Fashion Week 2011 – Tag 5: Fashion Night Cocktail by Julian F.M. Stoeckel
fp | 14.07.2011   
Fashion Night Cocktail by Julian F.M. Stoeckel, Fotos, Fashion Week 2011, Annemarie Eifeld, Lulu Krupp, Rolf Eden, Henry de Winter, Elena Weber, Andreas Brehm, Georg Bünger, Timo Schuster und KLM Femme
Einen Tag nach der Fashion-Week findet mittlerweile traditionell der Fashion Night Cocktail by Julian F.M. Stoeckel statt. Diesmal in der Villa Starke im mondänen Grunewald, die auch Sitz der gemeinnützigen Kunststiftung Starke ist. Zweck der Stiftung ist die Gewährung zeitlich begrenzten Gastaufenthaltes für junge Künstler, den in der Vergangenheit bereits Yoko Ono, die Modemacherin Vivienne Westwood oder Myriam Décroze in Anspruch nahmen. Beste Voraussetzungen also für das richtige Ambiente des Fashion Night Cocktails und los ging es musikalisch mit der neuen Hit-Single Seele unter Eis von Annemarie Eifeld der auf jeden Fall das Zeug hat ein Queer-Evergreen zu werden, aber seht selbst...





Im Anschluss liefen die Models über den Catwalk und präsentierten Entwürfe der Designer Elena Weber, Andreas Brehm, Georg Bünger, Timo Schuster und KLM Femme. Obwohl beim Publikum akuter Frauenmangel herrschte, war es doch eine sehr auf das weibliche Publikum ausgerichtete Show, waren doch die männlichen Models, im Gegensatz zu den weiblichen, stets nur mit dem aller nötigsten bekleidet, so dass es bei diesen viel nackte Haut zu sehen gab. Vielleicht bezieht sich der Cocktail ja auch auf diesen Teil der Veranstaltung ;), da es diesmal wieder keine richtigen Cocktails gab, was aber nach der langen Fashion-Marathon Woche auch gar nicht unbedingt so schlecht war. Fazit: unterhaltsamer Abend - so wie es sein soll!

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Ich hasse ja Shopping Malls, die komische Atmosphäre dort mit den ganzen verrückten 16jährigen Shopping-Girls mit ihren Täschchen und Plastikohrringen, gemixt mit schmierigen Verkäufern, wo alles immer sitzt und die einen ständig irgendwas was aufschwatzen wollen – ich sag dir, Horror! Ebenfalls Horrorshow die meisten Modeblogs, mit den allerneusten H&M oder Mango Outfit-Posts und krassesten #foodporn Kochrezepten – Zeit also letzten Mittwoch mal im Bikini beim Asos Style Event bei den ganzen Modemädchen nach dem Rechten zugucken.
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Diese Woche stand dann mal ganz im Zeichen des gastronomischen Wandels in der Hauptstadt. Bereits im Sommer ging ja das gute alte Cookies in die Annalen der Berliner Club-Geschichte ein um am Dienstag als Crackers wieder aufzuerstehen. Nach 20 Jahren steht nun aber eher das Kulinarische im Focus, denn die Ekstase auf dem Dancefloor, wo ja Speise und Trank bekanntlich der Sex des Alters sind. Das Interieur des Restaurant ist recht sachlich und minimalistisch gehalten und wirkt ein wenig wie ein Schwimmbad und das neue Konzept erinnert latent an das "White Trash", denn das Dinner wird musikalisch im "Crackers" auch live untermalt, zwar nicht von einer urigen Hillbilly oder Thrash Metal Band, dafür aber mit Qualitäts-House, so dass man die Arme schon mal in die Höhe strecken kann, wenn mal der DJ die Bässe ordentlich reinknallt und den ganzen Oberkörper durchschüttelt (aber natürlich nur mit Messer und Gabel in der Hand, Knigge und so ;)). Wie es sich für einen Heinz “Cookie” Gindullis gehört, musste der Neuanfang selbstverständlich standesgerecht mit einer „Nur für Freunde“ Flashmob Party gefeiert werden und halb Mitte wurde mal wieder amtlich abgefüllt und man kam sich bei so vielen Bekannten Gesichtern von früher ein wenig wie in einer Art Zeitmaschine vor, die einen sentimental an den Anfang der Nuller-Jahre zurückgebeamt hatte.
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Statt Quadrataugen and doing Kinosessel-Potatoe war diese Woche erst einmal noch RocknRoll beziehungsweise Glamrock und Punk angesagt, schließlich ist man auch kein Mitläufer-Lemming und nur tote Fische schwimmen ja mit dem Strom und so: Am Mittwoch ging es zunächst zu meinem aller Lieblings-Musical, der Rocky Horror Show, wo dann auf den Brettern die die Welt bedeuten, eine jut burlesque Freakshow in Agent Provocateur pur uraufgeführt wurde. Das Publikum feierte natürlich schön mit und insultierte permanent Schauspieler Sky du Mont =D („bitch“, „boring“) und beim guten alten Time Warp gab es kein halten mehr und der ganze Admiralspalast tanzte auf den Theatersitzen, es flog Konfetti und Klopapierrollen durch den Zuschauerraum und man kam sich wie nach dem 1:0 gegen Argentinien auf der Fanmeile vor. Zu der schön trashigen B-Movie Story muss man ja nicht viele Worte verlieren, hintergründig geht es um die Freimachung von festgelegten Moral- und Rollenverteilungsvorstellungen und das Musical hat die Kraft, die Zuschauer für eine kurze Zeit aus dem tristen Alltag in eine transsexuelle Glamrock-Welt zu katapultieren.
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Gestern Abend waren ja, total Panne, wieder drei Filmpremieren parallel in Berlin und da kam schon die Frage auf, ob so viel Kulturauftrag und subventioniertes Staatskino wirklich sein muss, wo laut Statistik etwa 70 Prozent der deutschen Filme nicht einmal 10.000 Zuschauer ins Kino locken. Viele sind dabei so unterirdisch, dass mit 100%iger Sicherheit niemand sie freiwillig downloaden würde, was ja auch eine interessante Strategie gegen Piraterie sein kann =D, aber das ist sicherlich ein anderes Thema. Am interessantesten hörte sich natürlich der neue Oskar Roehler Streifen an, zumal mir sein letzter Film, Quellen des Lebens recht gut gefallen hatte und wer braucht schon den dauergrinsenden Matthias Schweig(er)höfer auf großer Leinwand, außer meiner Oma vielleicht. Das neue Werk vom Oskar titelt sich Tod den Hippies - es lebe der Punk und ist eine Hommage an das alte West-Berlin in den frühen 80ern, respektive zu der Zeit, wo der gute alte Rainer Maria Fassbinder noch unter den Lebenden weilte und mit einem Gastauftritt auch zu bewundern ist. Damals war der Westteil der Hauptstadt ja noch von den Stasi-Schergen eingemauert, aber wie heutzutage auch schon ein Sehnsuchtsort der Westdeutschen Jugend, nur kam man damals ohne Mitte-Schützenvereine, wie das Soho oder so unerträgliche München-Snob-Läden wie das Borchardt aus. Zu der Zeit war Berlin hässlich, broke und ohne Hoffnung, aber man war der Schrankwand-Spiesserhölle und der Bundeswehr entronnen und konnte sich selbst finden oder halt ohne Stress versumpfen.
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Die Mode kommt ja zum Glück nie aus der Mode und so ging es am Montag noch zum Harald Glööckler, der die Berliner Fashion Week Spring/Summer 2017 inoffiziell eröffnete: Zunächst war ich ja etwas skeptisch was das werden soll, weil die letzte Schau des pompöösen Modeschöpfers ein Angriff gegen alle guten Geschmacksnerven war, aber diesmal ist der Maestro aber zum Glück bei seinen Leisten geblieben und hat wieder eine female Kollektion entworfen. Harald, mach bitte nie wieder eine men wear Kollektion, döönke.
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