Walk of Fashion 2011
fp | 21.07.2011   
Walk of Fashion 2011, Foto, wagg.de, Berlin, Modenschau
Nach der Mode-Woche ist vor der Mode-Woche und so ging es am Wochenende munter weiter mit dem Walk of Fashion am Savignyplatz. Die Initiatoren der größten öffentlichen Modenschau Berlins hatten jedoch nicht viel Glück mit dem Wetter und so hätte wohl die Bezeichnung Walk of nasser Catwalk eher zur Modenschau gepasst. Aber die Show must go on ;) und so ließen sich die Veranstalter, das Publikum und die Models nicht von so etwas banalem - wie etwas Wasser das vom Himmel tropft - beeinflussen und wie es schien hatten trotzdem alle ihren Spaß. Dem Publikum wurde eine lustige und unkonventionelle DIY Modenschau diverser (sich teilweise noch in Ausbildung befindender) Nachwuchsdesigner präsentiert und zudem rutschte kein Mannequin vom Laufsteg…


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Kategorie: Lifestyle

Walk of Fashion 2011, Foto, wagg.de, Berlin, Modenschau
Den Organismus sinnlos mit körperstimulierenden Substanzen zu berauschen und oberflächliches Gefeiere ohne Mehrwert steht ja gar nicht mehr so hoch im Kurs, gemäß neusten Trendforschungen werden hingegen sportliche Ertüchtigungen und gesunde Lebensweisen im Nachtleben immer mehr en vogue. So frönten letzten Samstag zahlreiche Dudes, Dudetten und andere Early Adapter dem visionären Kegel-Sport und versuchten einerseits die 9 Kegeln am Ende der Bahn umzustoßen und anderseits Inspiration in rhythmischer Bewegung durch Qualitäts-Beats zu finden. Den Nerv der Zeit trafen auch powercoffee1, die für leckere und regenerierende Cocktails sorgten und das Start-Up wg-held, die mit Bier aus Malz und Hopfen, Fassbrause und Rum aus der fernen Karibik den neusten, gesündesten und heißesten Trend der Neuzeit unterstützten und die sicherlich auch deine Home-Party unbürokratisch und barrierefrei supporten – ein dickes Dankeschön und <3 an dieser Stelle – ihr seid die allerbesten Dudes, wo gibt auf der Welt.
Walk of Fashion 2011, Foto, wagg.de, Berlin, Modenschau
Wo Fernsehen immer die Schaffenskraft lähmt, ging es schließlich mal wieder ins Kino. Zunächst wurde beim Screening der Serie 4 Blocks vorbeigeschaut, einer Neukölln-Mafia Serie, die bei der Berlinale ziemlich gefeiert wurde und wo man die erste Staffel zwar bereits auf „Sky“ oder „Amazon“ streamen kann, aber sich auf großer Leinwand gönnen ist doch eh immer viel kühler.
Walk of Fashion 2011, Foto, wagg.de, Berlin, Modenschau
Die Vergangenheit holt einen immer ein und so wurde am Donnerstag ganz nostalgisch bei der Lommbock Premiere vorbeigeguckt. Auf den zweiten Teil des Kiffer-Kultfilms war ich als passionierte Nutzpflanzen-Liebhaberin natürlich gespannt wie ein Flitzebogen, schließlich ist ja schon etwas Gras über den ersten Part gewachsen, der anno 2001 erschien. Zunächst wurde es im Sony-Center aber erst mal direkt glam und bling-bling und die Hauptdarsteller, bestehend aus Lucas Gregorowicz, Moritz Bleibtreu, Alexandra Neldel und Wotan Wilke Möhring, wurden mit reichlich Blitz, Licht und Gewitter empfangen und als der Streifen nach dem ganzen Star-Rummel endlich freigegeben wurde, gab es ordentlich Lach- und natürlich noch viel mehr Backflashs auf die Synapsen: Aus „Lammbock“ wurde „Lommbock“ und aus den beiden Freunden, die in Teil 1 noch Eigenanbau und den Verkauf der Jacobs Krönung des THC betrieben, wurden nun biedere Familienväter und versnobte Geschäftsmänner.
Walk of Fashion 2011, Foto, wagg.de, Berlin, Modenschau
Die guten alten Ramones sind ja nicht nur seit Ewigkeiten aufgelöst (seit anno 1996) sondern haben nach einem bewegten Leben bis auf Tommy Ramone auch physisch schon lange das zeitliche gesegnet und leben nun nur noch in den Herzen ihrer Fans und im einzigen Ramones Museum der Welt weiter. Auch dieses ist nicht mehr das jüngste und feierte am Samstag seinen fünften Geburtstag. Grund genug endlich mal im Museum der New Yorker Punk Rockstars in Mitte vorbeizuschauen, zumal die Exponate mal ein guter Kontrast zur ewig langweiligen Konzeptkunst rund um die Galeriemeile in der Auguststraße sind und an dem Abend auch noch die juten Kotzreizich glaub ich kotz gleich ohne Atomstrom aufspielten. Aber auch die urigen Ausstellungsstücke im Museum lassen sich sehen, werden doch zum Beispiel getragene Hosen, Sneakers und T-Shirts mit hoffentlich der original DNA von den Band Membern ausgestellt und auch kuul die ausgestellten alten Vinyl Scheiben, die man aber für gar nich so teuer hier bekommt, so dass man zuhause direkt sein eigenes Ramones Museum aufmachen könnte ;)
Walk of Fashion 2011, Foto, wagg.de, Berlin, Modenschau
Wenn die Tage wieder kälter und früher dunkel werden ;) ist es an der Zeit auch wieder öfters ins Kino zu gehen. Am Dienstag feierte das Mitte-30-Krisis-Drama The Future seine Premiere in Berlin. In The Future erzählt die amerikanischen Schriftstellerin und Indie-Filmerin Miranda July die Geschichte eines Liebes-Paares um die Mitte Dreißig, das beschließt eine kranke Katze aufzunehmen und daraufhin in eine Sinn- und Beziehungskrise stürzt und sich zum Schluss trennt. Neben einem philosophierenden Kater treten in dem Film zwar nur 5 andere Charaktere auf, trotzdem kreist der Film um einen Komplex aus zahlreichen existenziellen Fragen: Sinnerfüllung des Lebens, Versagensängste und Angst vorm Alter und der Zukunft. Die im Film gefühlte Leere im Leben des Liebes-Paars wird zwar als depressive Grundstimmung direkt auf den Zuschauer übertragen, trotzdem ist The Future in puncto Originalität großes Kino geworden...
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