Premiere Tigermilch +++ Haudegen live
so, fp | 17.08.2017   
Premiere Tigermilch +++ Haudegen live
Ein Leben ohne Kino ist wie ein Jahr ohne Sommer und so ging es vorgestern Abend noch zum screening von Tigermilch, man ist ja schließlich nur einmal jung =D.

An den Pubertätsstreifen hatte ich Null Erwartungen geknüpft, so kann man schließlich auch nie enttäuscht werden, ich rechnete mit einer kurzweiligen Mischung aus „Fack ju Göhte“ und einem todeskitschigen Flüchtlings-Movie.



Premiere Tigermilch +++ Haudegen live
Premiere Tigermilch +++ Haudegen live
Premiere Tigermilch +++ Haudegen live
Premiere Tigermilch +++ Haudegen live
Aber es kam wie immer anders als man denkt und nachdem die Hauptdarstellerinnen auf dem roten Teppich posiert hatten und der Jugendfilm schließlich über die Leinwand flimmerte, war ich doch recht erstaunt, dass es thematisch ganz schön krass zur Sache ging:

So ziemlich kein menschlicher Abgrund wurden ausgelassen, von Ehrenmorden, sich auf dem Straßenstrich entjungfern lassen, Leichen bestehlen, Teenagerschwangerschaften, Rauschgift- und Alkoholmißbrauch in der großen Pause und Abschiebungen in ein Kriegsgebiet war wirklich alles dabei, was eine glückliche Jugend ausmacht und wohl Christiane F. vor Neid hätte erblassen lassen.

Neben dem Wertezerfall der heutigen Jugend geht es in dem Streifen auch noch um eine ziemlich beste Mädchenfreundschaft, was dann auch ein wenig das Problem des Films ist, weil er dermaßen überladen an Handlungssträngen und unterschiedlichen Themen ist, aber nirgendwo wirklich in die Tiefe geht und so, bis auf die Schlussszene, nicht substanziell berührt. Sehr Positiv fand ich dagegen das Spiel der beiden Hauptdarstellerinnen Flora Thiemann und Emily Kusche und das auch ernste Themen jenseits der politischen Korrektheit dargestellt werden wie sie sind.

Jedenfalls hat mich der Film dazu inspiriert, mal den gleichnamigen Roman von Stefanie de Velasco zu lesen und wer nicht so erlesen ist, der Kinostart (17.08.2017) ist genau heute und zum Trailer gucken geht es weltexklusiv wie immer hier


und trotz Festivalstress, Urlaubsstrapazen und sonstige Freizeit-Beschwerlichkeiten war dann auch noch etwas Zeit für analoge Männermusik übrig und ich (Sophie!!) hatte noch beim Haudegen-Gig in der Kulturbrauerei vorbeigeschaut.

Als 666%iger Techno-Raver hatte ich auch keine Erwartungen, aber Murphys Gesetz wollte es schon wieder anders. Zunächst war ich aber erstmal von dem Lederkutten-Hells Engels-Style Publikum shockiert und das es im Very Important Personal-Bereich nur Sekt zu schlürfen gab und da nicht einfach ein paar Kisten Bier rumstanden. WTF, Schampus bei einem Rock Konzert?

Darauf brauchte ich erstmal einen Kurzen zum runterspülen und als kurz darauf die Haudegen Jungx in den Vip-Bereich kamen, wurde erstmal Selfie-Session mit den vielen Die-hard-Fans gemacht.

Was ich dabei endzeit todeskühl fand, dass sich keiner, wie beim Justin Bieber Opfer-Konzert geboxt hatte um ein Foto zu bekommen, es war alles super sittig und british mit brav anstellen und wer zuerst malte knipste zuletzt, oder so, und weil ich so gut erzogen bin, gab es von den Haudegens sogar noch ein Autogram auf meinem T-Shirt, ob ich wollte oder nicht.

Als es dann nach circa 10000 Litern Schampus endlich losging, war ich von dem Gig ziemlich beeindruckt und begeistert, obwohl das ja eigentlich Null meine Musikrichtung ist.

Die Fans lagen sich in den armen und sangen jede pathetische Textzeile euphorisch mit und lustig, dass bei den ganzen harten Männern ganz sentimental literweise Tränen über die Wangen kullerten, aber Salz auf der Haut ist ja schließlich gesund.

Musikalisch wurde diesmal eine härtere Gangart eingelegt und ging es im Gegensatz zu den füheren Balladen- und Feuerzeug schwenk-Jahren mehr in Richtung Onkelz,


ohne aber so böhse und unfamiliär zu sein. Die Haudengens sind schließlich eine große Familie von jung bis alt und die Liebe siegt immer vor dem Hass, so kitschig das auch klingen mag.

Jedenfalls freue ich mich schon auf den nächsten Gig der authentischen Marzahner, diesmal aber mit Currywurst und Bier!
hier gehts zur Fotogalerie


Kategorie: Film, Musik

Premiere Tigermilch +++ Haudegen live
Dit is Berlin, denn die Hauptstadt ist nicht nur arm aber sexy, sondern kann durchaus auch glamourös, dekadent und sexy zugleich sein. Dies konnte das französische Nobelkaufhaus Lafayette mit einer fulminanten Jubiläumsparty eindrucksvoll unter Beweis stellen, denn zum 15ten Jahrestag der Berliner Dependance gab es nicht nur Haute Couture auf dem Catwalk, sondern auch Haute Cuisine für die rund 1000 üblichen Verdächtigen. Der Champagner floss nach der Fashion-Show in Strömen durch die durstigen Kehlen der Gäste, so dass es bei der anschließenden Party kein Morgen gab…
Premiere Tigermilch +++ Haudegen live
Nach Charlotte Roches feuchten Bestseller über Intimrasuren, Hämorrhoiden und Selbstbefriedigungspraktiken mit Avocado Kernen wurde „Feuchtgebiete“ nun endlich auch verfilmt und gestern Abend stand nun die Deutschlandpremiere auf dem Programm. Anders wie in dem angeblich zu 70 Prozent autobiographischen Roman, wo es seitenlang detailiert um alle erdenklichen Körperausscheidungen, Inzest und mehr oder weniger alle anderen Tabuthemen geht, kommt die Verfilmung recht unprovokativ und eher wie eine ungewöhnliche „coming of age“ Komödie rüber, was ja eigentlich auch klar war, wenn man keinen Sexstreifen drehen wollte. So war dann auch die interessanteste Frage, wie man so viele intime Tabus cineastisch umsetzt ohne bei einer Altersfreigabe von 16 Jahren den Jugendschutz auf den Plan zu rufen.
Premiere Tigermilch +++ Haudegen live
Wenn Gott gewollt hätte, dass wir laufen, hätte er wohl nicht das Automobil erfinden lassen, oder so ähnlich =D, trotzdem kann man mich ja mit Automobilindustrie-Events, bis auf wenige Ausnahmen regelrecht jagen, bin ich für fundierte Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe- oder Drehmomente bei Hybridmotoren Fachdebatten einfach immer viel zu oberflächlich und als passionierter Fußgänger läuft man ja eh immer gerne weiter, als ein Auto lang ist. Bei der Launch-Party der „Cadillac Experience“ wurde aber nicht schnöde im „Dieter Zetsche“ Style gefachsimpelt, sondern richtig stylisch in einer Tiefgarage das Tanzbein zu den juten Reggae/Soul Klängen von Aloe Blacc geschwungen, so dass man sich schon fast wie im Yaam, denn im Cadillac-Showroom vorkam. Bei dem epischen Motown-Soul-Style Song „The Man“
Premiere Tigermilch +++ Haudegen live
Da in der Hauptstadt eh noch nicht genug gefeiert wird ist seit gestern auch noch „Berlin Music Week“ und Akts wie unter anderen Blur, die Pet Shop Boys oder Björk werden in der Stadt sein und spielen. Zum Auftakt des Musik-Marathons wurden im Postbahnhof die bösen Musikindustrieschergen ;) abgefüllt und zum Dank durften sich diese auch noch eine gefühlte Stunde an den BBQ-Grill anstellen. Neben hunderten Konzerten und Partys ist die Berlin Music Week eben auch ein großes Branchentreffen und neben zahlreichen Bars rund
Premiere Tigermilch +++ Haudegen live
Nach Pralinen, Tapeten und einer Hundemodenkollektion ist Deutschlands exzentrischster Modedesigner mit dem Doppel „ö“ nun wieder neue Wege gegangen und hat gestern Abend seine erste XXL-Kollektion Harald Glööckler by Ulla Popken vorgestellt. Dabei hat das Kunstwort "pompöös" in Verbindung mit Harald Glööckler sicherlich eine ganz neue Bedeutung erfahren, denn auf dem Laufsteg gab es keine bulimiekranken Magermodelle zu sehen, sondern ausschließlich "pompööse" Rubensfrauen die sichtlich Spaß beim Laufen hatten und anstatt unnahbarer „sprichmichnichtan“ Gesichtsmimik wurde auf dem Catwalk sogar gelacht.
follow us on instafame :)