4th Berlin Chess Boxing Championships 2012
fp | 30.07.2012   
4th Berlin Chess Boxing Championships 2012
Seit der Promotion von “Dr.” Vitali Klitschko hat der Boxsport ja eine gewisse Intellektualisierung erfahren und wurde so auch ein wenig vom dumpfen „haudruuf“-Image befreit. Die relativ junge Sportart Schachboxen (erfunden 2003) geht diesen Weg sogar noch weiter und kombiniert den Boxsport mit dem komplexen Intellekt-Sport Schach, so dass alleiniges einprügeln auf den Gegner nicht 100%ig zum Erfolg führt, denn die Kontrahenten müssen ja auch auf dem Schachbrett bestehen. So hieß es am Samstag bei den 4th Berlin Chess Boxing Championships 2012 dann auch treffend Who is the smartest toughest guy in Berlin?.



4th Berlin Chess Boxing Championships 2012
4th Berlin Chess Boxing Championships 2012
4th Berlin Chess Boxing Championships 2012
4th Berlin Chess Boxing Championships 2012
Bei 2 von 3 Kämpfen erhöhten die Schläge auf den Kopf leider nicht das Denkvermögen der Kontrahenten, sondern sorgten bei 2 von 3 Schachbox-Schlachten für eine vorzeitige Entscheidung, denn der Box-Fight wurde jeweils in der 1. Faustkampf-Runde entschieden, einmal durch ein technisches KO und einmal durch einen Schlag gegen den Kehlkopf.

Nach dem etwas kurzen Vergnügen fiel ins Auge, dass nur ein ausgeglichenes Box-Level der Kämpfer auch für ein hinreichend langes Schachbox-Duell sorgt wo dann auch das Schach-Spiel eine Rolle spielt. Denn bei 2 Kämpfen kam die Schachpartie überhaupt nicht über die Eröffnung hinaus, was schon ein wenig Schade war, da die Partien gar nicht mal so unspannend zuzuschauen waren.
In der einen Pause gab es dann noch eine lustige Box-Ring Show von dem live Act transformer di roboter, der unter anderem mit electronisierten Coverversionen von Death Kennedys für Stimmung sorgte…

4th Berlin Chess Boxing Championships 2012
4th Berlin Chess Boxing Championships 2012
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4th Berlin Chess Boxing Championships 2012
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Kategorie: Lifestyle

4th Berlin Chess Boxing Championships 2012
Dass die Kreativbranche sich gerne selbst feiert ist ein genauso offenes Geheimnis wie das Mode und Musik schon immer untrennbar miteinander verbändelt sind und eine Musikrichtung einen bestimmten Modestil bzw. Lifestyle diktiert. Die Musikzeitschrift „Musikexpress“ vergibt jedes Jahr ein Dutzend Awards an Modelabels und Brands die das musikalische Lebensgefühl auf die Mode transportieren bzw. wohl gute Anzeigenkunden des Magazins sind. Für die Verleihung am Donnerstag war dann gutes Sitzfleisch von Nöten und die Gewinner Nike, Levis, Hugo, Bench usw. nahmen die Preise auch dankbar an. Nach der Verleihung von 16 Auszeichnungen war aber vor der Party und als endlich die Bar geöffnet wurde gab es kein halten mehr und für eine Preisverleihung wurde sogar ungewöhnlich wild gefeiert und gerade als „Kompakt“- Michael Mayer angefangen hat zu spielen musste leider das zeitliche gesegnet werden, da - die Welt kann so ungerecht sein – der Wecker ja morgens immer recht zeitig klingelt.
4th Berlin Chess Boxing Championships 2012
Da ist die Modewoche gerade einmal 2 Tage um und schon ist in der "24 Stunden am Tag offenen Weltstadt" wieder Kino angesagt, denn gestern Abend feierte die Rentnerkomödie "Bis zum Horizont, dann links!" von Regisseur Bernd Böhlich Premiere in der Kulturbrauerei. In der gesellschaftskritischen Komödie über das hohe Alter geht es um die Flucht einer Seniorengruppe aus einem tristen Altersheim. Ziel der Betagten ist es noch einmal im Leben das Meer zu erblicken und den ewigen Entmündigungen und den monotonen Beschäftigungstherapien des Heimes zu entfliehen. Bis zum Horizont, dann links! besticht dabei vor allem durch den lustig-makaberen Altersheim-Humor und natürlich durch die überragende Schauspielleistung des Ü70 Starensemble bestehend aus Otto Sanders, Angelica Domröse, Ralf Wolter und Herbert Feuerstein.
4th Berlin Chess Boxing Championships 2012
Getanzt wird ja nicht nur im Club, in der Tanzschule oder um eine Stange, sondern ab und zu auch im Tanztheater und da banale Populärkultur auf Dauer doch etwas boring werden kann, ging es gestern Abend mal ganz gediegen in den Admiralspalast zur Dance-Premiere von „Momix Botanica“. Auf den Brettern die die Welt bedeuten gab es dort einen bunten Mix aus Tanz und Akrobatik zu sehen, die von unterschiedlichen Naturphänomenen wie zum Beispiel den Gezeiten, Wald, Sonnenblumen oder diverse Tierarten inspiriert waren. Durch die Untermalung mit ethnischen Goa-Trance Klängen wirkten die Choreografien zwar streckenweise wie ein Fruchtbarkeitsritual auf einem Atoll im Südpazifik, trotzdem machte es Spaß der launigen und atmosphärisch stimmigen Dance-Performance zuzuschauen.
4th Berlin Chess Boxing Championships 2012
Man soll ja nie auf Wunder hoffen, aber ich hab am Dienstag eins erlebt und mal wieder einen guten deutschen Film gesehen. In der Kulturbrauerei feierte 4 Könige Premiere und ich war zunächst über den riesigen Andrang verwundert, der für einen Debütfilm der Kategorie pädagogisch wertvoll und weitestgehend unbekannten Cast doch etwas ungewöhnlich war. Die Majorität irrte diesmal jedoch nicht und es gab ein bewegendes Psychatrie Movie zu schauen, dass von 4 Jugenlichen handelt, die Weihnachten zusammen in der Klapse verbringen müssen. Unterschwellig wird eine enorme Spannung aufgebaut, die so bedrückend und authentischen kommt, als würde man nicht im Kinosessel, sondern neben den Protagonisten sitzen. Dabei kommt
4th Berlin Chess Boxing Championships 2012
Da steckt die Hauptstadt wochenlang im tiefsten Sommerloch und es ist nix, nada, niente los und dann sind (wie immer =D) 2 Filmpremieren gleichzeitig am selben Tag. Neben Hercules im Sony Center feierte auch noch die Bestatter-Komödie Besser als nix Uraufführung in der Kulturbrauerei. Da der Tot uns alle stets anlächelt und möchtegernphilosophische Indie-Filme immer ganz weit oben auf der Anschau-Agenda stehen, wurde dann dem Todes-Streifen ein Besuch abgestattet. Als die Darsteller am roten Teppich abgelichtet und die Leinwand freigegeben war, gab es eine recht skurrile Coming-of-Age Tragikomödie über einen Bestatter-Azubi anzuschauen, die einen natürlich an die Kultserie „Six Feet Under“ erinnerte. "Besser als Nix" begann zunächst auch recht klamaukig und lustig, aber als dann in der Mitte des Films der beste Freund zu Grabe getragen wird, wechselt plötzlich das Genre und der Streifen mutiert zum sentimentalen Drama. In der Musik gibt es ja unzählige Beispiele, wo das wunderbar funktioniert und kuul ist (z.B. Parov Stelar, Orishas, Babymetal) aber bei einem "Crossover-Film", auch wenn so für gewisse Überraschungsmomente gesorgt wird, ist die Stimmung dann futsch und der Tragödien-Part wirkt nicht mehr besonders glaubhaft und irgendwie
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