Nakt x Griessmuehle Fashion Show +++ Brax-Store Opening +++ Premiere Alles ist gut
fp | 08.10.2018   
Nakt x Griessmuehle Fashion Show +++ Brax-Store Opening  +++ Premiere Alles ist gut
Vergessen ist Silber und erinnern ist Gold und so fiel mir just wieder ein, dass noch ein paar Impressionen aus dem lustigen Nachtleben auf meiner SD-Karte schlummern, aber das Internet vergisst schließlich nichts:

Back in the days, letzten September, ging es zur Debüt-Show des neuen Fetish-Labels Nakt in die Griesmühle, wo der Name auch gleich Programm wurde (nomen est omen =D) und es...



Nakt x Griessmuehle Fashion Show +++ Brax-Store Opening  +++ Premiere Alles ist gut
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...neben circa 99 Prozent nackter Haut minimalistische Techno-Roben im typisch schwarzen Berghain-Look zu bestaunen gab, mit denen man wohl weder im Kitkat, bei einer „Jan Ehret“- oder einer „Pornceptual“-Party großartig auffallen würde.

Fesselnd bei der Kollektion besonders die Bondage-Designs der Kreationen und lustig nach der Schau, dass man wie ein 15jähriger legal-illegal-scheixxegal übern Zaun klettern musste, um direkt über Los in die Grießmühle zu gelangen.

Nach so viel Pferde stehlen, boring dann leider nur, dass dann gar keine Porno-Party mehr zugangen war, sondern nur Erasmus-Studis unnackt rumstanden und vintage BumBum 90er Techno aus den Boxen schepperte, aber die Modenschau war ja schon Kopfkino genug und ebenfalls...

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…jugendfrei, katholisch und zart besaitet wurde es beim Brax-Store Opening letzte Woche in der Neuen Schönhauser Allee, wo man nicht nur die recht alltagstaugliche Kollektion begutachten konnte, sondern die geladen Gäste auch noch kulinarisch nach Strich und Faden verwöhnt wurden.

Interessant, dass ich noch nie vorher von „Brax“ gehört hatte, die Marke aus Herford aber seit anno 1888 existiert und ebenso interessant und...

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…zugleich bewegend der neue Kinofilm Alles ist gut, wo dann gar nichts gut war, denn in dem Debütfilm von Eva Trobisch geht es um die Bewältigung einer Vergewaltigung.

Das beklemmende Drama besticht vor allem durch den authentisch und intensiv aufspielenden Cast und die unaufgeregte Behandlung des schwierigen Themas.

Dabei wirklich bemerkenswert, der völlige Verzicht auf einer Wertung, Verurteilung oder Haltung, von schwarz-weiß Malerei oder gut und böse Klischees, was mich ehrlich gesagt ziemlich verstört zurückgelassen hatte.

Ob diese Beliebigkeit respektive Totdifferenzierung ein künstlerisches Stilmittel, die Banalität des Bösen als Metapher darzustellen, blieb der Interpretation des, wie bereits erwähnt, ratlos zurückgelassenen Zuschauers überlassen.

Zum Trailer flimmern der harten Psycho-Kost geht es weltexklusiv wie immer hier


und "Alles ist gut" läuft ab dem 27.09. im Arthaus-Cinema deines Vertrauens...

hier gehts zur Fotogalerie


Kategorie: Lifestyle, Film

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Award- und Preisverleihungen sind ja in der Regel von klatschenden Jubelpersern, quälenden Anekdoten und missglückten Scherzen geprägt. Wie so oft im Leben bestimmen jedoch Ausnahmen die Regel und beim Finale der Adidas all Originals #represent Kampagne gab es bei der Preisverleihung mal keine Langeweile. Worum es bei der Kampagne im Detail geht hab ich ehrlich gesagt immer noch nicht so richtig gerafft, lediglich dass im Finale 3 Crews in Punkto Kreativität gegeneinander antreten mussten und sich die Berliner Gang Team-Wolf schließlich durchsetzen und 20.000 € Preisgeld einsacken konnten. Team Wolf hat ein Revival der Mofa-Gang im Stile der 70er eingeläutet und mit dem Geldsegen soll schließlich auch eine Team-Wolf-Mofa-Tour von Berlin nach Transylvanien finanziert werden.
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So langsam wird man ja direkt fashion-weak von den redundanten Schauen und Partys, aber zum Glück ist der Modezirkus ja heute vorbei, vorbei, vorbei und es bricht die Zeit des Varieté an: Der "Tarantino des Varietés" Markus Pabst ist am Montag mit einer weltneuen Show im Wintergarten zurück und zu diesem feierlichen Anlass wird mondän der rote Teppich ausgerollt und mit Thomas Hermanns (Quatsch Comedy Club), Helmut Baumann und Sarah Bowden (Gesang), sowie Rummelsnuff (goil!) kann wieder gelacht, geträumt und gestaunt werden und sogar der Maestrao bzw. Pabst himself hat wieder Blut geleckt und wird auf den Brettern die die Welt bedeuten stehen. Wie immer eine magische, mystische oder artistische E-Mail an ferdinand[at]wagg.de getippt und ganz feste die Daumen gedrückt und wem die Glücksfee Fortuna diesmal nicht hold ist, Karten gibt es auch noch hier abzustauben
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Eine furiose Opening-Woche legte die ehemalige jüdische Mädchenschule hin, feierte dort am Mittwoch das Interview Magazin mit niemand geringeres als Naomi Campbell und Charlotte Gainsbourg einstand, so kamen am Samstag dann Angelina Jolie und Brad Pitt vorbei. Beim Holz-Opening am Donnerstag Abend war es dann nicht ganz so glamourös, denn es drängelten sich circa 2000 geladene(?) Gäste durch die Räume in der Auguststraße 11. Im Erdgeschoss der einstigen Lehranstalt brutzeln die Macher vom Grill Royal zertifiziertes koscheres Essen, währenddessen die oberen Etagen der Kunst und Kultur gewidmet sind. So hat sich etwa Star-Galerist Judy Lybke von Eigen + Art ein „experimentelles Lab“ im Dachgeschoss eingerichtet. Sicherlich nicht zu unrecht fürchten viele die „Grillifizierung“ der Galeriemeile rund um die Auguststraße, denn das kommerzielle Galerie-Restaurant-Konzept steht eigentlich im Widerspruch zu den ganzen kleinen und experimentellen Schauräumen für die Berlin eigentlich steht. Zudem kann in der ehemaligen Schule sicherlich nicht zu Backpacker-Preisen diniert werden, aber mal Hand aufs Herz, wo kann man das im Scheunenviertel eh noch. Ein Besuch in der jüdischen Mädchenschule lohnt aber mit Sicherheit, falls einmal die Eltern mit Weltstadtgefühl ausgeführt werden wollen, ansonsten ist das Restaurant eher für arrivierten Mitbürger ab 40+ zu empfehlen. Da es beim Opening auf Dauer dann doch etwas zu klaustrophobisch und anstrengend wurde und es zudem nur Butterstullen zu essen gab, ging es noch kurzentschlossen rüber zur Opening Party der Berlinale. Nach der Premiere des Eröffnungsfilm Les Adieux A La Reine wurde dort gegen 10 noch dick Aufgefahren und mit dem who is who des Deutschen Films konnte bis in die frühen Morgenstunden gefeiert werden. Der Eröffnungsfilm soll übrigens recht langweilig gewesen sein...
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Gestern Abend waren ja, total Panne, wieder drei Filmpremieren parallel in Berlin und da kam schon die Frage auf, ob so viel Kulturauftrag und subventioniertes Staatskino wirklich sein muss, wo laut Statistik etwa 70 Prozent der deutschen Filme nicht einmal 10.000 Zuschauer ins Kino locken. Viele sind dabei so unterirdisch, dass mit 100%iger Sicherheit niemand sie freiwillig downloaden würde, was ja auch eine interessante Strategie gegen Piraterie sein kann =D, aber das ist sicherlich ein anderes Thema. Am interessantesten hörte sich natürlich der neue Oskar Roehler Streifen an, zumal mir sein letzter Film, Quellen des Lebens recht gut gefallen hatte und wer braucht schon den dauergrinsenden Matthias Schweig(er)höfer auf großer Leinwand, außer meiner Oma vielleicht. Das neue Werk vom Oskar titelt sich Tod den Hippies - es lebe der Punk und ist eine Hommage an das alte West-Berlin in den frühen 80ern, respektive zu der Zeit, wo der gute alte Rainer Maria Fassbinder noch unter den Lebenden weilte und mit einem Gastauftritt auch zu bewundern ist. Damals war der Westteil der Hauptstadt ja noch von den Stasi-Schergen eingemauert, aber wie heutzutage auch schon ein Sehnsuchtsort der Westdeutschen Jugend, nur kam man damals ohne Mitte-Schützenvereine, wie das Soho oder so unerträgliche München-Snob-Läden wie das Borchardt aus. Zu der Zeit war Berlin hässlich, broke und ohne Hoffnung, aber man war der Schrankwand-Spiesserhölle und der Bundeswehr entronnen und konnte sich selbst finden oder halt ohne Stress versumpfen.
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Die Vergangenheit ist nie vorbei und so ging es letzte Woche ganz anachronistisch zur 25. jährigen B-Day Sause des Berliner Hard Rock Cafes. Der Hype um den Burgerladen mit angeschlossen Souvenirshop ist zwar immer an mir vorbeigegangen und mit real RocknRoll hatte die Kette auch nie was zu tun, aber das "Entenhausen" Hard-Rock-Cafe-Shirt war doch immer lustig und unkühl ist schließlich das neue kühl. So wurde es auch ein schön authentischer West-Berlin-maskulin Abend ohne Mitte-Hipster und alle immer so yeah und Konfetti, einzige Schiebung des Abends,
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