Premiere Blutzbrüdaz
fp | 15.12.2011   
Premiere Blutzbrdaz, Berlin, Johannes Thielmann, Sina Tkotsch, Patrice Boudibla, Frauenarzt, Doreen Steinert, Veit Helmer, Foto, SIDO, B-Tight, zgr Yildirim, aggro berlin
Nur ein Jahr nach dem cineastischen Desaster von Zeiten ndern dich geht die Produktionsfirma Constantin bereits mit der nchsten Gangsta-Rap Produktion an den Start. Der neue Streifen heit Blutzbrdaz und diesmal gibt es statt Bushido zum Glck Paul Hartmut Wrdig aka SIDO in der Hauptrolle zu sehen und der macht seine Sache schauspieltechnisch direkt gut und ist im Gegensatz zu seinem Ex-Erzfeind und schauspielerischen Totalausfall Bushido richtig lustig.

Neben dem gelungenen Cast ist zudem auch die Handlung total unterhaltsam und pointenreich geworden und genauso wie man es von SIDO gewohnt ist, gibt es auch in dem Streifen viel Selbstironie und sehr sympathisch dabei, dass man stets auch ber sich selber lachen kann und nicht immer alles so bitter ernst nimmt.

So ist Blutzbrdaz auch fr Menschen sehenswert, die ansonsten berhaupt nichts mit Hip Hop zu tun haben und neben einer guten Komdie gelingt Regisseur zgr Yildirim auch noch eine interessante Parodie auf den Boyband-Wahn der 90er Jahre.

Inhaltlich geht es um den hindernisartigen Aufstieg von ganz unten zum Rap-Star, wobei die Komdie aber keine 1:1 adaptierte Biografie von SIDO oder B-Tight ist und die Gangster Rapper spielen auch nicht nur sich selber nach, sondern es wird fiktives und autobiographisches bunt miteinander vermischt.

Nach der Vorfhrung gab es fr das Ghetto-Mrchen dann minutenlange Standing Ovations und Blutzbrdaz kann ab dem 29.12. im Kino geguckt werden.

Nach dem Kino gab es noch standesgem Fuffies-im-Club/Endlich Wochende-Party im Asphalt, so dass ich am nchsten Morgen wie immer viel zu spt zur Schicht kam



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Kategorie: Film, Musik

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Wo es im Leben ja nie Happyends und so gibt, ging es gestern Abend mal wieder ganz kitschig ins Kino. Auf groer Leinwand feierte LenaLove Berlin-Premiere, was mal eine gute Gelegenheit war, dem deutschen Filmnachwuchs ber die Schulter zu schauen. Ganz zeitgem drehte sich in dem ambitionierten Eifersuchts-Drama dann auch alles um das Lebensgefhl der Social Media-Generation, um Cybermobbing, Fakeprofile, virtuellem Lifestyle, das mit klassischen Adoleszenz-Themen wie erste Liebe, Herzschmerz und Identittsproblemen vermengt wird. Dabei besticht der Film durch eine schn dstere Atmosphre, einen berzeugend aufspielenden Cast (u.a. Emilia Schle, Kyra Sophia Kahre, Sina Tkotsch, Jannik Schmann), die Teenager werden zum Glck recht authentisch inszeniert, ohne etwa peinliches Jugendsprech oder klischeehaftes rumgeskate und last not least durch die riesigen Reh-Kulleraugen von Emilia Schle, die einen gefhlt alle 3 Minuten in Groaufnahme sentimental in die Augen blicken.
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Letzten Donnerstag stellte ja Jim Jarmusch seinen neunen Kinofilm im Kino International vor und auch wenn das Feuilleton, debile Filmkritiker oder 21 jhrige Kunststudenten was anderes erzhlen werden, Only Lovers left Alive ist ein eher schwcherer Film des renommierten Independentfilmers geworden. Nach zahlreichen wirklich kuulen Filmen wie Night on Earth, Coffee and Cigarettes, Dead Man usw. gibt es bei Only Lovers left Alive eine pseudointellektuell dahinpltschernde Vampirgeschichte mit bedeutungsschwangeren Dialogen zu sehen, die weder berhrt noch unterhlt und bei der ich genauso wie bei 2001: Odyssee im Weltraum circa 10 mal eingenickt bin. Only Lovers left Alive ist fr einen Kinofilm einfach viel zu Arty und kopflastig geworden und so ziemlich frei von allem was bei Vampir Filmen irgendwie Spa macht, so gibt es weder schnen Jump-Scare-Horror, noch Action oder gar Splatter und wahrscheinlich ist leider Zielgruppenschrott wie Twilight noch unfreiwillig lustiger anzuschauen als der neue Streifen des Kult-Regisseurs. Trotzdem kam das Publikum nach der Filmvorstellung doch noch auf seine Horrorshock-Kosten, denn die 4 Film-Bands, inklusive des Maestro, spielten noch live im Tresor auf und es besttigte sich wieder einmal das alte Vorurteil, dass Filmmenschen doch bitte die Finger von Musikinstrumenten und Mikrofonen lassen sollten, denn Jim Jarmusch kann berhaupt nicht singen und seine Band Sqrl klingt wie eine Mischung aus Sonic Youth fr arme und einer Schlerband.
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Wo man redundant 24/7 raven kann in der Hauptstadt, gab es gestern statt Boiler Room lieber etwas Manga-Metal und so ging es statt zu Ellen Allien lieber zu Babymetal, Abwechslung ist ja schlielich das halbe Leben. Die drei minderjhrigen Mdels aus Japan sind ja ein ziemlich krasses Internet-Phnomen und so war ich auf den Gig auch ziemlich gespannt, insbesondere was fr Leute zu einem Babymetal Konzert gehen, weil ich ansonsten fast niemanden kenne der sowas hrt und ich immer nur schrg angeguckt werde, wenn ich mich als Babymetal 4ever -Die-hard-Fan oute =D. Auerdem waren die Nipon-Girls einerseits bei Lady Gaga Vorband und haben aber auch bei zahlreichen Metal-Festivals gespielt also jeweils vor komplett anderen Publikum.
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Nach dem ganzen Hype um die Boiler Room Partys in letzter Zeit, war es endlich an der Zeit, ganz trendgerecht (und voll Szene und so =D) auch mal dort aufzulaufen. Die Boiler Room Sausen sind ja immer recht konspirativ gehalten und man kann auch nicht einfach so hingehen - sondern man muss immer - janz wischtig und so - auf der Gsteliste stehen um reinzukommen. Die strenge Trpolitik hat aber zum Glck keinen pseudoelitren Hintergrund, sondern die Gigs der meist recht renommierten DJs werden live ins Internet gestreamt und dabei soll immer eine intime und familire Wohnzimmer-Atmosphre rberkommen.
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Skurril dass ausgerechnet die Telefongesellschaften bei ihren Parties immer die ungewhnlichsten Gste einladen: Im Mrz bei E-Plus konnte man zum Beispiel zusammen mit Hans-Dietrich Genscher und Haddaway feiern ( siehe http://www.wagg.de/blog.php?id=187&action=detail&action1=neu&pos=16 ) und zum Launch des Online-Kiosk Page Place, wo in der Hauptsache digitale Bcher fr Tablets und Smartphones mit Android Betriebssystem downgeloadet werden knnen, lud die Telekom ins E-Werk, wo Markus Kavka und Oliver Korittke aus Jerry Cotton von einem Tablet-PC vorlasen und die vllig zuttowierten Haudegen live spielten. Bei letzteren konnte man auf den ersten Blick - optisch gesehen - an Bandmitglieder von Landser denken, die schon ziemlich kontrr zu den eher apart gekleideten Telekom-Managern wirkten, aber mit ihrer juten Mischung irgendwo zwischen Hans Albers, 90er Jahre Bhse Onkelz-Balladen und Social Distortion konnten die Jungs aus Marzahn-Hellersdorf mit uerst authentischer Musik und Lyrics begeistern. Textlich geht es bei Haudegen, denen eine steile Karriere vorausgesagt wird, um zeitlose Themen wie Liebe, Schmerz und Heimat
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