Fashion Week 2012 - Tag 0: Opening FIER Showroom
fp | 18.01.2012   
Fashion Week 2012, Berlin, Opening FIER Showroom, Matthias Maus, Foto
Abseits der klaustrophobischen Massenevents wie etwa die B&B Opening-Party oder die völlig überlaufende Les Mads Party konnte auch ganz relaxt im Kiez in die Modewoche reingefeiert werden. In der Brunnenstraße 170 öffnete der temporäre FIER Showroom seine Pforten und präsentierte dort sehenswerte Entwürfe von 7 jungen Mode-und Schmuckdesignern. Das musste natürlich glamourös gefeiert werden, wovon man sich auch hier ein Bild machen kann

http://levoltage.blogspot.com/2012/01/2012-01-17-edged-showroom-opening-party.html

Geöffnet ist der wie eine Ausstellung gehaltene Showroom noch bis zum 20. Januar. Mehr Infos zu dem engagierten Projekt gibt es hier zu erfahren...

http://fiermanagement.com/2012/01/09/fier-showroom-berlin-aw1213-2/


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Kategorie: Lifestyle

Fashion Week 2012, Berlin, Opening FIER Showroom, Matthias Maus, Foto
Am Mittwoch wurden dann bei der Modewoche auch mal ein paar Shows geguckt, schließlich geht es bei der Fashion Week ja um Mode und nicht nur um sinnlos Party zu machen, oberflächlich feiern kann man letztendlich, wenn man tot ist. Zunächst ging es zur Show von HolyGhost, wo es tragbare, aber elegante und aus den 70er Jahren inspirierte Looks zu schauen gab.

Fashion Week 2012, Berlin, Opening FIER Showroom, Matthias Maus, Foto
Nach 10 Tagen Berlinale, circa 400 Festival-Filmen, über 300.000 verkauften Kinokarten und natürlich reichlich Glamour und Party ging es am Samstag nochmal aufs Parkett des Filmfestivals zum schicken Dinner der Schauspielagentur „Magnet“ (Powered by Lorenzo und Electronic Beats by Telekom). Agenturchefinnen Britta Dahlmann und Kathrin Kruschke luden Geschäftspartner, Freunde des Hauses und natürlich ihre Schauspieler ins stylische Cookies Cream und verwöhnten alle vegetarischkulinarisch nach Strich und Faden. Höhepunkt des Abends war ein mini Gig von Nikolai Kinski und Freundin Ina Paule Klink, die sehr schön den guten alten Elvis Presley und die Jackson 5 neuinterpretierten und sehr sympathisch dabei, dass Nikolai Kinski im Gegensatz zum Überschauspieler-Vater in natura auch eher intro- denn extrovertiert wirkt, was auch bei unzähligen selbstdarstellenden Berufs- und Promisöhnen im Berliner Nachtleben nicht unbedingt gang und gäbe sein muss.
Fashion Week 2012, Berlin, Opening FIER Showroom, Matthias Maus, Foto
Gestern Abend war in Mitte(-Titte) mal nicht nur Pub-Crawl und Touri-Sightseeing angesagt, sondern es gab auch wieder reichlich Anlass die Tassen hochleben zu lassen. Zunächst wurde kurz beim klaustrophobischen „Hilfiger Denim Varsity“ Event in der Rosenthaler Strasse vorbeigeschaut, wo Tommy Hilfiger seine neue Street-Style Kampagne lancierte. Hintergrund der Kampagne ist der alle paar Jahre wiederkehrende Baseball- bzw. Collegejacken–Trend, der wohl sehr bald zum modischen Massenphänomen mutieren wird und der gestern wohl noch weiter angekurbelt werden soll, denn Collegejacken sind Teil der neuen Tommy Hilfiger Herbst-Kollektion.
Fashion Week 2012, Berlin, Opening FIER Showroom, Matthias Maus, Foto
Am Freitag, kurz vor Toreschluss 2012, war erst einmal Schluss mit sinnloser Besinnlichkeit und es hies noch einmal hoch die Tassen im alten Jahr: Die "Trust"-Bar feierte Reopening und Vorort war dann nicht nur klaustrophobisches „Mitte-Klassentreffen“ angesagt, sondern es ging stilgerecht wild und feucht bis in die frühen Morgenstunden durch die Nacht. Nach dem Mieterkrieg in der Torstraße ist die „In-Bar“ nun in die S-Bahnbögen direkt am Hackeschen Markt umgezogen und abgesehen davon, dass jetzt sogar Bier ausgeschenkt wird und der „Szene“-Laden gefühlte 3 Mal größer wirkt wie vorher, hat sich eigentlich wenig geändert: den Alk gibt es nach wie vor nur Flaschenweise zu bestellen und er schmeckt unverändert irgendwie gepanscht, auf den Unisex-Toiletten kann man sich nach wie vor gegenseitig besuchen und an der Tür werden die scheinbar unwichtigen von den wichtigen Menschen gnadenlos ausselektiert.

Fashion Week 2012, Berlin, Opening FIER Showroom, Matthias Maus, Foto
Statt Langeweile war auch diese Woche wieder kreatives Nichtstun und punk&roll angesagt: Gleich Montag nach der Schicht ging es zu den lustigen Patent Pendig ins Comet, die vielleicht vor 3 Dutzend Zuschauern spielten. Doch wer braucht schon Masse wenn er Klasse hat, denn die vielleicht 50 Anwesenden entpuppten sich als echte Die-Hard Fans und machten Lärm und Party wie 300 und die urigen Dudes mussten gefühlt 20 Zugaben spielen bis sie gnädig entlassen wurden. Vom Sound spielen die New Yorker aber eher den cleanen West-Coast Punk Style, wie es früher hunderte Bands gab und haben auch nicht das Punkrock-Rad neu erfunden, aber live haben „Patent Pendig“ gute Nehmerqualitäten, spielen nicht 20 mal hintereinander den gleichen Song und wissen mit einer juten Bühnenshow zu unterhalten.
Nach dem nostalgischen Ausflug in die verschwendete Jugend wurde schließlich noch bei einem Club-Opening in SchwabenbergPrenzlauer Berg vorbeigeschaut, was schon etwas erstaunlich war, weil man ja aus dem „Szene“ Bezirk nur noch von Wecken-Thierse, Macchiato-Müttern und Kehrwochen-Psycho-Nachbarn hört, denn von neuen Clubs. Bei meinem Eintreffen wurde zwar vor meinen Augen die Open-Bar geschlossen (Sauerei!), dafür gab es noch einen launigen Musikmix aus Balkan-Beat, was meine Eltern in den Swinging Sixties gehört haben und Stereo Total. Die Prenzlauerberg-Langzeitstudenten-Hippies haben sich darüber gefreut und wild das Tanzbein geschwungen. Das „Horns & Hooves“ ist sicherlich mal ne gute Alternative, wenn man mal keinen Bock auf die Hedonisten-Hölle in Mitte oder 3 Tagewach-Bretterbudenrave hat und sich auch mal mit normalen Menschen unterhalten will.
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