Karneval der Kulturen 2011
fp | 14.06.2011   
Karneval der Kulturen 2011, Fotos, wagg.de, Berlin
Wie jedes Jahr gibt es beim Umzug des Berliner Karneval der Kulturen immer eine gute Mischung aus Ballermann-Party, Love-Parade 1993-Feeling und Karneval in Rio zu erleben. Wie immer zu spät ;) wurden zwar wieder nur die Letzten paar Wagen mitgenommen, was aber den Spass keinen Abbruch tat, da diese eh meistens die mit der meisten Party sind. Ebenfalls auch lustig beim Karneval, dass man dort immer 1000 Leute aus der Schulzeit oder anderweitig 1000 Jahre nicht gesehen Menschen am laufenden Band trifft…


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Karneval der Kulturen 2011, Fotos, wagg.de, Berlin
Das Alter ist bekanntlich unheilbar und so hat Dieter Hallervorden schon wieder einen neuen Kinofilm gedreht. Ostfriesisch für Anfänger nennt sich das gute Stück Zelluloid und ist ein Statement zur „Willkommenskultur“ respektive „Migrationskrise“ des Kult-Stars. In dem Streifen treffen Asylsuchende auf Ostfriesen, was natürlich für ordentlich Culture-Clash und Konflikten an der Waterkant sorgt. Zum Glück ist das polarisierende Thema recht gut umgesetzt, es wird nicht zu krass schwarz-weiss gemalt und die Komödie ist auch nicht zu klamaukig inszeniert und abgesehen von dem Integrationsthema ist „Ostfriesisch für Anfänger““ auch eine lustige Ostfriesen Dorfposse.
Karneval der Kulturen 2011, Fotos, wagg.de, Berlin
Es ist schon atemberaubend anzuschauen wie sich Berlins Mitte fast täglich verändert und nebenbei unaufhörlich gentrifiziert wird. Auf der einen Seite verschwinden die ganzen originellen Orte für die der sogenannte Mitte-Mythos einstmals Pate stand und geht einher mit kultureller Verödung, Touristenmassen und Pub-Crawls. Doch die Hauptstadt kann ja nicht ewig arm aber sexy bleiben und dort wo altes verschwindet und neues entsteht gibt es in der Regel auch immer viel zu feiern. So wurde die Mitte Berlins gestern Abend gleich von 2 Welt-Konzernen bespaßt, so dass die üblichen local-Berliner nicht in einer gentrifizierten Touri-Bar abhängen mussten ;). Einmal öffnete in der Münzstraße ein neuer Porsche-Design Store seine Pforten und circa 200 Meter weiter stellte Microsoft sein neues Windows Phone 8 vor.
Karneval der Kulturen 2011, Fotos, wagg.de, Berlin
Gutes Essen ist Balsam für die Seele und so wurde gestern natürlich noch beim Opening des neuen Umami Restaurant in der Bergmannstrasse 97 vorbeigeguckt. Essen ist schließlich der Sex des Alters und die Gaumen der geladen Gäste wurden dann auch nach Strich und Faden mit besten Asiatischen Food verwöhnt und um die Dolce Vita perfekt zu machen gab es auch noch erfrischende Moskow Mule-Drinks auf die gerade vom Wochenende regenerierte Leber. Läuft!
Karneval der Kulturen 2011, Fotos, wagg.de, Berlin
Dienstag ging dann die Kinowoche dezent weiter und bei der Premiere von „Journey to Jah“ stand der Abend schließlich ganz im Zeichen der Rastafari-Culture, Dancehall-Reggae und bösen Battyman Tunes. In der superinteressanten Doku wird der deutsche Reggae Künstler „Gentleman“ mit einer Filmkamera nach Jamaika begleitet und der ganze way of life mit sehenswerten Bildern und O-Tönen festgehalten. Es gibt natürlich unzählige Sonne, Strand und Meer Panoramen zu bestaunen (während es vor dem Kino Katzen und Hunde regnete), auf der Straße ist immer jut Soundsystem-Rave und man kann „Gentleman“ beim zusammenschrauben eines neuen Tracks über die Schultern schauen. Die Doku widmet sich zum Glück aber auch ernsten Themen wie Armut, Umweltverschmutzung, Gewalt oder Homophobie und den Widersprüchen der Rastafari-Religion. So ist „Journey to Jah„ auch nicht nur ein belangloser Rasta/Kiffer-Party Streifen mit chilligen Soundtrack geworden, sondern zeigt auch die Schattenseiten der sonnigen Karibik-Insel auf und hat neben viel Komik auch seine philosophischen Momente.
Karneval der Kulturen 2011, Fotos, wagg.de, Berlin
Für Mode-Labels aus Österreich entwickelt sich Berlin immer mehr zur Spielwiese, nach Mangelware, Michèl Meyer und Lena Hoschek wagt jetzt auch das Label Y/O/U den Sprung über die Alpen und setzte letzten Freitag mit einer großen Label Release Party Akzente in der Hauptstadt. Neben guten Partys ;) setzt das Label aus der Alpenrepublik auf Nachhaltigkeit, Unisex-Mode und moderate Preise. Einen Blick auf die aktuelle Kollektion kann man auf der Website werfen http://www.makesyoureal.com
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