Ein Hauch von Las Vegas im Herzen Berlins
fp | 20.07.2018   
Ein Hauch von Las Vegas im Herzen Berlins
Berlin, hippste Stadt Deutschlands und immer wieder voller Überraschungen. Laut, wild, schräg und kreativ. Und stellenweise ein bisschen wie Las Vegas...

Das neonglitzernde Spielerparadies in der Wüste Nevadas hält nichts vom Festhalten an verstaubten Traditionen. So finden sich denn auch ständig neue Errungenschaften, und wenn es nur vegane Speisen im Casino-Resort sind. Stag Nights, Junggesellenabschiede in Las Vegas, gehören längst schon zum Alltag in der Realität und auf der Kinoleinwand.

Las Vegas Strip, Pools und Bikinischönheiten auf Schritt und Tritt lassen sich zwar in Berlin nicht finden, aber Junggesellenpartys in der Spielbank Berlin am Potsdamer Platz gehören inzwischen zu den heißen Tipps für die immer populärer werdenden Feiern. Verschiedene Varianten werden dort inzwischen angeboten, und wem die nicht reichen, der kann sich sein eigenes Partypaket maßschneidern lassen. Auf Wunsch auch mit Stretch Limousine und nicht jugendfreier Unterhaltung.



Die Spielbank Berlin ist jung im Vergleich zu etablierten Orten wie Baden-Baden und Aachen, und das macht sich bemerkbar.

Erst 1975 wurden dank einer Konzession des Landes Berlin die Pforten im Europa-Center geöffnet. Mit dem Mauerfall und der Wiedervereinigung Berlins wurde die Spielbank noch populärer. Größer und mit neuen Angeboten zog sie 1998 in die heutigen Räume. Hinzu kamen Dependancen in Spandau, Wilmersdorf, Hasenheide (die ist allerdings zurzeit geschlossen) und eine komplette Spielbank am Fuß des Fernsehturms inklusive Pokerfloor, Roulette- und Black-Jack-Tischen. In guter Las-Vegas-Manier werden dort während der Fußball-Weltmeisterschaft „Spiele des Tages“ angeboten, mit Freibier für jedes Tor.

Ernsthafte Zocker kommen hier ebenso auf ihre Kosten wie Gelegenheitsspieler. Wer sich nicht mit den Spielen auskennt, kann in einem Online-Casino üben – dort gibt es in der Regel einen kostenlosen Lernmodus.

Versierte Spieler treffen sich regelmäßig im Rahmen der German Poker Tour, die aus der traditionsreichen Deutschen Pokermeisterschaft entstanden ist, in Berlin. Die Triple A Series, die Premium-Pokerturnierreihe auf dem Pokerfloor Berlin, wird jedes Jahr an mehreren Wochenenden ausgetragen und lockt Spieler aus der gesamten Bundesrepublik an.

Roulette und Black Jack gehören ebenfalls zu den Klassikern, die auch in Berlin nicht fehlen dürfen. Casino Royal heißen die Räumlichkeiten am Potsdamer Platz, an denen die Croupiers die Räder drehen und die Karten austeilen. James Bond ist zwar trotz des von einem der Filmtitel entliehenen Namens hier nicht zu finden, aber stilvoll geht es im Casino Royal dennoch zu.



Insgesamt ist die Kleiderordnung für Casino-Verhältnisse aber überdurchschnittlich lässig. Zwar sind Shorts und Sandalen auch im Casino Royal verpönt, aber Jackett und Krawatte dürfen durchaus im Schrank bleiben.

Noch entspannter geht es an den rund 350 Slot-Maschinen zu. Allerdings gibt es auch hier Regeln und Tipps zu beachten, mit denen sich neue Spieler besser schon vorher vertraut machen.

Dazu gehört, nicht gleich diverse Automaten zu blockieren. Es gibt Spieler, die von Slot-Maschine zu Slot-Maschine rennen (Las Vegas lässt grüßen), aber Freunde schaffen sie sich so nicht.

Wenn ein Croupier oder ein anderes Personalmitglied etwas sagt, gilt das auch.

Spielen soll Spaß machen, und das geht am besten, wenn hinterher nichts zu bereuen ist. Jeder Spieler verliert zwischendurch. Darum sollte schon vorher ein Limit festgelegt werden. Wer mehr setzt, als er sich leisten kann, bringt sich in Gefahr und eine Pechsträhne oder unkluge Entscheidungen lassen sich nicht auf Teufel komm raus beenden oder gar umkehren.

Dabei sollte man cool bleiben, aber beim Spielen lässt sich gerade im Sommer leicht ins Schwitzen geraten. Ein Deo in der Tasche erfrischt zwischendurch und macht sich auch für Mitspieler angenehm bemerkbar.

Auch mit kleinen Einsätzen lässt sich gewinnen, selbst wenn es keine Riesenbeträge sind. Doch egal, wie ein Abend endet, Gewinner sind in Berlin die Einwohner der Hauptstadt. Der Großteil der Einnahmen geht ans Land, und das unterstützt davon Sportler und Stadien, Organisationen und ehrenamtliche Tätigkeiten.

Las Vegas ist inzwischen für seine Shows ebenso berühmt wie für seine Casinos. Die Spielbank Berlin hat sich daran ein Beispiel genommen. Mehr als 1000 Quadratmeter im ersten Stock des Gebäudes am Potsdamer Platz ist dem Sternberg gewidmet. Gastronomie vom Feinsten, modernste Technik und eine außergewöhnliche Raumaufteilung machen die Eventlocation zu etwas Außergewöhnlichem, in einer Stadt, die von Highlights wimmelt. Ein separater Eingang ermöglicht es Prominenten und Nichtspielern, das Sternberg auf diskretem Wege zu betreten oder zu verlassen.

Promis gucken ist allerdings in Berlin nicht so einfach wie in Las Vegas. Zwar wimmelt es gerade zur Berlinale von internationalen Stars, die auch schon mal Abstecher in die Spielbank machen, aber im Großen und Ganzen hält man sich doch eher bedeckt.

Dabei gibt es gerade unter Sportlern und Schauspielern eine beträchtliche Anzahl an Pokerfans. Tennis-Legende Boris Becker zählt dazu, genau wie Matt Damon, Ben Affleck, Jennifer Tilley, Mimi Rogers, Chevy Chase und James Woods. Von Benefizveranstaltungen in etablierten Häusern bis zu Online-Turnieren greifen die Promis immer wieder gern zu den Karten.

Eine Partynacht mit Las-Vegas-Gefühl lässt sich in Berlin zumindest im Sommer leicht organisieren. Die Szene bietet alles, was dazugehört, von heißen Clubs bis zu coolen Ecken zum Chillen. Ku’damm, Potsdamer Platz und Alex tun es auch als Ersatz für den Las Vegas Strip. Und statt wie in Nevada mitten in der im Sommer glühend heißen Wüste zu sein, finden sich Berliner und Besucher im Herzen einer echten Metropole und einer der angesagtesten Städte der Welt.

fotocredits ©opyright shutterstock, Roman Samborskyi, Nata789, Sean Pavone




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Kategorie: Lifestyle, Musik

Ein Hauch von Las Vegas im Herzen Berlins
„Levis“ is back und das sicher nicht nur auf dem Party-Parkett der Hauptstadt: Beim Traditions-Denim-Hersteller stand letzten Donnerstag der 50ste Geburtstag seiner „Type III Trucker Jacket“ Jeans-Jacke an, der latent episch im ehemaligen „Larrys“ gefeiert wurde. Das „Larry“ ist jetzt, glaub ich, nach der eigenen Hausnummer „131“ benannt und auf den Laden in der Chauseestraße war ich dann gespannt wie ein Flitzebogen, weil Mitte ja in den letzten Jahren ziemlich seine Seele verloren hat, weswegen ich in letzter Zeit auch krass Anti-Mitte geworden bin.

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Es ist schon atemberaubend anzuschauen wie sich Berlins Mitte fast täglich verändert und nebenbei unaufhörlich gentrifiziert wird. Auf der einen Seite verschwinden die ganzen originellen Orte für die der sogenannte Mitte-Mythos einstmals Pate stand und geht einher mit kultureller Verödung, Touristenmassen und Pub-Crawls. Doch die Hauptstadt kann ja nicht ewig arm aber sexy bleiben und dort wo altes verschwindet und neues entsteht gibt es in der Regel auch immer viel zu feiern. So wurde die Mitte Berlins gestern Abend gleich von 2 Welt-Konzernen bespaßt, so dass die üblichen local-Berliner nicht in einer gentrifizierten Touri-Bar abhängen mussten ;). Einmal öffnete in der Münzstraße ein neuer Porsche-Design Store seine Pforten und circa 200 Meter weiter stellte Microsoft sein neues Windows Phone 8 vor.
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Im Rahmen des Gallery Weekends war nicht nur redundant Kunst anschauen angesagt, sondern es gab auch zahlreiche Anlässe zum Feiern. So zum Beispiel letzten Donnerstag im HBC. wo die Kooperation von COS (dem Edel-Label von H&M) mit dem deutschen Künstler Carsten Nicolai bis in die frühen Morgenstunden begossen wurde. Carsten Nicolai hat für den schwedischen Moderiesen eine Installation kreiert, die mit Reflektionen sowie dem Wechsel aus Licht und Schatten spielt und in der Filiale in der Neuen Schönhauser im Schaufenster zu sehen ist. Bei dem sehr stylischen Event war trotz zahlreicher Konkurrenz-Veranstaltungen gute Stimmung bis in die frühen Morgenstunden angesagt und es wurde ausgelassen getanzt.
Zwischenzeitlich ging es kurz rüber zur Verleihung des Deutschen Computerspielpreises der nur 3 Ecken weiter stattfand. Dort spielten sogar die Bosshoss, die aber leider wegen Cos verpasst wurden, dafür aber gewann der KillAspielEgo-Shooter Crysis 2 den Deutschen Computerspielpreis 2012 ^^ und ein Skandal lag in der Luft, denn die CSU sah natürlich wieder den Untergang des Abendlandes kommen und forderte prompt eine Neubesetzung der Jury des mit immerhin 150.000 € dotierten Preises. Die üblichen Argumente prallten in der Debatte aufeinander, die einen sahen die technische Qualität und den unterhaltungswert des Games höher bewertet als kulturell-pädagogische Kriterien, die anderen stellten die Kunstfreiheit wie auch die Freiheit des nicht gefallen müssen in den Vordergrund. In wieweit Crysis 2 nun eine Auszeichnung verdient oder eben nicht soll jedem selbst überlassen sein, zur Urteilsfindung kann man in den Trailer des Games hier hineinschauen
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Nach einer längeren Kinopause war es im neuen Jahr auch mal wieder an der Zeit der Leidenschaft für bewegte Bilder zu frönen und so ging es am Sonntag schön intellektuell und natürlich feuilletonistisch in die stylische Volksbühne zur Uraufführung von Top Girl oder la déformation professionnelle. Als die Leinwand in dem „verrücktesten Theaters Deutschlands“ freigegeben wurde, war dann auch jut „Achtung Kultur“ angesagt und es gab einen tollen Arthaus-Streifen im guten alten Dogma-Style anzuschauen. Inhaltlich geht es bei „Top Girl“ um die Abgründe der käuflichen Liebe, erzählt wird der Alltag einer Prostituierten und deren Freiern. So mega inside bin ich ja bei dem Thema nicht, auf mich wirkt der Film aber relativ klischeefrei und ohne großartige Moralapostelei, wo Prostituierte stets als Opfer der Gesellschaft dargestellt werden, viel mehr wirken bei „Top Girl“ die Freier viel kaputter und kranker als die Mädels des Bezahl-Sex. Thematisch geht es dann auch mehr um die schwindende Lust und unsexiness, wenn Sex ohne Liebe und Romantik nur als Ware fungiert und erinnert natürlich latent an Lars von Triers "Nymphomaniac"-Filmorgie. Etwas gewöhnungsbedürftig bei dem Drama ist lediglich
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Letzten Montag beehren ja die guten alten „Monster Magnet“ die Hauptstadt und da immer nur clubben gehen auf Dauer irgendwie redundant wird ging es auch mal wieder aufn richtigen Gig. Vor Ort spielten die Stonerrocker aus New Jersey dann einen bunten Querschnitt ihrer 25 jährigen Bandgeschichte und im Gegensatz zu den ganzen Hardcore und Punk Konzerten früher gab es bei den „Monstern“ aber kein Land unter, sondern mehr so Mitnick- und Feuerzeuggeschunkel auf die Löffel, welches zwar zu gefallen wusste, aber eher als Soundtrack dienlich war, um im Sommer auf einer Wiese einen durchzuziehen, denn live on Stage. Gegessen, schließlich stand ja gerade mal der Erste Tag der Woche im Kalender und wer braucht da schon permanent irgendwelches Volk auf die Mütze geflogen oder unfreiwillige Bierduschen. Und bei den Hits zum Ende gab es dann auch noch jut Pommesgabel und die Tracks Powertrip und Space Lord kannte sogar ich ^^ und dann war gegen 22:30, pünktlich wie bei den Maurern, auch schon Schicht im Schacht.
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