Vernissage five roads back home
fp | 13.10.2012   
Vernissage five roads back home, nicolino, Annabelle Mandeng, Eduard Prinz von Anhalt, Patrice Boudibla, Philipp Rathmer, Epicentro art Galerie, Karl-Marx-Allee 82-84, Berlin, Foto, wagg.de
Berlin mag ja arm und unter Umstnden auch sexy sein, aber mit Sicherheit fehlt es in der Hauptstadt weder an Vernissagen noch an Kunstevents. So feierte gestern auch die Ausstellung five roads back home des Celebrity- Fotografen Philipp Rathmer Vernissage und die Erffnung wurde nicht nur ziemlich staatstragend sondern hatte auch ein ernstes Thema, denn die Portrait-Fotografien des Knstlers hatten aserbaidschanische Kriegs-Flchtlinge als Motiv und sollten die Grauen des Krieges widerspiegeln. So wurden die bewegten Gesichter der Portraitierten schonungslos im Mittelformat la Hasselblad aufgenommen und durch die minutise Darstellung jeder Hautunreinheit und Pore wirkten die Flchtlinge so nackt und hilflos wie Zivilisten allgemein in kriegerischen Auseinandersetzungen. Denn genauso wie in Kriegen die Wahrheit bekanntlich als erstes stirbt, so hat auch die Zivilbevlkerung meistens das grte Leid zu tragen. Unabhngig vom traurigen Hintergrund der Motive fhlte man sich durch die sehr detailgetreuen und hochauflsenden Fotos zudem noch an die Vergnglichkeit des Lebens und die gnadenlose biologische Zerstrungskraft des Alterns erinnert, so dass man direkt mit einem sentimentalen Gefhl nach Hause gehen konnte.



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Die Arbeiten sind noch bis zum 15. Oktober 2012 in der Epicentro art Galerie in der Karl-Marx-Allee 82-84 zu besichtigen

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Kategorie: Lifestyle

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Montag ist ja Kino- und nicht Ruhetag und so ging es abends ganz entspannt zur Deutschlandpremiere von Matthias Glasners neuem Film Gnade. Die 132 Spielminuten des bildgewaltigen Psycho-, Familien- und Charakterdramas haben sich dann auch wirklich gelohnt angeschaut zu werden. Dem Regisseur ist ein uerst interessanter, eindringlicher und intensiver Film gelungen. Erzhlt wird die Geschichte einer deutschen Auswanderer-Familie, die in die Nhe des Polarkreises nach Nordnorwegen zieht und durch einen tragischen Unfall in eine psychische Krise und in einen moralischen Konflikt gert um den es letztendlich in Mathias Glasners Film geht. Schuld, Shne, Gnade sind dabei die ewigen Fragen die der Regisseur aufwirft.
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Wie sicherlich noch niemand mitbekommen hat ist ja WM und so wurde bereits letzte Woche zum Erffnungsspiel bei der Roof-Top Party von Universal vorbeigeschaut. Bei grauen Sommerwetter bespasste der Major die blichen Verdchtigen mit Sambatnzern, Capoeira und Caipirinhas und lieen ein paar labeleigene Acts WM-Songs performen. Auf die Rbe gabs aber leider nicht die deftistischen Deichkind, sondern trashigen Eurodance von Francesca Maria, Blactro feat. Mariana Viana und Cris Verano und R.I.O. Feat. U-Jean und man fhlte sich weniger in der Hauptstadt als auf einem Umland-Rave. Aber Geruschkulissen sind eh ja berbewertet und die Aussicht ber die
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Die Fotos von Oliver Raths Blog sind ja vor kurzem ganz klassisch in Buchform erschienen und direkt auf Platz eins der Amazon Bestsellerliste geschossen, so dass es wohl an der Zeit war mit den ganzen Protagonisten mal einen druff zu machen. Wie der Buchtitel schon suggeriert war dann bei der Book-Fete eine jute Mischung aus Mitte-Titte-Crowd, exhibitionistischen Selbstdarsteller/innen und good old CharlottengradCharlottenburg am Start, die Laudatio vom ewig kuulen Olli Schulz war mal nicht kreislaufzusammenbrechend wie sonst immer bei solchen Events und es war wohl mal lustiger wie auf der gesamten Schnarch-WeekArt-Week zusammen - halt kultige Freakshow statt boring verkopfte und pseudo-provokante Konzeptkunst. Bei dem Bestseller Launch hingen dann auch nicht nur die Foto-Arbeiten vom Oliver Rath an den Wnden, sondern der Terry Richardson von der Spree tritt nun sogar in die Fussstapfen vom Heinrich Zille und so gab es einige gepinselte Portrait-Stillleben von etwa Harald Juhnke oder Marlene Dietrich zu bewundern. Musikalisch untermalt wurde die Vernissage-Sause vom urigen Henry de Winter, der auch jut Stimmung beziehungsweise Swing in die Bude brachte und zudem knorke, dass es zum untersttzenswerten World Vegetarian Day mal ausschlielich Trffeln zu futtern gab.
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Zur Lancierung der neuen A-Klasse lud Mercedes-Benz die internationale Avantgarde zum 3 Tage andauernden Transmission 1 Festival ins BBC an den Alex. Die blichen Berliner Verdchtigen lieen sich das natrlich nicht entgehen und musikalisch konnte das Festival sicherlich nicht mit dem parallel stattfindenden KindergartenMelt-Festival konkurrieren, aber dafr gab es de Facto ein kleines Gigolo-Records Festival mit DJ Hell und Fischerspooner in recht intimer Atmosphre zu erleben. Fischerspooner hatten zwar bereits 2001 ihren Club-Hit Emerge
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Wo ich zur Berlinale ja nie ins Kino gehe, skurril aber wahr, war am Montag wieder mal Zeit fr etwas Traumfabrik und so ging es ins gute alte Delphi zum Screening von Lion Der lange Weg nach Hause. Wie immer latent zu spt gab es dann einen recht emotionalen Streifen zu gucken, in dem es um das Schicksals eines Inders geht, der mit 5 Jahren seine Familie verliert, weil er versehentlich in einem Zug einschlft und tausende Kilometer entfernt in Kalkutta wieder aufwacht, dann durch halb Indien irrt, nach Australien veradoptiert wird und 20 Jahre spter mit Hilfe von Google Earth seine Verwandten wiederfindet, ohne ihren oder seinen richtigen Namen, noch seinen Geburtsort, zu kennen. So unglaublich und doch genau so passiert, in Indien leben ja nur circa 1,2 Milliarden Menschen und wo ich gerade etwas abgenervt vom Internet bin, wo alles immer schneller, sensationeller und nur noch Reizberflutung ist und man taub fr die kleinen und leisen Dinge des Lebens wird, bringt einen die Story die schne Erkenntnis, dass nicht alles schlecht am World Wide Web ist und zudem die phantastischsten Geschichten immer noch das Leben selbst schreibt (q.e.d. =D). Aber zurck zu Lion Der lange Weg nach Hause, cineastisch wird dem Zuschauer ein emotional-schnes Feel-Good Movie geboten, die Dramatik hlt sich zwar in Grenzen und das Happy-End kann man natrlich auch erahnen, trotzdem kommt keine Langweile auf und man muss streckenweise krass mit den Trnen kmpfen, weil es nicht nur um das Schicksal des Jungen, der seine Familie verloren hat, geht, sondern auch das heftige Leben der obdachlosen Strassenkinder in Indien ziemlich schonungslos und realistisch gezeigt wird, wobei dem Streifen der schmalen Grat gelingt, weder in Bollywood-Kitsch zu verfallen, noch in einen wrdelosen Elends-Porno auszuarten. Last but not least auch super, leider gibt es bei "Lion Der lange Weg nach Hause " kaum was zu mkeln, der Cast, wo mir besonders die Darsteller von Saroo Brierley, so heit der verlorene Sohn in echt, beeindruckt hatten, sowohl als fnfjhriger, toll gespielt von Sunny Pawar, als auch als mittzwanziger, geschauspielert von Slumdog Millionr-Star Dev Patel. Nicht umsonst ist der Drama-Streifen fr nicht weniger als 6 Oscars nominiert, man kann gespannt sein, und das lsen einer Kinokarte ist hier mal ausdrcklich empfohlen. Kinostart ist genau heute, am 23.02. und zum Trailer flimmern geht es wie immer weltexklusiv hier
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