommen. +++ Wo ja letzte Woche das halbe World Wide Web auf Ten Walls einprügelt hat, sicherlich Homosexuelle mit Pädophilen auf eine Stufe zu stellen war unendlich dumm, aber die hyperventilierenden PC-Blockwarte allerorten nerven mit ihrer Unlogik unendlich mal mehr. Mit derselben Logik kann man nämlich gleich auch Gangster Rap oder Reggae verbieten und die ganzen Bessermenschen müssten eigentlich auch täglich vor der saudischen oder iranischen Botschaft demonstrieren. In diesen Ländern werden Schwule nämlich vom Staat im Wochenrhythmus gehängt, geköpft oder sonst wie massakriert (ich spare mir jetzt die Links, google dein bester Kumpel) und da hört man immer nada, niente, nix außer dröhnenden Schweigens. Diese Doppelmoral saugt so unendlich, zumal sich der der litauische Produzent auch entschuldigt hat. Auf jeden Fall war Walking with Elephants mein Open-Air Sommer-Hit 2014 und Ten Walls war einer der wenigen interessanten Acts auf dem ansonsten gähn-langweiligen Berlin Festival. Durch den Boykott bekommt man die Pladde wohl gerade recht günstig oder in 138 Teile zerbrochen und mich verwundert, dass sie bisher nicht auch noch indiziert wurde =D. Die Scheibe auf der nächsten Party aufgelegt sorgt mit Sicherheit für bomben Stimmung und zudem kann man bestimmt eine interessante Kontroverse über Meinungsfreiheit versus Political Correctness vom Zaun reißen, was ja bei dem ewigen Kokain-Talk auf den Raves auch mal ne nette Abwechslung sein kann und wie schon vor 200 Jahren Voltaire so treffend anmerkte: „Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.“ +++ Und Last not least noch eine Band, die wieder nur ich gut finde, eine Art best of Album von Babymetal kann man jetzt auch offiziell in Deutschland kaufen - als die-hard Fan konnte man das bisher nur für viele Yens direkt aus Japan tun. Babymetal ist eine ehemalige Casting-Band mit 3 minderjährigen Schulmädchen, die man aber nicht mit dem Dieter Bohlen Casting-Schrott hierzulande vergleichen kann und die zufällig ein neues Genre erfunden haben, den „Kawaii (japanisch liebenswert, süß, niedlich) Metal“, den ich aber eher als Manga-Metal bezeichnen würde, weil die Girls so surreal skurril wie aus einem japanischen Comic entsprungen wirken. In Japan sind die Mädels bereits Superstars und füllen riesige Stadien (aber keine Ahnung wie das mit den Handschuhen und Gitarre spielen geht =D), was vielleicht auch durch den crazy Lolita-Schulmädchen-Fetisch im Land der aufgehenden Sonne erklärbar ist, aber abgesehen davon ist einfach die Mukke goil und infantile Anime-Stimmen mit knallharten Metal zu crossovern ist einfach ganz großes Kino. Punkt! Ich kannte Babymetal bisher nur als youtube-Phänomen und von ihren kuulen Videos (guckst du hier, hier, hier, hier oder hier ) und auf der CD sind mehr oder weniger auch die selben Tracks drauf. Eine Vinyl Version gibt es meines Wissens nicht (buh!) und keine Ahnung wer heutzutage noch CDs kauft, kommt ja schon ziemlich 90er und ob Compact Discs bei der Generation Internet Sinn machen, bin ich wirklich überfragt, ich besitze jedenfalls nur noch nen CD-Laufwerk im Rechner. 100 Prozent Sinn macht aber der Gig am 27. August im Huxleys, da haben die Kawaii Metal Girls nämlich Schulferien und werden in der Hauptstadt wohl einen der ungewöhnlichsten und sicherlich sehenswertesten Konzerte 2015 spielen. Und wem das doch alles zu Hype und Mainstream mit Babymetal wird, mit PassCode steht schon die nächste Lolita-Combo aus Japan in den Startlöchern. Sooo, happy digging, Peace & Harmony…
Kegel Rave Party 2.0, Peter Rommel, Rainer Meifert, Ramin Moshrefi, Foto, Berlin, wagg.de
Kurz vor dem Jesus Christus Wiegenfest raven die einen im Suicide Circus, die andern glotzen Circus Halligalli im TV und wieder andere besinnen sich auf ihre infantilen Wurzeln und schauen mal beim Roncalli Weihnachtscircus im Tempodrom vorbei. Dort war natürlich, so wie Weihnachten sein muss, heile Familienwelt angesagt und neben toller Akrobatik, Clownerie und Tierdressur mit Ponys und Hühnern übte der Zirkus natürlich eine magische Anziehungskraft auf die ganzen Kids im Publikum aus, die frenetisch die Clowns anfeuerten oder gebannt den atemberaubenden Kunststücken der Artisten zusahen. Gefallen beim Roncalli Weihnachtscircus hatte mir besonders, dass keine Wildtiere in der Manege auftraten, was ja in vielen Ländern zum Glück auch verboten ist, es aber trotzdem ein ganz klassisches Show-Programm wie zu Ur-Großmutters Zeiten gab.
Kegel Rave Party 2.0, Peter Rommel, Rainer Meifert, Ramin Moshrefi, Foto, Berlin, wagg.de
Award- und Preisverleihungen sind ja in der Regel von klatschenden Jubelpersern, quälenden Anekdoten und missglückten Scherzen geprägt. Wie so oft im Leben bestimmen jedoch Ausnahmen die Regel und beim Finale der Adidas all Originals #represent Kampagne gab es bei der Preisverleihung mal keine Langeweile. Worum es bei der Kampagne im Detail geht hab ich ehrlich gesagt immer noch nicht so richtig gerafft, lediglich dass im Finale 3 Crews in Punkto Kreativität gegeneinander antreten mussten und sich die Berliner Gang Team-Wolf schließlich durchsetzen und 20.000 € Preisgeld einsacken konnten. Team Wolf hat ein Revival der Mofa-Gang im Stile der 70er eingeläutet und mit dem Geldsegen soll schließlich auch eine Team-Wolf-Mofa-Tour von Berlin nach Transylvanien finanziert werden.
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