Premiere Türkisch für Anfänger
fp | 19.03.2012   
Premiere Türkisch für Anfänger, Elyas M Barek, Josefine Preuß, Bora Dagtekin, Günther Kaufmann, Berlin, Foto, wagg.de
Ordentlich minderjähriger Kreischalarm war im UCI in Neukölle letzten Freitag angesagt, als Elyas M’Barek und Josefine Preuß dem Berliner Publikum ihre neue Komödie Türkisch für Anfänger präsentierten. Die Kino-Adaptionen der erfolgreichen TV-Serie ist Regisseur Bora Dagtekin erstaunlich gut gelungen, denn die Integrations-Komödie ist schön politisch unkorrekt geworden: türkische pseudo Gangsta-Rapper a la Bushido, debile 68er/Esoterik Eltern und Öko-Emanzen in der Pubertät bekommen im Minutentakt so ihr Fett ab, dass die Lachmuskeln der Zuschauer schön strapaziert werden. Neben dem amüsanten Krieg der Geschlechter und Kulturen, der Deutsch-Türkische Klischees und Vorurteile sicherlich gewaltig durcheinander würfeln dürfte, werden dem Zuschauer zwar kurzweilige aber auch gut unterhaltende 110 Film-Minuten geboten. Türkisch für Anfänger lauft bereits seit letzten Donnerstag in den Kinos und konnte gleich einen Start nach Maß hinlegen, denn über 420.000 Besucher ließen sich das am ersten Wochenende nicht entgehen und lösten bereits eine Kinokarte. So konnte der Streifen gleich die Spitze der deutschen sowie österreichischen Kinocharts erobern. Altersfreigabe ist 12 Jahre was bei dem Soundtrack zum Streifen „Nutten am Pool“ und dem Ghetto-Slang ("bitch", "uhrensohn", "Schlampe" usw.) im Film doch etwas verwundert




aber die Jugend von heute kennt halt keine Werte und Moral mehr… ;)
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Kategorie: Film

Premiere Türkisch für Anfänger, Elyas M Barek, Josefine Preuß, Bora Dagtekin, Günther Kaufmann, Berlin, Foto, wagg.de
Der Einladung der Allianz Deutscher Produzenten zum Produzentenfest 2012 folgten letzten Donnerstag etwa 1200 Gäste aus der Film- und Fernsehbranche. Neben zahlreichen Produzenten kamen auch viele namenhafte Schauspieler ins Haus der Kulturen der Welt, denn ein gutes Verhältnis zu den Zahlen-Menschen hinter den Bilanzen kann mit Sicherheit über das eine oder andere Schauspiel-Engagement entscheiden. Und bei so viel Schauspiel-Prominenz kam man sich dann auch ein wenig wie bei der Verleihung zum Deutschen Filmpreis vor, mit dem erfreulichen Unterschied, dass es beim Produzentenfest keine ermüdenden Laudationes und Dankesreden gab. So konnten die Gäste in der mondänen Atmosphäre der Schwangere Auster in aller Ruhe miteinander kommunizieren, netzwerken und natürlich auch ein wenig feiern.
Premiere Türkisch für Anfänger, Elyas M Barek, Josefine Preuß, Bora Dagtekin, Günther Kaufmann, Berlin, Foto, wagg.de
Gestern Abend ging es mal wieder ins Kino zur Premiere von „Lost Place 3D“. Glücklicherweise war die Uraufführung im Sony Center recht intim gehalten und anstatt schreiender Fans und Fotografen konnte man sich einfach ganz entspannt den deutschen Mystery-Thriller anschauen. Wie der Filmtitel richtig suggeriert ist „Lost Place 3D“ natürlich dreidimensional gedreht und zudem kommt auch noch die neue Surround-Sound-Technik „Dolby Atmos“ zum Einsatz, was beides zusammen kombiniert so authentisch wirkt, als würde man nicht in einem Kinosessel sitzen und sich den Film auf der Leinwand anschauen, sondern irgendwie so, als würde dass alles real neben einen rum passieren. Will man sich nicht einen hirnlosen Action-Streifen antun ist ja bei zu vielen technischen Spielereien in Spielfilmen immer ein wenig Skepsis angebracht, in „Lost Place 3D“ harmoniert der Spagat zwischen Special Effects und der Handlung aber gut. So werden die technischen Möglichkeiten auch nur subtil eingesetzt und mit reichlich Jump-Scare-Horror wird die Spannung immer schön auf und wieder abgebaut, so dass man sich immer mal wieder schön erschrickt wenn zum Beispiel irgendwelche Insekten auf einen zugeflogen kommen oder die Tür hinter einen krachend ins Schloss fällt. Die Handlung ist ganz genretypisch natürlich schwachsinniger Trash, es geht um Radiowellen die Menschen beeinflussen und Händys und Autos zu tödlichen Waffen mutieren lassen und genauso ist auch der Aufbau des Mystery-Streifens recht vorhersehbar.
Premiere Türkisch für Anfänger, Elyas M Barek, Josefine Preuß, Bora Dagtekin, Günther Kaufmann, Berlin, Foto, wagg.de
Bei der Fashion-Week stehen nicht nur oberflächliche Fashion-Partys auf der Tagesordnung, sondern natürlich auch die Mode die auf den Schauen gezeigt wird. So wurden dann auch ein paar Modenschauen besucht und aus Konditionsmangel leider auch ein paar geschwänzt. Ein Abstecher wurde letzten Freitag zur Show von Patrick Mohr gemacht, der seine neusten Kreationen im Kino Babylon präsentierte und oft als "Enfant Terrible der Modeszene" tituliert wird. Von einem „schrecklichen Kind“ ist bei Patrick Mohr seit 1 1/2 Jahren nur noch wenig übrig geblieben und die aktuellen Entwürfe kann man sogar schon fast als Mainstream bezeichnen: gezeigt wurde freundliche, 80er Jahre inspirierte Mode in Pastellfarben und Batik-Look. Da der exzentrische Modeschöpfer wohl immer neue und andere Wege beschreiten muss, gab es diesmal anstatt einer konventionellen Modenschau eine Installation und einen Imagefilm zur aktuellen Kollektion zu sehen.
Premiere Türkisch für Anfänger, Elyas M Barek, Josefine Preuß, Bora Dagtekin, Günther Kaufmann, Berlin, Foto, wagg.de
Irgendwo im tiefsten old West-Berlin ist ja gerade die langweilige IFA und in diesem Rahmen gibt es immer ein paar lustige Side-Events, die gar nicht mal so schnarchig sind. So auch letzten Freitag, als der britische Gitarrenverstärker-Hersteller Marshall zu seiner Party in die legendären Hansa Tonstudios lud und mal eben die Schweinerocker von Eagles of Death Metal vor vielleicht 200-300 geladenen Gästen auftreten ließ. Im Zeitalter von Minimal, Minimal und Minimal ist es für die meisten ja ziemlich überholt, 4 Musiker 2 Stunden lang beim rumhüpfen auf der Bühne zuzuschauen und gefühlte 20 mal den gleichen Song zu hören, aber Gigs im kleinen Kreis ohne Bühnengraben, 666666 Roadies und 5 Stunden Soundchecking können trotzdem ab und zu richtig Spaß machen. So wie bei Eagles of Death Metal die richtig Gas gaben und ich mußte jut nostalgisch an die guten alten Backyard Babies und Gluecifer denken.
Premiere Türkisch für Anfänger, Elyas M Barek, Josefine Preuß, Bora Dagtekin, Günther Kaufmann, Berlin, Foto, wagg.de
Daumen hoch für die Meinungsfreiheit und den bestimmt mutigsten Film des Jahres, denn in dem Komödien-Drama Four Lions geht es ziemlich politisch unkorrekt um das was Muslime tun, wenn sie das wörtlich nehmen was im Koran geschrieben steht, nämlich „Ungläubige kuffar“ zu massakrieren. In Four Lions gibt es sicherlich die eine oder andere Länge und der Film erinnert stilistisch stark an Monty Pythons Das Leben Des Brian, trotzdem ist der Film für jeden der für uneingeschränkte Meinungsfreiheit eintritt ein Muss. Zwar wird islamistischer Terrorismus im Film weder übermäßig dämonisiert und natürlich auch nicht glorifiziert, dafür aber ziemlich verharmlost, denkt man etwa an die circa 17.000 Opfer von extremistischen Muslimen, die seit dem 11. September 2001 weltweit umgebracht wurden, oder macht man sich einmal die Mühe und schaut sich im Internet echte Dschihadisten Videos an, wo Menschen enthauptet oder per Kopfschuss hingerichtet werden. Trotz allem hat der Film aber immer noch das Potenzial für einen neuen Karikaturen-Streit, daher wollte der DhimmiC*SU-Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer den Streifen wegen einer angeblichen Terrorgefahr auch kurzerhand indizieren ( http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,738524,00.html ) und aus diesem Grund hatte der Film auch Schwierigkeiten in Deutschland einen Verleih zu finden. Falls es doch noch zu einer Neuauflage eines KarikaturenFilm-Streit kommen sollte, so ist Regisseur Chris Morris und den anderen Machern des Films natürlich ein langes und uneingeschränktes Leben zu wünschen und dass hoffentlich niemand das Schicksal von Theo van Gogh ( http://de.wikipedia.org/wiki/Theo_van_Gogh_(Regisseur) ) teilen muss, oder das Schicksal von Kurt Westergaard oder Salman Rushdie, die nun für den Rest ihres Lebens auf Personenschutz angewiesen sind und sich in ihren eigenen Ländern verstecken müssen. Four Lions läuft ab dem 21.04. im Kino…
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