Marc O Polo 10 Pieces Party +++ Vernissage Boris Mikhailov - Time is out of joint
fp | 01.03.2012   
Marc O Polo 10 Pieces Party +++ Vernissage Boris Mikhailov - Time is out of joint
Moden kommen und gehen. Wer nicht jede Saison aufs Neue den aktuellsten Fashion-Trends hinterherhecheln mag für den kommt wohl eher zeitlose Mode in Frage. Entgegen neusten Modetrends hat nun das Schwedisch/Deutsche Modelabel Marc O Polo eine 10-teilige Basics-„Capsule Collection“ auf den Markt gebracht, die für sich in Anspruch nimmt auch in der nächsten Saison noch tragbar zu sein. Die bei der gestrigen Launch-Party präsentierten Entwürfe ließen sich untereinander mit Sicherheit sehr gut kombinieren, trotzdem wirkten die Kreationen doch etwas neutral und zuweilen ziemlich konservativ. Aber das war ja vielleicht auch Sinn und Zweck der Übung, denn zeitlos erschien die Kollektion allemal und für den Besuch einer Jura-Vorlesung ist sie sicherlich bestens geeignet, aber seht einfach selbst

http://vz21950.plusserver.de/de/10-pieces

Die unschnelllebige Kollektion von Marc O Polo hat nur einen klitzekleinen Haken, denn sie hängt nur temporär für exakt 10 Tage (noch bis zum 10. März) an den Kleiderstangen in der Friedrichstraße 89...

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Etwas länger, nämlich noch bis zum 28.05. ist in der Berlinischen Galerie das wirklich sehenswerte Werk von Boris Mikhailov zu besichtigen. Die Berlinische Galerie befindet sich zwar etwas abseits des Kunstgalerien-Strich in Berlin-Mitte und ist ohne Auto immer doof zu erreichen, aber dafür wird dem Besucher eine tolle Foto-Ausstellung geboten. Zwar gibt es auf den Bildern fast ausschließlich Motive über Armut, Obdachlose und Umweltzerstörung in der früheren Sowjetunion zu sehen, doch durch humorvoll-ironische Noten haben die Aufnahmen wenig mit konventioneller sozialdokumentarischer Fotografie zu tun. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass Boris Mikhailov eigentlich Ingenieur und nicht ausgebildeter Fotograf ist und sich lediglich als Autodidakt der Fotografie zuwandte, so dass er in der abgeschotteten UDSSR ohne äußere Einflüsse seinen eigenen Stil entwickeln konnte. Mikhailov gilt heute als der bedeutendste Fotograf der ehemaligen Sowjetunion und sein Werk beinhaltet sicherlich auch heute noch wichtige Positionen der Gegenwartsfotografie. Aber lange Rede kurzer Sinn – ein interessantes und aktuelles Interview des Fotografen gibt es hier zu lesen

http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1685034/

Und da die Vernissage von Coop „gehosted“ wurde gab es auch nicht nur kurzweilige Kunst ;) zu sehen, sondern es wurde auch noch stilgerecht gefeiert. Mehr Infos zur Ausstellung gibt es hier

http://www.berlinischegalerie.de/ausstellungen/aktuell/boris-mikhailov.html


hier gehts zur Fotogalerie


Kategorie: Lifestyle

Marc O Polo 10 Pieces Party +++ Vernissage Boris Mikhailov - Time is out of joint
Seit der Promotion von “Dr.” Vitali Klitschko hat der Boxsport ja eine gewisse Intellektualisierung erfahren und wurde so auch ein wenig vom dumpfen „haudruuf“-Image befreit. Die relativ junge Sportart Schachboxen (erfunden 2003) geht diesen Weg sogar noch weiter und kombiniert den Boxsport mit dem komplexen Intellekt-Sport Schach, so dass alleiniges einprügeln auf den Gegner nicht 100%ig zum Erfolg führt, denn die Kontrahenten müssen ja auch auf dem Schachbrett bestehen. So hieß es am Samstag bei den 4th Berlin Chess Boxing Championships 2012 dann auch treffend Who is the smartest toughest guy in Berlin?.
Marc O Polo 10 Pieces Party +++ Vernissage Boris Mikhailov - Time is out of joint
Statt pseudointellektuellem Meta-Talk und Mit-Sekt-in-der-Hand-Herumstehen-und-wichtig-Sein-gepose beim langweiligen Gallery Weekend ging es gestern Abend lieber erst mal entspannt ins Kino zur Premiere der launigen Pubertäts-Komödie Turn me on. „Turn me on“ ist ein schön feuchter Arthouse-Film irgendwo zwischen „Feuchtgebiete“ und „American Pie“ geworden und dreht sich um die ewigen Abgründe der weiblichen Adoleszenz. Inhaltlich geht es in dem norwegischen Coming-Of-Age-Streifen um so ziemlich alles wo Teenager-Hormone verrückt spielen: die Irrungen der ersten große Liebe, horrorende Telefonsex-Rechnungen, reichlich Mutter-Tochter-Drama und Schul–Mobbing wegen des anstubsens mit primären Geschlechtsmerkmalen - also sicherlich alles was eine glückliche Pubertät ausmacht. Erzählt wird die authentisch wirkende Geschichte aus der „Liebes Tagebuch“-Ich-Perspektive der super aufspielenden Hauptdarstellerin Helene Bergsholm und Debüt-Regisseurin Jannicke Systad Jacobsenist sorgt mit einer atmosphärischen Bildsprache im stylischen Mode-Blogger-Style und einem kuulen Sountrack (u.a. Kings of Convenience) für weitere Akzente.
Marc O Polo 10 Pieces Party +++ Vernissage Boris Mikhailov - Time is out of joint
Sport ist nicht immer Mord und so wurde gestern Abend noch bei der „Zalando Fashion x Sports Party“ nach dem rechten geguckt, wo nicht nur die Kampagne "Fashion x Sport" von Topmodel Anna Ewers begossen wurde, sondern die Gäste auch ordentlich Kalorien mit Tischtennis und Radfahren verbrennen konnten. Nachdem die Kalorien angezählt waren wurde auch noch ausgiebig das Tanzbein geschwungen und es wurde eine ausschweifende Sause wie damals im Katerholzig anno 2011 (wer da Rechtschreibfehler findet darf sie behalten =D) und die Blogger- und Modemädchen freuten sich alle und knipsten wie verrückt Selfies.
Marc O Polo 10 Pieces Party +++ Vernissage Boris Mikhailov - Time is out of joint
Wo jetzt immer schön die Sonne lacht und alle am See chillen und die letzten Reviews so lange her sind, ist es auch mal wieder an der Zeit für ein paar Vinyl Reviews. Der momentane Platten-Hype und der dumme RSD nerven zwar gerade, weil die Preise im Vergleich zu früher wirklich krass angestiegen sind und nen Zwani für Neuerscheinungen schon Standard geworden sind, so dass man gar nicht mehr lustig und unbeschwert wie früher diggen kann. Da kommt manchmal schon die Frage auf, ob man sich für die ganze Kohle nicht lieber ne Kiste Bier oder Rauschgift zulegt und man da nicht letztlich mehr von hat. Bei der Lollapalooza Prae-Party gab es aber zum Glück das neue Boys Noize Album vom Chef persönlich (danke Dude!), so dass einem amtlichen Bierbauch erstmal nichts im Wege steht. Das Teil heißt Presents Strictly Raw Volume 1 und kommt voll arty mit einem minimalistischen, unifarbenen und blutroten Cover daher. Von der Mukke gibt es recht zeitlosen Techno mit wenig Wiedererkennungseffekt, der weniger Hit- und „Ed Banger“ lastig wie noch das jute alte Oi, Oi, Oi Album kommt und streckenweise musste ich an die guten alten ZombieNation oder eine "Gigolo" Platte aus der Nuller-Zeit denken. So ist die Scheibe auch weniger zum zu Hause hören geeignet, da sie schon recht Club-Style ausgefallen und teilweise ist auch recht düsteres Endzeit-Geknüppel drauf, aber jede Musik hat ja bekanntlich seine Zeit und zur Primetime bei der Warehouse-Party kann man schon gudde Laune bekommen. +++ Wo ja letzte Woche das halbe World Wide Web auf Ten Walls einprügelt hat, sicherlich Homosexuelle mit Pädophilen auf eine Stufe zu stellen war unendlich dumm, aber die hyperventilierenden PC-Blockwarte allerorten nerven mit ihrer Unlogik unendlich mal mehr. Mit derselben Logik kann man nämlich gleich auch Gangster Rap oder Reggae verbieten und die ganzen Bessermenschen müssten eigentlich auch täglich vor der saudischen oder iranischen Botschaft demonstrieren. In diesen Ländern werden Schwule nämlich vom Staat im Wochenrhythmus gehängt, geköpft oder sonst wie massakriert (ich spare mir jetzt die Links, google dein bester Kumpel) und da hört man immer nada, niente, nix außer dröhnenden Schweigens. Diese Doppelmoral saugt so unendlich, zumal sich der der litauische Produzent auch entschuldigt hat. Auf jeden Fall war Walking with Elephants mein Open-Air Sommer-Hit 2014 und Ten Walls war einer der wenigen interessanten Acts auf dem ansonsten gähn-langweiligen Berlin Festival. Durch den Boykott bekommt man die Pladde wohl gerade recht günstig oder in 138 Teile zerbrochen und mich verwundert, dass sie bisher nicht auch noch indiziert wurde =D. Die Scheibe auf der nächsten Party aufgelegt sorgt mit Sicherheit für bomben Stimmung und zudem kann man bestimmt eine interessante Kontroverse über Meinungsfreiheit versus Political Correctness vom Zaun reißen, was ja bei dem ewigen Kokain-Talk auf den Raves auch mal ne nette Abwechslung sein kann und wie schon vor 200 Jahren Voltaire so treffend anmerkte: „Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.“ +++ Und Last not least noch eine Band, die wieder nur ich gut finde, eine Art best of Album von Babymetal kann man jetzt auch offiziell in Deutschland kaufen - als die-hard Fan konnte man das bisher nur für viele Yens direkt aus Japan tun. Babymetal ist eine ehemalige Casting-Band mit 3 minderjährigen Schulmädchen, die man aber nicht mit dem Dieter Bohlen Casting-Schrott hierzulande vergleichen kann und die zufällig ein neues Genre erfunden haben, den „Kawaii (japanisch liebenswert, süß, niedlich) Metal“, den ich aber eher als Manga-Metal bezeichnen würde, weil die Girls so surreal skurril wie aus einem japanischen Comic entsprungen wirken. In Japan sind die Mädels bereits Superstars und füllen riesige Stadien (aber keine Ahnung wie das mit den Handschuhen und Gitarre spielen geht =D), was vielleicht auch durch den crazy Lolita-Schulmädchen-Fetisch im Land der aufgehenden Sonne erklärbar ist, aber abgesehen davon ist einfach die Mukke goil und infantile Anime-Stimmen mit knallharten Metal zu crossovern ist einfach ganz großes Kino. Punkt! Ich kannte Babymetal bisher nur als youtube-Phänomen und von ihren kuulen Videos (guckst du hier, hier, hier, hier oder hier ) und auf der CD sind mehr oder weniger auch die selben Tracks drauf. Eine Vinyl Version gibt es meines Wissens nicht (buh!) und keine Ahnung wer heutzutage noch CDs kauft, kommt ja schon ziemlich 90er und ob Compact Discs bei der Generation Internet Sinn machen, bin ich wirklich überfragt, ich besitze jedenfalls nur noch nen CD-Laufwerk im Rechner. 100 Prozent Sinn macht aber der Gig am 27. August im Huxleys, da haben die Kawaii Metal Girls nämlich Schulferien und werden in der Hauptstadt wohl einen der ungewöhnlichsten und sicherlich sehenswertesten Konzerte 2015 spielen. Und wem das doch alles zu Hype und Mainstream mit Babymetal wird, mit PassCode steht schon die nächste Lolita-Combo aus Japan in den Startlöchern. Sooo, happy digging, Peace & Harmony…
Marc O Polo 10 Pieces Party +++ Vernissage Boris Mikhailov - Time is out of joint
Gutes Essen ist Balsam für die Seele und so wurde gestern natürlich noch beim Opening des neuen Umami Restaurant in der Bergmannstrasse 97 vorbeigeguckt. Essen ist schließlich der Sex des Alters und die Gaumen der geladen Gäste wurden dann auch nach Strich und Faden mit besten Asiatischen Food verwöhnt und um die Dolce Vita perfekt zu machen gab es auch noch erfrischende Moskow Mule-Drinks auf die gerade vom Wochenende regenerierte Leber. Läuft!
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