Fashion Week 2011 – Tag 2: Patrick Mohr Fashion Show
cj | 09.07.2011   
Fashion Week 2011, Fotos, Patrick Mohr, wagg.de, Berlin
Während der Fashion Week wird die Show von Patrick Mohr stets mit Spannung erwartet, gehör(t)en seine Shows vor einem Jahr noch zu den skurrilsten während der Mode Woche. Diese Zeiten scheinen jedoch endgültig vorüber zu sein, denn statt Obdachlose oder Magermodels mit Silicon Brust Implantaten schickte der Münchener Designer die Germanys Next Topmodel -Kandidatinnen Marie Nasemann, Mandy Bork und Neele Hehemann über den Laufsteg. Zudem zeigte der Designer auf der Fashion Week auch noch tragbare Outfits, so dass man davon ausgehen kann, dass Patrick Mohr langsam seriös und erwachsen werden möchte. Seine Kunden sieht der Designer 2012 in tragbaren urbanen Outfits mit den gewohnten geometrisch kantigen Schnitten. Fazit: we want mohr…


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Kategorie: Lifestyle

Fashion Week 2011, Fotos, Patrick Mohr, wagg.de, Berlin
Es ist schon atemberaubend anzuschauen wie sich Berlins Mitte fast täglich verändert und nebenbei unaufhörlich gentrifiziert wird. Auf der einen Seite verschwinden die ganzen originellen Orte für die der sogenannte Mitte-Mythos einstmals Pate stand und geht einher mit kultureller Verödung, Touristenmassen und Pub-Crawls. Doch die Hauptstadt kann ja nicht ewig arm aber sexy bleiben und dort wo altes verschwindet und neues entsteht gibt es in der Regel auch immer viel zu feiern. So wurde die Mitte Berlins gestern Abend gleich von 2 Welt-Konzernen bespaßt, so dass die üblichen local-Berliner nicht in einer gentrifizierten Touri-Bar abhängen mussten ;). Einmal öffnete in der Münzstraße ein neuer Porsche-Design Store seine Pforten und circa 200 Meter weiter stellte Microsoft sein neues Windows Phone 8 vor.
Fashion Week 2011, Fotos, Patrick Mohr, wagg.de, Berlin
Während der Mode-Woche ist ja lediglich eine Show/Party pro Tag l a n g w e i l i g und wer auch nur minimal was auf sich hält gerät in den 5 Tagen richtig in Feierstress und klappert stoisch Termin auf Termin ab und so lag es natürlich in der Natur der Sache das es nach der Show vom Harald noch schwups rüber zur Schau von Kauffeld & Jahn Couture ging. Da wenigstens einer der beiden Betreiber des Newcomer-Labels zudem noch an meiner alten Alma Mater studiert hat, stand ein Besuch der Modenschau natürlich ganz weit oben auf meinem Fashion-Week Programm, denn so viel Solidarität muss schließlich sein. Auf dem Catwalk zeigten die 2 Designer dann ein recht breitgefächertes Sammelsurium an Farben, Materialien und Kleidungsstücken, die zwar nicht gerade für die Geradlinigkeit oder Konsequenz der neuen Kollektion sprachen, dafür aber die Vielseitigkeit des Labels widerspiegelten.
Fashion Week 2011, Fotos, Patrick Mohr, wagg.de, Berlin
Mittlerweile gibt es ja redundant tausende Modeblogs und gebloggt wird das die Schwarte kracht über Streetstyles, MakeUp oder die Macherinnen stellen ganz unexhibitionistisch einfach 10000 Selfies von sich im neusten H&M Look rein und andere wiederum sitzen sogar bei den ganzen großen Schauen neben „Anna“ und „Suzy“ in der Front-Row. Oftmals verschwimmen die Grenzen zwischen PR und Journalismus und man hat oft den Eindruck, dass heutige Lebensziel besteht nur noch im Teil sein einer Werbekampagne, denn Teil einer Jugendbewegung wie es früher einmal war. Wie dem auch sei, beim gestrigen deals.com Fashion Challenge war anonym hinter der Tastatur hocken und über die neusten Trends bloggen gestern, denn der Spieß wurde diesmal umgedreht und diverse Modebloggerinnen mussten selber über den Laufsteg schreiten und ihre eigenen Outfits vorführen, die sie für ein Budget über 250 € zusammengeshoppt hatten.
Fashion Week 2011, Fotos, Patrick Mohr, wagg.de, Berlin
Nach der Mode-Woche ist vor der Mode-Woche und so ging es am Wochenende munter weiter mit dem Walk of Fashion am Savignyplatz. Die Initiatoren der größten öffentlichen Modenschau Berlins hatten jedoch nicht viel Glück mit dem Wetter und so hätte wohl die Bezeichnung Walk of nasser Catwalk eher zur Modenschau gepasst. Aber die Show must go on ;) und so ließen sich die Veranstalter, das Publikum und die Models nicht von so etwas banalem - wie etwas Wasser das vom Himmel tropft - beeinflussen und wie es schien hatten trotzdem alle ihren Spaß. Dem Publikum wurde eine lustige und unkonventionelle DIY Modenschau diverser (sich teilweise noch in Ausbildung befindender) Nachwuchsdesigner präsentiert und zudem rutschte kein Mannequin vom Laufsteg…
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Schmerz und Lust liegen ja oft nahe beieinander und so ging es letzte Woche noch zur Premiere von Die Haut der Anderen, eine Art German „Fifty Shades of Grey“ Streifen. Als nach dem Schaulaufen auf dem Red-Carpet der Film von Regisseur Thomas Stiller freigegeben wurde, gab es ein recht ambivalentes Movie zu gucken, das nach Filmende kontrovers diskutiert wurde.
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