Uraufführung Das Digital
fp | 12.04.2012   
Uraufführung Das Digital, bar 25, kater holzig, Wilson Gonzales Ochsenknecht, Berlin, Foto, wagg.de, 2012
Genauso wie die Bar 25 früher kein simpler After-Aua Schuppen war, sondern auch als Zirkus, Label und Drehort fungierte, so werden nun auch im Kater Holzig die Bretter die die Welt bedeuten ausgefahren. Uraufgeführt wurde gestern eine Neuinterpretation von Hugo von Hofmannsthal Erfolgsstück Jedermann mit dem Namen Das Digital. Inhaltlich wurde die Kapitalismuskritik – das Anliegen von Hugo von Hofmannsthals Theaterstück – auf eine Art Digitalisierungs-Kritik erweitert. Das Thekaterstück ist aber eigentlich fernab jeglichen „Politischen Theaters“ angesiedelt, denn mit der selben Ironie wie sich der Kater seinen Fotoautomat täglich mit hunderten von Touri- €uros auffüllen lässt wird das gesellschafts- und kapitalismuskritische Stück u.a. vom bösen Coca Cola-Konzern gesponsert. Eine stringente Handlung ist auch nicht wirklich erkennbar, sondern metapheresker Ausdruckstanz und bedeutungsschwere Monologe ohne erkennbaren Zusammenhang wechseln sich gegenseitig ab. Das Fehlen einer Handlung oder Sinns ist jedoch nicht wirklich störend, denn das Stück ist trotzdem recht unterhaltsam geworden, einmal durch den wirklich lustigen Soundtrack der von Alter Ego zu Goa-Trance bis Ton Steine Scherben reicht, so dass man auch von einem halben Musical sprechen kann und dann durch die wirklich sympathisch aufspielenden Laiendarsteller die wohl zum Teil direkt hinter der Bar im Kater rekrutiert wurden und natürlich auch wegen der zirkusartigen Fantasie-Freakshow-Kostüme. So gibt es bei Das Digital glücklicherweise kein subventioniertes Hochkultur/Feuilleton-Theater zu sehen, sondern es kann gelacht und sogar mitgefeiert werden. Sowohl als Warm-up am Freitagabend als auch zum runterkommen Sonntags hat das Theaterstück mit Sicherheit seine Momente…




Offizielle Premiere ist übrigens Morgen am Freitag den 13. im Kater. Karten sind nur auf 80 Stück limitiert und kosten mit Aftershow-Party schlappe 15€. Ob es noch welche gibt kann man hier recherchieren

http://www.inkubato.com/de/projekte/4f57c6cea9b1b
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Kategorie: Lifestyle

Uraufführung Das Digital, bar 25, kater holzig, Wilson Gonzales Ochsenknecht, Berlin, Foto, wagg.de, 2012
Die besten Filme laufen nicht immer im Kopfkino ab und so ging es gestern ganz glam zur Uraufführung der dunklen Seite des Mondes. Das war eine super Entscheidung, denn die Bestsellerverfilmung ist ein interessantes Lehrstück über unsere Zivilisation geworden, die ja bekanntlich nur an einen seidenen Faden hängt und wo sich die Barbarei jederzeit ihre Bahn brechen kann. Erzählt wird der Absturz eines Erfolgsmenschen, der nach einem bewusstseinserweiternden Drogentrip zu einem wahnsinnigen Killer mutiert.
Uraufführung Das Digital, bar 25, kater holzig, Wilson Gonzales Ochsenknecht, Berlin, Foto, wagg.de, 2012
Dit is Berlin, denn die Hauptstadt ist nicht nur arm aber sexy, sondern kann durchaus auch glamourös, dekadent und sexy zugleich sein. Dies konnte das französische Nobelkaufhaus Lafayette mit einer fulminanten Jubiläumsparty eindrucksvoll unter Beweis stellen, denn zum 15ten Jahrestag der Berliner Dependance gab es nicht nur Haute Couture auf dem Catwalk, sondern auch Haute Cuisine für die rund 1000 üblichen Verdächtigen. Der Champagner floss nach der Fashion-Show in Strömen durch die durstigen Kehlen der Gäste, so dass es bei der anschließenden Party kein Morgen gab…
Uraufführung Das Digital, bar 25, kater holzig, Wilson Gonzales Ochsenknecht, Berlin, Foto, wagg.de, 2012
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Uraufführung Das Digital, bar 25, kater holzig, Wilson Gonzales Ochsenknecht, Berlin, Foto, wagg.de, 2012
Seit gestern läuft Ausgerechnet Sibirien in den Kinos und am Mittwoch wurde in der Kulturbrauerei groß Premiere gefeiert. Da Minu Barati-Fischer, die Frau von Ex-Außenminister Joschka Fischer, den Film produziert hat wurde es bei der Premiere nicht nur richtig staatstragend, sondern im Anschluss der Film-Vorführung durfte auch der Normalsterbliche keine Fotos von der Bühnenshow machen. Ausgerechnet Sibirien besteht im Prinzip aus zwei Teilen die wenig miteinander zu tun haben, der erste Part ist eine Art deutsch-russische Culture-Clash Komödie a la Willkommen bei den Sch tis geworden, wo so ziemlich alle Klischees und Vorurteile beider Länder bedient werden: feierfrohe russische Vodka-Trinker die nicht alles so ernst nehmen im Leben treffen auf einen verkorksten Deutschen der wie eine Karikatur eines 68er Studienrates wirkt. Im zweiten Teil dann wird der lustige Klamauk durch Gefühlsseligkeit ersetzt und der Streifen mutiert zu einem Esoterik-Roadmovie inklusive einer Brise Selbstfindungs-Trip. Dabei schleicht sich dann die eine oder andere Länge ein und die Handlung wird ziemlich ausbaufähig, wofür der überzeugend aufspielende Cast rund um Joachim Krol, Katja Riemann und Vladimir Burlakov jedoch wenig kann, so dass sich zumindest die erste esoterikfreie Hälfte des Films anzuschauen lohnt…
Uraufführung Das Digital, bar 25, kater holzig, Wilson Gonzales Ochsenknecht, Berlin, Foto, wagg.de, 2012
Letzte Woche war die Sonnenbrand-Sommerdepression auch mal zu Ende und es ist wieder an der Zeit für etwas blogging, schließlich steht die Zeit steht nicht still und das Hauptstadt-Party-Life geht weiter: Letzte Woche gab es im Rahmen der „IFA“ und „Bread&Butter“ wieder etwas lustige Abendunterhaltung und so wurde bei der Lautsprecherparty von „ultimate ears“ vorbeigeguckt, wo die geladenen Gäste nicht nur ohne Sinn und Verstand abgefüllt wurden, sondern auch Jan Delay und der gute alte Westbam auflegten.
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