25 Jahre Linie 1 Gala +++ Sugarhigh Cocktailparty
fp, | 02.05.2011   
25 Jahre Linie 1 Gala +++ Sugarhigh Cocktailparty
Wahnsinn wie die Zeit vergeht – denn vor genau 25 Jahren - am 30. April 1986 - hatte die Linie 1 Premiere am Berliner Grips-Theater. Noch niemand konnte damals ahnen, dass die Linie 1 nach der Dreigroschenoper von Bertolt Brecht das weltweit erfolgreichste deutsche Musical überhaupt werden würde. Alleine im Berliner Grips-Theater besuchten seit 1986 über 540.000 Zuschauer das Musical und in Deutschland wurde das Stück überaus erfolgreich an mehr als 150 Theatern nachgespielt. Nach weltweiten Gastspielen wurde das Stück dann auch in zahlreichen Ländern wie den USA, Indien oder Korea landesspezifisch adaptiert und seit dem auch dort extrem erfolgreich weitergespielt.
Nach so viel Erfolg durften dann zum Jubiläum natürlich die Sektkorken knallen und zahlreiche ehemalige Linie 1 -Schauspieler standen auf der Bühne, wie etwa die Originalsängerin von Hey du Ilona Schulz, die den Linie 1 Hit auch gleich intonierte…




Die berühmten Wilmersdorfer Witwen durften bei der Gala natürlich auch nicht fehlen, die dann live auch so lustig wie bei der Verfilmung rüberkamen…



Mit der Zeit war das Musical zahlreichen Änderungen ausgesetzt, die Mauer und haste mal eine (D-)Mark verschwanden und die Linie 1 wurde bis zur Warschauer Straße erweitert. Trotz der historischen Änderungen wird das Kult-Musical seit 2004 nur noch in der Originalfassung von 1986 gespielt. Am 4. Mai feiert die Linie 1 übrigens noch ein Jubiläum, denn es wird die 1500ste Vorstellung aufgeführt.

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Anlässlich des Gallery Weekends feierte der passwortgeschützte sugarhigh Blog eine exzessive Cocktailparty…

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Kategorie: Lifestyle

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Wenn die Tage wieder kälter und früher dunkel werden ;) ist es an der Zeit auch wieder öfters ins Kino zu gehen. Am Dienstag feierte das Mitte-30-Krisis-Drama The Future seine Premiere in Berlin. In The Future erzählt die amerikanischen Schriftstellerin und Indie-Filmerin Miranda July die Geschichte eines Liebes-Paares um die Mitte Dreißig, das beschließt eine kranke Katze aufzunehmen und daraufhin in eine Sinn- und Beziehungskrise stürzt und sich zum Schluss trennt. Neben einem philosophierenden Kater treten in dem Film zwar nur 5 andere Charaktere auf, trotzdem kreist der Film um einen Komplex aus zahlreichen existenziellen Fragen: Sinnerfüllung des Lebens, Versagensängste und Angst vorm Alter und der Zukunft. Die im Film gefühlte Leere im Leben des Liebes-Paars wird zwar als depressive Grundstimmung direkt auf den Zuschauer übertragen, trotzdem ist The Future in puncto Originalität großes Kino geworden...
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Nach dem Bestseller und dem gleichnamigen Club im Cafe Burger gibt es die Russendisko von Wladimir Kaminer nun auch auf Zelluloid gebannt und wurde gestern erstmalig dem Publikum vorgestellt. Der Film erzählt zur Wendezeit die Geschichte von der Migration von drei russisch-jüdischen Auswanderern ins damalige Ost-Berlin. Zu den wenigen Pluspunkten des Feelgood-Streifen zählt der dezente Humor und die authentische Darstellung Berlins während des Umbruchs, als aus 2 Städten eine wurde und das Auffangen dieser optimistischen Aufbruchsstimmung, von der die Hauptstadt heute noch zehrt. Leider ist Russendisko mit Hauptdarsteller Matthias Schweighöfer völlig fehlbesetzt, wirkt der Schauspielstar in dem Film einfach so unrussisch, wie in etwa ein sibirischer Winter in der Sahara. Zudem entspricht der dauergrinsende Matthias Schweighöfer kaum dem subtilen Tiefgang von Wladimir Kaminers Kurzgeschichten. Irgendwie wirkt das Leben von Wladimir Kaminer und die Russendisko nur wie eine Kulisse für den omnipräsenten Schweighöfer, der sich zum x-ten Male nur wieder sich selber spielt. Das Drehbuch scheint ihm auch direkt auf den Leib geschrieben worden zu sein und Konflikte oder so etwas wie Spannung ist Null vorhanden, der Film plätschert die ganze Zeit sinnlos vor sich hin und um die namensgebende Tanzveranstaltung im Cafe Burger geht es in den letzten 5 Minuten auch nur am Rande.
25 Jahre Linie 1 Gala +++ Sugarhigh Cocktailparty
Während der Auferstehung Jesu Christi-Gedächtnisfeier wurde sich natürlich streng an das geltende Tanzverbot gehalten und die Tage besinnlich verbracht. So ging es lediglich letzten Donnerstag zum feucht fröhlichen Opening der Bar 111 in der Schönhauser Allee 10, wo zu free Drinks und minimalistischen Beats bis in die frühen Morgenstunden gegen das Tanzverbot verstoßen wurde. Die Bar 111 liegt gleich neben dem White Trash und Platoon und von Sonntag bis Donnerstag ist dort normal Bar und am Wochenende wird mit DJs gefeiert.
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Wenn der Sommer sich langsam zurückzieht und der Herbst über Berlin hereinbricht, ist es an der Zeit, die bunt gefärbte Jahreszeit in der Hauptstadt auszukosten und eine entspannte Kino-Woche einzulegen. Am Montagabend ging es zunächst zu Dieter „Didi“ Hallervorden neuen Film „Sein letztes Rennen“ wo die Komiker-Legende als greiser „Marathon-Mann“ zu bewundern ist. In dem berührenden Sportler- und Rentner-Drama dreht sich natürlich alles um die berühmten 42,195 Kilometer und darum sich auch im hohen Alter nicht unterkriegen zu lassen. Natürlich kommt Regisseur Kilian Riedhof dabei nicht ohne etwas Kitsch und Pathos aus, trotzdem ist „Sein letztes Rennen“ ein toller und wirklich sehenswerter Film geworden, wo zum Ende nicht nur die Filmfigur glücklich über die Ziellinie läuft, sondern auch Dieter Hallervorden mit rüstigen 78 Jahren ein furioses Kino-Comeback feiern kann.
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Freitag Abend wurde wieder dem Sinn des Lebens nachgegangen (muss auch mal sein!) und ganz unoberflächlich das Tanzbein geschwungen: Zunächst ging es zum Kudam zur secret Engtanz Sause, wo aber zum Glück mal alle nicht ganz so yeah und wwhhuuhhuu wie sonst immer waren, sondern eher nüchtern arty und intellektuell kulturell. Unnüchtern waren dafür aber die gepflegten Freedrinks und wichtige Preise für nationale Kunst bzw. der staatstragenden Nationalgalerie wurden auch noch verliehen. Wo Museen bekanntlich aber die Friedhöfe der Kunst und die Postmoderne mausetot ist, ging es lieber noch weiter ins gute Prince Charles.
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