SXTN live +++ Premiere 24 Wochen
fp, | 27.09.2016   
Premiere 24 Wochen, Anne Zohra Berrached, Julia Jentsch, SXTN, Aggro Berlin, Asozialisierungs Programm, Foto, wagg.de
Wo man mich zwar aus dem Ghetto, doch das Ghetto nicht aus mir rausbekommen hat, ging es am Sonntag natürlich noch ganz gangster zum SXTN Gig ins Whitetrash. Vor Ort wollten einen die assozialen Trinity-Uhrensöhne trotz Klubmarke erstmal nicht reinlassen, so dass man sich wie zu Schulzeiten illegal reincrashen musste. Egal, RocknRoll! Drin ging das pubertäre Déjà-vu dann weiter und man kam sich vor wie aufn Schulhof, trotzdem wurde es ein super Konzi mit jut Malle-Stimmung und die Kidz pogten sich die Seele aus dem Leib.



Premiere 24 Wochen, Anne Zohra Berrached, Julia Jentsch, SXTN, Aggro Berlin, Asozialisierungs Programm, Foto, wagg.de
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Auf der Bühne spielten die Neuköllner MCs dann einfach ihre erste EP mit dem Namen „Asozialisierungs Programm“ durch, nomen ist nicht immer omen =D, wo meine Lieblings-Tracks der Anti-Hipster-Song „Wir sind friedlich“



und natürlich die Berliner Party-Hymne „F***** im Club“



sind. Super das es endlich wieder korrekten „Aggro Berlin“ Sound mit schön verpeilten Sido-Humor Lyriks gibt und femininer Sexismus ist doch auch mal ein konstruktiver Beitrag zur ímmer öder werdenden Gender-Debatte. So sieht auf jeden Fall nicht nur Emanzipation aus, sondern das ist auch Punk anno 2016.

Zudem sympathisch bei den Ghetto-Girlz, dass man auch ohne dummen Türsteher-Materialismus real ist und diese Neukölln-Modeveganer-Hipster Abrechnung bei „Wir sind friedlich“ war auch mal mehr als Überfällig.

SXTN sind ab heute definitiv meine Berliner Lieblings-Assis und sollte man unbedingt nicht verpassen, falls die mal irgendwo wieder in einen kleineren Rahmen spielen.

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Vor dem „Asozialisierungs Programm“ gab es letzte Woche aber auch noch etwas harte Kost und es wurde bei der Premiere von 24 Wochen vorbeigeguckt, ein Drama bei dem es um die Abtreibung eines Kindes mit Down-Syndrom geht.

Bei dem bewegenden Streifen sparte Regisseurin Anne Zohra Berrached dann kein emotionales und blutiges Detail aus, von der schweren Entscheidung zwischen Leben und Tod bis zur finalen Todesspritze in den Kopf des Säuglings wurde die kontroverse Thematik in allen Facetten ausgeleuchtet.

Durch das berührend authentische Schauspiel der Hauptdarsteller Julia Jentsch und Bjarne Mädel wirkte der Film halb wie ein Doku-Drama, der mir zum Schluss fast zu heftig wurde, so dass ich spontan an einen unfreiwilligen anti-Abtreibungsfilm denken musste. Ebenfalls semi-gut fand ich die Vorhersehbarkeit des Films und die Frage, warum der Schwangerschaftsabbruch letztlich vorgenommen wird, wurde für mich auch nicht wirklich schlüssig beantwortet, aber ich will hier nicht zu viel spoilern.

Wie bei jedem guten Film, regt „24 Wochen“ natürlich zu reichlich Diskussion an, etwa, warum man kranke oder „behinderte“ Kinder bis zur letzten Schwangerschaftswoche abtreiben darf und „gesunde“ Kinder nicht, oder warum nur die Frau über Leben und Tot entscheiden darf und der Mann nicht, et cetera pp.

Das Abtreibungs-Drama, bei dem man nicht so sensibel und zart besaitet wie ich sein sollte, läuft seit letzten Donnerstag (22.09.) im Arthaus Kino deines Vertrauens und zum flimmern des Trailer geht es weltexklusiv wie immer hier

hier gehts zur Fotogalerie


Kategorie: Film, Musik

Premiere 24 Wochen, Anne Zohra Berrached, Julia Jentsch, SXTN, Aggro Berlin, Asozialisierungs Programm, Foto, wagg.de
Gerade ist ja wieder die spannende IFA und Abseits der superneusten Tablets, innovativsten Smartphones und ultraHD-scharfen Fernsehern gibt es auch immer die lustige Party von dem Gitarrenverstärker-Hersteller Marshall. Vor ein paar Jahren war da schon mal jut RocknRoll mit Eagles of Death Metal und dieses Mal hatten die Veranstalter sogar noch einen drauf gesetzt und mal eben Glan Matlock, einen der Gründungsmitglieder der Sex Pistols sowie Courtney Love für einen Wohnzimmer-Gig gebucht. Wtf habe ich gedacht, die Punk- und Grunge-Ikonen als Allstars-Band zusammen on Stage waren natürlich ein Pflicht-Konzi, auch wenn ich eigentlich total dagegen bin, sich Oldie-Bands live anzuschauen, schließlich ist Nekrophilie auch verboten und alles hat bekanntlich seine Zeit und RocknRoll ist schlussendlich auch kein Museum oder Zombie-Zoo.
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Ohne stylische Glam-Partys ist das Leben leider zu kurz und so wurde am Dienstag noch bei der Sause vom Icon Magazin vorbeigeschaut, die ein paar Awards verteilten. Eigentlich hasse ich ja Preisverleihungen, außer ich bekomme selber einen =D, aber wie bei den moshigen Metal Hammer Awards hielten sich die Sonntagsreden unter einer Cocktail-Länge...
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Gema hin oder her – Berlins Nachtleben ist so unverschämt kostspielig geworden, dass man sich eigentlich nur noch verweigern kann und sich fragt, ob Clubbetreiber mittlerweile alle Porschefahrer sind. Zum Glück gibt es aber immer tausend lustige Alternativen zur „Touri“-Abzocke wie zum Beispiel die Recreate Berlin Closing Party letzten Freitag im Prince Charles. Recreate Berlin ist ein kompetitives Kunst-Projekt von Wim Wenders und dem Vice Magazin bei dem 12 Nachwuchskünstler innerhalb von 5 Tagen eine Video-Collage der Hauptstadt erstellen müssen. Nach dem kreativen Kampf um Berlins Rekreation wurde wie gesagt noch ambitioniert das Tanzbein geschwungen, wonach die Rekreation der Partizipanten-Kreativität aber hoffentlich bald wieder hergestellt war ;)
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Wahnsinn Berlin - letzten Donnerstag fanden gleich wieder 2 Film und 2 Fashion Parties parallel statt, so dass man wieder gar nicht wusste wohin. Am lustigsten hörte sich eine Modenschau im Trust an, die von einigen Venture Kapitalisten aus dem Silicon Valley veranstaltet wurde. Da es im Trust ja den Vodka nur Flaschenweise gibt und der auf die Silicon Valley CEOs ging war gute Stimmung bei den geladenen Gästen natürlich vorprogrammiert. Gegen circa 11 liefen dann die Models über den schmalen Catwalk der Trust-Bar und zeigten unter anderem Entwürfe der Designerin Irene Luft. Die Models wurden auf dem Laufsteg frenetisch wie im Fussballstadion bejubelt und statt Front-Row gepose war richtig Party bis der Notarzt kommt angesagt...
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Bei dem Jahrhundert-Sommer dieses Jahr gibt es heute natürlich noch einen kühlen Festival-Tip, schließlich ist es an der Zeit sich auf der Isomatte die Bandscheiben zu ruinieren, lauwarmes Hansa Pilz zu schlürfen und "Helga ist tot" zu schreien: Hoch im Norden bei „Pütnitz an der See“ gastiert immer das kleine aber feine Pangea Festival, dass mich letztes Jahr, obwohl ich eigentlich total der Festival-Muffel bin, ziemlich faszinieren konnte. Einmal ist es kein 6666666666 Besucher-Flashmob Festival, sondern mit 5000 Besuchern recht gechillt und auf der anderen Seite konnte mich das engagierte Booking ziemlich begeistern, dass im Gegensatz zu den meisten anderen Festivals (hallo Lollapalooza =D), auch ohne die übliche Konsens-Mukke mit immer den gleichen Big-Names, Akzente setzen konnte und schließlich feiern die Ohren ja auch mit. Dieses Jahr freue ich mich besonders auf „Moop Mama“, wo das Album vom letzten Jahr bestimmt 2 Monate bei mir zuhause durchlief , ach ja und ich hab gehört, es gibt wohl auch noch ein paar letzte Restkarten abzustauben, also lieber heute zugreifen, als morgen zu spät das Leben bestrafen. Be there or be square und wir sehen uns beim Pangea im Mosh-Pit oder in der Halfpipe...
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