Körpernah Fashion-Show +++ Launch Divided Grey Party
fp | 05.11.2012   
Körpernah Fashion-Show, Amano Wunderlich, Launch Divided Grey Party, Eva Padberg, Foto, Berlin, wagg.de
Die Fashion-Week ist zwar noch ewig hin, trotzdem tanzten die Hormone am Samstagabend nicht nur in den Berliner Diskos Samba (die ganze Nacht ;), sondern auch bei der Körpernah-Fashion-Show schossen die biochemischen Botenstoffe förmlich durch die Decke. Bei dem Dessous-Label aus der Hauptstadt ist der Name nämlich 100% Programm und so wurde es im tiefsten Charlottenburg dann auch hot, hot, hot, denn anstatt langweiliger Liebestöter oder funktionaler Unterwäsche gab es inspirierende 20er Jahre Lingerie auf dem Laufsteg zu bewundern, die mit Sicherheit bei dem einen oder anderen auch die eine oder andere erotische Eingebung produzierte. Sympathisch bei der Schau zudem, dass einmal keine Bulimie-Kranken Magermodels über den Catwalk stelzten, sondern alle Entwürfe von natürlichen (Rubens-)Modellen präsentiert wurden.



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Bereits letzten Donnerstag hat das Ikea der Modelabelsder schwedische Modekonzern H&M dick Party aufgefahren und zum Launch seiner neuen Divided-Kollektion gefühlte 1000 Fashion-Bloggerinnen ins Kesselhaus geladen und u.a. die gute alte Miss Kittin gebucht. Diese legte aber leider erst ab 1:30 auf, so dass man davon als arbeitender Teil der Bevölkerung nicht mehr ganz so viel mitbekam. In das Image-Video zur neuen Kollektion kann man hier reinschauen…



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Kategorie: Lifestyle

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Wo ich es ja zur Berlinale skurrilerweise nie ins Kino schaffe, ging es dafür gestern Abend mal wieder ganz entspannt ins Lichtspielhaus – ganz klassisch mit Nachos con Salsadip und Popcorn hälfte Salz hälfte Zucker – man gönnt sich ja sonst nie irgendwas. Uraufgeführt wurde in der Kulturbrauerei der Indie-Streifen bestefreunde und als die Leinwand freigegeben wurde, gab es eine Art Gesellschaftsportrait über die kreative Generation-Zugezogen im Prenzlauer Berg auzuschauen, das zunächst als leichtfüßige Komödie begann und dann als böses und sentimentales Drama endete. Handeln tut der Film vom Abschiednehmen von der unbeschwerten Twen-Jugend und davon, wenn alle um einen herum alt, langweilig und erwachsen werden und dem dadurch Zerbrechen von Freundschaften und der Liebe des Lebens. „bestefreunde“ hat so auch eher weniger mit dem am Ende ziemlich kitschigen französischen Pedant zu tun und ist auch kein Feel-Good-Movie, trotzdem hat die Dramakomödie ihre sehenswerten Momente und besonders die unruhig hin und her wackelnde Handkamera läßt die bewegten Bilder teilweise wie mit dem Händy abgefilmt wirken und sorgt für schön dogmatische Authentizität.
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Die Modewelt ist sicherlich das Business, welches überwiegend von Kreativität und Individualität geprägt ist und bei vielen „Designern“ braucht man gar nicht mehr in den Schedule schauen wann und wo ihre Schau stattfindet, weil Termin und Ort eh immer identisch sind und es gibt Matthias Maus, der immer wieder mit den kuulsten Locations überrascht. Nachdem letzte Saison ganz blasphemisch eine Kirche entweiht wurde fand die spätrömische Dekadenz diesmal im Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain statt: In der mystischen Brunnenanlage im Stil des Neobarock wurde das Märchen der kleinen Meerjungfrau mit Meerjungmännern umgedichtet und trotz strömenden Regens gab es durch die imposante Kulisse wieder eine äußerst bemerkenswerte Mbrilliant Modenschau zu bewundern.
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Statt sinnloser Re:Publica Konferenzen und David Hasselhoff Hype (btw „Looking for Freedom“ ist Ballermann-Mucke die schon in 80ern Schrott war!), ging es lieber wieder entspannt ins Kino zur Preview von Die Erfindung der Liebe, die in der Volksbühne gezeigt wurde. Der Film von Lola Randl ist ein recht interessantes Experiment geworden, da die Hauptdarstellerin Maria Kwiatkowsky während der Dreharbeiten verstorben ist und die Regisseurin aus einem halbfertigen Film eine vollkommen neue Geschichte gedreht hat. So wurde aus einer anfänglichen Liebeskomödie ein recht transzendenter Satire-Film über das Filmemachen mit reichlich schrägen Humor und verfließenden Grenzen zwischen Film, Film im Film und der traurigen Realität. Die vielen Metaebenen lassen „Die Erfindung der Liebe“ recht arty und streckenweise verwirrend ausfallen, trotzdem ist der Streifen eine schöne letzte Hommage an Maria Kwiatkowsky, die mit jungen 26 Jahren viel zu
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Gerade gibt es ja in Berlin Club Openings ohne Ende, es scheint als ob in der Hauptstadt gerade das halbe Nachtleben umgekrempelt und die Karten neu gemischt werden. Nach dem Mio, Cafe Moskau, Gretchen, Flamingo nun das Department, welches eigentlich das alte Rodeo 2.0 ist. Zwar gibt es im Kuppelsaal des Postfuhramts neue Betreiber und einen neuen Namen, ansonsten hat sich aber nicht viel geändert, denn die Lokation, Besucher und Atmosphäre wirken identisch wie im alten Rodeo: junge schicke Charlottenburger die BWL oder Jura studieren und denen das Felix wohl zu russen-prollschick ist. Dementsprechend ist natürlich auch die Mukke, es lieff RnB, sehr hitlastiger House und obligatorisch Michael Jackson, so dass man sich auch in diesem Punkt an das Rodeo erinnert fühlte. Leute die eher wegen der Musik ausgehen, sollten um das Department also wohl eher einen Bogen machen, dafür aber wird das Department mit Sicherheit kein Touri-Schuppen werden, wie so manch anderer „Szene“ Club in Berlin und wenn einen Louis Vuitton Handtaschchen - in Haufen auf dem Dancefloor rumliegend -nicht stören, ist man im Kuppelsaal des Postfuhramt wohl goldrichtig. Das Department wird es nur für etwa ein Jahr geben, danach wird das denkmalgeschützte Gebäude wohl endgültig saniert. Geöffnet ist in der Auguststrasse 5 a nur einmal die Woche und zwar am Samstag. Bis 23 Uhr nur als Restaurant und im Anschluss dann als Club. Auch hier hat sich nix geändert…
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Seit nun schon drei Jahren existiert der Hummel Flagshipstore in der Alten Schönhauser Strasse 33. Zeit also, dass Jubiläum feierlich mit einer kleinen Party zu begehen. Das aus dem Handball-Sport kommende Label aus Dänemark besticht vor allem mit 70ern und 80ern Bolzplatz Entwürfen die wohl gut in den allgemeinen Vintage-Trend passen. Anschließend ging es weiter zur Mio Restaurant Opening-Party, wo der Erste Gedanke war, dass sich nun das Maxim, Felix, Tube usw. warm anziehen dürfen, denn seit letztem Wochenende gibt es direkt am Alexanderplatz einen neuen Russen-Charlottenburg-Style Club. Der obligatorische Tisch mit der 5 Liter Vodka-Flasche im Sektkübel für 500$$$ kann nun also auch unter dem Fernsehturm vorbestellt werden. Zwar ist das Mio primer ein Restaurant, aber abends rotiert dort regelmäßig die Discokugel. Zumindest die Opening-Party fiel schon einmal bombastisch aus und war auf jeden Fall lustiger als die meisten langweiligüberkuulen Mitte-Szene Parties, denn es wurde nicht nur kulinarisch ziemlich dick aufgefahren, sondern auch wild gefeiert, so dass man gespannt sein kann, wie sich das Mio weiterentwickelt. Bei der Größe des Ladens und der zahlreichen Konkurrenz sicherlich kein leichtes Unterfangen, aber falls alle Stricke reißen, vielleicht will ja irgendwann auch mal das white trash expandieren ;)
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