True Berlin #5 Party +++ Produzenten Fest
so, fp | 14.07.2017   
True Berlin #5 Party +++ Produzenten Fest
Nach der Fashion Week war es wieder an der Zeit für gepflegtes und stylisches Ausgehen und so ging es am Dienstag noch zur Sause von Deutschlands neuen Star-Coiffeur Shan Rahimkhan, was irgendwie auch freudschisch (<-- schreibt man das so =D) lustig war, weil meine Haartracht gerade wie bei einem Jeti ausschaut.



True Berlin #5 Party +++ Produzenten Fest
True Berlin #5 Party +++ Produzenten Fest
True Berlin #5 Party +++ Produzenten Fest
True Berlin #5 Party +++ Produzenten Fest
Eine neue Frisur gab es dann zwar leider nicht, dafür feierten aber noch die schönen und reichen der Hauptstadt, wie ich zum Beispiel =D, als gäbe es kein morgen danach.

Fazit: Wer besorgt ist um seine Haarpracht, ist ungeeignet für Feste und...

+++

...so wurde am nächsten Tag dem nassen Wetter getrotzt und noch bei den Film-Produzenten vorbeigeschaut, schließlich ist man ja kein Schönwetter-Cineast und irgendwie muss man sich ja auch seine und GEZ-Zwangs-Gebühren wieder eintreiben, wo man schon keinen Fernseh-Apparat besitzt.

In der Schwangeren Auster versammelte sich dann das who is who des deutschen Films und es wurde ordentlich genetztwerkt und geschlemmt. Super beim Produzentenfest, dass es nicht so steif wie beim Filmpreis zugeht und man nicht das stundenlanges Preisverleihungs-BlaBla ertragen muss...

True Berlin #5 Party +++ Produzenten Fest
True Berlin #5 Party +++ Produzenten Fest
True Berlin #5 Party +++ Produzenten Fest
True Berlin #5 Party +++ Produzenten Fest
hier gehts zur Fotogalerie


Kategorie: Lifestyle, Film

True Berlin #5 Party +++ Produzenten Fest
Im Metal ist es ja wie bei den Zeugen Jehovas. Jedes Jahr wird das Ende aller Dinge verkündet und jedes Jahr dreht sich die Welt dann einfach weiter und das gute alte Metalhammer feierte nun sogar sein 30 jähriges Jubiläum. Bahnbrechende Innovationen wie bei „Slipknot“ oder „Metallica“ damals stehen zwar wohl gerade nicht an, trotzdem ist eins, zweimal im Jahr gepflegt die Mähne zu Pommesgabel-Schranke ausschütteln immer lustig und eine jute Abwechslung. So wurde am Freitagmal mal dezent bei der härtesten Preisverleihung des Jahres vorbeigekieckt – den „Metal Hammer Awards“ – wo es Preise in so kultigen Kategorien wie „God Of Riffs“, „Legende“ oder „Maximum Metal“ abzuräumen gibt. Das sinnlose Award-Gelaber hielt sich dann zum Glück ziemlich Grenzen und dafür gab es etwa „Paradise Lost“ oder „Blind Guardian“ auf die Headbanger-Mützen. Während die Briten von „Paradise Lost“ einen brauchbaren Gig ablieferten entpuppte sich „Blind Guardian“ als typische Umlandspakko-Poser-Metaler inklusive peinlicher Ansagen a la Grönemeyer und seitens der Fans mit noch peinlicherem Geklatsche und Feuerzeuge rumgeschunkel. Naja, jeder hat halt das Publikum das er verdient, aber abgesehen davon immer wieder schön anzusehen, dass es immer so weiter geht und es wohl auch in 30 Jahren noch Bands geben wird, die mit der gleichen Leidenschaft das Metal-Feuer weitertragen werden, so wie bereits unzählige Generationen vor ihnen. So wird die Headbanger-Flamme sicherlich nie erlöschen, ganz egal ob die Mukke nun innovativ oder nur Retro ist, denn Metal bzw. RocknRoll braucht ja in erster Linie lediglich Emotion und Authentizität! Lustige Anekdote noch am Rande: die „Böhsen Onkelz“ waren ja auch zugegen um als beste doitsche Band ausgezeichnet zu werden und der Sänger von „In Extremo“ sieht ja krass zum Verwechseln ähnlich wie der von „Slime“ aus, so dass man sich einige Zeit doch recht verwundert und verwirrt die Augen rieb bis der Irrtum irgendwann aufgeklärt wurde. Schade eigentlich, beide Bands auf dem selben Event oder noch krasser auf dem gleichen Foto wäre ja sicherlich mal richtig historisch gewesen, ähnlich wie etwa Bin Laden und George W. Bush vereint an einem Tisch sitzend =D
True Berlin #5 Party +++ Produzenten Fest
Im Sommer gibt es ja nix besseres als ins Kino gehen, wer braucht schon Sonne, Strand und nen Sonnenbrand, und so ging es gestern noch zu Toni Erdmann ins gute alte Kino International. Auf den Streifen war ich ziemlich gespannt, weil die Komödie vom kompletten Feuilleton dermaßen abgefeiert wird (IMDb Wertung: 9,2/10) und es beim Festival in Cannes minutenlanges Standing Cvation gab, dass es einen direkt Angst und Bange machte. Tatsächlich ist „Toni Erdmann“ eine schön subversive und melancholische Komödie geworden, die von der Art des subtilen Humors streckenweise an Helge Schneider erinnert und in der es um Entwurzelung in unserer globalisierten Welt, Menschen, die sich eigentlich sehr nah sind, die aber nicht wissen, wie sie sich gegenseitig erreichen können und über die Abgründe der Consulting Branche geht. Das geniale an dem Film ist, dass man oft nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll, die fast drei Stunden vergehen fast wie im Flug und schauspielerisch ist der Streifen bis in die letzte Nebenrolle perfekt besetzt (u.a. mit Sandra Hüller, Peter Simonischek) und einige der streckenweise surrealen Szenen werden sich mir wohl für immer in mein Gehirn einbrennen.
True Berlin #5 Party +++ Produzenten Fest
Und auf zur nächsten Film-Premiere. In der Kulturbrauerei feierte das Roadmovie Offroad gestern Deutschlandpremiere. Wegen der Fashion-Week ist nächste Woche zum Glück erst einmal Kinopause, denn circa 3 mal pro Woche ins Kino zu gehen wird dann auf Dauer doch recht redundant. Gestern kam aber kaum Langeweile auf, denn Offroad ist zwar eine kurzweilige, aber auch eine viel gudde Laune versprühende Drogen-Komödie a la Lammbock geworden, in der die Hauptprotagonistin (Nora Tschirner) ihr geregeltes aber auch langweiliges Leben gegen das einer Kokain-Dealerin eintauscht. Dabei wird der Zuschauer in flottem Erzähltempo gut unterhalten, nur Nora Tschirner wirkt in ihrer Rolle als ulkige auf den zweiten Blick Schönheit wie aus Keinohrhasen entliehen und zusätzlich ist die ganze Story auch latent vorhersehbar und teilweise unschlüssig in der Logik. Davon abgesehen besticht Offroad aber durch gute Hauptdarsteller (u.a. Elyas M Barek als türkischer Latin-Lover) und einen entspannten Soundtrack (u.a. mit Culcha Candela), so dass die Kokain-Komödie mit Sicherheit gut zum chillen an einem Sonntagnachmittag (After Aua ;) geeignet ist - was jetzt nicht negativ oder so gemeint ist. Offroad startet am 12. Januar in den Kinos
True Berlin #5 Party +++ Produzenten Fest
Nach dem ultimativen wagg.de Kegel-Rave war der Akku leer und es musste die Woche erst einmal regeneriert werden und so ging es am Donnerstag lediglich zur Preview des ARD-Historien-Films Nacht über Berlin in die entspannte Astor Film Lounge. Dort, in den bestimmt kommodesten Kinosesseln der Hauptstadt, wurden die geladenen Gäste dann in die Jahre 1932-1933 zurückgebeamt und in die Zeit versetzt, als in Berlin täglich Straßenschlachten zwischen Kommunisten und Nazis tobten, der Reichstag brannte und die Nationalsozialisten schließlich die Macht im Staate übernahmen. Anlass des TV-Streifens ist der 80ste Jahrestag des Reichstagsbrand, der historisch unbestritten, einen markanten Wendepunkt in der deutschen Geschichte markierte, denn der Brand diente als Anlass die linke Opposition in Deutschland zu inhaftieren und/oder zu ermorden und die Nazi-Diktatur zu errichten. In dem spannenden und interessanten Historien-Drama werden aber zum Glück nicht nur die Historischen Ereignisse aneinandergereiht und abgehakt, wie das zum Beispiel beim Baader Meinhof Komplex der Fall ist, sondern das normale Leben der Menschen und die eher alltäglichen Sorgen stehen im Focus des Fernsehfilms. So werden die damaligen sozialen Gegensätze genauso wie die unterschiedlichen politischen Spektren thematisiert und mit einer tragischen Liebesgeschichte (Anna Loos, Jan Josef Liefers) verknüpft.
True Berlin #5 Party +++ Produzenten Fest
Wo ich zur Berlinale ja nie ins Kino gehe, skurril aber wahr, war am Montag wieder mal Zeit für etwas Traumfabrik und so ging es ins gute alte Delphi zum Screening von Lion – Der lange Weg nach Hause. Wie immer latent zu spät gab es dann einen recht emotionalen Streifen zu gucken, in dem es um das Schicksals eines Inders geht, der mit 5 Jahren seine Familie verliert, weil er versehentlich in einem Zug einschläft und tausende Kilometer entfernt in Kalkutta wieder aufwacht, dann durch halb Indien irrt, nach Australien veradoptiert wird und 20 Jahre später mit Hilfe von „Google Earth“ seine Verwandten wiederfindet, ohne ihren oder seinen richtigen Namen, noch seinen Geburtsort, zu kennen. So unglaublich und doch genau so passiert, in Indien leben ja nur circa 1,2 Milliarden Menschen und wo ich gerade etwas abgenervt vom Internet bin, wo alles immer schneller, sensationeller und nur noch Reizüberflutung ist und man taub für die kleinen und leisen Dinge des Lebens wird, bringt einen die Story die schöne Erkenntnis, dass nicht alles schlecht am World Wide Web ist und zudem die phantastischsten Geschichten immer noch das Leben selbst schreibt (q.e.d. =D). Aber zurück zu „Lion – Der lange Weg nach Hause“, cineastisch wird dem Zuschauer ein emotional-schönes Feel-Good Movie geboten, die Dramatik hält sich zwar in Grenzen und das Happy-End kann man natürlich auch erahnen, trotzdem kommt keine Langweile auf und man muss streckenweise krass mit den Tränen kämpfen, weil es nicht nur um das Schicksal des Jungen, der seine Familie verloren hat, geht, sondern auch das heftige Leben der obdachlosen Strassenkinder in Indien ziemlich schonungslos und realistisch gezeigt wird, wobei dem Streifen der schmalen Grat gelingt, weder in Bollywood-Kitsch zu verfallen, noch in einen würdelosen Elends-Porno auszuarten. Last but not least auch super, leider gibt es bei "Lion – Der lange Weg nach Hause " kaum was zu mäkeln, der Cast, wo mir besonders die Darsteller von Saroo Brierley, so heißt der verlorene Sohn in echt, beeindruckt hatten, sowohl als fünfjähriger, toll gespielt von Sunny Pawar, als auch als mittzwanziger, geschauspielert von „Slumdog Millionär“-Star Dev Patel. Nicht umsonst ist der Drama-Streifen für nicht weniger als 6 Oscars nominiert, man kann gespannt sein, und das lösen einer Kinokarte ist hier mal ausdrücklich empfohlen. Kinostart ist genau heute, am 23.02. und zum Trailer flimmern geht es wie immer weltexklusiv hier
follow us on instafame :)