Premiere Die vierte Macht +++ Zalando Pop-Up Store – Opening-Party +++ Opening Fritz 101 Restaurant Opening Party
fp | 04.03.2012   
Premiere Die vierte Macht, Max Riemelt , Rade Serbedzija, Dennis Gansel , Moritz Bleibtreu , Kasia Smutniak, Esther Perbandt, Alexander Scheer, Aylin Tezel, Ralph Herforth, Tobias Schenke, David Kross, Liv Lisa Fries, Veit Helmer, Patrice Bouedibela,Zalando Pop-Up Store – Opening-Party, Opening Fritz 101 Restaurant Opening Party, Foto, Berlin, wagg.de
Gerade einmal 1-1/2 Wochen ist die Berlinale rum, da setzt in der Hauptstadt auch schon der normale Film-Premieren-Alltag wieder ein. Am Potsdamer Platz präsentierte Die Welle (fast 2,7 Millionen Zuschauer) Kult-Regisseur Dennis Gansel seinen neuen Film Die vierte Macht. Wie Die vierte Macht in Russland aufgenommen werden wird ist an dieser Stelle sicher eine spannende Frage, denn in dem Terrorismus-Thriller geht es um den Tschetschenien-Konflikt. Dabei spart Dennis Gansel in seinem Film weder an kruden Verschwörungstheorien noch ist er als nicht-Russe besonders unparteiisch. Denn ähnlich wie bei den 9-11 Verschwörungstheorien, wo behauptet wird der CIA oder der Mossad hätten das World Trade Center bombardiert um so den Krieg gegen Afghanistan und den Irak zu legitimieren, bombardiert sich in dem Thriller der russische Geheimdienst durch Moskau, um diese Anschläge dann tschetschenischen „Freiheitskämpfern“ in die Schuhe zu schieben, um so einen Anlass für einen Zweiten Tschetschenienkrieg zu haben. Dabei vermengt Dennis Gansel fiktive und reale historische Ereignisse so miteinander, dass man polemisch gesehen von einem anti-russischen Propaganda-Film sprechen kann. Ich will hier nun nicht behaupten ein intimer Kenner der russischen Innenpolitik zu sein und mit Sicherheit gibt es auch in Russland Probleme mit der Pressefreiheit, staatlicher Willkür und rechtstaatlichen Standards, aber laut wiki

http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Tschetschenienkrieg

waren die Ursachen die Einführung der „Scharia“ und „Übergriffe auf nicht-muslimische Minderheiten“ die dann zum realen Tschetschenienkrieg führten, wobei hier mit "Beslan“ oder den Ereignissen im Moskauer Dubrowka-Theater erst gar nicht anfangen werden soll. Nun mag sich in diesem Punkt jeder sein eigenes Urteil bilden, denn abgesehen von den abenteuerlichen Verschwörungstheorien ist Dennis Gansel eigentlich ein recht unterhaltsamer und spannender Polit-Thriller gelungen, wobei der Cast rund um Moritz Bleibtreu und Kasia Smutniak 100%ig überzeugen konnte. Die vierte Macht lauft ab dem 08.03. in den Kinos...




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Nach dem spannenden Film musste dann die ganze Spannung auch wieder abgebaut werden und so ging es gegen 1/2-11 noch weiter zur Opening-Party des Zalando Pop-Up Stores in die Weinmeisterstrasse. Dort gibt es offline und richtig 1.0 die erste hauseigene Kollektion zu sehen und natürlich auch zu kaufen. Die meisten Gäste und die Band waren gegen 1/2-11 zwar schon weg, trotzdem wurde noch jut bis Null Uhr Party gemacht...
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Gleich am nächsten Abend ging es dann Vollgas mit der Opening-Party des Fritz 101 Restaurant weiter. Die geladenen Gäste wurden nicht nur mit modern interpretierter deutscher Küche verwöhnt, sondern auch das Bier floss in Strömen aus den Zapfhähnen. So war gute Stimmung natürlich vorprogrammiert und es wurde bis in die frühen Morgenstunden auf den Tischen getanzt. In dem Borchardt-Ableger in der Friedrichstrasse 101 wird deutsche Küche zu moderaten Preisen serviert.
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Kategorie: Film, Lifestyle

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Wirklich krass wie die Zeit vergeht und letzten Donnerstag war es dann soweit: 20 Jahre Atari Teenage Riot (1992-2012!). Die CyberpunkGabba-Punk Band um Alec Empire, die sich jetzt theoretisch auch in Atari Twen Riot umbenennen könnte, sind jedoch Null alt und langweilig geworden, sondern haben diverse Umbesetzungen, Auflösungen und den Tot eines Band-Members locker weggesteckt und spielten einen frischen Gig als wäre die Zeit stehengeblieben. Stimmungsmäßig war es wie früher bei den ganzen Punk/HC Konzerten wie Bad Religion oder Sick of it all und zu den ganzen alten Hits wie Start The Riot!, Riot 1995, Destroy 2000 Years Of Culture usw. war dann auch jut Pogo-Dancing angesagt und ständig kam irgendwelches Volk von irgendwoher angeflogen. Atari Teenage Riot sind ja einer der wenigen Berliner Bands die international viel Renommee erfahren haben und zum Beispiel mit den Beastie Boys, Slayer oder Rage Against the Machine getourt oder Mukke gemacht haben, aber in ihrer eigenen Heimatstadt kurioserweise nie wirklich Anerkennung gefunden haben, was wohl dem dogmatischen Berliner-Schubladendenken geschuldet ist, was entweder nur „handgemachte“ oder nur elektronische Mukke kennt.
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Mode gucken und Party machen war ja gestern und ab nächster Woche geht es dann wieder lustig weiter mit Filme gucken und Party machen in der besten Hauptstadt der Welt, genauso wie auf jedes Ende bekanntlich auch wieder ein Anfang folgt. Am Dienstagabend war dann sogar schon mal ein Hauch Berlinale zu verspüren, als Hollywood Star Idris Elba den neuen Jaguar XE im Berliner Umspannwerk präsentierte und die geladenen Gäste am unerreichbaren Luxus der Nobelkarosse schnuppern durften. Der Stern aus dem Stechpalmenwald legte dann sogar selber Hand hinter den Decks an und DJte gar nicht mal so übel und machte, im Gegensatz zu den ganzen Promi-Gören-DJs mit jut Rave- und stylischer old skool Studio 54-Mukke, direkt eine gute Figur. Auf dem Dancefloor war natürlich Silikon-Alarm bis zum abwinken angesagt, wo der schnöde Mammon nicht weit entfernt war und den weiblichen Narzissmus stimulierte. Nach 2 kurzweiligen Stunden gucken und gekuckt werden und ein paar leckeren Longdrinks und erfrischenden Häppchen ging es schließlich ganz unstandesgemäß, aber sportiv mit dem Jaguar ööhh klapprigen Baumarkt-Bike wieder Heimwärts.
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Wo jetzt immer schön die Sonne lacht und alle am See chillen und die letzten Reviews so lange her sind, ist es auch mal wieder an der Zeit für ein paar Vinyl Reviews. Der momentane Platten-Hype und der dumme RSD nerven zwar gerade, weil die Preise im Vergleich zu früher wirklich krass angestiegen sind und nen Zwani für Neuerscheinungen schon Standard geworden sind, so dass man gar nicht mehr lustig und unbeschwert wie früher diggen kann. Da kommt manchmal schon die Frage auf, ob man sich für die ganze Kohle nicht lieber ne Kiste Bier oder Rauschgift zulegt und man da nicht letztlich mehr von hat. Bei der Lollapalooza Prae-Party gab es aber zum Glück das neue Boys Noize Album vom Chef persönlich (danke Dude!), so dass einem amtlichen Bierbauch erstmal nichts im Wege steht. Das Teil heißt Presents Strictly Raw Volume 1 und kommt voll arty mit einem minimalistischen, unifarbenen und blutroten Cover daher. Von der Mukke gibt es recht zeitlosen Techno mit wenig Wiedererkennungseffekt, der weniger Hit- und „Ed Banger“ lastig wie noch das jute alte Oi, Oi, Oi Album kommt und streckenweise musste ich an die guten alten ZombieNation oder eine "Gigolo" Platte aus der Nuller-Zeit denken. So ist die Scheibe auch weniger zum zu Hause hören geeignet, da sie schon recht Club-Style ausgefallen und teilweise ist auch recht düsteres Endzeit-Geknüppel drauf, aber jede Musik hat ja bekanntlich seine Zeit und zur Primetime bei der Warehouse-Party kann man schon gudde Laune bekommen. +++ Wo ja letzte Woche das halbe World Wide Web auf Ten Walls einprügelt hat, sicherlich Homosexuelle mit Pädophilen auf eine Stufe zu stellen war unendlich dumm, aber die hyperventilierenden PC-Blockwarte allerorten nerven mit ihrer Unlogik unendlich mal mehr. Mit derselben Logik kann man nämlich gleich auch Gangster Rap oder Reggae verbieten und die ganzen Bessermenschen müssten eigentlich auch täglich vor der saudischen oder iranischen Botschaft demonstrieren. In diesen Ländern werden Schwule nämlich vom Staat im Wochenrhythmus gehängt, geköpft oder sonst wie massakriert (ich spare mir jetzt die Links, google dein bester Kumpel) und da hört man immer nada, niente, nix außer dröhnenden Schweigens. Diese Doppelmoral saugt so unendlich, zumal sich der der litauische Produzent auch entschuldigt hat. Auf jeden Fall war Walking with Elephants mein Open-Air Sommer-Hit 2014 und Ten Walls war einer der wenigen interessanten Acts auf dem ansonsten gähn-langweiligen Berlin Festival. Durch den Boykott bekommt man die Pladde wohl gerade recht günstig oder in 138 Teile zerbrochen und mich verwundert, dass sie bisher nicht auch noch indiziert wurde =D. Die Scheibe auf der nächsten Party aufgelegt sorgt mit Sicherheit für bomben Stimmung und zudem kann man bestimmt eine interessante Kontroverse über Meinungsfreiheit versus Political Correctness vom Zaun reißen, was ja bei dem ewigen Kokain-Talk auf den Raves auch mal ne nette Abwechslung sein kann und wie schon vor 200 Jahren Voltaire so treffend anmerkte: „Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.“ +++ Und Last not least noch eine Band, die wieder nur ich gut finde, eine Art best of Album von Babymetal kann man jetzt auch offiziell in Deutschland kaufen - als die-hard Fan konnte man das bisher nur für viele Yens direkt aus Japan tun. Babymetal ist eine ehemalige Casting-Band mit 3 minderjährigen Schulmädchen, die man aber nicht mit dem Dieter Bohlen Casting-Schrott hierzulande vergleichen kann und die zufällig ein neues Genre erfunden haben, den „Kawaii (japanisch liebenswert, süß, niedlich) Metal“, den ich aber eher als Manga-Metal bezeichnen würde, weil die Girls so surreal skurril wie aus einem japanischen Comic entsprungen wirken. In Japan sind die Mädels bereits Superstars und füllen riesige Stadien (aber keine Ahnung wie das mit den Handschuhen und Gitarre spielen geht =D), was vielleicht auch durch den crazy Lolita-Schulmädchen-Fetisch im Land der aufgehenden Sonne erklärbar ist, aber abgesehen davon ist einfach die Mukke goil und infantile Anime-Stimmen mit knallharten Metal zu crossovern ist einfach ganz großes Kino. Punkt! Ich kannte Babymetal bisher nur als youtube-Phänomen und von ihren kuulen Videos (guckst du hier, hier, hier, hier oder hier ) und auf der CD sind mehr oder weniger auch die selben Tracks drauf. Eine Vinyl Version gibt es meines Wissens nicht (buh!) und keine Ahnung wer heutzutage noch CDs kauft, kommt ja schon ziemlich 90er und ob Compact Discs bei der Generation Internet Sinn machen, bin ich wirklich überfragt, ich besitze jedenfalls nur noch nen CD-Laufwerk im Rechner. 100 Prozent Sinn macht aber der Gig am 27. August im Huxleys, da haben die Kawaii Metal Girls nämlich Schulferien und werden in der Hauptstadt wohl einen der ungewöhnlichsten und sicherlich sehenswertesten Konzerte 2015 spielen. Und wem das doch alles zu Hype und Mainstream mit Babymetal wird, mit PassCode steht schon die nächste Lolita-Combo aus Japan in den Startlöchern. Sooo, happy digging, Peace & Harmony…
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Am 25.11. kommt nicht nur das neue Album der Boss Hoss raus, sondern die Berliner Country Musiker haben auch eine Reise-Doku durch Texas gedreht. Von der Doku hab ich zwar nur die Hälfte mitbekommen, zu sehen gibt es den typischen Texas-Redneck Way of Life: es wird Rodeo geritten , es werden Oldtimers getuned, es wird Texas-Steaks gegrillt und es wird mit großkalibrigen Waffen durch die Gegend geballert – also alles was die Musik der Boss Hoss wohl inspiriert. Die Doku kann man sich natürlich nicht im Kino anschauen, sondern für den hXc Fan gibt es von dem neuen Album Liberty of Action auch eine Deluxe Edtion wo der Film als DVD enthalten ist. Im Anschluss der Filmvorführung ließen es sich die Bosshoss natürlich nicht nehmen noch ein paar Songs aus ihrem neuen Album vorzustellen, welches wohl etwas punkiger als seine Vorgänger geworden ist. Ich behaupte einfach mal Bad Religion mal Country hoch RocknRoll gleich neues Album der Boss Hoss. In irgendwelchen Stadien wo die ansonsten immer auftreten, würde ich mir die natürlich auch nicht antun, wer aber mal die Gelegenheit hat sich die Country Stars im kleineren Rahmen anzuschauen, unbedingt hin da, denn da machen die wirklich Spaß. In den Trailer des Streifen kann man hier mal reinschauen…
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Tatort gucken ist so 90er und so ging es Sonntagabend lieber wieder dezent ins Kino. Diesmal gab es Die Mitte der Welt auf die Quadrataugen, der in der Kulturbrauerei Premiere feierte. Nicht auf der Wohnzimmercouch vermodert zu sein war dann eine weise Entscheidung, denn die Literaturverfilmung des gleichnamigen Romans von Andreas Steinhöfel ist wirklich super geworden. In schön melancholischen und sentimentalen Bildern erzählt Regisseur Jakob Erwa die homoerotische Romanze zweier Schüler, wobei „Die Mitte der Welt“ jetzt weniger das deutsche „Brokeback Mountain“ geworden ist, denn eine Hommage an die Liebe, Freundschaft und die Hindernisse des Erwachsenenwerden. So ist der Streifen auch kein typischer Gay-Film, der etwa das Coming-Out oder die Repression der Gesellschaft thematisiert, sondern die Protagonisten sind halt zufällig schwul.
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