Karneval der Kulturen 2011
fp | 14.06.2011   
Karneval der Kulturen 2011, Fotos, wagg.de, Berlin
Wie jedes Jahr gibt es beim Umzug des Berliner Karneval der Kulturen immer eine gute Mischung aus Ballermann-Party, Love-Parade 1993-Feeling und Karneval in Rio zu erleben. Wie immer zu spät ;) wurden zwar wieder nur die Letzten paar Wagen mitgenommen, was aber den Spass keinen Abbruch tat, da diese eh meistens die mit der meisten Party sind. Ebenfalls auch lustig beim Karneval, dass man dort immer 1000 Leute aus der Schulzeit oder anderweitig 1000 Jahre nicht gesehen Menschen am laufenden Band trifft…


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Karneval der Kulturen 2011, Fotos, wagg.de, Berlin
Da soll mal einer behaupten dass rund um die Partymeile an der Warschauerbrücke nur wild gefeiert und dabei immer nur Unmengen an Alkohol und/oder Rauschgift konsumiert werden. Dass es auch anders geht und man auch ohne Alkohol und körperstimulierende Substanzen Spaß haben kann, demonstrierten letzten Freitag die Gründer der neuen Kampagne Initiative gegen Koma Saufen eindrucksvoll bei ihrer WG-sXe-Geburtstagparty in FreakhainFriedrichshain. Zu launiger Studentenmukke (so wie es sein muss), Chips und Cola wurde bis pünktlich 23:00 Feierabend rauschfrei über die Vorteile eines enthaltsamen Lebens philosophiert und mit der gelebten Abstinenz auch ein Zeichen gegen den sinnlosen Wertezerfall unserer Gesellschaft gesetzt.
Karneval der Kulturen 2011, Fotos, wagg.de, Berlin
Am Mittwoch wurden dann bei der Modewoche auch mal ein paar Shows geguckt, schließlich geht es bei der Fashion Week ja um Mode und nicht nur um sinnlos Party zu machen, oberflächlich feiern kann man letztendlich, wenn man tot ist. Zunächst ging es zur Show von HolyGhost, wo es tragbare, aber elegante und aus den 70er Jahren inspirierte Looks zu schauen gab.

Karneval der Kulturen 2011, Fotos, wagg.de, Berlin
Gestern Abend ging es (zur Abwechslung) mal wieder ins stylische „Kino International“ und auf dem Programm stand diesmal die Uraufführung des indischen Films „Lunch Box“. Zum Glück lungern ja die ganzen hysterischen „Film-Fans“ und Fotografen immer nur bei den Blockbuster-Premieren rum und so wurde es ein entspannter Kino-Abend und es gab sogar auch mal wieder einen tollen Arthaus-Film anzuschauen. Lunch Box ist entgegen den Klischees in Bezug auf Indische Filme auch kein kitschiger und farbenfroher Bollywood-Streifen geworden, sondern eine schön atmosphärisch und charmant erzählte Liebesgeschichte, die vor allen durch die kleinen Momente und subtilen Details besticht. Erzählt wird die eigentlich banale Geschichte eines falsch gelieferten Mittagessens und eines daraus resultierenden Brief-Flirts, doch wie bei dem alten mathematischen Axiom minus mal minus gleich plus ist, so schafft es Regisseur Ritesh Batra trotz minimaler Handlung und mehr oder weniger dramafrei ganz großes und wirklich berührendes Kino zu zaubern.
Karneval der Kulturen 2011, Fotos, wagg.de, Berlin
Berlin und real Glam ist ja in den meisten Fällen ein Gegensatz wie Licht und Dunkelheit, Liebe und Hass oder Fritz Kalkbrenner und ein guter Musikgeschmack, schließlich ist bekanntlich ugly und afteraua the new chic und nicht irgendwelche Charlottenburger Trash „Promis“. So war im Manon-Restaurant zunächst auch jut „oohh Gott“ angesagt und ich wäre bei dem ganzen Fame-Bitch gepose fast nach 5 Minuten wieder reingehauen, aber wie so oft im Leben kam es dann wieder komplett anders und es wurde noch ein super unterhaltsamer „Berlin ick Lieb dir“-Abend: Die Longdrinks wurden auf Tablet gereicht (so wie es sich gehört =D), überall tanzten mit einem Hauch von nichts bekleidete Gogo-Girls rum, so dass man sich wie in einer Table-Dance Bar fühlte und direkt episch wurde es, als es eine Modenschau mit Gala-Roben im Charlottengrad- beziehungsweise Turkish Wedding-Style zu gucken gab und eine alte MTV-Moderatorin ein paar Riffs vom ersten Kapitel aus Peter Burschs Gitarrenbuch klimperte.
Karneval der Kulturen 2011, Fotos, wagg.de, Berlin
Hip und exzessiv durch Freakhain die Mitte ging es bei der Einführung der neuen WeSC Sneaker Kollektion im einzigen Musik Hotel Europas - dem nhow Hotel – zu, denn es wurde weniger über die neue Kollektion gefachsimpelt, denn bis in die Morgenstunden getanzt… +++ Zum warm werden verschlug es uns vorher noch ins Rheingold zu einem Geburtstag, wo uns DJ Jean-Luc Cravallo mit jazzigen Rhythm n Blues sowie Rockabilly auf den Samstag Abend einstimmte. Die Atmosphäre des Rheingold erinnert ein wenig an die 1000 Bar, wobei mir aber im Rheingold die Musik besser gefallen hat, da nicht so R&B lastig…
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