3 Jahre Hummel Party +++ Mio Restaurant Opening Party
fp | 05.09.2011   
3 Jahre Hummel Party, Mio Restaurant Opening Party, Niccolino, Julian Stoeckel,Betty de Luxe, Martin Kesici, Manuel Cortez, Marcello, Rolf Eden, Sissi Perlinger, Giulia Siegel, Amaro Wunderlich,Tatjana Gsell, Foto, Berlin, wagg.de
Seit nun schon drei Jahren existiert der Hummel Flagshipstore in der Alten Schönhauser Strasse 33. Zeit also, dass Jubiläum feierlich mit einer kleinen Party zu begehen. Das aus dem Handball-Sport kommende Label aus Dänemark besticht vor allem mit 70ern und 80ern Bolzplatz Entwürfen die wohl gut in den allgemeinen Vintage-Trend passen. Anschließend ging es weiter zur Mio Restaurant Opening-Party, wo der Erste Gedanke war, dass sich nun das Maxim, Felix, Tube usw. warm anziehen dürfen, denn seit letztem Wochenende gibt es direkt am Alexanderplatz einen neuen Russen-Charlottenburg-Style Club. Der obligatorische Tisch mit der 5 Liter Vodka-Flasche im Sektkübel für 500$$$ kann nun also auch unter dem Fernsehturm vorbestellt werden.
Zwar ist das Mio primer ein Restaurant, aber abends rotiert dort regelmäßig die Discokugel. Zumindest die Opening-Party fiel schon einmal bombastisch aus und war auf jeden Fall lustiger als die meisten langweiligüberkuulen Mitte-Szene Parties, denn es wurde nicht nur kulinarisch ziemlich dick aufgefahren, sondern auch wild gefeiert, so dass man gespannt sein kann, wie sich das Mio weiterentwickelt. Bei der Größe des Ladens und der zahlreichen Konkurrenz sicherlich kein leichtes Unterfangen, aber falls alle Stricke reißen, vielleicht will ja irgendwann auch mal das white trash expandieren ;)


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Kategorie: Lifestyle

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Das Phänomen und den Hype um David Bowie hab ich ja ehrlich gesagt nie wirklich verstanden und bis auf seinen kuulen Film-Auftritt bei „Christiane F“, den mit Sicherheit bewegendsten und authentischen Berlinfilm aller Zeiten (kann man sich ganz legal hier anschauen - wer ihn noch nicht kennt!) habe ich seine Musik auch nie gehört. Warum auch, meiner Meinung war er nie der Visionär, als der er vom unerträglichen Kunstbetrieb permanent abgefeiert wird, sondern eher ein musikalischer Zeitgeistsurfer, der immer auf den gerade angesagten Trends mitgeschwommen ist, aber nie wirklich Akzente gesetzt hat. Dies kann man sehr leicht daran erkennen, dass zum Beispiel die „Doors“, „Nirvana“, „Ramones“ oder meinetwegen die „Beatles“ generationsübergreifend immer noch oft gehört werden, einfach weil es zeitlose und genreprägende Musik war und wenn man dann mal in „The rise and fall of ziggy stardust“ reinhört, dem bekanntesten Album des Briten, kann man sich schon fragen, wer sich solche Schnarchmukke heutzutage noch freiwillig antut. Aber dass soll hier jetzt aber kein David Bowie-Diss werden und es ist auch völlig OK was der macht, es sollte einfach nur mal dieser dümmliche Spex-Leser Hype und die musikhistorischen Realitäten gerade gerückt werden.
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Die Berlinale neigt sich langsam dem Ende zu und viele kriechen nach unzähligen Partys und Premieren mehr oder weniger auf dem Zahnfleisch, da ging es am Donnerstagabend noch einmal zu einem schönen Berlinale Klassiker, dem 99 Fire Films Awards 2013. Beim „99 Fire Films Award“ werden 99 Sekunden lange Kurzfilme zu einem vorgegebenen Thema prämiert, die innerhalb von 99 Stunden (4 Tage und 39 Sekunden) produziert und abgedreht sein müssen. In der Regel drehen ja nur noch Filmstudenten Kurzfilme um vor allem ihre Fähigkeiten zu demonstrieren und sich einen Namen in der Filmindustrie zu machen und zu dem bieten Kurzfilme ja auch die Möglichkeit ohne finanziellen Druck zu experimentieren. Abgesehen von den teilnehmenden Filmstudenten wirkt der 99 Fire Films Award aber überhaupt nicht so „studentesk“, im Gegenteil, es gibt viele illustre Gäste aus dem Filmbusiness und eine recht prominent besetzte Jury (u.a. Ursula Karven, Kai Wiesinger, Sonja Kirchberger, Kostja Ullmann und Bettina Zimmermann). Diese hatte dann die Qual der Wahl aus über 5000 (!) Einsendungen 4 Filmchen zu prämieren.
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Beim Monster Bash 2012 Festival ging es mit den Haupt-Acts Refused, Lagwagon und Hot Water Music stilistisch wieder auf Punk-Zeitreise. Der Sound war schön old-skool wie früher in den 90ern, nur der dumme Bühnengraben sowie die super aggressiv auftretenden Hells-Angels-Ordner sorgten für eine ziemliche Beeinträchtigung der Nostalgie, denn in der Columbiahalle herrschte eine Atmosphäre wie im wie im Olympiastadion bei den Rolling Stones. Muss denn ein Stagediving Verbot bei einem Punk-/Hardcore-Festival wirklich sein? Trotz dieser komischen Rock-Star-Atmosphäre kam bei Refused dann wirklich Gänsehaut auf und sie spielten alle ihre Hits wegen denen sie sich anno 1998 aufgelöst hatten. Denn damals war es für eine Punk/Hardcore Band noch kein erstrebenswertes Ziel heavyrotation auf MTViva zu laufen und vom mainstream gehört zu werden. Wer jedoch das 98er Album The New Noise Theology trotzdem noch nicht sein Eigen nennt, dem sei es hier ans Herz gelegt, denn es ist wirklich ein wegweisender Punk/Hardcore Klassiker, manche sprachen damals sogar von einer „Neudefinition des Hardcore“. In das Video zu New Noise kann man hier reinhören
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Und noch ein letzter Nachschlag Fashion-Week 2015: Am Freitag war ja der Anfang vom Ende der Modewoche, wo leider die viel gelobte Show von Marina Hörmanseder verpasst wurde, dafür ging es am Abend noch zur Aftershow-Party der sympathischen Orthopädin aus Österreich. Wo Ende-Legende mit Mode war, mutierte die Sause zur entspannten Afteraua der Fashion Week, runtergepitchte Midtempo-Beats wie morgens im Süssi, viele Laufsteg-Models die auch mal mitfeiern durften, weil am nächsten Morgen kein Termin mehr anstand und Highlight war der Gig der Fashion-Szene-Band B.o.x.e.r..
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Statt Langeweile war auch diese Woche wieder kreatives Nichtstun und punk&roll angesagt: Gleich Montag nach der Schicht ging es zu den lustigen Patent Pendig ins Comet, die vielleicht vor 3 Dutzend Zuschauern spielten. Doch wer braucht schon Masse wenn er Klasse hat, denn die vielleicht 50 Anwesenden entpuppten sich als echte Die-Hard Fans und machten Lärm und Party wie 300 und die urigen Dudes mussten gefühlt 20 Zugaben spielen bis sie gnädig entlassen wurden. Vom Sound spielen die New Yorker aber eher den cleanen West-Coast Punk Style, wie es früher hunderte Bands gab und haben auch nicht das Punkrock-Rad neu erfunden, aber live haben „Patent Pendig“ gute Nehmerqualitäten, spielen nicht 20 mal hintereinander den gleichen Song und wissen mit einer juten Bühnenshow zu unterhalten.
Nach dem nostalgischen Ausflug in die verschwendete Jugend wurde schließlich noch bei einem Club-Opening in SchwabenbergPrenzlauer Berg vorbeigeschaut, was schon etwas erstaunlich war, weil man ja aus dem „Szene“ Bezirk nur noch von Wecken-Thierse, Macchiato-Müttern und Kehrwochen-Psycho-Nachbarn hört, denn von neuen Clubs. Bei meinem Eintreffen wurde zwar vor meinen Augen die Open-Bar geschlossen (Sauerei!), dafür gab es noch einen launigen Musikmix aus Balkan-Beat, was meine Eltern in den Swinging Sixties gehört haben und Stereo Total. Die Prenzlauerberg-Langzeitstudenten-Hippies haben sich darüber gefreut und wild das Tanzbein geschwungen. Das „Horns & Hooves“ ist sicherlich mal ne gute Alternative, wenn man mal keinen Bock auf die Hedonisten-Hölle in Mitte oder 3 Tagewach-Bretterbudenrave hat und sich auch mal mit normalen Menschen unterhalten will.
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