Premiere Richard O Brien Rocky Horror Picture Show
fp,cj | 03.11.2011   
Premiere, Richard O Brien Rocky Horror Picture Show, Berlin, Mirja du Mont, Ulrike Frank, Michael Mendl, Mariella Ahrens, Nikola Kastner
Da ist Helloween gerade mal 2 Tage rum und schon geht die Freakshow 2.0 weiter: Gestern Abend ging es noch zur hammer und lustigen Uraufführung der „Rocky Horror Picture Show“ in den guten alten Admiralspalast. Zur Handlung des RocknRoll-Kultmusicals muss man ja nicht viele Worte verlieren, die Premieren-Aufführung verlief jedenfalls 666% nach meinem (aller besten) Geschmack und das Publikum rastete während des kult Grusical völlig aus und es wurde, so wie es sein muss, gelacht, gesungen, getanzt und „boring“, „arsehole“, „WeisSSS“ und „say it“ geschrien, es flogen Klopapierrollen durch die Menge und die Gäste knallten sich gegenseitig mit Wasserpistolen ab. Unzählige Drag-Queens, Transvestiten und Frauen in Mieder, Strapse und Hiiiiigh Heels lagen sich in den Armen und feierten Party total, lediglich das Werfen von Reis oder Toastbrot und das bewerfen der Darsteller war im Admiralspalast untersagt (solche Spiesser aber auch =D).

Die Karten für die Show sind wohl nicht ganz billich, aber sich das Musical in natura, auf den Brettern die die Welt bedeuten, anzuschauen, macht wegen dem bizarren Spektakel so viel mehr Laune, als boring das Kino-Remake von anno 1975 zu flimmern. Für den real Fan wohl eh ein absolutes Muss und auch ansonsten unbedingt hin da zum besten Musical ever! Läuft noch täglich bis zum 13.11….



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Kategorie: Lifestyle

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Dit is Hauptstadt – nicht nur irgendwo jeden Tag irgend eine Filmpremiere, sondern auch immer öfters kleine Geheim-Gigs international nicht gerade unbekannter Bands. So gab es gestern im nhow Hotel einen „nicht in die Steckdose eingesteckten“ Gig von Skunk Anansie zu erleben, die dort ihr heute neu erscheinendes Album Black Traffic vor vielleicht 150 Gästen vorstellte. Die in den 90ern immer kahlköpfige Frontfrau Deborah Anne Dyer („Skin“), die immer auch ein wenig wie Grace Jones wirkt(e), sorgte zu dieser Zeit mit politisch expliziten Song-Texten über Feminismus und Antirassismus sowie mit Hits wie etwa Selling Jesus
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Bei Online-Sexshops wie "Amorelie" oder "Eis.de" läuft es gerade wohl richtig gut und die Umsatzzahlen scheinen in die Höhe zu schnellen. Was ist da los in den Schlafzimmern der Republik? Nach den ganzen sensitiven, erotisierenden sowie lasziven Sausen in der letzten Zeit (spannerst du hier, hier oder hier) ließ es nun auch Eis.de mal wieder krachen und lud die üblichen Schönen und Reichen, wie mich zum Beispiel =D, ins Soho House. In dem „Place to be„ Mitte-Schützenverein mit den schrulligen Clubregeln (no ties, no phones, yadda yadda) wurde der Launch des neues Eis.de TV-Spots gefeiert und die Spot-Band Pixie Paris spielten einen schön sinnlichen Gig mit zwei wild tanzenden Cheerleadern, dass einen direkt schwindelig wurde und man sich gar nicht mehr vorkam, like being part einer Werbekampagne.
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Berlin mag ja arm und unter Umständen auch sexy sein, aber mit Sicherheit fehlt es in der Hauptstadt weder an Vernissagen noch an Kunstevents. So feierte gestern auch die Ausstellung five roads back home des Celebrity- Fotografen Philipp Rathmer Vernissage und die Eröffnung wurde nicht nur ziemlich staatstragend sondern hatte auch ein ernstes Thema, denn die Portrait-Fotografien des Künstlers hatten aserbaidschanische Kriegs-Flüchtlinge als Motiv und sollten die Grauen des Krieges widerspiegeln. So wurden die bewegten Gesichter der Portraitierten schonungslos im Mittelformat á la Hasselblad aufgenommen und durch die minutiöse Darstellung jeder Hautunreinheit und Pore wirkten die Flüchtlinge so nackt und hilflos wie Zivilisten allgemein in kriegerischen Auseinandersetzungen. Denn genauso wie in Kriegen die Wahrheit bekanntlich als erstes stirbt, so hat auch die Zivilbevölkerung meistens das größte Leid zu tragen. Unabhängig vom traurigen Hintergrund der Motive fühlte man sich durch die sehr detailgetreuen und hochauflösenden Fotos zudem noch an die Vergänglichkeit des Lebens und die gnadenlose biologische Zerstörungskraft des Alterns erinnert, so dass man direkt mit einem sentimentalen Gefühl nach Hause gehen konnte.
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Auch diese Woche wurde es nicht langweilig und es gab wieder ein paar interessante sowie lustig-skurrile Events: Am Mittwoch feierte in der Alten Münze zunächst Kingdom groß Premiere, eine neue Mixed Martial Arts Serie aus den USA, die ab dem 9. Oktober auf dem Pay-TV Kanal AXN ausgestrahlt wird. Eigentlich bin ich ja total der Serien-Hasser, zu „Kingdom“ muss man aber sagen, dass es nicht vergleichbar mit dem GZSZ-Schrott hierzulande ist, sondern die Amerikanische Serie bewegt sich auf guten Kino-Niveau, sowohl von Schauspielern, als auch von der interessanten Story: Es geht um eine Familie, die sich dem MMA verschrieben hat, der Prügel-Sportart, wo mehr oder weniger alles erlaubt ist, außer den Gegner zu erwürgen oder die Augen auszustechen.
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Wer braucht da noch einen langweiligen Club besuchen, wenn Absolut alle Galerien auf der Torstrasse mit Vodka bis zum abwinken sponsert? So lag es natürlich auf der Hand, dass bei den gezählten 4 Vernissagen auch überall gute Stimmung in die Bude bzw. in der Galerie aufkam – fernab überflüssigem Kunst-Diskurs-Ambiente langweiliger Kunsthistoriker oder Kultur-Manager, so wie man es ansonsten leider viel zu selten in der Kunstwelt erlebt. Anschließend ging es gut gestärkt weiter zur Feierabendathleten-Party vom Vice Magazin, wo man dann u.a. gegen die Tisch-Fussball Weltmeisterin Lilly Anders bolzen, oder China-Punkte beim Tischtennis holen konnte…
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