Premiere Die Mitte der Welt
fp | 08.11.2016   
Premiere Die Mitte der Welt, Louis Hofmann, Jannik Schümann, Svenja Jung, Ada Philine Stappenbeck, Jakob M. Erwa, Rolf Scheider, Sonja Gerhardt, Foto, Berlin, wagg.de
Tatort gucken ist so 90er und so ging es Sonntagabend lieber wieder dezent ins Kino. Diesmal gab es Die Mitte der Welt auf die Quadrataugen, der in der Kulturbrauerei Premiere feierte. Nicht auf der Wohnzimmercouch vermodert zu sein war dann eine weise Entscheidung, denn die Literaturverfilmung des gleichnamigen Romans von Andreas Steinhöfel ist wirklich super geworden.

In schön melancholischen und sentimentalen Bildern erzählt Regisseur Jakob Erwa die homoerotische Romanze zweier Schüler, wobei „Die Mitte der Welt“ jetzt weniger das deutsche „Brokeback Mountain“ geworden ist, denn eine Hommage an die Liebe, Freundschaft und die Hindernisse des Erwachsenenwerden. So ist der Streifen auch kein typischer Gay-Film, der etwa das Coming-Out oder die Repression der Gesellschaft thematisiert, sondern die Protagonisten sind halt zufällig schwul.



Premiere Die Mitte der Welt, Louis Hofmann, Jannik Schümann, Svenja Jung, Ada Philine Stappenbeck, Jakob M. Erwa, Rolf Scheider, Sonja Gerhardt, Foto, Berlin, wagg.de
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Zudem sehr positiv, dass die Tragikomödie ohne gängige Jugend-Klischees und Längen auskommt, im Gegenteil, die ganzen Nebenfiguren waren alle so interessant, dass man da gerne mehr über diese erfahren hätte, aber „Die Mitte der Welt“ ist halt ein 105 Minuten Spielfilm und keine Serie mit 20 Staffeln. Dafür hab ich mir heute morgen einfach mal den Roman für 4,99 € ersteigert, der mega gut sein soll, denn neben der Love -Story gibt es auch eine verrückte Familien-Saga. #neugierig

Einziger Negativpunkt des Streifens, dass man sich bei der adoleszenten Leichtigkeit des Seins ständig steinalt vorkommt und die primären Geschlechtsmerkmale der beiden Hauptdarsteller Louis Hofmann und Jannik Schümann ,die einen ständig von der großen Leinwand anwedeln, sind auch latent gewöhnungsbedürftig. Aber ich will hier mal nicht so rumspießen, denn „Die Mitte der Welt“ ist ein wirklich schöner und bewegender Film geworden. Zum Trailer gucken geht es hier



und der Streifen läuft ab dem 10.11. im Arthaus Kino deines Vertrauens...
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Kategorie: Film

Premiere Die Mitte der Welt, Louis Hofmann, Jannik Schümann, Svenja Jung, Ada Philine Stappenbeck, Jakob M. Erwa, Rolf Scheider, Sonja Gerhardt, Foto, Berlin, wagg.de
Mensch – da ist das Wochenende gerade einmal einen Tag um und schon fängt es am Montag wieder an, Bush Live, Lenny Kravitz live und zudem fand noch die Launch-Party der neunen Version des Ego-Shooters Call of Duty – Modern Warfare 3 statt - dit is Bärlin! Call of Duty ist eines der erfolgreichsten Computerspiele der Welt an dem ständig über 500 Entwickler arbeiten und das seit 2003 mehrere Milliarden € eingespielt hat. Das musste natürlich gebührend gefeiert werden und so lud man zur Launch Party unter anderem den Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg zu einer Partie Killerspiel ein, wobei sich der Rekordhalter in der ewigen Tabelle der Gelbsünder (111 Stück) erstaunlich gut schlug. Ein gewisses Grund-Aggressionspotential ist für Call of Duty also mit Sicherheit nicht verkehrt, müssen doch Gegner am laufenden Band abgeknallt werden. Lustig dass es in Call of Duty auch ein Level gibt, wo man ½ Berlin in Schutt und Asche legen kann und dass der Schauspieler und Bibelversteher Ben Becker die deutsche Synchronstimme des Ego-Shooters spricht.
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Nach Pralinen, Tapeten und einer Hundemodenkollektion ist Deutschlands exzentrischster Modedesigner mit dem Doppel „ö“ nun wieder neue Wege gegangen und hat gestern Abend seine erste XXL-Kollektion Harald Glööckler by Ulla Popken vorgestellt. Dabei hat das Kunstwort "pompöös" in Verbindung mit Harald Glööckler sicherlich eine ganz neue Bedeutung erfahren, denn auf dem Laufsteg gab es keine bulimiekranken Magermodelle zu sehen, sondern ausschließlich "pompööse" Rubensfrauen die sichtlich Spaß beim Laufen hatten und anstatt unnahbarer „sprichmichnichtan“ Gesichtsmimik wurde auf dem Catwalk sogar gelacht.
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Nach 3 sicherlich anstrengenden Jahren wurden die Absolventen der schicken Esmod-Modeschule endlich ins Leben entlassen und präsentierten gestern Abend noch ihre Abschlusskollektionen ganz staatstragend in der französischen Botschaft am Brandenburger Tor. Unter dem Banner der "le tricolore" gab es auf dem Laufsteg dann ein breites Spektrum an unterschiedlichen Styles zu sehen, von Streetware bis Avantgarde war neben den Eltern in der Front Row alles dabei, so dass die geladenen Gäste gut unterhalten wurden. Die private Traditionsschule wurde bereits 1841 in Frankreich unter dem Namen l Ecole Supérieure des Arts et techniques de la Mode geründet und viele namenhafte Modedesigner haben sie absolviert.
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Ein Stück versunkenes West-Berlin gibt es immer schön nostalgisch im Theater am Kurfürstendamm zu erleben, denn genauso wie die Fassaden am Kudamm abblättern, so muss dass Traditions-Theater gegen den Zenit der Zeit ankämpfen. Beide verbindet das Boulevard genauso wie der Funkturm das alte West-Berlin und mit der Komödie Sei lieb zu meiner Frau wird dem Zuschauer auch Genre typische Unterhaltung geboten. Und das ist auch gut so, denn Experimente, neue Ideen, Veränderung gibt es ja schließlich allen Ortes und wer staatlich subventionierte Systemkritik auf der Bühne sehen möchte, muss halt mit der Volks- oder Schaubühne vorlieb nehmen. Inhaltlich gibt es bei Sei lieb zu meiner Frau eine kurzweilige Beziehungskomödie mit einem herausragenden Hugo Egon Balder zu sehen, der als ehemaliger Tutti Frutti Moderator wohl in die bundesdeutsche TV Geschichte eingegangen ist. Die weiteren Rollen sind mit den TV-Schauspielern Dorkas Kiefer, Maike Bollow und Sebastian Goder besetzt.
Tip: Falls man seine Eltern oder Grosseltern gepflegt ausführen und außerdem über den Kudamm flanieren möchte...
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Dienstag ging dann die Kinowoche dezent weiter und bei der Premiere von „Journey to Jah“ stand der Abend schließlich ganz im Zeichen der Rastafari-Culture, Dancehall-Reggae und bösen Battyman Tunes. In der superinteressanten Doku wird der deutsche Reggae Künstler „Gentleman“ mit einer Filmkamera nach Jamaika begleitet und der ganze way of life mit sehenswerten Bildern und O-Tönen festgehalten. Es gibt natürlich unzählige Sonne, Strand und Meer Panoramen zu bestaunen (während es vor dem Kino Katzen und Hunde regnete), auf der Straße ist immer jut Soundsystem-Rave und man kann „Gentleman“ beim zusammenschrauben eines neuen Tracks über die Schultern schauen. Die Doku widmet sich zum Glück aber auch ernsten Themen wie Armut, Umweltverschmutzung, Gewalt oder Homophobie und den Widersprüchen der Rastafari-Religion. So ist „Journey to Jah„ auch nicht nur ein belangloser Rasta/Kiffer-Party Streifen mit chilligen Soundtrack geworden, sondern zeigt auch die Schattenseiten der sonnigen Karibik-Insel auf und hat neben viel Komik auch seine philosophischen Momente.
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