Zinnober Maskenball@UDK
fp | 09.05.2011   
Zinnober Maskenball@UDK
Da soll einmal jemand behaupten, im Studium würde nur stupide gepaukt und auf das öde Berufsleben vorbereitet. Zumindest bei den Künstler-Kommilitonen von der UDK ist das Studium wohl die schönste Zeit im Leben, denn diese veranstalten einmal im Jahr die wohl bunteste Studi-Sause der Hauptstadt - den Zinnober Maskenball.

Abseits tumber Erstsemester Debatten wird im Audimax richtig Gas gegeben und ausgiebig Party gemacht. Tip: Früh kommen, wenn man nicht über einen Zaun und dann durch ein Klofenster klettern willen, aber das gehört ja zum wilden Studi-Lifestyle eigentlich dazu...


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Kategorie: Lifestyle

Zinnober Maskenball@UDK
Nicht nur die Natur feiert jeden Morgen Premiere, sondern nächsten Donnerstag wird auch im mondänen Zoopalast der rote Teppich ausgerollt: Dann wird der türkische Arthaus-Hit „My Mothers Wound“ mit Cast und Kegel uraufgeführt und du kannst ganz glam mit Meryem Uzerli, eine der größten Serienstars der Türkei, über den Redcarpet schreiten und im Blitzlichtgewitter ein Duckface machen, denn es werden hier noch zwei mal zwei exklusive Premierentickets verlost. Der Trailer sieht ja schon mal jut nach Drama, Culture-Clash und ganz großen Gefühlen aus und zum gästelistenabstauben wie immer eine E-Mail mit den Betreff „Serefe“ an ferdinand[at]wagg.de getippt und janz feste die Daumen gedrückt. Wie im Leben können leider nicht alle gewinnen, aber man munkelt und die Gerüchteküche brodelt, Meryem wird bei der Premiere ihren guten Tag haben und noch mehr Kinokarten an ihre treusten Fans verschenken. Also hin da, Treue ist nicht immer Reue...
Zinnober Maskenball@UDK
Wo ich es ja zur Berlinale skurrilerweise nie ins Kino schaffe, ging es dafür gestern Abend mal wieder ganz entspannt ins Lichtspielhaus – ganz klassisch mit Nachos con Salsadip und Popcorn hälfte Salz hälfte Zucker – man gönnt sich ja sonst nie irgendwas. Uraufgeführt wurde in der Kulturbrauerei der Indie-Streifen bestefreunde und als die Leinwand freigegeben wurde, gab es eine Art Gesellschaftsportrait über die kreative Generation-Zugezogen im Prenzlauer Berg auzuschauen, das zunächst als leichtfüßige Komödie begann und dann als böses und sentimentales Drama endete. Handeln tut der Film vom Abschiednehmen von der unbeschwerten Twen-Jugend und davon, wenn alle um einen herum alt, langweilig und erwachsen werden und dem dadurch Zerbrechen von Freundschaften und der Liebe des Lebens. „bestefreunde“ hat so auch eher weniger mit dem am Ende ziemlich kitschigen französischen Pedant zu tun und ist auch kein Feel-Good-Movie, trotzdem hat die Dramakomödie ihre sehenswerten Momente und besonders die unruhig hin und her wackelnde Handkamera läßt die bewegten Bilder teilweise wie mit dem Händy abgefilmt wirken und sorgt für schön dogmatische Authentizität.
Zinnober Maskenball@UDK
Die Modewoche besteht ja nicht nur aus wilden und oberflächlichen Fashion Partys (an die man sich eh nicht mehr erinnert =D) sondern es geht ja auch um die neusten Looks, Trends und Moden. So wurde sich dann letzte Woche auch mal ins Fashion-Getümmel gestürzt und zwei seriöse Schauen besucht. Am Mittwoch ging es zunächst ins Eisstadion zu dem Newcomer Designer-Duo Glaw, welches aber gar nicht mehr so Newbie bei der Fashion-Week ist, da bereits die dritte Saison Runway präsentiert wurde. Im Vorfeld gab es ja massive Vorurteile gegen die Mehrzweckhalle im Wedding, die sich aber als völlig unbegründet herausstellten, da der nostalgische Retro-Plattenbau aus den 60ern irgendwie eine beruhigende und familiäre Wärme ausstrahlte und insbesondere das Moos, dass im Eingangsbereich von den Wänden wuchs, dem Spektakel eine umweltbewußte Aura verlieh.
Zinnober Maskenball@UDK
Während bei der re:publika am Mittwoch noch über die „digitale Gesellschaft“, soziale Medien und so weiter getwittertdiskutiert wurde, stellte der Privatsender ProSiebenSat.1 im UCI seine eigens für das Internet produzierte Sitcom Mission Housemen vor und betrat damit Web-TV-Neuland, denn eine eigens für das Internet produzierte Serie gab es in Deutschland in der Form bis Dato noch nicht. So gibt es in der Web-only Sitcom auch nicht nur normale TV-Schauspieler zu sehen, sondern die bekannten Webstars Alberto und Simon Desue mischen in der Unterhaltungssendung ordentlich mit. Inhaltlich geht es um 4 „Hausfrauen“-Männer im Banne der Emanzipation und die Zielgruppe der Sitcom ist wohl zwischen 13 und 15, männlich und strebt wahrscheinlich eher keine Hochschulreife an. So gingen die Meinungen über die drei gezeigten Staffeln auch ziemlich auseinander, so dass von totaler Ablehnung bis frenetischer Begeisterung auch alles dabei war.
Zinnober Maskenball@UDK
Da steckt die Hauptstadt wochenlang im tiefsten Sommerloch und es ist nix, nada, niente los und dann sind (wie immer =D) 2 Filmpremieren gleichzeitig am selben Tag. Neben Hercules im Sony Center feierte auch noch die Bestatter-Komödie Besser als nix Uraufführung in der Kulturbrauerei. Da der Tot uns alle stets anlächelt und möchtegernphilosophische Indie-Filme immer ganz weit oben auf der Anschau-Agenda stehen, wurde dann dem Todes-Streifen ein Besuch abgestattet. Als die Darsteller am roten Teppich abgelichtet und die Leinwand freigegeben war, gab es eine recht skurrile Coming-of-Age Tragikomödie über einen Bestatter-Azubi anzuschauen, die einen natürlich an die Kultserie „Six Feet Under“ erinnerte. "Besser als Nix" begann zunächst auch recht klamaukig und lustig, aber als dann in der Mitte des Films der beste Freund zu Grabe getragen wird, wechselt plötzlich das Genre und der Streifen mutiert zum sentimentalen Drama. In der Musik gibt es ja unzählige Beispiele, wo das wunderbar funktioniert und kuul ist (z.B. Parov Stelar, Orishas, Babymetal) aber bei einem "Crossover-Film", auch wenn so für gewisse Überraschungsmomente gesorgt wird, ist die Stimmung dann futsch und der Tragödien-Part wirkt nicht mehr besonders glaubhaft und irgendwie
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