Premiere Mathilde +++ Stranger Things Helloween Party
so,fp | 31.10.2017   
Premiere  Mathilde +++ Stranger Things Helloween Party
Wo einen die Geschichte immer verfolgt, ging es am Freitag ganz historisch zur Premiere von Mathilde, ein Historien-Liebes-Drama über den letzten Zaren Russlands.

Auf den in Russland kontrovers und mit schlagenden Argumenten diskutierte Streifen war ich dann ziemlich gespannt, einerseits weil ich gerne umstrittene Filme gucke und anderseits natürlich, weil man schließlich die Vergangenheit kennen muss, um die Gegenwart zu verstehen und die Zukunft zu verändern um mal den guten alten Helmut Kohl zu zitieren.



Premiere  Mathilde +++ Stranger Things Helloween Party
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Als die große Leinwand schließlich freigegeben war, gab es ein unterhaltsames, aber recht konventionell inszeniertes Liebes-Drama zu sehen, das nach hiesigen Maßstäben natürlich völlig harmlos war, abgesehen man störte sich an der menschelnden und Nero-haften Darstellung des 1920 ermordeten und 2000 heilig gesprochenen Zaren, in dessen Reich die Sonne bekanntlich nie unterging.

Blasphemie oder nicht, cineastisch gab einen, wie gesagt, soliden Streifen, mit einem integer aufspielenden Cast (u.a. mit Luise Wolfram, Michalina Olszanska und Lars Eidinger), wo besonders die operettenhaften Kostüme, eindrucksvollen Tanzszenen und natürlich die anachronistische Zeitreise in das historische Russland von 1900 zu gefallen wussten. Kinostart ist am 02.11. und zum gotteslästernden Trailer flimmern geht es weltexklusiv wie immer hier


und auch am Mittwoch ging es ins Jenseits der Vergangenheit, diesmal aber nur zurück ins Jahr 1983 zur „Stranger Things“ Sause in die wilde Renate. Dort wurde es dann nicht nur total mystery, sondern es wurde auch der Start der zweiten Staffel gefeiert und in der Renate gingen die Lichterketten an und es wurde jut jump-scare und alle suchten auf dem Dance-Floor nach dem verschwundenen Jungen...

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Kategorie: Film, Lifestyle

Premiere  Mathilde +++ Stranger Things Helloween Party
Letzte Woche wurde mal ein Gang runtergeschaltet und eine Kinowoche eingelegt. So ging es am Dienstag ganz cineastisch zur Uraufführung von Das kalte Herz, eine Verfilmung von Wilhelm Hauffs märchenhafter Erzählung von anno 1827, mit denen die meisten wohl im Deutsch-Unterricht gequält wurden. „Das kalte Herz“ erinnert natürlich latent an den „Faust“, es geht um einen Packt mit dem Teufel und den Verkauf der Seele respektive des Herzens für Geld, Macht und Ruhm. Nicht nur die Erzählung ist uralt, sondern mit der Neu-Verfilmung tritt Regisseur Johannes Naber ebenso in die Fußstapfen der Filmgeschichte, wurde das Märchen schon in den 50ern von der DEFA verfilmt und gilt als einer der Film-Klassiker des DDR-Kinos, den man sich übrigens hier in voller Länge anschauen kann, wenn man mal keine Lust auf Netfix und Co hat und historisch interessiert ist.
Premiere  Mathilde +++ Stranger Things Helloween Party
Dit is Bärlin - da ist noch gar nicht Berlinale und trotzdem fanden am Mittwoch parallel gleich 2 Film-Premieren statt, so dass die Entscheidung zu welcher man nun hingehen soll nicht leicht fiel. Im Kino International feierte einmal der neue Film von Hans Weingartner mit dem Titel Die Summe meiner einzelnen Teile Premiere und in der Kulturbrauerei wurde Die Unsichtbare dem Publikum vorgestellt. Nach einem kurzen Trailer Vergleich auf youtube sah der neue Film von Christian Schwochow (u.a. Novemberkind) doch einen Tick interessanter aus, so dass es in die Kulturbrauerei ging, denn Schauspieler die sich selber spielen klang irgendwie interessant. In Die Unsichtbare geht es nämlich um das Innenleben einer jungen Theater-Schauspielerin, bei der das reale Leben mit der Figur aus einer Psycho-Rolle immer weiter verschmilzt und die so mehr und mehr in psychische Abgründe taumelt. Zwar weißt Die Unsichtbare dabei einige Ähnlichkeiten mit dem Thriller Black Swan auf, trotzdem ist das Psychodrama nicht die deutsche Antwort auf Aronofskys Ballett-Krimi geworden, sondern bei Christian Schwochow Film geht es eher um den inneren Konflikt zwischen Darsteller und Rolle als um den Konkurrenzkampf zwischen Schauspielern. So wird der Zuschauer dann auch äußerst authentisch und super interessant in den Alltag junger Schauspielschüler entführt und kann hinter die Kulissen einer faszinierenden Theaterwelt eintauchen. Neben der gelungenen Handlung ist das Drama zudem atmosphärisch und emotional absolut stimmiges Kino, dass außerdem mit einer überzeugenden Hauptdarstellerin (Stine Fischer Christensen) und toll besetzten Nebenrollen (u.a. Anna Maria Mühe, Corinna Harfouch, Gudrun Landgrebe, Ulrich Matthes) aufwarten kann. Nach dem Artist ist Die Unsichtbare 2012 bereits der zweite Film für den es sich unbedingt lohnt mal wieder ins Kino zu gehen... Kinostart ist am 09.02...
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Tiefgründig geht die Welt zugrunde und so ging es am Donnerstag noch ganz unoberflächlich zur Lena Hoschek Sause. Die Party war ja jahrelang ein Klassiker der Fashion Week (guckst du hier, hier und hier) und im „Roadrunners“ wurde es diesmal zwar nicht mehr ganz so wild, dafür wurde es ein nostalgisches Lena Hoschek-Fans Klassentreffen.
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Nach dem Bestseller und dem gleichnamigen Club im Cafe Burger gibt es die Russendisko von Wladimir Kaminer nun auch auf Zelluloid gebannt und wurde gestern erstmalig dem Publikum vorgestellt. Der Film erzählt zur Wendezeit die Geschichte von der Migration von drei russisch-jüdischen Auswanderern ins damalige Ost-Berlin. Zu den wenigen Pluspunkten des Feelgood-Streifen zählt der dezente Humor und die authentische Darstellung Berlins während des Umbruchs, als aus 2 Städten eine wurde und das Auffangen dieser optimistischen Aufbruchsstimmung, von der die Hauptstadt heute noch zehrt. Leider ist Russendisko mit Hauptdarsteller Matthias Schweighöfer völlig fehlbesetzt, wirkt der Schauspielstar in dem Film einfach so unrussisch, wie in etwa ein sibirischer Winter in der Sahara. Zudem entspricht der dauergrinsende Matthias Schweighöfer kaum dem subtilen Tiefgang von Wladimir Kaminers Kurzgeschichten. Irgendwie wirkt das Leben von Wladimir Kaminer und die Russendisko nur wie eine Kulisse für den omnipräsenten Schweighöfer, der sich zum x-ten Male nur wieder sich selber spielt. Das Drehbuch scheint ihm auch direkt auf den Leib geschrieben worden zu sein und Konflikte oder so etwas wie Spannung ist Null vorhanden, der Film plätschert die ganze Zeit sinnlos vor sich hin und um die namensgebende Tanzveranstaltung im Cafe Burger geht es in den letzten 5 Minuten auch nur am Rande.
Premiere  Mathilde +++ Stranger Things Helloween Party
Freitag vor einer Woche wurde ja die urige Mezcal Pop-Up Bar „Tu Salud“ in der Oranienburgerstraße 52 eröffnet, was zwar schon etwas her ist, aber lieber spät als nie und Caramba, mañana ist ja schließlich auch noch ein Tag. Zum Opening waren natürlich die üblichen Berliner Szene-Nasen, die alle kein Zuhause zu besitzen scheinen, vollversammelt und der Abend entwickelte wieder seine berlintypische Eigendynamik, Bussi hier, Bussi da, mega tiefgründige Konversation und alle wie immer busy im Freizeitstress, aber trotzdem lustig wie immer, soweit ich mich zumindest entsinnen kann, respektive frei nach Oskar Roehler, wer sich erinnert hat nichts erlebt =D. Das „Tu Salud“ gehört ja zum schniken Arcotel Velvet Berlin, wirkt aber gar nicht so wie eine typische Hotel Bar, mit ewig überstylischen Art Déco Clubsesseln und kühlen Business–Look und und ist zum Glück auch nicht mit Klischee-Mexico Viva la Revolucion-Zapata Postern, Sombreros oder Azteken Ornamenten verschandelt, sondern alles ist schön stylisch komplett mit Holz verkleidet und an den Wänden hängen Lucha Libere–Masken, so dass die Gäste sich sogar im mexican Wrestling versuchen können (aber nur auf eigene Verantwortung und ab dem circa zehnten Mezcal zu empfehlen =D). Auf die Leber gibt es in der Pop-up Bar neben Bier natürlich ausschließlich Mezcal, den ich ewig nicht mehr getrunken hatte, der aber einen angenehm herben Geschmack besitzt, vermisst hab ich in den Mezcal Flaschen lediglich den Hypopta agavis, so dass man gar nicht das in Mexico beliebte Trinkspiel, den letzten beißt der Raupenwurm spielen konnte, hier ist auf jeden Fall noch Nachholbedarf angesagt und Authentizität und Proteine (Achtung nicht vegan!) sind ja schließlich nie verkehrt und auch gesund.
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