Kreuzberger Kiezboxgala mit Bonsai Kitten live
fp | 25.04.2011   
Kreuzberger Kiezboxgala mit Bonsai Kitten live
Bei der Kiezboxgala in Kreuzberg flogen nicht nur die Fäuste, denn vor den Kämpfen gab es noch einen Bonsai Kitten Gig, die mit juten Rockabilly-Punk das Publikum überzeugen konnten.




Anschließend wurde es Ernst und archaisch Mann gegen Mann losgeboxt. Von den 6 Kämpfen waren dann 4 durchaus spannend anzuschauen, denn die Kämpfer gingen wie Kampfhunde aufeinander los und machten beim Kampf keine Gefangenen. Dabei blieb es glücklicherweise immer fair und es gab so gut wie keine groben Fouls, wie zum Beispiel abgebissene Ohren, Kopfstöße et cetera, et cetera. Interessant zu beobachten, dass sich die Kämpfer nur Sekunden nach der Prügelorgie wie auf Knopfdruck wieder gut verstanden, sich umarmten, miteinander plauderten, so als hätte die Klopperei wenige Augenblicke zuvor überhaupt nicht stattgefunden. Zudem erschreckend zu beobachten, wie harmlos und brav die meisten Boxer außerhalb des Rings ausschauen, da kann man wirklich nur hoffen, dass so Typen wie die Kopf-Treter von der Friedrichstrasse mal auf den Richtigen treffen und ein böses Déjà-vu erleben…

hier gehts zur Fotogalerie


Kategorie: Lifestyle, Musik

Kreuzberger Kiezboxgala mit Bonsai Kitten live
Seit gestern läuft Ausgerechnet Sibirien in den Kinos und am Mittwoch wurde in der Kulturbrauerei groß Premiere gefeiert. Da Minu Barati-Fischer, die Frau von Ex-Außenminister Joschka Fischer, den Film produziert hat wurde es bei der Premiere nicht nur richtig staatstragend, sondern im Anschluss der Film-Vorführung durfte auch der Normalsterbliche keine Fotos von der Bühnenshow machen. Ausgerechnet Sibirien besteht im Prinzip aus zwei Teilen die wenig miteinander zu tun haben, der erste Part ist eine Art deutsch-russische Culture-Clash Komödie a la Willkommen bei den Sch tis geworden, wo so ziemlich alle Klischees und Vorurteile beider Länder bedient werden: feierfrohe russische Vodka-Trinker die nicht alles so ernst nehmen im Leben treffen auf einen verkorksten Deutschen der wie eine Karikatur eines 68er Studienrates wirkt. Im zweiten Teil dann wird der lustige Klamauk durch Gefühlsseligkeit ersetzt und der Streifen mutiert zu einem Esoterik-Roadmovie inklusive einer Brise Selbstfindungs-Trip. Dabei schleicht sich dann die eine oder andere Länge ein und die Handlung wird ziemlich ausbaufähig, wofür der überzeugend aufspielende Cast rund um Joachim Krol, Katja Riemann und Vladimir Burlakov jedoch wenig kann, so dass sich zumindest die erste esoterikfreie Hälfte des Films anzuschauen lohnt…
Kreuzberger Kiezboxgala mit Bonsai Kitten live
Nach dem sensationellen Debut-Album Du machst die Stadt kaputt vor 2 Jahren haben Kotzreiz nun nachgelegt und endlich die neue Pladde Punk bleibt Punk veröffentlicht. Das musste natürlich gebührend mit einer Tour gefeiert werden und zum Abschluss der Tournee wurde dann nochmal in der Berliner Heimat im Cortina Bob Station gemacht. Die Junx sahen zwar alle etwas mitgenommen vom Sauf-Tour-Stress aus aber rockten trotzdem jut das Haus und es gab alle Kult-Hits wie etwa „Berlin“, „Bauarbeiter stirb“, „Montag-Scheisstag“, „Punk bleibt Punk“, „Kotzreiz“ usw. auf die Punker-Ohren und alle gröhltensangen frenetisch Strophe für Strophe mit und es gab Pogo-„Dancing“ und Stagediving bis der Notarzt kam. Und das alles ohne Bühnengraben, Fantasie-Eintrittspreise und 10000 dumme Security-Spakkos und diesen ganzen sinnlosen Schwachsinn, so dass es beim Gig atmosphärisch wie früher bei den ganzen Punk/HC Shows in den besetzten Häusern oder JFZs war.
Kreuzberger Kiezboxgala mit Bonsai Kitten live
Der gestrige Abend stand ganz im Zeichen von Fraktus - der neuen obskuren Hype-Band aus den frühen 80ern, die es eigentlich gar nicht gibt und die trotzdem ihren Debüt-Gig im ausverkauften Festsaal Kreuzberg spielten. Zunächst ging es jedoch ins Kino Moviemento, wo erst einmal die gleichnamige Pseudo-Doku über die Fake-Band Premiere feierte. Die erste halbe Stunde des Streifen war dann auch wirklich furios, ein genialer Lacher folgte auf den nächsten und man wähnte sich im Film des Jahres. Pointiert wurde die vermeintliche Vergangenheit der Kult-Band als avantgardistische Techno-Pioniere nachgezeichnet, wobei O-Töne von fiktiven Zeitzeugen wie etwa Westbam, Jan Delay, Scooter oder Daft Punk mit Einspielsequenzen von frühen Fraktus Gigs, -Fotos und -Platten-Covern zusammengeschnitten wurden. Nach circa 30 Minuten dann wird die wirklich Laune machende Mockumentary plötzlich zu einer Art Doku-Soap, wo das fiktive Comeback von Fraktus mit der Kamera begleitet wird und dabei schmiert der Streifen schließlich total ab. Zwar gibt es noch ein paar kuule Aufnahmen vom Melt-Festival zu sehen, wo fiktives und reales genial miteinander vermengt wird, insgesamt werden zum Ende jedoch nur langweilige Plattenindustrie- und Popstar Klischees bedient. Zudem mangelt es den Darstellern an Glaubwürdigkeit und man merkt überdeutlich das einfach keine Profi-Schauspieler vor der Kamera stehen. Hinter Fraktus stehen übrigens Heinz Strunk, Rocko Schamoni und Jacques Palminger aka dem Künstlerkollektiv Studio Braun, dass ja vornehmlich für seine absurden Telefonstreiche bekannt ist.
Kreuzberger Kiezboxgala mit Bonsai Kitten live
Diese Woche stand dann mal ganz im Zeichen des gastronomischen Wandels in der Hauptstadt. Bereits im Sommer ging ja das gute alte Cookies in die Annalen der Berliner Club-Geschichte ein um am Dienstag als Crackers wieder aufzuerstehen. Nach 20 Jahren steht nun aber eher das Kulinarische im Focus, denn die Ekstase auf dem Dancefloor, wo ja Speise und Trank bekanntlich der Sex des Alters sind. Das Interieur des Restaurant ist recht sachlich und minimalistisch gehalten und wirkt ein wenig wie ein Schwimmbad und das neue Konzept erinnert latent an das "White Trash", denn das Dinner wird musikalisch im "Crackers" auch live untermalt, zwar nicht von einer urigen Hillbilly oder Thrash Metal Band, dafür aber mit Qualitäts-House, so dass man die Arme schon mal in die Höhe strecken kann, wenn mal der DJ die Bässe ordentlich reinknallt und den ganzen Oberkörper durchschüttelt (aber natürlich nur mit Messer und Gabel in der Hand, Knigge und so ;)). Wie es sich für einen Heinz “Cookie” Gindullis gehört, musste der Neuanfang selbstverständlich standesgerecht mit einer „Nur für Freunde“ Flashmob Party gefeiert werden und halb Mitte wurde mal wieder amtlich abgefüllt und man kam sich bei so vielen Bekannten Gesichtern von früher ein wenig wie in einer Art Zeitmaschine vor, die einen sentimental an den Anfang der Nuller-Jahre zurückgebeamt hatte.
Kreuzberger Kiezboxgala mit Bonsai Kitten live
Bei den frühen Schauen im „Zelt“ trifft man ja wirklich nur masochistisch veranlagte Frühaufsteher und langweilige Party-Muffel-Nasen und da der späte Wurm ja bekanntlich dem früheren Vogel entgeht, ging es vorgestern erst zur Prime-Time Show ins Epizentrum der Bekleidungswoche. Im „Zelt“ war dann business as usual angesagt, das Fashion-Volk lief wie immer hektisch und laut herum, Bussi hier Bussi da und die schrillsten Outfits schienen wieder gegeneinander anzutreten. Zwischendrin Fotografen, die hecktischen Fashion-Blogger-Mädchen und deutsche A- bis Z-Prominenz. Immer etwas kurzweilig aber für 1,2 Stunden durchaus recht unterhaltsam. Pünktlich gegen 8 dann die Schau von Kilian Kerner, der seine Kreationen zum elften Mal in Folge im „Zelt“ präsentierte. Diesmal zeigte der Autodidakt eine recht sportive Kollektion und kombinierte alle seine Entwürfe mit Sneakers, so dass die Models nicht nur ihre High-Heels geplagten Füße schonen konnten, sondern auch ein recht urban-futuristischer Gesamteindruck der Looks entstand.
follow us on instafame :)