Premiere In der Welt habt ihr Angst +++ Opening [f.u.c] bar
fp, | 01.03.2011   
Premiere In der Welt habt ihr Angst, Hans W. Geißendörfer, Anna Maria Mühe,  Alice Dwyer, Opening [f.u.c] bar, villa
In In der Welt habt ihr Angst wandert Lindenstraße Vater Hans W. Geißendörfer auf den Spuren von Christiane F.,Trainspotting oder requiem for a dream und erzählt die Geschichte eines Junkie-Pärchen im Akademiker-Milieu. Die ansonsten eher apart und dezent wirkende Anna Maria Mühe ist auf der Leinwand als heruntergekommener Heroin-Junkie zu sehen und konnte neben Axel Prahl und Max von Thun schauspielerisch weites gehend überzeugen, die Handlung hingegen ist nicht besonders realistisch, streckenweise unfreiwillig komisch und nicht unbedingt mit Logik durchsetzt. Zudem wirkt der Film mit andauernd auftauchenden Kruzifixen, gelben Telefonzellen und mit der Thematik an sich ungewöhnlich antiquiert, was durch suggestiv eingestreute Wert- und Moralvorstellungen, wie man sie aus der Lindenstrasse kennt, noch unterstrichen wird. Der Film läuft ab dem 03. März im Kino.


+++ Das Nachtleben macht vor dem Alter nicht halt - nach der Schließung des größten und am längsten währenden illegalen Clubs Berlins – der Villa – geht es nun ein Teil der Macher ruhiger an und eröffnen in FreakFriedrichshain eine ganz legale Bar. In der Travestraße Nummer 4 wird ab sofort ein gepflegtes Bier gezapft und die Musik wird auch nur noch auf Zimmerlautstärke gedreht – so wie bei einer anderen Bar die es jetzt aber nicht mehr gibt ;)

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Kategorie: Film, Lifestyle

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In Mailand gibt es auf dem Catwalk Gucci, in der Hauptstadt ganz en vogue Marc Cain. So wurde gestern Abend noch im KaDeWe vorbeigeschaut, endlich eine Hermès Birkin Bag erstehen, ein paar Gläser Schampus schlürfen und natürlich die neue Marc Cain-Kollektion in Augenschein nehmen. Als nach ein paar Bussis hier und gepflegten Smalltalk da schließlich der Laufsteg freigegeben wurde, gab es natürlich eine sehr tragbare und für Berliner Verhältnisse krass farbenfrohe Kollektion zu sehen, wo stilistisch von retro flowerpower/swinging 60ies bis urban-futuristisch alles zusammengewürfelt wurde, was die letzten Jahrzehnte Modesünden hergaben. Aber wer braucht schon Tugenden und so wurde nach der Schau...
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Diese Woche wurde einmal weniger Party gemacht und dafür ins Kino gegangen. Einmal feierte gestern das deutsche Endzeitdramas Hell seine Premiere in der Kulturbrauerei. In Hell wird das Szenario einer massiven Klimaerwärmung in Verbindung mit der Verknappung von überlebenswichtigen Ressourcen wie Wasser und Nahrung konstruiert und gezeigt wie sich der nackte Überlebenskampf jenseits der Zivilisation gestaltet, wenn jene durch pure Barbarei verdrängt wird. In vielfacher Weise erinnert diese düstere Endzeit-Story natürlich stark an The Road und wie die meisten Filme dieses Genre weißt natürlich auch Hell keine komplexe Erzählkonstruktion auf, aber trotzdem ist der Film mit seiner gruseligen und düsteren Grundstimmung doch recht spannend geworden. Alle Schauspieler (Hannah Herzsprung, Lars Eidinger, Stipe Erceg, Lisa Vicari, Angela Winkler) wirken überzeugend und realistisch und geben in dem Regiedebüt von Nachwuchsregisseur Tim Fehlbaum schöne Einblicke in die grausamen Abgründe der menschlichen Seele. Hell läuft ab dem 22.09. im Kino…
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Ordentlich minderjähriger Kreischalarm war im UCI in Neukölle letzten Freitag angesagt, als Elyas M’Barek und Josefine Preuß dem Berliner Publikum ihre neue Komödie Türkisch für Anfänger präsentierten. Die Kino-Adaptionen der erfolgreichen TV-Serie ist Regisseur Bora Dagtekin erstaunlich gut gelungen, denn die Integrations-Komödie ist schön politisch unkorrekt geworden: türkische pseudo Gangsta-Rapper a la Bushido, debile 68er/Esoterik Eltern und Öko-Emanzen in der Pubertät bekommen im Minutentakt so ihr Fett ab, dass die Lachmuskeln der Zuschauer schön strapaziert werden. Neben dem amüsanten Krieg der Geschlechter und Kulturen, der Deutsch-Türkische Klischees und Vorurteile sicherlich gewaltig durcheinander würfeln dürfte, werden dem Zuschauer zwar kurzweilige aber auch gut unterhaltende 110 Film-Minuten geboten. Türkisch für Anfänger lauft bereits seit letzten Donnerstag in den Kinos und konnte gleich einen Start nach Maß hinlegen, denn über 420.000 Besucher ließen sich das am ersten Wochenende nicht entgehen und lösten bereits eine Kinokarte. So konnte der Streifen gleich die Spitze der deutschen sowie österreichischen Kinocharts erobern. Altersfreigabe ist 12 Jahre was bei dem Soundtrack zum Streifen „Nutten am Pool“ und dem Ghetto-Slang ("bitch", "uhrensohn", "Schlampe" usw.) im Film doch etwas verwundert
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Statt Langeweile war auch diese Woche wieder kreatives Nichtstun und punk&roll angesagt: Gleich Montag nach der Schicht ging es zu den lustigen Patent Pendig ins Comet, die vielleicht vor 3 Dutzend Zuschauern spielten. Doch wer braucht schon Masse wenn er Klasse hat, denn die vielleicht 50 Anwesenden entpuppten sich als echte Die-Hard Fans und machten Lärm und Party wie 300 und die urigen Dudes mussten gefühlt 20 Zugaben spielen bis sie gnädig entlassen wurden. Vom Sound spielen die New Yorker aber eher den cleanen West-Coast Punk Style, wie es früher hunderte Bands gab und haben auch nicht das Punkrock-Rad neu erfunden, aber live haben „Patent Pendig“ gute Nehmerqualitäten, spielen nicht 20 mal hintereinander den gleichen Song und wissen mit einer juten Bühnenshow zu unterhalten.
Nach dem nostalgischen Ausflug in die verschwendete Jugend wurde schließlich noch bei einem Club-Opening in SchwabenbergPrenzlauer Berg vorbeigeschaut, was schon etwas erstaunlich war, weil man ja aus dem „Szene“ Bezirk nur noch von Wecken-Thierse, Macchiato-Müttern und Kehrwochen-Psycho-Nachbarn hört, denn von neuen Clubs. Bei meinem Eintreffen wurde zwar vor meinen Augen die Open-Bar geschlossen (Sauerei!), dafür gab es noch einen launigen Musikmix aus Balkan-Beat, was meine Eltern in den Swinging Sixties gehört haben und Stereo Total. Die Prenzlauerberg-Langzeitstudenten-Hippies haben sich darüber gefreut und wild das Tanzbein geschwungen. Das „Horns & Hooves“ ist sicherlich mal ne gute Alternative, wenn man mal keinen Bock auf die Hedonisten-Hölle in Mitte oder 3 Tagewach-Bretterbudenrave hat und sich auch mal mit normalen Menschen unterhalten will.
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Am Mittwoch feierte im Kino International der neue Film von Andreas Dresen (u.a. Halbe Treppe, Sommer vorm Balkon) Halt auf freier Strecke seine Berlin Premiere. Auch in seinem neuen Film bleibt sich Andreas Dresen seiner Art Filme zu drehen ziemlich treu, denn wie in Wolke 9, wo es um das Tabuthema der körperlichen Liebe im Alter geht, erzählt Halt auf freier Strecke in äußerst realistischen und in fast schon halbdokumentarisch wirkenden Bildern vom langsamen Sterben aufgrund eines unheilbaren Gehirntumors. Das geht dem Zuschauer natürlich gehörig an die Nieren und man ist froh wenn der Film endlich zu Ende und der Patient tot ist. Trotzdem ist Halt auf freier Strecke ein überaus bewegender Film zum Thema der Bewältigung des Todes geworden, wo der Zuschauer auch gerade wegen der eigenen Endlichkeit des Daseins recht nachdenklich zurückgelassen wird und obwohl das Drama auch seine lustigen Momente hat, sollte man die Taschentücher nicht zuhause liegenlassen. Halt auf freier Strecke läuft wohl eher nicht im Cinemaxx oder Cinestar, dafür aber mit Sicherheit im arthaus-Kino des Vertrauens ;) Mehr interessante Hintergrund-Infos aus dem NDR Kulturjournal kann man sich hier anschauen
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