Premiere Bar25 – Tage ausserhalb der Zeit
fp | 03.05.2012   
Premiere Bar25 – Tage ausserhalb der Zeit, Veit Helmer, Romy Haag, Tobias Schenke, foto, berlin, wagg.de
Das man alt wird, erkennt man nicht nur daran, dass man sich einen Porsche oder eine Harley zulegen will, sondern auch daran, dass dein juveniler Lifestyle plötzlich im Museum ausgestellt oder verfilmt wird. Wie etwa die neue Doku über die gute alte „Bar25“, den Club, wo du eine zeitlang dein halbes Leben zugebracht hast und wo sogar spiegel online exklusiv über die Premiere berichtete. Willkommen im Altersheim =D.

Auf der Zeitreise in die Verhgangenheit wurden die geladenen Gäste erstmal mit reichlich Glitzer-Schminke verschönert, mit der guten alten Wodkarutsche abgefüllt und natürlich mit reichlich Konfetti überschüttet, so dass es eine schöne Party-Premiere wurde.

Als der Streifen über den After-Aua-Schuppen Sehnsuchtsort Berlins der Nullerjahre freigegeben wurde, gab es ein recht ambivalentes Movie über die Bar25 zu betrachten: Der ganze Film besteht eigentlich nur aus Party-Szenen, die mit Handkamera abgefilmt wurden, die dann mit Interviews der Bar-Macher zusammengeschnitten werden.

Gefallen und interessant fand ich dabei den Blick hinter die Kulissen, etwa wenn der „Tür-Hitler“ mit der Kamera beim „Selektieren“ begleitet wird, oder wenn die schwäbelnden Bar25-Protagonisten beim häuslebauenzusammenhämmern der Holzhütten zu sehen sind. Interessant auch bei „Bar25 – Tage außerhalb der Zeit“, zu sehen, wie künstliche Mythen geschaffen werden, dont belive da Hype =D.

Etwas boring fand ich das permanente abgekulte der Bar, streckenweise wirkt der Streifen wie ein Werbe-Clip und kritisches, wie etwa übermäßiger Drogenkonsum oder das sinnbefreite tagelange durchgefeiere sucht man in der „Dokumentation“ auch vergebens.

In den Trailer reinflimmern kann man weltexklusiv wie immer hier



und für alle alten Bar-Menschen eh ein nostalgisches Muss und für die noch nicht so alten, einfach raven gehen und neue kühle Clubs entdecken, hat man wohl mehr von...


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Kategorie: Film, Musik

Premiere Bar25 – Tage ausserhalb der Zeit, Veit Helmer, Romy Haag, Tobias Schenke, foto, berlin, wagg.de
Letzte Woche war die Sonnenbrand-Sommerdepression auch mal zu Ende und es ist wieder an der Zeit für etwas blogging, schließlich steht die Zeit steht nicht still und das Hauptstadt-Party-Life geht weiter: Letzte Woche gab es im Rahmen der „IFA“ und „Bread&Butter“ wieder etwas lustige Abendunterhaltung und so wurde bei der Lautsprecherparty von „ultimate ears“ vorbeigeguckt, wo die geladenen Gäste nicht nur ohne Sinn und Verstand abgefüllt wurden, sondern auch Jan Delay und der gute alte Westbam auflegten.
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Passend zum Todestag von Jesus Christus kreierten Berlins avantgardistische Modedesigner Ostereier für den guten Zweck – denn die Entwürfe können bei iHeartBerlin.de ersteigert werden und kommen Kindern in Not und Japan zugute. Im Achteinhalb Concept Store dabei waren unter anderem die Modeschöpfer von C.Neeon, Esther Perbandt und Von Bardonitz und nach der offiziellen Präsentation wurde dann auch noch ausgiebig gefeiert…
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Performance – Kunst für den guten Zweck: In der Galerie Morgen gestaltete Star Urban-Artist Jaybo Monk diverse Erinnerungsstücke zahlreicher Prominenter zu einem herzförmigen Kunstwerk zusammen welches nun ersteigert werden kann. Der Händy Anbieter O2 legte noch 10.000 € drauf, alle Erlösse kommen der Stiftung RTL Wir helfen Kindern zu Gute. +++ Bereits am 7. März 2011 hat das Adina Apartment Hotel am Hackischen Markt seine Pforten geöffnet - ein guter Grund nun zu feiern. Der australische Hotel-Konzern servierte zu diesem Anlass Barbecue-Spezialitäten aus Down Under, so dass einige geladene Gästen wohl erstmalig in ihrem Leben in den Genuss von gegrillten Kangaroo kamen. Für musikalische Unterhaltung sorgte Ingrid Arthur von den Weather Girls.
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Genauso wie die Bar 25 früher kein simpler After-Aua Schuppen war, sondern auch als Zirkus, Label und Drehort fungierte, so werden nun auch im Kater Holzig die Bretter die die Welt bedeuten ausgefahren. Uraufgeführt wurde gestern eine Neuinterpretation von Hugo von Hofmannsthal Erfolgsstück Jedermann mit dem Namen Das Digital. Inhaltlich wurde die Kapitalismuskritik – das Anliegen von Hugo von Hofmannsthals Theaterstück – auf eine Art Digitalisierungs-Kritik erweitert. Das Thekaterstück ist aber eigentlich fernab jeglichen „Politischen Theaters“ angesiedelt, denn mit der selben Ironie wie sich der Kater seinen Fotoautomat täglich mit hunderten von Touri- €uros auffüllen lässt wird das gesellschafts- und kapitalismuskritische Stück u.a. vom bösen Coca Cola-Konzern gesponsert. Eine stringente Handlung ist auch nicht wirklich erkennbar, sondern metapheresker Ausdruckstanz und bedeutungsschwere Monologe ohne erkennbaren Zusammenhang wechseln sich gegenseitig ab. Das Fehlen einer Handlung oder Sinns ist jedoch nicht wirklich störend, denn das Stück ist trotzdem recht unterhaltsam geworden, einmal durch den wirklich lustigen Soundtrack der von Alter Ego zu Goa-Trance bis Ton Steine Scherben reicht, so dass man auch von einem halben Musical sprechen kann und dann durch die wirklich sympathisch aufspielenden Laiendarsteller die wohl zum Teil direkt hinter der Bar im Kater rekrutiert wurden und natürlich auch wegen der zirkusartigen Fantasie-Freakshow-Kostüme. So gibt es bei Das Digital glücklicherweise kein subventioniertes Hochkultur/Feuilleton-Theater zu sehen, sondern es kann gelacht und sogar mitgefeiert werden. Sowohl als Warm-up am Freitagabend als auch zum runterkommen Sonntags hat das Theaterstück mit Sicherheit seine Momente…
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Weil man während der Berlinale ja als Normalsterblicher nie zum Filmeanschauen kommt ;), ging es dann letzten Freitag endlich mal wieder ins Kino zur Premiere des türkischen Arthaus-Films The Butterflys Dream - Kelebegin Rüyasi!. Wie immer zu spät wurde der rote Teppich verpasst, wo urig viele türkische Teenie-Mädchen kreischten, da in der Hauptrolle des Streifens der türkische Soap-Superstar Kıvanç Tatlıtuğ zu sehen ist.
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