Premiere Wer hat Angst vor Virginia Woolf?
fp | 19.12.2011   
Premiere, Wer hat Angst vor Virginia Woolf?, Atze Brauner, Katja Riemann, Peter René Lüdicke,  Michael Mendl, Fotos, Komödie am Kurfürstendamm,18.12.2011
Am Sonntag feierte in der Komödie am Kurfürstendamm der Bühnen-Klassiker Wer hat Angst vor Virginia Woolf? wieder Premiere in Berlin. Nach dem großen Erfolg am Deutschen Theater mit Corinna Harfouch und Ulrich Matthes in den Hauptrollen ist diesmal die publikumswirksame Katja Riemann zu bewundern. So war der Publikums-Andrang im Berliner Traditions-Theater natürlich groß, denn viele Besucher kamen sicherlich nur um hautnah die Star-Schauspielerin zu erleben. Das täuschte aber nicht darüber hinweg, dass Katja Riemann an der Seite von Peter René Lüdicke auch den seriösen Theater-Besucher schauspielerisch überzeugen konnte. Im übrigen wirkte die Auführung mit lediglich 4 Charakteren auch überhaupt nicht so boulevardesk wie ansonsten die Stücke in der Komödie, denn Wer hat Angst vor Virginia Woolf? hat auch seine zivilisations- und gesellschaftskritischen Seiten.
Inhaltlich geht es um ein durch Alkohol angeheiztes Psychoduell eines alternden Akademikerpaares und handelt von den Lebenslügen, Zynismen und Frustrationen der bürgerlichen Welt des 20. Jahrhunderts. Mit der Darstellung von der Zerbrechlichkeit von gesellschaftlichen und zivilisatorischen Konventionen ist der Bühnen-Klassiker trotzdem ein recht zeitloses Theaterstück, welches gerade durch die heutigen weltweiten Umbrüche und Revolutionen mit Sicherheit nichts an Aktualität eingebüßt hat.
Die teils böse und teils witzige Inszenierung wurde 1966 sogar mit Elizabeth Taylor und Richard Burton in den Hauptrollen verfilmt und 2011 produzierte Roman Polanski unter dem Titel Der Gott des Gemetzels sogar noch ein Remake. In die mit 5 Oskars prämierte Adaption von 1966 kann man sogar bei youtube reinschauen




und so auch einen atmosphärischen und schwarzweißen ;) Eindruck des Theaterstückes gewinnen. Wer hat Angst vor Virginia Woolf? läuft noch bis zum 15.04.2012 in der Komödie am Kurfürstendamm...

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Kategorie: Lifestyle

Premiere, Wer hat Angst vor Virginia Woolf?, Atze Brauner, Katja Riemann, Peter René Lüdicke,  Michael Mendl, Fotos, Komödie am Kurfürstendamm,18.12.2011
Obwohl ja nix mehr los ist in Gentrifizierer-Mitte, gab es zumindest am Freitag mal keinen Grund für Lethargie und Langweile, denn Maybelline New York feierte im Kraftwerk seinen hundertsten B-Day. Ich mag zwar eigentlich keine angepinselten Gesichter, sondern ja eher natürliche Blässe und selbstverständlich nur innere Schönheit und so, aber zum dreistelligen Ehrentag des Make-Up Konzerns konnte man schon mal dezent guten Tag sagen und nur das aller Beste wünschen. Vor Ort gab es dann eine lustige Mischung aus Fashion-Zirkus und GNTM Girls, eigentlich so, wie bei der Fashion-Week im Zelt immer und nach den Sonntagsreden der CEOs wurde es dann gar nicht mal so schlecht, denn mit Kelly Rowland von Destinys Child gab es einen tollen Gig mit viel Melismatik und Seele anzuschauen.
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In Mailand gibt es auf dem Catwalk Gucci, in der Hauptstadt ganz en vogue Marc Cain. So wurde gestern Abend noch im KaDeWe vorbeigeschaut, endlich eine Hermès Birkin Bag erstehen, ein paar Gläser Schampus schlürfen und natürlich die neue Marc Cain-Kollektion in Augenschein nehmen. Als nach ein paar Bussis hier und gepflegten Smalltalk da schließlich der Laufsteg freigegeben wurde, gab es natürlich eine sehr tragbare und für Berliner Verhältnisse krass farbenfrohe Kollektion zu sehen, wo stilistisch von retro flowerpower/swinging 60ies bis urban-futuristisch alles zusammengewürfelt wurde, was die letzten Jahrzehnte Modesünden hergaben. Aber wer braucht schon Tugenden und so wurde nach der Schau...
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Dass die Kreativbranche sich gerne selbst feiert ist ein genauso offenes Geheimnis wie das Mode und Musik schon immer untrennbar miteinander verbändelt sind und eine Musikrichtung einen bestimmten Modestil bzw. Lifestyle diktiert. Die Musikzeitschrift „Musikexpress“ vergibt jedes Jahr ein Dutzend Awards an Modelabels und Brands die das musikalische Lebensgefühl auf die Mode transportieren bzw. wohl gute Anzeigenkunden des Magazins sind. Für die Verleihung am Donnerstag war dann gutes Sitzfleisch von Nöten und die Gewinner Nike, Levis, Hugo, Bench usw. nahmen die Preise auch dankbar an. Nach der Verleihung von 16 Auszeichnungen war aber vor der Party und als endlich die Bar geöffnet wurde gab es kein halten mehr und für eine Preisverleihung wurde sogar ungewöhnlich wild gefeiert und gerade als „Kompakt“- Michael Mayer angefangen hat zu spielen musste leider das zeitliche gesegnet werden, da - die Welt kann so ungerecht sein – der Wecker ja morgens immer recht zeitig klingelt.
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Im Frühjahr 2012 zieht die Model-Agentur Casting Company von Topmodel-Experte und Alm-Mitbewohner Rolf(e) Scheider in eine schicke Bauhaus- Villa in den Tiergarten. Da man ja vor einer Renovierung nicht mehr viel verwüsten kann, wurde kurz vor Beginn der Arbeiten zur Abrissparty in das Anwesen geladen. Das ließen sich die üblichen Berliner Party-Verdächtigen natürlich nicht zweimal sagen und so wurde exzessiv bis Punkt 12 Uhr gefeiert. Dann wurde die Musik kurzerhand abgedreht und die zahlreichen Besucher vom Gastgeber höchstpersönlich rausgeschmissenverabschiedet. Verständlich, denn wahrscheinlich will man es sich ja nicht schon im Vorfeld mit den Nachbarn verderben...
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Statt schnarch Brot und Spiele-Champions League und Befriedigung der niederen Instinkte (wie sonst immer =D) wurde am Wochenende lieber mal wieder gegen den Zeitgeist-Strom geschwommen. So gab es anstelle von sinnlosen rumgebolze-gucken lieber ein wenig Hochkultur auf die intellektuelle Mütze: Im Kühlhaus am Gleisdreieck feierte das Theaterstück „Inanna in den Katakomben“ Premiere und ließ mich zwar am Ende ratlos und verwirrt zurück, aber einfache Antworten helfen ja auch nicht immer weiter. Toll und sehenswert war aber die installationsartige Inszenierung, die wie eine Art-Performance wirkte und mit schnellen Schnitten wurde getanzt, es gab einen Punk-Gig und laufend wurden bedeutungsschwangere Sätze gesagt oder sich im Staub der Bühne gesuhlt und ein kafkaeskes „Alice im Wunderland“-artiges Szenenbild jagte das nächste.
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