Premiere Frantz +++ Absolut Party
fp | 03.10.2016   
Premiere Frantz, François Ozon, Paula Beer, Pierre Niney, absolut party, berlin, wagg.de
Wer sich der Geschichte nicht erinnert, ist bekanntlich dazu verdammt, sie zu wiederholen und so ging es letzten Mittwoch noch zur Premiere von Frantz, einem historischen Arthaus Drama über Schuld, Vergebung und den zeitlosen Humanismus. Gefeiert wurde vor geschichtsträchtiger Kulisse im ehemaligen Stummfilmkino „Delphi“, was eine gute Wahl war, weil der neue Film von François Ozon größtenteils in schwarz-weiß gedreht ist und vom Look her wie ein Streifen aus den 40er Jahren wirkt.



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So hatte ich auch gleich ein Déjà-vu an den genialen „The Artist“, der seinerzeit ebenso im Delphi Premiere feierte und natürlich an „Das weiße Band" von Michael Hanecke, wobei "Frantz" zum Glück nicht ganz so streng und düster geworden ist, sondern eher mit sentimentaler Melancholie besticht und trotz der schwere des Themas mit einer substanziellen Leichtigkeit des Seins bezaubert.

Inhaltlich geht es in dem Antikriegsfilm um die Liebe einer jungen Frau mit dem Mörder ihres Verlobten und dem sinnlosen Hass zwischen Franzosen und Deutschen kurz nach Ende des 1. Weltkrieg, wobei François Ozon, wie bereits erwähnt, auf zahlreiche literarische und cineastische Werke Bezug nimmt, wie etwa auch auf Remarques „Im Westen nichts Neues“ oder ästhetisch beim Film noir.

Dabei gelingt Ozon der schmale Grat, seinen Film weder überladen, beliebig oder kitschig wirken zu lassen, im Gegenteil, vom Cast (u.a. Paula Beer, Pierre Niney) bis zur berührenden Atmosphäre und dem unkonventionellen Ende ist jede Szene perfekt eingespielt. Zum Trailer flimmern geht es hier



und jedem historisch interessierten Arthaus-Lover sei Frantz (Kinostart: 29.09.) unbedingt ans Herz gelegt.

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Nach so viel cineastischer Hochkultur musste am Samstag erst mal die Seele baumeln gelassen werden und so wurde noch bei der Party des Vodka-Hersteller „Absolut“ vorbeigeguckt, der die üblichen Berliner Verdächtigen in den Keller-Gewölben der Alten Müntze bespaßte respektive abfüllte. Bei 6-8 cl Drinks waren alle Gäste nach kürzester Zeit todesbeso**en (bis auf mich natürlich =D) und es wurde wieder einer der magischen Momente für die man die Hauptstadt so liebt und feiert.

Durch die archaischen Maschinenräume und die ausgelassene Stimmung fühlte man sich zudem wieder in die guten alten wagg.de-Kegel Rave Zeiten zurückgebeamt, der unter Umständen dieses Jahr wieder die Neun voll machen wird und ein Come-back feiert, lasst euch überraschen :)...

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Kategorie: Lifestyle, Film

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Statt schnarch Brot und Spiele-Champions League und Befriedigung der niederen Instinkte (wie sonst immer =D) wurde am Wochenende lieber mal wieder gegen den Zeitgeist-Strom geschwommen. So gab es anstelle von sinnlosen rumgebolze-gucken lieber ein wenig Hochkultur auf die intellektuelle Mütze: Im Kühlhaus am Gleisdreieck feierte das Theaterstück „Inanna in den Katakomben“ Premiere und ließ mich zwar am Ende ratlos und verwirrt zurück, aber einfache Antworten helfen ja auch nicht immer weiter. Toll und sehenswert war aber die installationsartige Inszenierung, die wie eine Art-Performance wirkte und mit schnellen Schnitten wurde getanzt, es gab einen Punk-Gig und laufend wurden bedeutungsschwangere Sätze gesagt oder sich im Staub der Bühne gesuhlt und ein kafkaeskes „Alice im Wunderland“-artiges Szenenbild jagte das nächste.
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Wenn das mal kein langsam unheimlich werdender „Freudscher Zufall“ ist, ging es gestern Abend doch schon wieder in good old Charlottenburg aus. Dieses Mal wurde beim Show-Room Opening von Lena Hoschek im mondänen Westend vorbeigeschaut und passend zum nostalgischen Pin-Up- und Dirndl-Style der österreichischen Modedesignerin wurde eine historische Gründerzeit-Loftwohnung in der Kastanienallee Nummer 18 bezogen. Treffend zum gediegenen Ambiente des luxuriösen Appartments gab es diesmal keine wilde Rock-a-Billy Party zum
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Zur 30 jährigen Jubiläums-Party des Lingerie-Labels Marie Jo stieg der Hormonspiegel der männlichen Besucher sicherlich deutlich an, denn es wurde nicht nur auf den runden Geburtstag angestoßen, sondern es gab auch eine heiße Fashion-Show mit den neusten Entwürfen des Dessous-Labels zu sehen. Die Kreationen demonstrierten eindrucksvoll was die Frau von Heute drunter trägt: moderne Ästhetik gepaart mit verführerischer Kreativität bzw. alles was die Fantasie des anderen Geschlecht inspirieren könnte. Im Anschluss der Modenschau wurde ein Scheck an die Brustkrebs-Sensibilisierungs-Kampagne Pink Ribbon überreicht. Danach ging es weiter zur Opening Party des F95 The Fashion Store, der sich nun auf dem Gelände der Station Berlin befindet. Da der F95 The Fashion Store mit der Premium Messe verbandelt ist, gibt es dort zahlreiche auf der Messe vertretene Labels käuflich zu erwerben. Anschließend ging es dann noch rüber zum Geburtstag von Mohr Models. Mohr Models kommen ins Spiel, wenn einen die „mir ist langweilig, mir ist kalt, ich habe Durst bzw. ich habe Kopfschmerzen“Model-Attitüde doch einmal zu viel wird und aus Fleisch und Blut bestehend nicht so wichtig ist. Dafür bestehen diese dann aus Plastik, Wachs, Fiberglas oder Holz und sind wohl die wichtigste Dekoration eines Bekleidungsgeschäfts. Ob das auf Dauer aber die idealere Lösung darstellt, sei hier mal dahingestellt…
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Am Freitag wurden im Kreuzberger Umspannwerk die Sieger der Evoque Style Awards gekürt. Der begehrte Preis konnte in den Kategorien Design, Fashion und Musik gewonnen werden und den glücklichen Gewinnern winkten Preise im 5stelligen € Bereich. Das ließen sich circa 900 Nachwuchs-Kreative natürlich nicht Zwei mal sagen und so wurden über 2.200 Kreationen eingereicht. Für die über 800 geladenen Gäste war wohl die Verleihung des Fashion Award am interessantesten anzuschauen, denn die 6 Finallisten mussten jeweils eine extra zu diesem Anlass entworfene Kollektion vorführen. Am Ende der Range Rover Evoque Style Awards gab es dann 3 glückliche Gewinner und wohl ein paar mehr traurige Verlierer, die es aber im Anschluss auf der feucht-fröhlichen Afterparty so exzessiv krachen ließen, dass der Veranstalter sich direkt genötigt sah noch Getränkenachschub in der nächsten Tanke zu besorgen…
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So wie immer ging die Woche am Montag gleich wieder mit Vollgas los: Am frühen Abend ging es zunächst zur „WikiLeaks“ Premiere in die Kulturbrauerei, wo es sogar richtig staatstragend wurde, denn auch unser (leider ;)) scheidender Minister Philipp Rösler (FDP) wollte sich den Film über die Enthüllungsplattform nicht entgehen lassen. Auf der Kinoleinwand gab es dann einen recht langatmigen Film über die eigentlich gar nicht mal so uninteressante Geschichte von WikiLeaks, „Whistleblowern“ , „Leaks“ und natürlich Julian Assange zu sehen, wobei zahlreiche kontroverse Themen wie der freie Zugang und die Authentizität von Informationen oder die Anonymität und die fehlende Kontrolle von WikiLeaks angerissen wurden.
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