Geek meets Chic Party
fp | 31.03.2012   
Geek meets Chic Party, Mati Stache, Trust, Berlin, Foto, Wagg.de, 2012
Wahnsinn Berlin - letzten Donnerstag fanden gleich wieder 2 Film und 2 Fashion Parties parallel statt, so dass man wieder gar nicht wusste wohin. Am lustigsten hörte sich eine Modenschau im Trust an, die von einigen Venture Kapitalisten aus dem Silicon Valley veranstaltet wurde. Da es im Trust ja den Vodka nur Flaschenweise gibt und der auf die Silicon Valley CEOs ging war gute Stimmung bei den geladenen Gästen natürlich vorprogrammiert. Gegen circa 11 liefen dann die Models über den schmalen Catwalk der Trust-Bar und zeigten unter anderem Entwürfe der Designerin Irene Luft. Die Models wurden auf dem Laufsteg frenetisch wie im Fussballstadion bejubelt und statt Front-Row gepose war richtig Party bis der Notarzt kommt angesagt...


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Kategorie: Lifestyle

Geek meets Chic Party, Mati Stache, Trust, Berlin, Foto, Wagg.de, 2012
Diese Woche stand dann mal ganz im Zeichen des gastronomischen Wandels in der Hauptstadt. Bereits im Sommer ging ja das gute alte Cookies in die Annalen der Berliner Club-Geschichte ein um am Dienstag als Crackers wieder aufzuerstehen. Nach 20 Jahren steht nun aber eher das Kulinarische im Focus, denn die Ekstase auf dem Dancefloor, wo ja Speise und Trank bekanntlich der Sex des Alters sind. Das Interieur des Restaurant ist recht sachlich und minimalistisch gehalten und wirkt ein wenig wie ein Schwimmbad und das neue Konzept erinnert latent an das "White Trash", denn das Dinner wird musikalisch im "Crackers" auch live untermalt, zwar nicht von einer urigen Hillbilly oder Thrash Metal Band, dafür aber mit Qualitäts-House, so dass man die Arme schon mal in die Höhe strecken kann, wenn mal der DJ die Bässe ordentlich reinknallt und den ganzen Oberkörper durchschüttelt (aber natürlich nur mit Messer und Gabel in der Hand, Knigge und so ;)). Wie es sich für einen Heinz “Cookie” Gindullis gehört, musste der Neuanfang selbstverständlich standesgerecht mit einer „Nur für Freunde“ Flashmob Party gefeiert werden und halb Mitte wurde mal wieder amtlich abgefüllt und man kam sich bei so vielen Bekannten Gesichtern von früher ein wenig wie in einer Art Zeitmaschine vor, die einen sentimental an den Anfang der Nuller-Jahre zurückgebeamt hatte.
Geek meets Chic Party, Mati Stache, Trust, Berlin, Foto, Wagg.de, 2012
Nach dem ultimativen wagg.de Kegel-Rave war der Akku leer und es musste die Woche erst einmal regeneriert werden und so ging es am Donnerstag lediglich zur Preview des ARD-Historien-Films Nacht über Berlin in die entspannte Astor Film Lounge. Dort, in den bestimmt kommodesten Kinosesseln der Hauptstadt, wurden die geladenen Gäste dann in die Jahre 1932-1933 zurückgebeamt und in die Zeit versetzt, als in Berlin täglich Straßenschlachten zwischen Kommunisten und Nazis tobten, der Reichstag brannte und die Nationalsozialisten schließlich die Macht im Staate übernahmen. Anlass des TV-Streifens ist der 80ste Jahrestag des Reichstagsbrand, der historisch unbestritten, einen markanten Wendepunkt in der deutschen Geschichte markierte, denn der Brand diente als Anlass die linke Opposition in Deutschland zu inhaftieren und/oder zu ermorden und die Nazi-Diktatur zu errichten. In dem spannenden und interessanten Historien-Drama werden aber zum Glück nicht nur die Historischen Ereignisse aneinandergereiht und abgehakt, wie das zum Beispiel beim Baader Meinhof Komplex der Fall ist, sondern das normale Leben der Menschen und die eher alltäglichen Sorgen stehen im Focus des Fernsehfilms. So werden die damaligen sozialen Gegensätze genauso wie die unterschiedlichen politischen Spektren thematisiert und mit einer tragischen Liebesgeschichte (Anna Loos, Jan Josef Liefers) verknüpft.
Geek meets Chic Party, Mati Stache, Trust, Berlin, Foto, Wagg.de, 2012
Man soll ja nie auf Wunder hoffen, aber ich hab am Dienstag eins erlebt und mal wieder einen guten deutschen Film gesehen. In der Kulturbrauerei feierte 4 Könige Premiere und ich war zunächst über den riesigen Andrang verwundert, der für einen Debütfilm der Kategorie pädagogisch wertvoll und weitestgehend unbekannten Cast doch etwas ungewöhnlich war. Die Majorität irrte diesmal jedoch nicht und es gab ein bewegendes Psychatrie Movie zu schauen, dass von 4 Jugenlichen handelt, die Weihnachten zusammen in der Klapse verbringen müssen. Unterschwellig wird eine enorme Spannung aufgebaut, die so bedrückend und authentischen kommt, als würde man nicht im Kinosessel, sondern neben den Protagonisten sitzen. Dabei kommt
Geek meets Chic Party, Mati Stache, Trust, Berlin, Foto, Wagg.de, 2012
Letzten Donnerstag war nix mit „Fashion-Weak“, Oma war krank oder sonst wie verhindert angesagt und so ging es noch einmal eisern zu unserer letzten Schau während der Fashion-Week, nämlich zu „Glaw“. Bei den Runwayshows des kuulen Designer-Duos kommt man sich stets weniger wie im „Zelt“ als morgens um 6 im Weekend oder einer anderen schicken Cocktailparty vor und so unterstrichen die minimalen Beats auch schön die elegant und cosmopolitisch wirkenden Entwürfe, die größtenteils in schwarzweiß (ab Minute 5 im Video =D) gehalten waren und so einerseits eine gewisse Unschuld als auch Kopflastigkeit ausstrahlten und trotzdem jedoch stets lässig rüberkamen. Trotz des eigentlich brutalen Materialmixes aus Lederhosen und –röcken kombiniert mit Blusen aus fließender Seide und flauschigen Jacken wirkte die Kollektion doch recht verträumt und feminin und für ein Newcomer-Label zudem außerordentlich professionell.
Geek meets Chic Party, Mati Stache, Trust, Berlin, Foto, Wagg.de, 2012
Kindheit kennt kein Alter und so ging es am Mittwoch noch ganz infantil zur Uraufführung der neuen Winnetou-Verfilmung, die im guten alten Delphi Premiere feierte. Der „Dschungelcamp“ Sender RTL hat sich an die Neuverfilmung des Karl May-Klassikers herangewagt und auf das Ergebnis war ich ziemlich gespannt bzw. waren meine Erwartungen ziemlich gering und ich hoffte eigentlich nur, dass es nicht allzu trashig oder peinlich werden würde. Wie immer, kam dann wieder alles anders als gedacht und zumindest der erste Teil des Dreiteilers war gar nicht mal so schlecht. Neben dem hochkarätigen Cast (u.a. Jürgen Vogel, Mario Adorf, Wotan Wilke Möhring) gibt es im neuen Winnetou nicht mehr so einen krassen Bodycount wie bei den Spaghetti Western früher, wo gefühlt jede Minute irgendjemand abgeknallt wird, die Apachen sahen auch authentischer aus und Old Shatterhand ist kein unfehlbarer Held mehr, sondern wirkte auf mich eher wie ein selbstloser Über-Gutmensch.
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