15 Jahre Galeries Lafayette
fp | 16.05.2011   
15 Jahre, Galeries Lafayette, Klaus Wowereit, Julia Dietze, Betty de Luxe, Lena Hoschek, Esther Seibt, Jan-Henrik M. Scheper-Stuke, Rio Girls, Grit Weiss, Jo Groebel, Lulu Krupp, Julian Stoeckel, Shermine Shahrivar, Minh-Khai Phan-Thi, Simone Hanselmann,
Dit is Berlin, denn die Hauptstadt ist nicht nur arm aber sexy, sondern kann durchaus auch glamourös, dekadent und sexy zugleich sein. Dies konnte das französische Nobelkaufhaus Lafayette mit einer fulminanten Jubiläumsparty eindrucksvoll unter Beweis stellen, denn zum 15ten Jahrestag der Berliner Dependance gab es nicht nur Haute Couture auf dem Catwalk, sondern auch Haute Cuisine für die rund 1000 üblichen Verdächtigen. Der Champagner floss nach der Fashion-Show in Strömen durch die durstigen Kehlen der Gäste, so dass es bei der anschließenden Party kein Morgen gab…


hier gehts zur Fotogalerie


Kategorie: Lifestyle

15 Jahre, Galeries Lafayette, Klaus Wowereit, Julia Dietze, Betty de Luxe, Lena Hoschek, Esther Seibt, Jan-Henrik M. Scheper-Stuke, Rio Girls, Grit Weiss, Jo Groebel, Lulu Krupp, Julian Stoeckel, Shermine Shahrivar, Minh-Khai Phan-Thi, Simone Hanselmann,
Der Grand Défilé - Du Bist Die Mode - La Mode Cest Vous-Event war ja bereits letzte Woche und da ich ja wie immer viel zu spät dran war und deswegen keine Fotos gemacht habe gab es bisher auch keine Bilders hier. Aber da mir der Nicholas Beutler noch so viele tolle Fotos geschickt hat gibt es hier doch noch eine Foto-Galerie mit vielen sehenswerten Aufnahmen von Deutschlands größter Catwalk-Schau. Das Luxuskaufhaus Galeries Lafayette präsentierte 200 Streetstyles von selbsternannten Modevictims, die sich übers Internet mit einem Foto von sich selbst und ihrem eigenen Style beworben hatten. Tausende folgten dem Aufruf und nach einem Online-Voting blieben 200 Personen übrig, die bei der großen Schau auf dem Laufsteg partizipieren durften. Bei dem Modespektakel gab es dann natürlich keine Grenzen und von lustig bis „Berliner Sachlichkeit” gab es Outfits jeglichen Couleurs zu bewundern. Und es gab sogar etwas zu gewinnen, denn eine Jury kürte eine Art Modevictim oft the Modevictims, welches dann zur großen “La mode c’est vous” Show am 18.09. in Paris dabei sein durfte (Flug und Übernachtung in Paris natürlich inklusive).
15 Jahre, Galeries Lafayette, Klaus Wowereit, Julia Dietze, Betty de Luxe, Lena Hoschek, Esther Seibt, Jan-Henrik M. Scheper-Stuke, Rio Girls, Grit Weiss, Jo Groebel, Lulu Krupp, Julian Stoeckel, Shermine Shahrivar, Minh-Khai Phan-Thi, Simone Hanselmann,
Kurz vor Winterschluss war am Montag noch einmal Kinotag und es wurde bei der Premiere von „Fassbinder“ vorbeigeschaut, einer Doku über selbigen Regisseur und Schauspieler, die in der Volksbühne Premiere feierte. Anlass der Dokumentation und den momentanen Hype um den 1982 verstorbenen Filmemacher ist wohl dessen anstehender siebzigster Geburtstag und aus diesem Grund wird es ab den fünften Mai auch eine große Ausstellung im Martin-Gropius-Bau geben. Nachdem Fassbinders alte „Clan“-Musen Hanna Schygulla, Margit Carstensen und Irm Hermann über den red Carpet flaniert waren, wurde der Streifen von Regisseurin Annekatrin Hendel auch schon freigegeben und auf der Leinwand kamen dann viele ehemalige Weggefährten zu Wort, es gab Szenen aus den wichtigsten Filmen und alte Interviews mit Fassbinder himself anzuschauen. Alles nicht uninteressant, aber wer schon mal zwei oder drei Fassbinder Filme gesehen oder ein paar Zeilen über den Ausnahme-Filmemacher gelesen hat, dem wird in dem Streifen nicht viel Neues oder Unbekanntes geboten. Thematisiert werden die menschlichen Abgründe, Exzesse, frühe Tot und kulturelle Bedeutung des Künstlers, der ja im Grunde der Regisseur der Generation RAF und enfant terrible des deutschen Films war – entweder gehasst und total abgelehnt oder geliebt und als Genie gefeiert – so wie es sein muss - wer braucht schon Mittelmäßigkeit und Durchschnitt.
15 Jahre, Galeries Lafayette, Klaus Wowereit, Julia Dietze, Betty de Luxe, Lena Hoschek, Esther Seibt, Jan-Henrik M. Scheper-Stuke, Rio Girls, Grit Weiss, Jo Groebel, Lulu Krupp, Julian Stoeckel, Shermine Shahrivar, Minh-Khai Phan-Thi, Simone Hanselmann,
Wo jetzt immer schön die Sonne lacht und alle am See chillen und die letzten Reviews so lange her sind, ist es auch mal wieder an der Zeit für ein paar Vinyl Reviews. Der momentane Platten-Hype und der dumme RSD nerven zwar gerade, weil die Preise im Vergleich zu früher wirklich krass angestiegen sind und nen Zwani für Neuerscheinungen schon Standard geworden sind, so dass man gar nicht mehr lustig und unbeschwert wie früher diggen kann. Da kommt manchmal schon die Frage auf, ob man sich für die ganze Kohle nicht lieber ne Kiste Bier oder Rauschgift zulegt und man da nicht letztlich mehr von hat. Bei der Lollapalooza Prae-Party gab es aber zum Glück das neue Boys Noize Album vom Chef persönlich (danke Dude!), so dass einem amtlichen Bierbauch erstmal nichts im Wege steht. Das Teil heißt Presents Strictly Raw Volume 1 und kommt voll arty mit einem minimalistischen, unifarbenen und blutroten Cover daher. Von der Mukke gibt es recht zeitlosen Techno mit wenig Wiedererkennungseffekt, der weniger Hit- und „Ed Banger“ lastig wie noch das jute alte Oi, Oi, Oi Album kommt und streckenweise musste ich an die guten alten ZombieNation oder eine "Gigolo" Platte aus der Nuller-Zeit denken. So ist die Scheibe auch weniger zum zu Hause hören geeignet, da sie schon recht Club-Style ausgefallen und teilweise ist auch recht düsteres Endzeit-Geknüppel drauf, aber jede Musik hat ja bekanntlich seine Zeit und zur Primetime bei der Warehouse-Party kann man schon gudde Laune bekommen. +++ Wo ja letzte Woche das halbe World Wide Web auf Ten Walls einprügelt hat, sicherlich Homosexuelle mit Pädophilen auf eine Stufe zu stellen war unendlich dumm, aber die hyperventilierenden PC-Blockwarte allerorten nerven mit ihrer Unlogik unendlich mal mehr. Mit derselben Logik kann man nämlich gleich auch Gangster Rap oder Reggae verbieten und die ganzen Bessermenschen müssten eigentlich auch täglich vor der saudischen oder iranischen Botschaft demonstrieren. In diesen Ländern werden Schwule nämlich vom Staat im Wochenrhythmus gehängt, geköpft oder sonst wie massakriert (ich spare mir jetzt die Links, google dein bester Kumpel) und da hört man immer nada, niente, nix außer dröhnenden Schweigens. Diese Doppelmoral saugt so unendlich, zumal sich der der litauische Produzent auch entschuldigt hat. Auf jeden Fall war Walking with Elephants mein Open-Air Sommer-Hit 2014 und Ten Walls war einer der wenigen interessanten Acts auf dem ansonsten gähn-langweiligen Berlin Festival. Durch den Boykott bekommt man die Pladde wohl gerade recht günstig oder in 138 Teile zerbrochen und mich verwundert, dass sie bisher nicht auch noch indiziert wurde =D. Die Scheibe auf der nächsten Party aufgelegt sorgt mit Sicherheit für bomben Stimmung und zudem kann man bestimmt eine interessante Kontroverse über Meinungsfreiheit versus Political Correctness vom Zaun reißen, was ja bei dem ewigen Kokain-Talk auf den Raves auch mal ne nette Abwechslung sein kann und wie schon vor 200 Jahren Voltaire so treffend anmerkte: „Ich bin zwar anderer Meinung als Sie, aber ich würde mein Leben dafür geben, daß Sie Ihre Meinung frei aussprechen dürfen.“ +++ Und Last not least noch eine Band, die wieder nur ich gut finde, eine Art best of Album von Babymetal kann man jetzt auch offiziell in Deutschland kaufen - als die-hard Fan konnte man das bisher nur für viele Yens direkt aus Japan tun. Babymetal ist eine ehemalige Casting-Band mit 3 minderjährigen Schulmädchen, die man aber nicht mit dem Dieter Bohlen Casting-Schrott hierzulande vergleichen kann und die zufällig ein neues Genre erfunden haben, den „Kawaii (japanisch liebenswert, süß, niedlich) Metal“, den ich aber eher als Manga-Metal bezeichnen würde, weil die Girls so surreal skurril wie aus einem japanischen Comic entsprungen wirken. In Japan sind die Mädels bereits Superstars und füllen riesige Stadien (aber keine Ahnung wie das mit den Handschuhen und Gitarre spielen geht =D), was vielleicht auch durch den crazy Lolita-Schulmädchen-Fetisch im Land der aufgehenden Sonne erklärbar ist, aber abgesehen davon ist einfach die Mukke goil und infantile Anime-Stimmen mit knallharten Metal zu crossovern ist einfach ganz großes Kino. Punkt! Ich kannte Babymetal bisher nur als youtube-Phänomen und von ihren kuulen Videos (guckst du hier, hier, hier, hier oder hier ) und auf der CD sind mehr oder weniger auch die selben Tracks drauf. Eine Vinyl Version gibt es meines Wissens nicht (buh!) und keine Ahnung wer heutzutage noch CDs kauft, kommt ja schon ziemlich 90er und ob Compact Discs bei der Generation Internet Sinn machen, bin ich wirklich überfragt, ich besitze jedenfalls nur noch nen CD-Laufwerk im Rechner. 100 Prozent Sinn macht aber der Gig am 27. August im Huxleys, da haben die Kawaii Metal Girls nämlich Schulferien und werden in der Hauptstadt wohl einen der ungewöhnlichsten und sicherlich sehenswertesten Konzerte 2015 spielen. Und wem das doch alles zu Hype und Mainstream mit Babymetal wird, mit PassCode steht schon die nächste Lolita-Combo aus Japan in den Startlöchern. Sooo, happy digging, Peace & Harmony…
15 Jahre, Galeries Lafayette, Klaus Wowereit, Julia Dietze, Betty de Luxe, Lena Hoschek, Esther Seibt, Jan-Henrik M. Scheper-Stuke, Rio Girls, Grit Weiss, Jo Groebel, Lulu Krupp, Julian Stoeckel, Shermine Shahrivar, Minh-Khai Phan-Thi, Simone Hanselmann,
Es sind zwar noch 2 Tage hin bis der Fashion Overkill 2011die Fashion-Week 2011 offiziell beginnt, aber inoffiziell ging es bereits mit dem Opening des MCM Pop-Up Stores (geöffnet bis zum 16. Juli) in der Torstrasse 114 los. Der Münchener Luxus Taschen Hersteller, der seine Taschen in der Regel von Kopf bis Fuß mit seinem Logo zubrandet, scheint im Bezug zum Image gerade eine Verjüngungskur durchzuführen, denn die neue Kollektion besteht ausschließlich aus Rucksäcken. Vor einigen Jahren noch das no-go- Accessoire für alle Ü20 jährigen scheint sich der praktische Rucksack in den letzten Jahren einer immer größeren Beliebtheit zu erfreuen…
15 Jahre, Galeries Lafayette, Klaus Wowereit, Julia Dietze, Betty de Luxe, Lena Hoschek, Esther Seibt, Jan-Henrik M. Scheper-Stuke, Rio Girls, Grit Weiss, Jo Groebel, Lulu Krupp, Julian Stoeckel, Shermine Shahrivar, Minh-Khai Phan-Thi, Simone Hanselmann,
Kurz vor dem Jahreswechsel ging es dann noch einmal ins Kino, denn die norwegische Kokowääh Version Ich reise allein feierte Deutschland-Premiere in der Kulturbrauerei. Im Gegensatz zu Till Schweigers kurzweiligen Klamauk-Film ist Regisseur Stian Kristiansen eine recht unterhaltsame Hommage an die Familie gelungen, ohne dabei in Klischees oder unnötigen Pathos zu verfallen. Zwar wirkt Ich reise allein streckenweise wie ein Werbefilm von Pro Familia und hat zudem die eine oder andere Länge, trotzdem kann die Komödie durch überzeugende Darsteller (u.a. Rolf Kristian Larsen, Amina Eleonora Bergrem) und eine gelungene Story überzeugen die so geht: Ein Dauerstudent genießt das ausschweifende Studentenleben bis er erfährt, dass er vor 8 Jahren bei einem längst vergessenen One-Night-Stand eine Tochter gezeugt hat. Nun müssen unverhoffte Vaterpflichten erfüllt und das wilde Partyleben gegen ein gesittetes Familienleben ausgetauscht werden. Dabei sind tragisch-lustige Konflikte natürlich vorprogrammiert, die fernab eines Hollywood-typischen Happy Ends in eine wilde Kindergeburtstags-Party mündet. Neben den menschelnden Aspekten des Films, die den Prenzlauer Berger Kindertrend sicherlich noch weiter forcieren wird, besticht Ich reise allein auch mit einem guten Grunge/Indie-Soundtrack aus den 80ern und frühen 90ern (als Indie noch Independent hieß ;), wo sogar where is my mind von den Pixies aus der Versenkung geholt wird.
follow us on instafame :)