Premiere HERRliche Zeiten +++ 1. Mai Bash Spreewaldplatz
fp | 04.05.2018   
Premiere HERRliche Zeiten, Oliver Masucci, Katja Riemann, Samuel Finzi, Oskar Roehler, Berlin, superpunk77
Letzte Woche war es mal wieder an der Zeit für ein paar Bewegte Bilder und so ging noch ins „Kino International“ zur Uraufführung des neuen Oskar Roehler Films HERRliche Zeiten.

Als nach dem Schaulaufen auf dem Redcarpet der Streifen schließlich freigegeben wurde, war ich natürlich recht gespannt, denn der Trailer wirkte auf mich wie eine seichte RomCom, was ja für einen Programmkino-/Arthaus-Regisseur wie Oskar Roehler recht ungewöhnlich ist und ich die letzten Filme von ihm entweder unterirdisch schlecht oder total gut fand.



Premiere HERRliche Zeiten, Oliver Masucci, Katja Riemann, Samuel Finzi, Oskar Roehler, Berlin, superpunk77
Premiere HERRliche Zeiten, Oliver Masucci, Katja Riemann, Samuel Finzi, Oskar Roehler, Berlin, superpunk77
Premiere HERRliche Zeiten, Oliver Masucci, Katja Riemann, Samuel Finzi, Oskar Roehler, Berlin, superpunk77
Premiere HERRliche Zeiten, Oliver Masucci, Katja Riemann, Samuel Finzi, Oskar Roehler, Berlin, superpunk77
Zum Glück ist „Herrliche Zeiten“ dann letzteres geworden und der Komödien-Teil beschränkte sich bei dem Film, bei dem es um die Verwerfungen eines neureichen Paares mit ihrer neuen Haushaltshilfe geht, auch nur um ersten 20-30 Minuten.

Danach wird der Streifen zu einer schön schwarzen Gesellschaftssatire mit reichlich Metaphern zwischen den Zeilen respektive bewegten Bildern, in der es um moderne Sklaverei, Gier und Macht geht, in der einen das Lachen nicht nur im Hals stecken bleibt, sondern die sicherlich auch zu kontroversen Diskussionen anregen werden.

Genauso diskutabel sicherlich auch die Ausladung des Autors der Romanvorlage des Films, Thor Kunkel, der bei der Premiere mal eben zur Persona non Grata erklärt wurde. Ich denke, auch wenn man eine unbequeme Meinung nicht teilt, was ist die Meinungsfreiheit wert, wenn nicht genehme Gedanken zu Ausgrenzung, Zensur und Denkverboten führen.

Abgesehen von den Kontroversen, Metaphern und schwarzem Humor gab es cineastisch und schauspielerisch (u.a. Oliver Masucci, Katja Riemann, Samuel Finzi, Lize Feryn) aber ein tolles Movie zu gucken, dass man unbedingt nicht verpassen sollte und wie sagt man so schön, wo die Dinge aufhören Gegenstand einer Kontroverse zu sein, hören sie schließlich auch auf, interessant zu sein.

Filmstart von „HERRliche Zeiten“ war genau gestern (03.05.), zum Trailer flimmern geht es hier...


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...und am Tag der Arbeit ging es dann ganz Working Class-Style noch zur BD-Sause eines bekannten Protagonisten der elektronischen Tanzmusik, um ihm beim auflegen mal über die Schulter gucken.

BTW, wo man zum diggen gar nicht mehr in einen nervigen Plattenladen düsen braucht um die neusten House-Platten zu kaufen, sondern die bequem bei deejay.de oder decks.de durchhören und ordern kann, hab ich jetzt auch mal wieder ein paar neue House-Pladden im Schrank stehen und, sharing is caring :), mal einen Mix gemacht.


Knackt zwar wegen dem Vinyl an der einen oder anderen Stelle, die eine Pladde hab ich im Eifer des Gefechts doppelt aufgelegt =D, die Mixe sind natürlich nicht so perfekt wie mit einem CDJ oder mit „Virtual DJ“ zusammengeschraubt, aber oldskool Beatmatching mit 2 Turnies und dem menschlichen Gehör ist ja eh viel launiger.

Aber lange Rede kurzer Sinn, hier noch die Trackliste, viel Spass and play it loud :)

Frankey & Sandrino - Virgo
Martinesque & San Proper - Beesle & The Beauty
DJ Koze - Blume der Nacht
Villalobos - Baby
Aera - You Know Juno
David Mayer - Drained
&Me - +++
Daniel Bortz & Marcus Worgull - Dry Mouth
Laurent Garnier - Tribute
Frankey & Sandrino - Virgo
Herbert - Its only
Red Axes - Sun My sweet
Stefan Bodzin - Strand
Luna Semana - Blackwash
Offaiah - Privte Show
Victor Ruiz & K.A.L.I.L - Speed Patrick Bäumel - Glutes
DJ Koze - XTC
Isollee - Allowance
hier gehts zur Fotogalerie


Kategorie: Film, Musik

Premiere HERRliche Zeiten, Oliver Masucci, Katja Riemann, Samuel Finzi, Oskar Roehler, Berlin, superpunk77
Was gibt es schöneres im Leben, als Sonne, blauen Himmel und sprießende Natur? Natürlich ins Kino gehen, wer braucht schon kitschige Sonnenuntergänge, sinnlos am See rumgammeln oder eklig-süßes Alster schlürfen und so wurde am Mittwoch noch bei der Axolotl Overkill Premiere vorbeigeguckt. Der Hype um das Skandalbuch von Helene Hegemann war damals irgendwie an mir vorbeigegangen und so war ich ziemlich unbefleckt und ich hatte ehrlich gesagt Null Plan um was es bei „Axolotl Roadkill“ geht, ich hatte seinerzeit nur den Berghain-Roman „Strobo„ gelesen, wo Helene Hegemann angeblich alles abgeschrieben hatte und war daher natürlich recht gespannt auf den Streifen und Abend, wir lieben es ja kontrovers.

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Es ist nie zu spät für RocknRoll und „Gabba Gabba Hey“ und so ging es am Dienstag ganz anachronistisch ins gute alte Ramones Museum zur Levis Launch Party. Obwohl Museen ja Friedhöfe der Kunst sind, hatte ich erst letzten Winter ein sehr schönes Déjà-vu Erlebnis dort, als der letzte noch lebende Ramone (CJ) vor vielleicht 100 Leutz einen kompletten Ramones Gig runterspielte.
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Der verlogene und unendlich langweilige Kunstbetrieb kommt hier ja immer recht kurz und um die ganzen Vorurteile wenigstens einmal im Jahr zu bestätigen wurde am Mittwoch noch kurz beim Opening des Olympus OM-D: Photography Playground in den Opernwerkstätten vorbeigeschaut. Dort gab es Dank des Kamera-Sponsors „Olympus“ ein paar sakral wirkende RäumeInstallationen anzuschauen und eine gar nicht mal so unlustig gespiegelte Hausfassade. Über Sinn oder Unsinn des millionenschweren Fotospielplatz (Besucher dürfen mit geliehenen Kameras Selfies machen) wurde aber nicht großartig assoziiert, sondern im ersten Stock gab es noch eine unfiktionale (Selfie) Party und eine Open-Bar, so dass der Abend nicht komplett kurzweilig wurde. Der geneigte Kultur-Konsens-Mensch kommt aber bis zum 25. Mai sicherlich auf seine Kunst-Kosten.
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Letzten Donnerstag war nix mit „Fashion-Weak“, Oma war krank oder sonst wie verhindert angesagt und so ging es noch einmal eisern zu unserer letzten Schau während der Fashion-Week, nämlich zu „Glaw“. Bei den Runwayshows des kuulen Designer-Duos kommt man sich stets weniger wie im „Zelt“ als morgens um 6 im Weekend oder einer anderen schicken Cocktailparty vor und so unterstrichen die minimalen Beats auch schön die elegant und cosmopolitisch wirkenden Entwürfe, die größtenteils in schwarzweiß (ab Minute 5 im Video =D) gehalten waren und so einerseits eine gewisse Unschuld als auch Kopflastigkeit ausstrahlten und trotzdem jedoch stets lässig rüberkamen. Trotz des eigentlich brutalen Materialmixes aus Lederhosen und –röcken kombiniert mit Blusen aus fließender Seide und flauschigen Jacken wirkte die Kollektion doch recht verträumt und feminin und für ein Newcomer-Label zudem außerordentlich professionell.
Premiere HERRliche Zeiten, Oliver Masucci, Katja Riemann, Samuel Finzi, Oskar Roehler, Berlin, superpunk77
Nach dem PopUp-Store, PopUp-Restaurant und PopUp–Galerie Trend hat die temporäre PopUp—Welle nun auch vor Programmkino und Multiplex nicht halt gemacht und da ja 08-15 ins Kino trotten eh irgendwie boring ist, ging es gestern Abend in die 2.600 €/Nacht teure Präsidentensuite des nhow-Hotels zum flimmer.de-PopUp-Kino-Abend. Geladen hatte das „fürs-Trailergucken-bezahlt-werden“-Portal, die ja bereits vor einem Jahr jut geraved hatten und auf Augen und Ohren gab es das stylische Fashion-Crime-Drama „The Bling Ring“. In dem neuen Streifen von Sofia Coppola (u.a. „Lost In Translation“) geht es um eine wohlstandsverwahrloste Fashion-Gang in L.A. die mehr oder weniger aus Langweile in die Villen von Hollywood-Stars wie Orlando Bloom, Megan Fox oder Paris Hilton einbricht um Luxus-Accessoires, Gala-Kleider oder High-Hells der Prominenten mitgehen zu lassen oder auch um dort einfach – aus Nervenkitzel - mal richtig Party zu feiern. Nach circa 20 Minuten dreht sich der Film zwar inhaltlich nur noch im Kreis und auch die Figuren erfahren keine wirkliche Tiefe, was jedoch in Verbindung mit der oftmals nicht gerade unoberflächlichen Promi- und Modewelt cineastisch sogar Sinn macht.
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