Premiere Glanz & Gloria
fp | 15.05.2012   
Premiere Glanz & Gloria, Ines Aniol, Alexander Markus, Berlin, 2012, Foto, wagg.de, Bela B.
Da ist man noch gar nicht vollständig vom Wochenende regeneriert und schon startet die Berliner Woche gleich wieder mit 2 Filmpremieren. Die Männer in schwarz in der O2 Arena hörte sich aber eher nach langweiligen Hollywood-Action-Gedöns an und so ging es dann doch lieber zur Deutschlandpremiere von Glanz & Gloria. Glanz & Gloria ist der Debut-Film des Youtube-Stars Alexander Markus, der vor ein paar Jahren mit einem Musikvideo im Internet bekannt geworden ist, in welchem er durch einem Teich schwamm und seine Liebste aufforderte mit ihm nach Papaya zu reisen.




Mit einer lustigen Mischung aus Schlager und Rummeltechno jenseits des guten Geschmacks konnte Alexander Markus so den Musikstil Electrolore erfinden und viele viele Millionen Klicks auf Youtube generieren, denen ausverkaufte Touren durch das ganze Land folgten, so dass es nur eine Frage der Zeit war, bis der 39 jährige auch auf der Kinoleinwand zu sehen ist.

Rausgekommen ist ein guddeLaune machendes B-MusicalMovie das wie ein endloser Youtube-Clip wirkt und wo die Akteure wohl auch noch nicht allzu oft vor der Kamera standen und wo die Handlung natürlich mehr als hanebüchen ist. Das macht aber alles überhaupt nichts, denn der sinnbefreite Trash ist so urkomisch, dass der Streifen sogar das Potenzial hat ein Kultfilm wie die Rocky Horror Picture Show zu werden, wo die Zuschauer aktiv Mitsingen, Mittanzen und sich verkleiden können. Denn wie bei einer Karaoke-Maschine werden bei den Liedern in Glanz & Gloria die Song-Texte mit eingeblendet und die gerade zu singenden Textstellen werden auch noch farblich markiert, so dass bereits bei der Film-Premiere jute bad taste-Party-Stimmung angesagt war und der halbe im Kinosaal mehr mitgetanzt und mitgesungen hat denn passiv in den Kinoseseln zu hocken ^^.

Neben Alexander Markus gibt es in dem Film auch einen Gastauftritt von Bela B. zu bewundern, der mit dem Youtube-Star sogar ein Duett anstimmt. Kinostart ist am 24. Mai 2012 und mit rosa Stehkragenhemd in Kombination mit umgehängtem Kaschmirpulli sowie gegelten Haaren sollte der echte Alexander Markus-Fan dann aber schon auflaufen ;)



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Kategorie: Film, Musik

Premiere Glanz & Gloria, Ines Aniol, Alexander Markus, Berlin, 2012, Foto, wagg.de, Bela B.
Oh my god! - wo soll das alles nur enden, wenn die Woche immer so RocknRoll anfängt wie der gestrige Abend: Im Anschluss eines kurzen Headliner-Announcement vom Lollapalooza-Festival gab es noch einen hammer Wohnzimmer-Gig von Boys Noize, der bei jedem Musikfreund die Endorphine nur so sprudeln ließ, jeder Griff in die Pladden-Kiste ein Hit und jeder Übergang natürlich perfekt gemixt, so dass jut put your hands up - Ekstase angesagt war und ich nostalgisch an den legendären Stattbad-Gig (the kids want techno =D) vor circa 2 Jahren denken musste.
Premiere Glanz & Gloria, Ines Aniol, Alexander Markus, Berlin, 2012, Foto, wagg.de, Bela B.
Am Freitag wurden im Kreuzberger Umspannwerk die Sieger der Evoque Style Awards gekürt. Der begehrte Preis konnte in den Kategorien Design, Fashion und Musik gewonnen werden und den glücklichen Gewinnern winkten Preise im 5stelligen € Bereich. Das ließen sich circa 900 Nachwuchs-Kreative natürlich nicht Zwei mal sagen und so wurden über 2.200 Kreationen eingereicht. Für die über 800 geladenen Gäste war wohl die Verleihung des Fashion Award am interessantesten anzuschauen, denn die 6 Finallisten mussten jeweils eine extra zu diesem Anlass entworfene Kollektion vorführen. Am Ende der Range Rover Evoque Style Awards gab es dann 3 glückliche Gewinner und wohl ein paar mehr traurige Verlierer, die es aber im Anschluss auf der feucht-fröhlichen Afterparty so exzessiv krachen ließen, dass der Veranstalter sich direkt genötigt sah noch Getränkenachschub in der nächsten Tanke zu besorgen…
Premiere Glanz & Gloria, Ines Aniol, Alexander Markus, Berlin, 2012, Foto, wagg.de, Bela B.
Trotz Wind, Wetter, unheilbarer Krankheiten und dem Kater vom letzten Wochenende wurde nicht nur sinnlos auf der Couch gegammelt, sondern auch mal wieder auf dem Hauptstadt-Party-Parkett Gesicht gezeigt. Am Ende der Woche wurde mal wieder kurz beim pompöösen Harald vorbeigeschaut, bei dem es nie langweilig zu werden scheint und der nach der letzten furchtbaren Kollektion diesmal ein eigenes Print-Lifestylemagazin auf den Markt gebracht hat. Die Krise mit dem Geschäft von bedruckten Papier war ja auch gestern und für läppische 10 € jibts im Heft natürlich ein Interview mit dem Maestro of Kitsch
Premiere Glanz & Gloria, Ines Aniol, Alexander Markus, Berlin, 2012, Foto, wagg.de, Bela B.
In dem einzigen deutschen Beitrag der zur Berlinale einen Bären gewonnen hat – Schlafkrankheit - geht es um das entbehrungsreiche Leben als Entwicklungshelfer in Kenia, um Idealismus der zu postkolonialen Zynismus wird und um Flucht vor dem Scheitern im bürgerlichen Europa. Schlafkrankheit ist ein ungewöhnlich und sehr ruhig inszenierter Berliner Schule – Film geworden, in dem in authentischen und höchst eindringlichen Bildern ein Afrika wie eine offene Wunde gezeichnet wird, ein Afrika der Korruption, Armut, Prostitution, Schmutz, Lethargie und Hoffnungslosigkeit. Schlafkrankheit ist jedoch kein ausschließlicher Film über Afrika, sondern indirekt ebenso ein Film über Europa, über die Entfremdung von der eigenen Kultur und über den Sinn oder nicht Sinn der Entwicklungshilfe. Obwohl vom Feuilleton durchgehend gefeiert und bei der Berlinale ausgezeichnet, wird es Schlafkrankheit an den Kinokassen wohl nicht einfach haben, trotzdem ist der Film unbedingt empfehlenswert, da er neue und vor allem interessante Wege geht…
Premiere Glanz & Gloria, Ines Aniol, Alexander Markus, Berlin, 2012, Foto, wagg.de, Bela B.
Gestern Abend ging es mal wieder ins Kino zur Premiere von „Lost Place 3D“. Glücklicherweise war die Uraufführung im Sony Center recht intim gehalten und anstatt schreiender Fans und Fotografen konnte man sich einfach ganz entspannt den deutschen Mystery-Thriller anschauen. Wie der Filmtitel richtig suggeriert ist „Lost Place 3D“ natürlich dreidimensional gedreht und zudem kommt auch noch die neue Surround-Sound-Technik „Dolby Atmos“ zum Einsatz, was beides zusammen kombiniert so authentisch wirkt, als würde man nicht in einem Kinosessel sitzen und sich den Film auf der Leinwand anschauen, sondern irgendwie so, als würde dass alles real neben einen rum passieren. Will man sich nicht einen hirnlosen Action-Streifen antun ist ja bei zu vielen technischen Spielereien in Spielfilmen immer ein wenig Skepsis angebracht, in „Lost Place 3D“ harmoniert der Spagat zwischen Special Effects und der Handlung aber gut. So werden die technischen Möglichkeiten auch nur subtil eingesetzt und mit reichlich Jump-Scare-Horror wird die Spannung immer schön auf und wieder abgebaut, so dass man sich immer mal wieder schön erschrickt wenn zum Beispiel irgendwelche Insekten auf einen zugeflogen kommen oder die Tür hinter einen krachend ins Schloss fällt. Die Handlung ist ganz genretypisch natürlich schwachsinniger Trash, es geht um Radiowellen die Menschen beeinflussen und Händys und Autos zu tödlichen Waffen mutieren lassen und genauso ist auch der Aufbau des Mystery-Streifens recht vorhersehbar.
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